DE538784C - Verfahren zur Herstellung eines harzaehnlichen Produktes aus Acajounussschalenoel - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines harzaehnlichen Produktes aus AcajounussschalenoelInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09F—NATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
- C09F5/00—Obtaining drying-oils
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- C09F5/04—Obtaining drying-oils from natural sources from cashew nuts
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
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- C08G16/0293—Condensation polymers of aldehydes or ketones with monomers not provided for in the groups C08G4/00 - C08G14/00 of aldehydes with natural products, oils, bitumens, residues
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines harzähnlichen Produktes aus Acajounußschalenöl Die Erfindung betrifft die Herstellung von harzähnlichen Produkten aus dem in der Schale und um den Kern der Acajounuß enthaltenen öl sowie die Herstellung von überzugsmaterial, elektrischem Isoliermaterial u. dgl.
- Die Acajounuß enthält, wie schon lange bekannt, an der Innenseite ihrer harten. Hornartigen Schale um den Kern herum eine Deckschicht von leichtem, zelligem Gefüge, die um den Kern herum ganz mit einem braunen öl erfüllt ist, welches geringe Viskosität besitzt, an der Luft nicht trocknet und als Hautgift wirkt. Deswegen galt es lange Zeit als unbrauchbar. Später wurde gefunden, daß man durch geeignete Zusätze die Trockenfähigkeit des ( )les hervorrufen könne und daß man auch andere Eigenschaften des Öles weitgehend beeinflussen kann; es finden sich jedoch nirgends deutliche oder zahlenmäßige Angaben, nach denen die Herstellung eines trocknenden und harzähnlichen Produktes ausgeführt werden kann. Auch bei der bereits bekannten Behandlung von Acajounußschalenöl mit Kaliumbichromat geht die Reaktion zwischen diesen beiden Stoffen nur langsam und unvollständig vor sich, das erhaltene Reaktionsprodukt trocknet nur un-1-0lll:om.nen und gibt auch nach längerer Trocknungsdauer nur klebrige Produkte. Nach dem vorliegenden Verfahren und den dort gemachten Angaben kann dagegen unter einfach auszuführenden und wirtschaftlichen Bedingungen aus dem ü1 der Acajounuß ein schnell trocknendes Harzartiges Produkt erzielt «-erden, das wertvolle An-,vendungen für zahlreiche technische Zwecke finden kann.
- Acajounußschalenöl hat in reinem Zustande die für 01 äußerst hohe Jodzahl 295, die je nach Wetter- und Bodenverhältnissen, unter denen die Nuß gewachsen ist, und je nach Verunreinigungen durch Staub, Wasser usw. schwankt. Dieses Schalenöl dickt an der Luft nicht ein und verringert auch nicht seine Jodzahl. Selbst sehr dünne Häutchen des Acajounußschalenöls trocknen an der Luft während unbegrenzter Zeit nicht ein.
- Wird Acajounußschalenöl oxydiert, und zwar vorzugsweise in saurem Medium, so kann seine Jodzahl rasch auf o verringert werden. Dieses Oxydationsprodukt trocknet sehr rasch sowohl bei gewöhnlicher wie auch bei erhöhter Temperatur.
- Die Oxydation kann durch saure Oxydationsmittel bzw. durch Oxydationsmittel in Gegenwart von Säure bewirkt werden. Auch kann der Grad der Oxydation abgestuft @verden, indem man die Menge des Sauerstoffs und der sauren Bestandteile des Stoffes oder der Stoffe, die zurReaktion mit dem Acajounußschalenöl gebracht werden, beliebig än= dert. Ferner kann man die Beschaffenheit des Reaktionsproduktes ändern, indem man Temperatur und Dauer der Reaktion abändert oder verschiedene Oxydationsmittel und verschiedene Mengen zur Eimvirkung bringt.
- Ein Ausführungsbeispiel, das gute Resultate ergibt, arbeitet mit folgenden Mengen:
Die Reaktion zwischen diesen Stoffen ist stark exotherm und in wenigen Minuten beendet. Das Endprodukt ist ein Harz, das aus dem Säureüberschuß ausgewaschen werden kann und dessen Jodzahl o oder nahezu o ist. Dieses Harz ist in Lösungsmitteln, wie Amylacetat, Benzin, Terpentin, Alkohol usw., löslich und ergibt einen vorzüglichen Überzug, der zur Herstellung von Farblacken, Firnissen, Putzstoffen, ferner als Anstrichmasse, als elektrische Isolierung, zum Tränken von Papier und Geweben, zum Wasserdichtmachen, zur Herstellung von plastischen Massen u. dgl., verwendet werden kann. Ferner können Überzüge, wie Schiffsanstriche und auch Klebestreifen, daraus hergestellt «-erden: Um die Wirkungen von Säure und Sauerstoff zu variieren, kann man verschiedene Stoffe in abgestuften Mengen zur Anwendung bringen, z. B. Salpetersäure mit Salzsäure, oder Salzsäure mit Mangandioxyd, oder Salpetersäure mitMangandioxyd, oder Schwefelsäure mit einem oder mehreren dieser Stoffe, oder eine Säure mit Kaliumbichromat öder beliebige Mischungen dieser und anderer Stoffe. Auch ein Zusatz von i bis io Gewichtsteilen Manganresinat zu ioo Teilen Acajounußschalenöl - je nach der gewünschten- Härte des Endproduktes - ergibt vorzügliche Ergebnisse.i Volumenteil Acajounußschalenöl, i - Salpetersäure spez. Gew. 142, r - Wasser. - Man kann Überzüge von verschiedener Farbe herstellen, indem man die harzähnlichen Produkte, die man aus i Volumenteil Acajounußschalenöl und Salpetersäure in verschiedenen Mengen, z. B. von o,2 bis i Teil Salpetersäure (spei. Gew. i,42), gewinnen kann, mit einem Lösungsmittel behandelt.. Die Farben können von nahezu Schwarz über Rot und Braun bis zu einem lichten gelben Ton variiert werden.
- Weitere Kennzeichen des harzähnlichen Produktes bestehen darin, daß seine Trockendauer mit dem Säurezusatz wächst und daß das Volumen des Reaktionsproduktes etwa um 25 °/o oder noch größer ist als das des angewandten Acajounußschalenöls.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines harzartigen Produktes aus Acajounußschalenöl mittels eines Oxydationsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß das Öl unter Zusatz einer Säure oder eines sauer reagierenden Stoffes bis zum harzartigen Zustand ganz oder teilweise oxydiert wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von Salpetersäure als Oxydationsmittel.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US622963XA | 1925-10-16 | 1925-10-16 | |
| US538784XA | 1925-10-16 | 1925-10-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE538784C true DE538784C (de) | 1931-11-16 |
Family
ID=33032494
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH108391D Expired DE538784C (de) | 1925-10-16 | 1926-10-15 | Verfahren zur Herstellung eines harzaehnlichen Produktes aus Acajounussschalenoel |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE538784C (de) |
| FR (1) | FR622963A (de) |
-
1926
- 1926-10-12 FR FR622963D patent/FR622963A/fr not_active Expired
- 1926-10-15 DE DEH108391D patent/DE538784C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR622963A (fr) | 1927-06-14 |
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