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Vorrichtung zum Ausspülen der Nase Es sind Vorrichtungen zum Ausspülen
der Nase, sogenannte Nasenduschen, bekannt, «-elche aus einem Behälter bestehen,
der mit einem Schlitz zum Hineinstecken der Nase versehen ist. Allen diesen Vorrichtungen
haften nun insofern Mängel an, als ein Füllen der Behälter mit Spülwasser nur bis
zu einer geringen Höhe möglich ist, da eine weitere Wassermenge aus dem Schlitz
herausfließen würde. Infolgedessen ist man beim Benutzen einer solchen Vorrichtung
gezwungen, die Spülflüssigkeit anzusaugen, damit das Wasser auch oben in das Naseninnere
dringen kann. Hierdurch kann aber leicht Wasser in die Luftröhre gelangen, was bekanntlich
nicht ungefährlich ist. Ein weiterer Nachteil liegt darin, daß beim Ansaugen des
Spülwassers der in der Nase befindliche Staub nach der Nasenhöhle und schließlich
in den Mund gezogen wird.
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Alle diese Nachteile werden durch den Gegenstand der Erfindung beseitigt,
indem eine Vorrichtung geschaffen worden ist, bei welchem eine gründliche Nasenreinigung
stattfindet, ohne daß das Spülwasser angesaugt zu werden braucht.
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Gemäß der Erfindung besteht die Vorrichtung aus zwei in vorteilhaft
rechtem Winkel zueinander und in Verbindung miteinander stehenden Behältern, deren
einer zur Aufnahme der Spülflüssigkeit bestimmt ist, während der andere in bekannter
Weise mit einem Ausschnitt versehen ist, der zum Einführen der Nase in den Behälter
dient. Durch diese Anordnung ist erreicht, daß beim Benutzen der Vorrichtung das
Wasser in der Nase bis zur Nasenwurzel ansteigt, ohne daß es angesaugt zu werden
braucht, so daß alle Unreinigkeiten in das Spülwasser abgeführt werden.
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Die beiden im Winkel zueinander stehenden Behälter können sowohl fest
oder auch lösbar miteinander verbunden sein. Zwischen den Behältern kann auch eine
Flüssigkeitsleitung, wie eine Rinne, ein Rohr o. dgl., angebracht sein. Vorteilhaft
ist der Rand des Ausschnittes in dem Spülbehälter mit einer Dichtungsleiste aus
Gummi o. dgl. versehen, so daß beim Gebrauch der Vorrichtung das Spülwasser nicht
zwischen dem Schlitzrande und der Nase hereindringen kann.
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Auf der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen des
Gegenstandes der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Abb. i die Vorrichtung im
Schaubild, Abb. z eine weitere Ausbildungsform derselben in Seitenansicht, Abb.
3 eine der Ausführung nach Abb. ähnliche Ausführung, Abb. 4., 5 und 6 die Anwendungsart
der Vorrichtung gemäß Abb. i schematisch in Seitenansicht.
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Die Vorrichtung gemäß Abb. i besteht aus einem zur Aufnahme der Spülflüssigkeit
bestimmten Behälter a beliebiger Form, welcher vorteilhaft im rechten Winkel zu
dem Behälter b angeordnet ist. Dieser Behälter b
hat einen Ausschnitt
c, welcher zum Einführen
der Nase in den Behälter bestimmt ist.
Gemäß Abb. i ist zwischen den Behältern a und b eine Rinne d vorgesehen,
welche zum Überleiten der aus dem Behälter a kommenden Flüssigkeit dient. Gemäß
Abb. 2 sind die Behälter a, b ohne Zwischenschaltung einer Überleitungsrinne
miteinander verbunden. Während bei der Ausführung gemäß Abb. i die Behälter a,
b quaderförmig ausgebildet und entweder starr oder gelenkig durch die Überleitungsrinne
d miteinander verbunden sind, sind die Behälter gemäß Abb.2 zylindrisch gestaltet.
Die Behälter können aber auch oval, sechseckig oder sonst geformt sein. Sie können
ferner fest oder lösbar miteinander verbunden sein. Bei der Ausführung gemäß Abb.
3 ist der Behälter a durch ein kurzes Rohrstück e mit dem Behälter b verbunden.
Der Behälter a ist hierbei geschlossen ausgeführt und hat einen Einfüllungsstutzen
f, welcher mittels eines Stopfens g verschlossen werden kann. Diese Ausführung kann
aus Glas, Porzellan o. dgl. bestehen, während die Ausführung gemäß Abb. i und 2
neben diesen Materialien auch noch aus Metall hergestellt sein kann.
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Die Behälter a und b können auch durch ein Scharnier miteinander verbunden
sein, so daß sie bei Nichtgebrauch, nebeneinander geklappt, leicht aufbewahrt werden
können, während sie zum Zwecke des Gebrauches gegeneinander in die richtige Winkelstellung
gebracht und in dieser durch eine Sperrvorrichtung gesichert werden.
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Die Verbindung der beiden Behälter miteinander bzw. auch mit einem
zwischen ihnen anzuordnenden Überleitungsstück, wie Rohr, Rinne u. dgl., kann auch
dadurch vorgenommen werden, daß die entsprechenden Einzelteile der--Vorrichtung
mit Klemmvorrichtungen beliebiger Art ausgestattet sind, die das flüssigkeitsdichte
Aneinanderschließen gewährleisten.
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Die Wirkungsweise bzw. Anwendungsart der neuen Vorrichtung ist folgende:
Vorerst wird, wie aus Abb. q. zu entnehmen ist, der Behälter a mit der Spülfliissigkeit,
die auch mit desinfizierenden oder medizinisch wirkenden Zusätzen versehen sein
kann, gefüllt. Hierauf legt man die Nase in den Ausschnitt c des Behälters b derart,
daß die restliche Fläche der Vorderseite des Behälters b sich dicht auf die an die
Nase anschließenden Hautpartien legt. Um eine größere Abdichtung zu erlangen, kann
der Rand des Ausschnittes c mit einer Dichtungsleiste aus Gummi o. dgl. ausgestattet
sein. Nunmehr wird, wie aus Abb. 5 zu entnehmen ist, der Behälter a langsam hochgeschoben,
so daß die in ihm befindliche Flüssigkeit über die Rinne d in den Behälter
b gelangt. Da nun die Nasenöffnungen sich nahe dem Boden des Behälters b
befinden, steigt die Flüssigkeit in gleichem Maße, wie sie in den Behälter b gelangt,
auch in den Nasenöffnungen hoch und gelangt, wie aus Abb. 5 ersichtlich, welche
die Endstellung beim Gebrauchsvorgange zeigt, bis hoch in die Nase hinein, was aus
dem gestrichelt gezeichneten Wasserstand zu ersehen ist. Dieses in den Nasengängen
befindliche Wasser kann man durch Ausstoßen der Luft durch die Nase daraus entfernen
und wieder einlaufen lassen. Durch diesen gurgelähnlichen Vorgang, der beliebig
oft wiederholt werden kann, ist eine wirkliche und unschädliche Reinigung der durch
die Nase führenden Atmungsgänge erreicht. Nach beendeter Spülung beugt man den Kopf
-nach vorn, bis der Apparat wieder die in Abb. q. gezeigte Stellung hat, so daß
die Flüssigkeit nach dem Behälter a zurückfließt. Man kann dann die Nase aus dem
Ausschnitt c herausnehmen.