DE545331C - Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung der Korrosionen des Waschermetalls bei Generatoranlagen - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung der Korrosionen des Waschermetalls bei Generatoranlagen

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DE545331C
DE545331C DEO17012D DEO0017012D DE545331C DE 545331 C DE545331 C DE 545331C DE O17012 D DEO17012 D DE O17012D DE O0017012 D DEO0017012 D DE O0017012D DE 545331 C DE545331 C DE 545331C
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Dr C Otto and Co GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/04Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Preventing Corrosion Or Incrustation Of Metals (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

  • Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung der Korrosionen des Waschermetalls bei Generatoranlagen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vermeiden der Korrosionen des Waschermetalls bei Generatoranlagen.
  • Bei den bekannten Generatoranlagen bewirkt das im Kreislauf über ein Gradierwerk umgepumpte, zum Waschen und Kühlen des Generatorgases dienende Wasser eine ziemlich schnelle Zerstörung des Waschermetalls infolge von Korrosionen, die sich schon wenige 'Monate nach der Inbetriebnahme der Anlagen bemerkbar machen.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß da; Waschwasser sich, durch Aufotvdation des im Gase enthaltenen Schwefelwasserstoffs und der schwefligen Säure zu Schwefelsäure, mit Schwefelsäure anreichert. Dies hat vor allen Dingen die Korrosionen des Waschermetalls zur Folge. Die Erfindung bezweckt nun, die Anreicherung der Säure im NZ"aschwasser zu vermeiden und damit die Korrosion des Waschermetalls zu verhindern. Dies wird dadurch erreicht, daß das schwach sauer gewordene Waschwasser mit einer derartigen Menge eines an sich bekannten N eutralisationsmittels versetzt wird, daß dieser Zusatz gerade ausreicht, um gebildete oder sich bildende Säure zu neutralisieren. Als N eutralisationsmittel dient dabei am besten Kalktnilch.
  • Es ist allerdings bekannt, Gase, die Schwefelwasserstoff und schweflige Säure enthalten, unter anderen auch Generatorgase, mit Verbindungen der Erdalkalien und mit Alkalicarbonaten in starker wäßriger Lösung zu behandeln, um die Schwefelverbindungen aus dem Gase zu entfernen. Diese stark alkalischen Flüssigkeiten üben jedoch eine stark korrodierende Wirkung auf das Waschermetall aus, das dabei einem schnellen Verschleiß ausgesetzt ist. Im Gegensatz zu diesem bekannten Verfahren soll gemäß der Erfindung keine Entfernung der Schwefelverbindungen erreicht werden, sondern nur eine Neutralisation der geringen Schwefelsäuremenge, die durch die Waschung des Gases mit an sich reinem Wasser und die nachfolgende intensive Berührung dieses Wassers mit dem Sauerstoff der Luft in den Kühltürmen gebildet wird und bei dauerndem Kreislauf sich anreichern würde. Die 'Menge des Neutralisationsmittels, die dem reinen Waschwasser zur Erreichung dieses Zieles zugesetzt werden muß, beträgt weniger als ein Hundertstel derjenigen Neutralisationsmittelmenge, die zu einem Auswaschen der Schwefelverbindungen notwendig wäre; es versteht sich, daß diese starken Neutralisationsmittellösungen in ihren Korrosionswirkungen ebenso gefährlich sind wie ein mit Schwefelsäure angereichertes Waschwasser.
  • Vorteilhafterweise wird gemäß der Erfindung die Kalkmilch bereits dem aus den Waschern abfließenden Wasser zugesetzt in der Weise, daß auf die Wasserablauftöpfe der Wascher mit Kalkmilch beschickte Behälter gesetzt werden, aus denen die Kalkmilch in regelbaren Mengen in die Ablauftöpfe fließt, sich dort mit dem Waschwasser mischt und dieses'*`nentraliskrt oder schwach alkalisch macht. Die Kalkmilch wird dabei zweckmäßigervveise -äufgerrihrt, was durch die Energie des in den Waschern fallenden Wassers geschehen kann. Die Menge der zugesetzten Kalkmilch richtet sich dabei nach dem jeweiligen Säuregehalt des Wassers. Das mit Kalkmilch versetzte, neutrale oder schwach alkalische Wasser gelangt dann in einen Klärbehälter, wo sich das gebildete Ca SO,, und das überschüssige Ca-Hydroxyd absetzt, und von da über Kühler, wie Hordenkühler, wieder in die Wascher.
  • Das folgende Ausführungsbeispiel dient zur Veranschaulichung des Verfahrens.
  • Das Waschwasser einer Generatoranlage enthielt 9o g freie Schwefelsäure im m3, eine Säuremenge, die sonst schon in kurzer Zeit Anfressungen des Waschermetalls hervorruft. Dem Waschwasser wurde nun erfindungsgemäß aus einem auf den Wasserablauftopf aufgesetzten Behälter mit Kalkmilch pro cbm Wasser etwa das Dreifache der zur theoretischen Neutralisation der obigen Schwefelsäuremenge erforderlichen Menge Kalkmilch zugesetzt. Diese Menge bewirkte eine vollkommene Neutralisation des Waschwassers und machte das Waschwasser darüber hinaus noch schwach alkalisch, Nach dem Absitzen des gebildeten. Ca S04 und des überschüssigen Hydroxydes in einem Klärbehälter und nach Durchlaufen eines Hordenkühlers wurde das Wasser, welches nunmehr schwach alkalisch war, dem Wascher wieder zugeführt und die fortlaufende Zugabe von Kalkmilch so geregelt, daß das Wasser schwach alkalisch blieb. Es zeigte sich, daß bei dieser Arbeitsweise selbst nach längerer Betriebszeit keine Korrosionen in den Waschern eintraten, so daß damit die erheblichen Betriebsstörungen, die sonst infolge von Korrosionen eintraten, vollkommen vermieden wurden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE; i. Verfahren zur Vermeidung der Korrosionen des Waschermetalls bei Generatoranlagen, bei denen reines Waschwasser durch die Wascher gepumpt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das durch eine geringe teilweise Oxydation des im Gase vorhandenen Schwefelwasserstoffes schwach sauer gewordene Waschwasser mit einer derartigen Menge eines an sich bekannten Neutralisationsmittels, wie z. B. Kalkmilch, versetzt wird, daß dieser Zusatz gerade ausreicht, um die gebildete oder sich bildende Säure zu neutralisieren.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Energie des fallenden Waschwassers zum Aufrühren der zur Neutralisation dienenden Kalkmilch verwendet wird.
  3. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch auf die Wasserablauftöpfe aufgesetzte, mit Kalkmilch beschickte Behälter, aus denen die zweckmäßig aufgerührte Kalkmilch in regelbaren Mengen in die Ablauftöpfe gelangt.
DEO17012D 1927-12-16 1927-12-16 Verfahren und Einrichtung zur Vermeidung der Korrosionen des Waschermetalls bei Generatoranlagen Expired DE545331C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1054648B (de) * 1956-10-24 1959-04-09 Pintsch Bamag Ag Verfahren zum Regenerieren von alkalischen Waschloesungen

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