DE538540C - Verfahren und Vorrichtung zur Abkuerzung der Abgasezeit von Zellstoffkochern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Abkuerzung der Abgasezeit von Zellstoffkochern

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DE538540C
DE538540C DEA50876D DEA0050876D DE538540C DE 538540 C DE538540 C DE 538540C DE A50876 D DEA50876 D DE A50876D DE A0050876 D DEA0050876 D DE A0050876D DE 538540 C DE538540 C DE 538540C
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Germany
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Expired
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DEA50876D
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English (en)
Inventor
Michael Weissbarem
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JULIUS PERLIS
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JULIUS PERLIS
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C11/00Regeneration of pulp liquors or effluent waste waters
    • D21C11/06Treatment of pulp gases; Recovery of the heat content of the gases; Treatment of gases arising from various sources in pulp and paper mills; Regeneration of gaseous SO2, e.g. arising from liquors containing sulfur compounds

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Description

Die Zeitdauer, die der Abgasprozeß eines Zellstoffkochers in Anspruch nimmt, ist von der aufgespeicherten Wärmemenge und dem Durchmesser des Kochers abhängig Es ist bekannt, daß man während des Verdampfungsprozesses unter Druckabsenkung die Oberfläche des verdampfenden Mediums nicht über einen gewissen Grad beanspruchen darf, falls die Verdampfung ohne Mitreißen von Flüssigkeitstropfen erfolgen soll. Aus diesem Grunde"1 kann man auch nicht das Abgasen eines Zellstoffkochers beliebig schnell vornehmen, da man sonst Gefahr läuft, daß die Lauge in die Abgasleitung mitgerissen wird.
ig Erfahrungsgemäß darf das verdampfende Volumen der Abgase 400 m3/m2 Oberfläche nicht überschreiten. Hierdurch ergibt sich, daß bei Kochern mit großem Durchmesser die Abgaszeit kürzer ausfällt als bei solchen mit kleinerem Durchmesser. Es ist jedoch praktisch nicht möglich, beim Bau von Kochern über ein gewisses Maß bei der Wahl des Durchmessers hinauszugehen, da die Blechstärke mit Vergrößerung des Durchmessers
as proportional zunimmt und man schließlich eine derartige Stärke erhält, daß eine einwandfreie Nietung nicht mehr möglich ist.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht eine Verkürzung der Zeitdauer des Abgasens dadurch, daß während dieses Prozesses eine Verdampfung auf einer zusätzlichen Laugenoberfläche stattfindet.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel Her Erfindung dargestellt. Mit α sind Zellstoffkocher bezeichnet, die durch die Rohrverbindungen b mit dem Behälter c in Verbindung stehen. In dieser Rohrleitung befinden sich Absperrorgane d, durch welcjie die Laugenzufuhr zum Behälter c geregelt werden Rann. Die Abgasleitung e ist mit den Kochern α über die Absperrorgane / Snd mit dem Behälter c über das Absperrorgan g verbunden. Der stehend oder liegend angeord- . nete Behälter c hat ein etwas größeres Volumen als die Hälfte des Zellstoffkochers a und ist von innen mit einer säurefesten Ausmauerung verkleidet. Zum Ablesen der Laugenmenge besitzt er einen Laugenstandsanzeiger h. Bei Auslegung des Behälters c wird man den Durchmesser so groß wählen, daß noch eine einwandfreie Bearbeitung der Bleche und eine sichere Nietung möglich ist.
Die Arbeitsweise der Anordnung ist folgende: Nach Beendigung des Fertigkochprozesses eines der Kocher α wird sein Ventil d geöffnet, wodurch die Lauge über die Rohrverbindung b in den Behälter c strömt. Der Behälter c ist beim Öffnen des Ventils d luftdicht geschlossen, damit nicht die unter hohem Druck stehende Lauge durch den
*; Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Michael Weißbrem in Berlin.
Oberdruck zum großen Teil aus dem Behälter α und auch aus dem Behälter c ins Freie gedrückt wird; der Laugenübertritt erfolgt nur in dem Maße, als durch Zusammendrücken der Luft Raum frei wird. Dann wird der Behälter c durch das Ventil k so weit entlüftet, bis sich durch das Einströmen der Lauge der gleiche Laugenstand im Kocher α und im Behälter c einstellt. Wird nun das ίο betreffende Ventil f des Kochers α und das Ventil des Behälters c geöffnet, so beginnt das Abgasen auf der auf diese Weise vergrößerten Oberfläche.
Ist z. B. die Oberfläche der Lauge im Behälter c zweimal so groß wie im Zellstoffkocher a, so wird der Abgasevorgang um 2/3 der sonst notwendigen Zeit verkürzt. Der hierdurch erzielte Vorteil liegt darin, daß die Umlaufszeit des Zellstoffkochers verringert werden kann. Dauert der Abgasprozeß z.B. eines 2So-m3-Kochers 3 Stunden, so kann derselbe mittels der beschriebenen Vorrichtung um etwa 2 Stunden verkürzt werden, was bei einer Gesamtumlaufszeit eines solas chen Kochers von etwa 20 Stunden einer Produktionssteigerung von 10 °/0 entspricht.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Abkürzung der Abgasezeit von Zellstoffkochern, dadurch gekennzeichnet, daß durch Zuschalten eines Behälters (c) zum jewejls abzugasenden Zellstoffkocher (a) die Laugenoberfläche vergrößert wird.
2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kocher (α) und der Behälter (c) an ihren oberen Enden eine durch Ventile (f bzw. g) absperrbare Abgasleitung (e) besitzen und am Boden durch ebenfalls absperrbare Rohrleitungen (b) in Verbindung stehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Abmessungen des Behälters (c) so gewählt sind, daß sein Volumen um etwa 10 °/0 größer ist als das halbe Volumen des größten Zellstoffkochers.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Entlüftungsventil (k) an dem Behälter (c) angeordnet ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEA50876D 1927-05-14 1927-05-14 Verfahren und Vorrichtung zur Abkuerzung der Abgasezeit von Zellstoffkochern Expired DE538540C (de)

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