DE544266C - Schmaler und hoher Kaefigleiter fuer den Laeufer von Asynchronmaschinen - Google Patents
Schmaler und hoher Kaefigleiter fuer den Laeufer von AsynchronmaschinenInfo
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- H02K17/00—Asynchronous induction motors; Asynchronous induction generators
- H02K17/02—Asynchronous induction motors
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
16. FEBRUAR 1932
16. FEBRUAR 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vr 544266 KLASSE 21 d 2 GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. März 1928 ab
Es sind verschiedene Ausführungen von Kurzschlußankermotoren bekannt geworden,
die das Anlaufdrehmoment gegenüber dem gewöhnlichen Käfiganker zu erhöhen gestatten.
So ist es bekannt, die Rotorleiter mit verhältnismäßig großer Stabhöhe auszuführen
zum Zwecke, den effektiven Rotorwiderstand durch Stromverdrängung während des Anlaufs zu vergrößern. Die Nachteile einer
derartigen Anordnung sind, wenn man hohe Anfahrmomente erzielen will, sehr große
Stabhöhen, die eine schlechte Ausnutzung der Maschine ergeben und im normalen Betrieb
auch eine erhebliche Verschlechterung des Leistungsfaktors hervorrufen. Auch ist der
dem Netz beim Anlaufen entnommene Strom verhältnismäßig groß. Dies hat seine Ursache
darin, daß der die Nut durchsetzende Kraftfluß -©"„ in Abb. 1, der die Stromverdrängung
hervorruft, durch eine Kupferschicht fließen muß, die eine beträchtliche Rückwirkung verursacht.
Eine ebenfalls bekannte Anordnung verhält sich in dieser Hinsicht günstiger. Es ist dies
die Ausführung des Ankers als Doppelkäfig nach Abb. 2. Die Arbeitswicklung geringen
Ohmschen Widerstandes liegt hier im Nutengrund, während die vorwiegend im Anlauf
wirksame Wicklung hohen Ohmschen Wider-Standes nahe am Luftspalt angeordnet ist.
Der die Verdrängung der Stromschicht bewirkende Kraftfluß -0"n schließt sich hier
durch den Luftspalt δ der Abb. 2 und verläuft demnach in Luft. Die Rückwirkung der
inneren Wicklung auf die Stromaufnahme beim Anlauf ist daher verhältnismäßig gering,
und es bestimmt im wesentlichen der Ohmsche und induktive Widerstand der Anlaufwicklung
den aufgenommenen Strom und das Drehmoment des Motors. Trotz dieser günstigen Anlaufeigenschaften haften auch
dieser Ausführung noch Mängel an, die darin bestehen, daß der mechanische Aufbau kompliziert
und teuer ist, zumal auch im allgemeinen sowohl die Anlauf- als auch die Betriebswicklung
ihren besonderen Kurzschlußring haben. Weiterhin ist es ein Übelstand, daß das Drehmoment eines derartigen Motors
nicht unerheblich mit wachsender Tourenzahl abfällt. Diese Eigenschaft rührt davon her,
daß man zumeist den Widerstand der Anlaufwicklung sehr groß ausführen muß, so daß
deren Wirksamkeit mit wachsender Tourenzahl sehr rasch abnimmt, während das von der Arbeite wicklung ausgeübte Drehmoment
infolge des geringen Ohmschen und großen induktiven Widerstandes sich noch nicht nennenswert
an der Drehmomentbildung beteili- ■ gen kann. Bei wiederholtem schwerem Anlaufen
kann die geringe Wärmekapazität und geringe Wärmeableitung der besonderen Anlaufwicklung
ein Nachteil sein.
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Frit\ Tellert in Dresden.
Es ist auch eine Ausführung für Kurzschlußanker bekannt geworden, bei der die
in jeder Nut des Läufers befindlichen Stäbe oder Leiter mit Längsschlitzen zur Aufnahme
von Blechen oder Keilen aus magnetischem Stoff versehen sind. Diese Ausführung hat
den Nachteil, daß sich ein sehr ungünstiges Verhältnis von Anlaufstrom zu Anlaufdrehmoment
ergibt und im Betrieb durch eine zu
ίο hohe Läuferimpedanz der Leistungsfaktor
herabgesetzt wird. Das gleiche gilt für eine Ausführung, bei der zwischen die getrennte
Anlauf- und Arbeite wicklung (vgl. Abb. 2) besondere Einsatzstücke aus magnetischem
is Stoff eingefügt sind.
Die Nachteile der erwähnten Anordnungen werden durch einen schmalen und hohen
Käfigleiter vermieden, der erfindungsgemäß einen nach dem Nutengrund zunehmenden
Querschnitt besitzt und mit einer oder mehreren übereinanderliegenden, durch Stege unterteilten
Aussparungen versehen ist.
Die Abb. 3 und 4 zeigen ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgedankens. Der
schmale Leiterstab erhält eine Anzahl Aussparungen^ ohne Einlagen, so daß je nachdem
zwei oder drei oder noch mehr Einzelleiter L von verschiedenen Querschnitten entstehen.
Die Aussparungen A im Stab bezwecken beim Anlauf eine kräftige Ausbildung
des stromverdrängenden Nutenkraftflusses durch eine Luftstrecke, ähnlich wie bei
Abb. 2, so daß fast der ganze Strombelag in den Teilleiter 1 von hohem Ohmschen Widerstand
gedrängt wird. Bei richtiger Bemessung der Aussparungen erfolgt der Anlauf mit hohem Drehmoment und niedrigem Anlaufstrom.
Mit zunehmender Drehzahl übernimmt zunächst der Teilleiter 2 infolge seines
etwas kleineren Widerstandes als Leiter 1 mehr Strom und liefert somit den größeren
Teil des Drehmomentes. Bei der Tourenzahl in der Nähe des Synchronismus, also im
normalen Betrieb, führen dann die Teilleiter 2 und 3 den größten Teil des Stromes. Infolge
des allmählichen Überganges des Strombelages von einem Teilleiter zum anderen wird
eine wesentliche Absenkung des Dröhmomentes mit steigender Tourenzahl vermieden.
Durch die Ausführung des Leiters mit nach dem Nutengrund zunehmendem Querschnitt
wird eine hohe magnetische Leitfähigkeit des Luftraumes zwischen Teilleiter r und 2 erzielt,
ein derartig großer Anlaufwiderstand im Teilleiter 1 geschaffen, daß ein besonderer
Kurzschlußring hohen Widerstandes entbehrlich ist, und ohne zu große Stabhöhe ein genügender
Querschnitt des Teilleiters 3 bewirkt, der einen großen Teil des Laststromes im normalen Betrieb zu übernehmen hat.
Durch die Unterteilung der Aussparungen durch Stege wird ein Leiterstab großer Festigkeit
geschaffen, der in mechanischer Hinsicht einem vollen Leiterstab gleichkommt.
Die Abb. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform des Käfigleiters aus Blech, dessen unterer
Teil umgebogen ist.
Der Kurzschlußring kann in an sich bekannter Weise nach Abb. 6 durch Umlegen
der aus dem Eisen hervorstehenden Leiterstücke nach gleicher Richtung und durch gegenseitiges
Verlöten hergestellt werden.
Ein mit dem neuen Käfigleiter ausgeführter Motor entwickelt also ein verstärktes Anlaufdrehmoment
ohne einen besonders hohen Anlaufstrom und besitzt einen Betriebsleistungsfaktor,
der trotz des Vorhandenseins der inneren Käfigleiter praktisch nicht verschlechtert
ist.
Claims (1)
- Patentanspruch:Schmaler und hoher Käfigleiter für den Läufer von Asynchronmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß der Leiter einen nach dem Nutengrund zunehmenden Querschnitt besitzt und mit einer oder mehreren übereinanderliegenden, durch Stege unterteilten Aussparungen versehen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES84610D DE544266C (de) | 1928-03-13 | 1928-03-13 | Schmaler und hoher Kaefigleiter fuer den Laeufer von Asynchronmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE544266C true DE544266C (de) | 1932-02-16 |
Family
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|---|---|---|---|
| DES84610D Expired DE544266C (de) | 1928-03-13 | 1928-03-13 | Schmaler und hoher Kaefigleiter fuer den Laeufer von Asynchronmaschinen |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE544266C (de) |
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1928
- 1928-03-13 DE DES84610D patent/DE544266C/de not_active Expired
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