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Hebelvorschneider mit geschlossenem, vierfach ineinandergreifendem
Gewerbe und eingesetzten Schneiden Die vorliegende Erfindung betrifft ein Werkzeug
zum Schneiden von insbesondere harten und härtesten Drähten mittels eingesetzter
Schneiden. Den Anforderungen, denen diese Werkzeugart unterworfen ist, kann bisher
nur der bekannte massive Kopf mit geschlossenem, vierfach ineinandergreifendem Gewerbe
Genüge leisten. Die ebenfalls bekannten Vorschneider mit aus Blech gepreßtem Kopf
besitzen die erforderlichen Eigenschaften nicht. Sie haben ein offenes, hohles,
nur mangelhaft führendes Gewerbe, was zu Verkantungen und Verwindungen der Kopfschenkel,
damit zur Verlagerung und Formänderung der die Schneiden haltenden Lager führt und
so weiter zur Folge hat, daß es weder ein ordnungsmäßiges Schneiden überhaupt noch
ein einfaches, den ordnungsmäßigen Gebrauch des Werkzeuges gewährleistendes Auswechseln
der Schneiden zuläßt. Die Vorschneider dieser Art haben also eine sehr beschränkte
Verwendungs- und Leistungsfähigkeit und können niemals diejenigen mit massivem Kopf
ersetzen. Letztere haben jedoch erhebliche Mängel. Da nämlich die beiden, den Kopf
des Werkzeuges bildenden Hälbköpfe aus je einem einheitlichen Stück bestehen, so
erfordert die Erzeugung des Gewerbes eine schwierige, genaue und zeitraubende Fräsarbeit.
Außerdem muß das zur Aufnahme der Schneiden dienende Lager nachträglich besonders
eingearbeitet werden, und ist im übrigen diese ganze Lagerung nicht dazu geeignet,
die Schneiden durch den Gebraucher des Werkzeuges auszuwechseln. Aufgabe der Erfindung
ist es nun, für die Werkzeuge vorliegender Art einen Kopf mit geschlossenem, vierfach
ineinandergreifendem Gewerbe sowie eingesetzten Schneiden zu schaffen, der durch
Fortfall der bisher zur Erzeugung des Gewerbes und des Schneidenlagers notwendigen
Arbeit eine einfachere, schnellere und billigere Herstellung ermöglicht, wobei gleichzeitig
die sich in dieser Herstellung ergebende Lagerung der Schneiden ohne weiteres ein
leichtes, dem ordnungsmäßigen Gebrauch des Werkzeuges gerecht werdendes Auswechseln
derselben zuläßt. Das `lesen der Erfindung beruht darin, daß der bisher einheitliche
Halbkopf aus zwei zweckentsprechend ausgestanzten und gepreßten Blechteilen zusammengesetzt
ist.
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Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel
dargestellt. Es zeigen: Abb. i, a und 4 das Werkzeug in Ansicht, Seitenansicht und
Waagerechtsschnitt nach Linie A-B der Abb. i, Abb. 3 und 5 eine lose Schneide in
Ansicht und Draufsicht, Abb.6 bis 9 die Einzelkörper des linken Werkzeughalbkopfes
in Ansicht bzw. Seitenansicht.
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Der Kopf des Werkzeuges wird in bekannter Weise aus zwei um ein Niet
schwingend miteinander verbundenen Halbköpfen gebildet Die Halbköpfe bestehen nun
aber wiederum aus je zwei Hälften, und zwar aus den Einzelkörpern a und
b bzw. c und d, die aus Stahlblech derart ausgestanzt und gepreßt
sind,
daß sie je zwei aufeinanderliegende Lappen e, f bzw. g, lt bzw.
i, k bzw. 1, m, und zwar - der Form des bekannten Vierfachgewerbes
der massiven Vorschneider entsprechend - einen breiten f bzw. lt bzw.
i bzw. l mit ausgebuchteter und einen schmalen e bzw. g bzw. k
bzw. m mit nach entgegengesetzter Richtung zurückgeschweifter Innenkante
sowie am oberen Ende je eine nach innen schräg aufwärts gerichtete Öffnung zt von
rechteckigem Querschnitt aufweisen. Die beiden eine 1-Ialbkopfhälfte a bzw.
b bzw. c bzw. d ausmachenden Lappen e und f bzw. g und
lt bzw. i und k bzw. L und in bestehen also aus einem Stück.
Sie können aber auch ursprünglich einzelne Stücke sein, die dann durch Schweißen
an einer Kante der Öffnung n zu einem Stück miteinander vereinigt sind. Die zusammengehörigen
Hälften a und b bzw. c und d sind zweckentsprechend aufeinandergenietet
und ergeben so den Halbkopf a-b bzw. c-d, der also zwei nebeneinanderliegende Öffnungen
it und vier Lappen e, f, g, lt bzw. i, k, 1, m besitzt. Zwei
Lappen f, h des einen Halbkopfes a-b bilden zusammen mit den entsprechenden
zwei Lappen i, l des anderen Halbkopfes c-d das Gelenk zum Aneinanderlenken dieser
Halbköpfe. Die außenliegenden Lappen e und lt bzw. i
und m haben j e ein Auge
t zur Anbringung der zur Betätigung des Werkzeuges dienenden Schenkel u,
wohingegen die innenhegenden Lappen f und g bzw. k und l verkürzt
und am unteren Ende kreisbogenförmig v ausgenommen sind. In die Öffnungen n jedes
Halbkopfes ist eine Schneide w mittels zweier einfacher Zapfen x schließend eingesetzt,
und diese Lagerung ergibt ohne weiteres die Möglichkeit, die Schneiden unter Benutzung
eines Dornes, Durchschlages o. dgl. leicht und bequem wieder auszutreiben und damit
auszuwechseln.
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Der wesentliche Fortschritt der Erfindung gegenüber dem Bekannten
ergibt sich aus folgendem.
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Der neue Kopf steht hinsichtlich Festigkeit, Stabilität und Leistungsfähigkeit
den bekannten massiven Köpfen in nichts nach, und die Schneiden haben einen so sicheren
Sitz, daß das Werkzeug genau so gebraucht und beansprucht werden kann wie ein massiver
Kopf mit festen Schneiden. Das bei den bekannten, aus Blech gepreßten Köpfen vorkommende
Verwinden oder Verkanten der oberen Schenkel und die dadurch verursachte Formänderung
und Verlagerung der Schneidenlager, wie es bisher nur durch Anwendung massiver Köpfe
vermieden werden konnte -es ist die sehr starke Beanspruchung zu berücksichtigen,
welcher gerade die Werkzeuge vorliegender Art unterliegen -, sind vollständig ausgeschlossen;
denn hier ist die bisher allein bei den massiven Köpfen mögliche Festigkeit und
Stabilität des Kopfes an sich erreicht und ist insbesondere das bisher ebenfalls
nur bei den massiven Köpfen mögliche geschlossene, in sich feste, vierfach ineinandergreifende
und mit großen Flächen sicher führende Gewerbe geschaffen. Infolgedessen behalten
die Schneiden genau wie bei den massiven Köpfen immer ihren ordnungsmäßigen Sitz
und bleibt ihre Auswechselung auch für den Laien dauernd ausführbar, indem insbesondere
hierbei der ordnungsmäßige Sitz für jede neu einzusetzende Schneide ohne weiteres
gewährleistet ist; die Schneiden passen stets aufeinander. Alle vorteilhaften Eigenschaften,
die bisher eine Eigentümlichkeit und das Wesen der in komplizierter, zeitraubender
und teurer Herstellungsweise erzeugten massiven Köpfe waren, sind durch den neuen
Kopf erzielt. Bei alledem aber ermöglicht der neue Kopf - eben durch den Fortfall
der bisher zur . Erzeugung des Gewerbes und des Schneidenlagers erforderlichen Arbeit
- eine sehr viel einfachere, schnellere und billigere Herstellung. Gleichzeitig
erlaubt das in dieser Weise gebildete Lager der Schneiden ohne weiteres ein durch
den Gebraucher des Werkzeuges jederzeit ausführbares Auswechseln der Schneiden.
"Die Anordnung des Schneidenlagers bedingt auch keine Verschiebung des Schwingungspunktes
der Kopfschenkel nach unten, also keine den Wirkungsgrad bzw. Kraftbedarf des Werkzeuges
nachteilig beeinflussende Änderung der Länge der Hebelarme, wie dies z. B. bei den
bekannten, aus Blech gepreßten Köpfen der Fall ist.