DE538166C - Verfahren zur Warmverformung von in der Waerme unter Gasabgabe sich zersetzenden Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Warmverformung von in der Waerme unter Gasabgabe sich zersetzenden Stoffen

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DE538166C
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Germany
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gas
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decompose
shell
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DE1930538166D
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English (en)
Inventor
Dr Marcello Pirani
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Osram GmbH
Original Assignee
Patent Treuhand Gesellschaft fuer Elektrische Gluehlampen mbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/009After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone characterised by the material treated
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Compositions Of Oxide Ceramics (AREA)

Description

  • Verfahren zur Warmverformung von in der Wärme unter Gasabgabe sich zersetzenden Stoffen Es ist bisher nicht möglich gewesen, Stoffe, die sich bei höheren Temperaturen unter Gasabgabe zersetzen, bei diesen Temperaturen durch mechanische Bearbeitung zu verformen und zu verdichten sowie auch zur Rekristallisation zu bringen. Solche Stoffe sind z. B. Karbonate, die bereits bei Rotglut ihre Kohlensäure abgeben und zu Oxyd zerfallen.
  • Die Erfindung bezweckt, solche Stoffe bei praktisch beliebigen Temperaturen einer mechanischen Bearbeitung, insbesondere auch einer starken Druckverdichtung unterwerfen zu können. Zu diesem Zwecke wird erfindungsgemäß der Ausgangsstoff, der im pulverförmigen oder auch festen Zustande sowie auch im gepreßten oder gesinterten Zustande vorliegen kann, mit einer gasdicht schließenden Hülle aus plastischem Material, vorzugsweise Metall, umgeben, darauf zusammen mit dieser Hülle unter Erhitzung verformt und sodann von der Hülle befreit. Das Material der Hülle und ihre Dicke muß natürlich so beschaffen sein, daß sie beim Verformungsvorgang nicht undicht wird. Zur Herstellung der Hülle kann ein becherförmiges Blechgefäß mit angelötetem oder angeschweißtem Boden dienen. Es kann aber auch ein die Hülle darstellender Überzug auf galvanischem oder sonst beliebigem Wege, beispielsweise auch durch Spritzen oder Tauchen, erzeugt werden. Durch die bei der Erhitzung zunächst in geringen Mengen frei werdenden Gase des eingeschlossenen Ausgangsstoffes steigt der Druck im Innern der Hülle so stark an, daß die Dissoziation zurückgedrängt wird und eine weitere Zersetzung des eingeschlossenen Stoffes bei der mechanischen Bearbeitung somit nicht mehr erfolgen kann.
  • Ein zweckmäßiges Ausführungsbeispiel ist das folgende: Ein abgedrehtes Stück Solnhofener Schiefer wird in einen oben und unten geschlossenen Zylinder aus Eisenblech eingeschweißt, wobei das Schweißen so schnell vorgenommen wird, daß eine wesentliche Erwärmung des Schiefers nicht erfolgt; der geschlossene Zylinder wird dann auf etwa zooo° C erhitzt und bei dieser Temperatur einem Druck von 8 ooo kg/cm2 unterworfen. Der Zylinder wird dabei gestaucht und mit ihm der im Innern befindliche Schiefer. Nach dem Erkalten wird der Zylinder geöffnet; der vorher kleinkristalline Schiefer ist dann zu größeren Kristallen rekristallisiert und gleichzeitig auch verdichtet.
  • Dieses Ausführungsbeispiel ahmt geologische Verhältnisse nach, wie sie beim Erstarren der Erdkruste vorlagen und zur Bildung vieler kristallisierter Gesteine geführt haben, die man bisher technisch zu reproduzieren nicht in der Lage war.
  • Erfindungsgemäß lassen sich daher mit großem Vorteil feste und -gegebenenfalls kristallisierte Formkörper erzeugen, wie sie zur Herstellung von Schmuck, von Lagern oder für sonstige technische Zwecke vielfach gebraucht werden.
  • Die bei der Verformung angewendete Erhitzung kann gegebenenfalls über den Verformungsvorgang hinaus beibehalten werden, wenn die Einwirkungszeit während der Verformung nicht ausreicht, dem verdichteten Stoffe eine gewünschte Struktur oder Eigenschaft zu geben. Es kann ferner für die letztgenannten Zwecke auch zwischen dem beendeten Verformungsvorgang und dem Entfernen der Hülle eine erneute Erhitzung der Hülle mit dem eingeschlossenen, bereits verdichteten und verfestigten Ausgangsstoffe stattfinden. Diese erneute Erhitzung kann je nach Erfordernis höher oder geringer als die erste bei der Verformung angewendete Erhitzung sein.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Warmverformung von in der Wärme unter Gasabgabe sich zersetzenden Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgangsstoffe, z. B. Karbonate, mit einer gasdicht schließenden Hülle aus plastischem Material, vorzugsweise Metall, umgeben, zusammen mit der Hülle unter Erhitzung und Preßdruck verformt und nach der Abkühlung von der Hülle befreit werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch =, dadurch gekennzeichnet, daß die Formlinge nach der Pressung in der Hülle ohne äußeren Druck weitererhitzt oder nach der Abkühlung nochmals erhitzt werden.
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