DE537745C - Verfahren zur Entfernung von elektrischen Ladungen und Loesungsmittelresten aus Folien aus Celluloseacetat - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von elektrischen Ladungen und Loesungsmittelresten aus Folien aus CelluloseacetatInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die bekannte Herstellung von Folien, insbesondere sehr
dünnen Filmen aus Massen, die Celluloseester oder -äther, z. B. Celluloseacetat, enthalten,
bei der man eine Lösung einer solchen Masse in einem flüchtigen Lösungsmittel auf einer
Gießfläche ausbreitet, das Lösungsmittel durch Trocknen entfernt und die Folie von der
Gießfläche abnimmt.
Bei dieser Herstellungsweise hat sich gezeigt, daß Spuren des Lösungsmittels in der
Folie verbleiben, nachdem man sie von der Gießfläche entfernt hat. Dieser Lösungsmittelrückstand
kann dazu führen, daß die Folie sich wirft oder verzerrt, und außerdem verleiht er ihr einen unerwünschten Geruch.
Es hat sich auch ergeben, daß die Folie
eine elektrische Ladung enthält, die eine Quelle von Gefahr und Unbequemlichkeiten
bildet.
Gemäß der Erfindung werden die Folien nach der Abnahme von der Gießfläche durch
einen Raum geleitet, der mit Wasserdampf beladen ist, und zwar bei einer Temperatur,
»5 die vorzugsweise erheblich über Zimmertemperatur
Hegt. Es hat sich ergeben, daß eine solche Behandlung den Lösungsmittelrückstand
gleichförmig abführt und dadurch das Werfen oder die Verzerrung der Folien verhindert. Außerdem wird dabei in wirksamer
Weise jede elektrische Ladung von der Oberfläche der Folien entfernt, so daß die
Gefahr einer Funkenbildung und einer sich daraus ergebenden Entzündung des Lösungsmitteldampfes
oder anderer in der Nähe befindlichen brennbaren Stoffe beseitigt wird.
Eine Vorrichtung zur Ausführung der Erfindung ist beispielsweise in der Zeichnung
dargestellt.
Abb. ι ist ein schematischer Längsschnitt durch die Vorrichtung,
Abb. 2 ein Querschnitt nach der Linie 2-2 in Abb. 1, und
Abb. 3 zeigt eine Einzelheit einer abgeänderten Bauart.
Die Folie 11 wird von der Gießwalze 10
(Abb. 1) abge'streift und über Walzen 12 fortgeführt.
Eine Blechkappe 13 schließt sich an die Gießwalze 10 an und besteht vorzugsweise
aus zwei gegeneinander geneigten Teilen, sie kann aber auch von einem Ende zum anderen
waagerecht verlaufen.
Innerhalb der Kappe befindet sich eine Reihe von Rollen 14 von geringem Durchmesser,
beispielsweise etwa 5 cm, die quer zur Kappe und parallel zueinander liegen. Die
Rollen haben auf die ganze Länge der Kappe gleiche Abstände voneinander. Beispielsweise
können in einer Kappe von etwa 12 m Länge 28 solcher Rollen angebracht sein.
Der Film wird in die Kappe ein- und im Zickzack zwischen den Rollen hihdurchgeführt,
d. h. unterhalb einer Rolle,, oberhalb der nächsten usw. Wenn der Film aus dem
anderen Ende der Kappe austritt, wird durch irgendwelche Mittel ein Zug auf ihn ausgeübt,
beispielsweise durch die Zuführungsvorrichtung für eine Schneidvorrichtung. In Abb. ι
ist die Einrichtung zum Spannen schematisch ίο durch eine Vor rats walze 15 dargestellt. Gewünschtenfalls
kann etwa in der Mitte der Kappe ein Paar mit Gummi überzogener angetriebenen Spannwalzen 16 angeordnet sein.
Der Kappe wird Niederdruckdampf in geringen Mengen durch Rohre 17 zugeführt,
die etwa 50 cm unterhalb der Kappe liegen und längs ihrer unteren Seiten mit kleinen
Löchern 18 versehen sind. Es können zwei solche Rohre vorhanden sein, von denen eines
an der Eintrittsstelle der Kappe und das andere etwa bei ihrer halben Länge liegt, wie
dargestellt. ' Jedes der Rohre ist mit einem Trog 19 zur Ansammlung von Kondenswasser
versehen.
Der Dampf aus den Rohren 17 steigt auf, trifft auf die untere Seite des Films und gelangt
in die Kappe, so daß er die Luft, durch die der Film hindurchgeht, anfeuchtet und
erwärmt und sich gleichzeitig teilweise in Form eines sichtbaren Nebels kondensiert.
Die Menge des zugeführten Dampfes wird so geregelt, daß diese Wirkung eintritt, ohne
daß das Produkt oder die Rollen naß werden, indem nur so viel zugeführt wird, daß die
Luft innerhalb und unterhalb der Kappe in warmem, feuchtem Zustand erhalten wird.
Es hat sich ergeben, daß der aus der Kappe austretende Film ganz oder doch im wesentlichen
geruchlos und daß, wenn man ihn in bestimmte Längen schneidet und aufstapelt, kein Werfen und keine Verzerrung zu beobachten
ist. Außerdem wird die elektrische Ladung, die sonst auf dem Film bleiben würde, durch die mit Feuchtigkeit beladene
Luft zur Erde abgeleitet.
Abb. 3 zeigt eine Kappe, die mit einem nach oben gerichteten Ansatz 20 versehen ist,
um einen längeren Weg des Films durch die feuchte Luft erhalten zu können. In der
Nähe des oberen Endes des Ansatzes ist eine Rolle 21 vorgesehen, über die der Film in
der dargestellten Weise geführt ist. Der Ansatz ist unmittelbar oberhalb des Dampfzuleitungsrohrs
17 an der Eintrittsstelle der Kappe angebracht. Ein zweiter solcher Ansatz
kann sich oberhalb des zweiten Rohres 17 befinden.
Die Erfindung kann auch in anderer Weise ausgeführt werden; beispielsweise kann man
die Kappe durch einen Tunnel ersetzen, dem man feuchte Luft mit Hilfe eines öder mehrerer
Ventilatoren zuleiten kann. Man kann auch eine Kammer verwenden, die oben und unten Rollen hat, über die und unter denen
der Film in einer Reihe von Schleifen hindurchgeführt wird, so daß man eine erhebliche
Weglänge in einem beschränkten Raum erhält.
Claims (1)
- Patentanspruch :Verfahren zur Entfernung von elektric sehen Ladungen und Lösungsmittelresten aus Folien, die durch Ausbreiten einer Lösung einer als Hauptbestandteil Celluloseacetat enthaltenden Masse in einem 7S flüchtigen Lösungsmittel auf einer Gießfläche und Verdampfen des Lösungsmittels erhalten worden sind, dadurch gekennzeichnet, daß man die Folien nach der Abnahme von der Gießfläche durch einen Raum leitet, der mit Wasserdampf beladen ist und dessen Temperatur vorzugsweise erheblich über Zimmertemperatur liegt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB32582/26A GB287635A (en) | 1926-12-23 | 1926-12-23 | Improvements in or relating to the manufacture of sheets or films of compositions containing cellulose esters or ethers |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE537745C true DE537745C (de) | 1931-11-06 |
Family
ID=10340875
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES82971D Expired DE537745C (de) | 1926-12-23 | 1927-12-08 | Verfahren zur Entfernung von elektrischen Ladungen und Loesungsmittelresten aus Folien aus Celluloseacetat |
| DES102267D Expired DE599031C (de) | 1926-12-23 | 1931-12-06 | Verfahren zur Entfernung von elektrischen Ladungen und Loesungsmittelresten aus Folien aus Celluloseacetaten |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES102267D Expired DE599031C (de) | 1926-12-23 | 1931-12-06 | Verfahren zur Entfernung von elektrischen Ladungen und Loesungsmittelresten aus Folien aus Celluloseacetaten |
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Also Published As
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| FR645912A (fr) | 1928-11-03 |
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| NL23810C (de) | 1900-01-01 |
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