DE544310C - Vorrichtung zur Regelung der Spannung in einer durch Gleichrichter gespeisten elektrolytischen Anlage - Google Patents
Vorrichtung zur Regelung der Spannung in einer durch Gleichrichter gespeisten elektrolytischen AnlageInfo
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-
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- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25D—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
16. FEBRUAR 1932
REiCHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 544310 KLASSE 21 d2 GKUPPE
elektrolytischen Anlage
In elektrolytischen Anlagen werden Gleichrichter, Röhrengleichrichter sowohl als Trokkengleichrichter
zur Umformung von Drehstrom in Gleichstrom häufig angewendet. Dabei werden stets große Stromstärken bei
kleinen Spannungen benötigt. Schwierigkeiten bietet die Verwendung eines Gleichrichters
dann, wenn die Gleichspannung in weiten Grenzen geregelt werden muß, wie dies beispielsweise bei den Betrieben der
Veredelungsindustrie der Fall ist. Eine feinstufige Regelung kann im allgemeinen nur
mit komplizierten und teuren Regelapparaten erreicht werden. Während es bei Maschinen,
beispielsweise bei Motorgeneratoren, ohne weiteres möglich ist, die Spannung des
Gleichstromgenerators in weiten Grenzen beliebig zu regeln, zwingen Gleichrichter
zur Anwendung von Stufentransformatoren
ao nebst Stufenschaltern oder Drehtransformatoren. Im ersteren Falle kann eine wirtschaftliche
Regelung nur mit einer beschränkten Anzahl von Stufen durchgeführt werden, im letzteren Falle wird die Anlage
durch den Einbau eines Drehtransformators wesentlich verteuert. Infolge dieses Umstandes.
ist in vielen Fällen ein Motorgenerator gegenüber einem Gleichrichter für elektrolytische
Anlagen bevorzugt worden.
Eine bequeme Regelung der Wechselspannung und damit der Gleichspannung
soll nun durch Anwendung eines Frequenz- ' wandlers erzielt werden. Die vorliegende
Erfindung betrifft eine elektrolytische Anlage, welche aus einem oder mehreren über
Gleichrichter gespeisten elektrolytischen Bädern und einer als Frequenzwandler dienenden
Asynchronmaschine besteht. Erfindungsgemäß dient die Asynchronmaschine, an deren
Läuferspannung die Gleichrichter angeschlossen sind, gleichzeitig zum Antrieb eines Lüfters.
Die Regelung der Läuferspannung der Asynchronmaschine erfolgt durch Regelung der Belastung der Asynchronmaschine. Diese
wird durch Änderung der Luftmenge mittels eines in die Luftleitung des vom Asynchronmotor
angetriebenen Lüfters eingeschalteten Drosselorgans bewirkt.
In der Zeichnung ist die Schaltung der Anlage im Prinzip dargestellt. Mit 1 sind die
drei Phasen des Drehstromsystems bezeichnet, an welches der Ständer 2 der Asynchronmaschine
über einen Schalter 3 — es kann auch ein Sterndreieckschalter Anwendung finden—
angeschlossen ist. Von den Schleifringen 5 des Läufers 4 fließt der Strom zu den in einer
Vollwegschaltung angeordneten Trockengleichrichtern 6. Vor die Trockengleichrich-
''■'■) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Friedrich Bauer in Berlin-Haselhorst.
ter ist noch ein Transformator/ eingeschaltet. Dies wird im allgemeinen erforderlich sein,
wenn die Läuferspannung des Asynchronmotors nicht den für die elektrolytischen Zwecke
erforderlichen Wert besitzt. Von den beiden Klemmen der Gleichrichtergruppe wird der
Gleichstrom den Elektroden ι ο und ii des
elektrolytischen Bades 12 zugeführt. Mittels eines Umschalters 13 kann zum Anlassen der
Asynchronmaschine ein regelbarer Widerstand 14 in den Läuferkreis eingeschaltet werden.
Durch das Vorschalten eines entsprechenden Widerstandes beim Anlassen kann erreicht werden, daß beim Umschalten der
Asynchronmaschine von dem Anlasser auf die elektrolytischen Bäder an den Schleifringen
gerade die benötigte Spannung vorhanden ist. Der durch die Asynchronmaschine angetriebene
Lüfter ist mit 15 bezeichnet. Der Luftstrom wird diesem durch den Kanal 16
zugeführt, innerhalb dessen eine Drosselklappe 17 angeordnet ist. Bei geschlossener Drosselklappe
wird, durch den Lüfter-nur sehr wenig Luft gefördert. Dabei ist das zum Antrieb des
Lüfters erforderliche Drehmoment gering, so daß der Motor mit einer verhältnismäßigen
hohen Drehzahl läuft. Infolgedessen besitzt die an den Schleifringen herrschende Läuferspannung
nur einen kleinen Wert. Ist dagegen die Drosselklappe geöffnet, so wird durch den Lüfter eine große Luftmenge gefördert.
Infolge der Belastung der Asynchronmaschine sinkt dieDrehzahl, während die an den Schleifringen
auftretende Spannung steigt. Durch Regelung des Luftstromes mittels der Drosselklappe kann also die Spannung
innerhalb eines beschränkten Bereiches geregelt wrerden. Durch den bereits erwähnten
Sterndreieckschalter, durch welchen der Ständer des Motors auf das Drehstromnetz geschaltet
wird, oder einen festen Widerstand, welcher in den Läuferstromkreis der Asynchronmaschine
zwecks Vergrößerung des Drehzahlabfalles eingeschaltet ist, kann noch eine wesentliche Vergrößerung dieses Regelbereiches
erzielt werden.
Aus den Diagrammen 2 und 3 ist die Wirkungsweise der Anlage deutlich zu ersehen.
In dem Diagramm 2 bedeutet 1 die Charakteristik der Asynchronmaschine, 2 und 3 sind
die Charakteristiken des Lüfters bei geöffneter und bei geschlossener Drosselklappe. Die
Kurven 1 bis 3 stellen dabei die Drehzahl des Motors bzw. des Lüfters in Abhängigkeit vom
Drehmoment dar. Aus den Schnittpunkten der Kurven ergeben sich die Drehzahlen %
und «„, welche der Motor annimmt, sobald die Drosselklappe geöffnet oder geschlossen ist.
In der Abb. 3 ist die Läuferspannung des Asynchronmotors in Abhängigkeit von der
Drehzahl dargestellt. Bei geöffneter Drosselklappe tritt an den Schleif ringen bei der Drehzahl
nt die Spannung E1, bei geschlossener
Drosselklappe die Spannung JS2 bei der Drehzahl M2 auf. Es kann annähernd bei dieser
Anordnung eine Regelung der Spannungen E1 und E2 im Verhältnis 2 : 1 erfolgen.
Wird der Ventilator zur Kühlung der Gleichrichter verwendet, so erweist sich der
Umstand als vorteilhaft, daß bei geringer Spannung, also geringer Belastung der Gleichrichter,
auch der Kühlluftstrom gedrosselt ist.
Das Wesen der Erfindung wird dadurch nicht geändert, daß die elektrolytischen Bäder
in einer beliebigen anderen Schaltung durch die Gleichrichter gespeist werden. Beispielsweise
könnten auch die Bäder in zwei Gruppen angeordnet werden, wobei jeder Gruppe der Strom über einen besonderen Gleichrichter
zugeführt wird. Die Gleichrichter sind dabei so· geschaltet, daß je eine der Halbwellen
durch eine Bädergruppe fließt. Bei dieser Schaltung würde die Rückleitung zu dem Sternpunkt der Asynchronmaschine erfolgen,
wobei dieser an einen weiteren Schleifring angeschlossen sein muß. Es ist ferner
unwesentlich für das Wesen der Erfindung, ob der Ständer oder Läufer der Asynchronmaschine
an das Drehstromnetz angeschlossen wird. '
Die Anordnung gemäß der Erfindung erweist sich gegenüber anderen bekannten Regeleinrichtungen
als ein Fortschritt, da durch sie eine stetige Regelung der Spannung ermöglicht wird, ohne daß verwickelte und teure
Regelvorrichtungen angewandt werden.
Claims (1)
- Patentanspruch :Vorrichtung zur Regelung der Spannung in einer elektrolytischen Anlage, die aus einem oder mehreren über Gleichrichter gespeisten elektrolytischen Bädern und einer als Frequenzwandler dienenden Asynchronmaschine besteht, deren Läuferspannung und -drehzahl durch eine Bremsbelastung von veränderlicher Größe beeinflußt wird, dadurch gekennzeichnet, "daß die Asynchronmaschine, an deren Läuferspannung die Gleichrichter angeschlossen sind, gleichzeitig als Antriebsmotor des Lüfters der elektrolytischen Anlage dient, und daß die Regelung der Läuferspannung durch Änderung der Belastung der Asynchronmaschine mittels eines Drosselorgans erfolgt, durch welches die vom Lüfter geförderte Luftmenge geregelt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE544310T | 1930-05-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE544310C true DE544310C (de) | 1932-02-16 |
Family
ID=6560368
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930544310D Expired DE544310C (de) | 1930-05-27 | 1930-05-27 | Vorrichtung zur Regelung der Spannung in einer durch Gleichrichter gespeisten elektrolytischen Anlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE544310C (de) |
-
1930
- 1930-05-27 DE DE1930544310D patent/DE544310C/de not_active Expired
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