DE537780C - Verfahren und Vorrichtung zur Kuehlung des Mauerwerks von Hochoefen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Kuehlung des Mauerwerks von HochoefenInfo
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- DE537780C DE537780C DE1930537780D DE537780DD DE537780C DE 537780 C DE537780 C DE 537780C DE 1930537780 D DE1930537780 D DE 1930537780D DE 537780D D DE537780D D DE 537780DD DE 537780 C DE537780 C DE 537780C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B7/00—Blast furnaces
- C21B7/10—Cooling; Devices therefor
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- Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)
Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Kühlung des 1Vlauerwerks von Hochöfen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Kühlung des Mauerwerks von Hochöfen. _ .
- Die immer schnellere Arbeitsweise der modernen Hochöfen sowie die immer höhere Temperatur des eingeblasenen Windes haben eine beträchtliche Verkürzung der Lebensdauer der Hochöfen zur Folge.
- Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird immer mehr von der Kühlung durch Wasser Gebrauch gemacht, entweder durch Berieselung oder durch Umlauf des Wassers in metallischen Kästen. Die Verwendung des Wassers als Kühlmittel bringt indessen mannigfache Nachteile mit sich. Tatsächlich schadet die Berührung des Wassers mit den Mauersteinen der Erhaltung ihrer guten physikalischen Eigenschaften, insbesondere ihrer Feuerfestigkeit. Aus diesem Grunde benutzt man metallische Kästen zum Umlauf des Wassers, die in gewissen Abständen im Mauerwerk des Ofens eingelassen sind. Durch dieses Verfahren wird die Verschlechterung der Feuerfestigkeit vermieden, jedoch wird dabei die Bauart umständlich.
- Außerdem kann Wasser in den Hochofen eindringen, wenn einer oder der andere Kasten rissig wird. Auch nutzen sich die feuerfesten Stoffe.bei der Berührung mit dem Beschickungsgut ab; während die Kästen sich praktisch nicht abnutzen. Die Kästen ragen also schließlich in das Innere des Hochofens hinein, wodurch die Abwärtsbe« egung der Beschickung behindert wird.. Schließlich ist noch zu bemerken, daß bei diesem Kühlverfahren ein beträchtlicher Aufwand an elektrischer Energie erforderlich ist, um die Pumpen, die mit hohem Druck arbeiten, zu betätigen.
- Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, den Hochofen mit von außen in das Innere des Mauerwerks führenden Kanälen zu versehen, um hierdurch die durch die Außenluft gekühlte Oberfläche des Mauerwerks zu vergrößern. Diese Kühlung ist indessen zu gering.
- Gemäß der Erfindung wird die Kühlung durch Druckluft von geringem Druck bewirkt, wobei von der bekannten Eigenschaft der Luft, sich beim Ausdehnen abzukühlen, Gebrauch gemacht wird.
- Bei der praktischen Ausführung der Erfindung wird verdichtete Luft beispielsweise von einem Druck von 1ä bis 2o cm WS mittels eines gewöhnlichen Ventilators mit einem geringen Kraftbedarf durch Verteilungsrohre von geringem Durchmesser in Kanäle eingeblasen, die in an sich bekannter Weise bis zu einer gewissen Tiefe in den Steinen der Wandung des Hochofens vorgesehen sind, derart, daß die sich in den Kanälen ausdehnende Luft beim Entweichen in die Außenluft die Mauersteine kühlt.
- Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
- Abb. i ist ein Schnitt durch das Mauerwerk eines Hochofens und zeigt die Verteilung der angewendeten Luft; Abb. 2 zeigt einen Teil des Mauerwerks in Aufsicht; Abb. 3 ist ein waagerechter Schnitt; Abb. q. zeigt einen Teil eines waagerechten Schnittes in größerem Maßstab und läßt die Anordnung der Luftverteilungsrohre in den Mauersteinen erkennen, die mit Kühlkanälen versehen sind.
- Das Mauerwerk i des Hochofens ist aus Steinen 2 zusammengesetzt, die bis zu einer gewissen Tiefe mit Innenkanälen 3 versehen sind, deren Öffnungen auf der Außenseite des Mauerwerks liegen. Dieses ist in verschiedenen Abständen in der Höhe von runden oder vieleckigen Rohreng. umgeben, die Sammelleitungen bilden. Die Sammelleitungen münden in senkrechte Rohre 5 von z. B. ungefähr 25 mm Durchmesser, von denen waagerechte Rohre 6 abzweigen, die einen kleineren Durchmesser haben. Jedes der Rohre 6 läuft in eine Anzahl Rohre 7 von noch kleinerem Durchmesser aus, die je auf eine Länge von 3o bis 40 cm in je einen Mauerstein 2 des Hochofens eindringen, wie es besonders Abb, 4 zeigt. Wenn die Kühlung sehr stark sein soll, wird jeder Stein 2 mit einem Kanal 3 versehen, der durch Luft gekühlt wird. Im allgemeinen ist es jedoch nicht nötig, die Kühlung auf mehr als die Hälfte der Steine auszudehnen. Oft genügt es, wenn auf vier und selbst auf sechs Steine ein mit einem Kanal versehener Stein kommt, da die Kühlung durch die Luft sehr wirksam ist, weil die Luft auf die Steine ohne Zwischenschaltung von metallischen Kästen einwirkt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHL: i. Verfahren zur Kühlung des Mauerwerks von Hochöfen, die mit von außen in das Innere des Mauerwerks führenden Kanälen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlung durch Druckluft von geringem Druck bewirkt wird.
- 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß um den Hochofen in verschiedenen Höhenlagen des Schachtes runde oder vieleckige Rohre (q) angeordnet sind, die Sammelleitungen bilden und die an senkrechte Rohre (5) angeschlossen sind, von denen waagerechte Rohre (6) von kleinerem Durchmesser abzweigen, die je in eine Anzahl Rohre (7) von noch kleinerem Durchmesser auslaufen, wobei jedes der letzteren bis zu einer gewissen Tiefe in einem mit einem Kanal (3) versehenen Mauerstein hineinragt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE537780X | 1930-01-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE537780C true DE537780C (de) | 1931-11-06 |
Family
ID=3871986
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930537780D Expired DE537780C (de) | 1930-01-08 | 1930-07-05 | Verfahren und Vorrichtung zur Kuehlung des Mauerwerks von Hochoefen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE537780C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE972456C (de) * | 1941-12-16 | 1959-07-23 | Rheinstahl Eisenwerke Gelsenki | Feuerfeste Auskleidung fuer Kupoloefen |
| DE1261529B (de) * | 1958-03-25 | 1968-02-22 | Anton Scholz | Verfahren zur Verhinderung bzw. Verminderung des Verschliesses von feuerfesten Auskleidungen in metallurgischen OEfen und feuerfeste Auskleidung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
| US5503373A (en) * | 1993-11-15 | 1996-04-02 | Hoogovens Groep Bv | Shaft furnace |
| DE19732893A1 (de) * | 1997-07-30 | 1999-02-04 | Linde Ag | Verfahren zum Abkühlen von Ofenauskleidungen von Industrieöfen |
-
1930
- 1930-07-05 DE DE1930537780D patent/DE537780C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE972456C (de) * | 1941-12-16 | 1959-07-23 | Rheinstahl Eisenwerke Gelsenki | Feuerfeste Auskleidung fuer Kupoloefen |
| DE1261529B (de) * | 1958-03-25 | 1968-02-22 | Anton Scholz | Verfahren zur Verhinderung bzw. Verminderung des Verschliesses von feuerfesten Auskleidungen in metallurgischen OEfen und feuerfeste Auskleidung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens |
| US5503373A (en) * | 1993-11-15 | 1996-04-02 | Hoogovens Groep Bv | Shaft furnace |
| DE19732893A1 (de) * | 1997-07-30 | 1999-02-04 | Linde Ag | Verfahren zum Abkühlen von Ofenauskleidungen von Industrieöfen |
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