DE542009C - Rotierender Gaswascher - Google Patents
Rotierender GaswascherInfo
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- DE542009C DE542009C DESCH85435D DESC085435D DE542009C DE 542009 C DE542009 C DE 542009C DE SCH85435 D DESCH85435 D DE SCH85435D DE SC085435 D DESC085435 D DE SC085435D DE 542009 C DE542009 C DE 542009C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D47/00—Separating dispersed particles from gases, air or vapours by liquid as separating agent
- B01D47/16—Apparatus having rotary means, other than rotatable nozzles, for atomising the cleaning liquid
Landscapes
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Description
- Rotierender Gaswascher Generatorgase aus wasserhaltigen Brennstoffen, insbesondere aus minderwertigen Steinkohlen, aus Rohbraunkoblen, Ligniten und Torf, haben einen hohen Wasserdampfgehalt, der nebst Flugstaub und Teer in den Gasreinigungsanlagen beseitigt wird. Der ausgeschiedene Teer bildet dabei ein wertvolles Nebenprodukt, aber nur dann, wenn der angefallene Teer auf einfache Weise entwässert werden kann. Die Teerentwässerung ist aber gerade bei Braunkohlenteer deshalb umständlich und kostspielig, weil dieser fast dasselbe spezifische Gewicht wie das Wasser hat und einfache Absetz- oder Abscheidegruben daher zur Trennung nicht genügen. Zur Vermeidung des Anfallens von waserhaltigem Teer ist bereits vorgeschlagen, den Teer bei einer Temperatur, die etwas über dem Taupunkt des Wasserdampfes liegt, etwa 100 darüber, also bei ungefähr so", auszuwaschen.
- Bei dieser Temperatur entziehen sich aber noch viele flüchtige Anteile der Ausscheidung.
- Sie setzen sich in den Leitungen bei weiterer Abkühlung und insbesondere auch in den Gasbrennern ab und bilden einen großen Übelstand durch Betriebsstörungen. Es ist daher bereits vorgeschlagen, auch die leichten Öle durch Tiefkühlung der Gase auszuscheiden. Bei tiefer Kühlung wird aber der Taupunkt der Gase unterschritten, und das Ö1 fällt mit dem Teerwasser aus.
- Die Forderung: a) einen wasserfreien Teer zu gewinnen, der ohne besondere Entwässerung verwertbar ist, und b) auch die wertvollen niedrigsiedenden Teile auszuwaschen und zu gewinnen und dadurch gleichzeitig Betriebsstörungen zu verhindern, kann nach den bisher geübten Verfahren gar nicht mit einem Apparat, d. h. in einer Stufe, erfüllt werden. Bei den bekannten Verfahren wurde so vorgegangen, daß in zwei oder mehr Stufen, die hintereinandergeschaltet waren, entteert wurde, derart, daß in den ersten oder in der ersten und zweiten Stufe über dem Taupunkt entteert und ein wasserfreier Teer gewonnen und in der letzten Stufe tiefgekühlt und hierbei die niedrigsiedenden Teile ausgewaschen wurden. Letzte ließen sich, weil spezifisch sehr viel leichter als Wasser, dann leicht vom Wasser trennen.
- Das Verfahren, in zwei oder mehr Stufen zu entteeren und bei hoher Ausscheidung einen wasserfreien Teer zu gewinnen, bedingt teure, viel Raum und wegen der mehrfachen Leerlauf- und Wirbelungsverluste sehr viel kraftbrauchende Anlagen. Bei dem Erfindungsgegenstand ist ein Weg beschritten, auf dem es möglich ist, die Förderung der Gewinnung eines wasserfreien Teers und eine fast restlose Ausscheidung dieses durch tiefe Kühlung mit einer einzigen Apparatur und daher billiger und raum- und kraftsparender Einrichtung zu erfüllen. Die Erfindung betrifft einen rotierenden Gaswascher für stufenweise Waschung in einem Apparat mit horizontaler Drehachse und abwechselnd festen und rotierenden gelochten Scheiben mit Flüssigkeitsberieselung sowie einzelnen Abteilen mit Flüssigkeitsablauf zum Waschen von Destillationsgas, wie Generatorgas, Schwelgas, Koksofengas, und zeichnet sich dadurch aus, daß jede Waschabteilung des Waschers oben einen Zulauf für verschiedene Waschmittel und unten einen Ablauf mit getrenntem Sammelbehälter besitzt und daß die Eingangskammer und evtl. je nach Art des zu reinigenden Gases noch mehrere daran anschließende Kammern zum Waschen mit über LO0 C heißem Teer dienen, während die letzte oder je nach Art des Gases die letzten Kammern zum Waschen mit kaltem Wasser dienen. Es wird hier also in einem Teerscheider in zwei oder mehr Stufen entteert, derart, daß in der ersten Stufe bzw. den ersten Stufen über dem Taupunkt mit heißem Teer gewaschen wird, während in die letzte Stufe oder die letzten Stufen kaltes Wasser eingespritzt und tiefgekühlt und dadurch die niedrigsiedenden Teile ausgewaschen werden. Die ausgewaschenen Teile jeder Stufe fließen mit der Waschflüssigkeit zusammen in je eine Grube, evtl. aus den mit Teer berieselten Vorstufen in eine gemeinsame Grube. Aus der letzten Stufe fließt das Wasser-Teer-Gemisch auf alle Fälle in eine besondere Grube. In den Vorstufen wird der Teer wasserfrei gewonnen. Eine besondere Entwässerung des hier anfallenden Teers ist also überflüssig. In der letzten Stufe ist der ausgewaschene Teer, aus den niedrigsiedenden Teilen bestehend, aber sehr viel leichter als Wasser. Er läßt sich daher auf einfache und billige Weise vom Wasser leicht trennen und ist zudem ein kleiner Teil der Gesamtteermenge. Die gesonderte Gewinnung der wertvollsten Teile ist ein weiterer Vorzug.
- In den Abb. I und 2 ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. Abb. I zeigt einen Längs-, Abb. 2 einen Querschnitt. Das zu reinigende Gas tritt durch den Stutzen I in das durch den Oberteil 2 und den Unterteil 3 gebildete Gehäuse ein. Auf der Welle 4, die in den Lagern 5 und 6 gelagert ist, sitzen Scheiben 7, die mit der Welle 4 rotieren. Im Gehäuse fest, also nicht mitrotierend, sitzen Scheiben 8.
- Sowohl die rotierenden Scheiben 7 als auch die feststehenden Scheiben 8 sind mit Offnungen g und 10 für den Gasdurchgang versehen. Die Öffnungen können rund, schlitzartig oder von beliebiger Form sein. Ein Ventilatorrad I I, welches auf der Welle 4 aufgeteilt ist, saugt das Gas an, fördert es in den diffusorartigen Austrittsraum 12 und von diesem durch den Austrittsstutzen I3 an die Verwendungsstellen. In das Gehäuse wird mittels der Einspritzdüsen 14 heißer Teer in die ersten Reinigungsstufen und kaltes Wasser in die letzte eingespritzt und das Gas in dieser Stufe tiefgekühlt. Die Anzahl der Kammern kann je nach der Art des auszuwaschenden und zu reinigenden Gases beliebig erhöht werden. Im allgemeinen wird in die ersten Kammern heißer Teer und in die letzten Kammern Wasser eingespritzt. Je nach dem zu behandelnden Gase kann aber in die ersten Stufen Dickteer, in die dann folgenden Stufen leichtflüssiger Teer oder Teeröl eingespritzt werden, während in die letzte bzw. in die letzten Kammern immer Wasser eingespritzt wird.
- .Die Waschflüssigkeit sowie die ausgeschiedenen Teile werden durch die rotierenden Scheiben 7 an die Gehäusewand geschleudert und fließen an dieser hinunter und durch Stutzen I5, die in Flüssigkeit eintauchen, in die Gruben ab. Die Öffnung in den Scheiben 7 und 8 sind bei der Rotation der ersteren abwechselnd gegeneinander versetzt (geschlossen) und übereinanderstehend (geöffnet).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Rotierender Gaswascher für stufenweise Waschung in einem Apparat mit horizontaler Drehachse und abwechselnd festen und rotierenden gelochten Scheiben mit Flüssigkeitsberieselung sowie einzelnen Abteilen mit Flüssigkeitsablauf zum Waschen von Destillationsgas, wie Generatorgas, Schwelgas, Koksofengas, dadurch gekennzeichnet, daß jede Waschabteilung des Waschers oben einen Zulauf für verschiedene Waschmittel und unten einen Ablauf mit getrenntem Sammelbehälter besitzt und daß die Eingangskammer und evtl. je nach Art des zu reinigenden Gases noch mehrere daran anschließende Kammern zum Waschen mit über SoO C heißem Teer dienen, während die letzte oder je nach Art des Gases die letzten Kammern zum Waschen mit kaltem Wasser dienen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH85435D DE542009C (de) | 1928-02-11 | 1928-02-11 | Rotierender Gaswascher |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH85435D DE542009C (de) | 1928-02-11 | 1928-02-11 | Rotierender Gaswascher |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE542009C true DE542009C (de) | 1932-01-18 |
Family
ID=7443212
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH85435D Expired DE542009C (de) | 1928-02-11 | 1928-02-11 | Rotierender Gaswascher |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE542009C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0331809A1 (de) * | 1988-03-09 | 1989-09-13 | Rütgerswerke Aktiengesellschaft | Vorrichtung und Verfahren zur Aerosolabscheidung aus Abgasen |
-
1928
- 1928-02-11 DE DESCH85435D patent/DE542009C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0331809A1 (de) * | 1988-03-09 | 1989-09-13 | Rütgerswerke Aktiengesellschaft | Vorrichtung und Verfahren zur Aerosolabscheidung aus Abgasen |
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