DE5376C - Neuerungen an Mechanismen zur Herstellung von Sohlen aus Webstoffen - Google Patents
Neuerungen an Mechanismen zur Herstellung von Sohlen aus WebstoffenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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- D05B23/00—Sewing apparatus or machines not otherwise provided for
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- Textile Engineering (AREA)
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Description
1878.
Klasse 71.
FRANCIS BOYCE LECKY und WILLIAM HUGH SMYTH in GLASGOW.
Neuerungen an Mechanismen zur Herstellung von Sohlen aus Webstoffen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. November 1878 ab.
Dieser Mechanismus bezweckt die Herstellung von Schuhsohlen aus Jute, Hanf, Flachs und
ähnlichen Faserstoffen.
Diese Stoffe werden in geeigneter Weise in Streifen und Bänder geschnitten, deren Breite
der Dicke der Sohlen gleich ist. Eine hinreichende Länge eines solchen Streifens wird
nun um einen cylindrischen, ovalen oder ähnlich gestalteten Halter gerollt, bis die Aufwickelung
die Dicke x, Fig. 9, also die Dicke etwa der halben Breite der Sohle, im Gelenk
erhalten hat. Der Halter steht mit einem Nähapparat in Verbindung, mittelst dessen der
durch das Aufrollen des Streifens gebildete Ring zusammengenäht wird. Dies geschieht
am besten von zwei diametral gegenüberliegenden Punkten aus.
Ein zu diesem Zweck dienender Apparat ist in den Fig. 1, 2 und 3 dargestellt.
, Fig. ι ist eine Oberansicht,
, Fig. ι ist eine Oberansicht,
Fig. 2 ein Längenschnitt, theilweise eine Ansicht zeigend und
Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie 1-2,
Auf den Halter A wird der Streifen α aufgerollt.
Der Halter A ist auf die Welle B, welche einen Theil des Nähapparates bildet, so
aufgesetzt, dafs er sich darauf drehen kann.
Der Nähapparat erhält seine Bewegung durch den Eingriff einer Frictionsrolle in die entsprechend
gekrümmte Nuth einer Scheibe, welche auf einer Welle C sitzt.
Die Nadeln b, Fig. 2, von denen an jeder Seite des Halters A eine sich befindet, liegen
in einer geraden Linie, Fig. 1, und erhalten ihre Bewegung durch den Eingriff von Rollen
in die Nuthen der Scheiben cc, Fig, 2, so dafs die Nadeln durch den Stoff α und die im
Halter A ausgearbeiteten Schlitze a' hindurchgehen.
Letztere gestatten den Durchgang der Nadeln in das Innere des Halters an der Stelle,
wo die Schiffchen D durch die von den Nadeln gebildeten Schleifen hindurchgehen.
Die Schiffchen D erhalten ihre Bewegung durch einen zweiarmigen Hebel, dessen eines
Ende mit einer in der Nuth der Scheibe cl laufenden Frictionsrolle versehen, dessen anderes
ein konisches Radsegment c2 trägt, welches mit dem entsprechenden Radsegment d im Eingriff
steht. Beim Drehen der Scheibe cx wird dem Radsegment c* eine hin- und hergehende Bewegung
mitgetheilt, wodurch gleichzeitig das um die Axe B, Fig. 3, drehbare Segment d
eine schwingende Bewegung erhält. Da an der Nabe des Segmentes zwei Arme angebracht
sind, welche die Schiffchen D aufnehmen, so erhalten auch die letzteren eine Oscillation.
Bei jedem Stich des Nähapparates wird dem Halter A durch die Klinke a'1, Fig. 1, eine
kleine Drehung ertheilt. Durch den Stift b', welcher in der Nadelstange fest ist und auf die
geschlitzte Schiene b'1 wirkt, wird bei jedem Nadelhub die Klinke a'1 bewegt, welche sich
auf die am Umfange des Halters .eingefeilten Sperrzähne a3 legt. Gleichzeitig befinden sich
Zähne «4 auf diesem Umfange, in welche die
Hemmklinke a6 eingreift und den Halter A
während jedes Durchgangs der Nadeln durch den Stoff in seiner Lage festhält.
Auf diese Weise wird der aufgewundene Streifen an zwei gegenüber liegenden Stellen zusammengenäht.
Diese Stellen sind in Fig. 9 mit k bezeichnet.
Der Nähapparat kann auch einfach sein, d. h. er kann nur eine Nadel und ein Schiffchen
besitzen und das Zusammennähen in zwei Operationen bewirken, die Erfinder ziehen jedoch
die oben beschriebene Einrichtung vor.
Der Halter A wird nun von der Axe B abgenommen.
Um dem Stoffring die Form einer Sohle zu geben, wird derselbe von dem Halter A abgestreift
und in die Form einer Presse gebracht. Der Ring wird so in die Form gelegt, dafs die
eine zusammengenähte Stelle an den vorderen Theil, die andere an das Absatzende der Sohle
zu liegen kommt, Fig. 9.
Um die richtige Breite der Sohle zu erhalten, wird ein Ausfüllstück von Faserstoff /, Fig. 9,
dazwischen gelegt.
Fig. 4 stellt eine Oberansicht der für diesen Zweck geeigneten Presse und Fig. 5 eine Seitenansicht
derselben dar. Fig. 6 ist ein Längen^ schnitt der Formen dieser Presse, bei welcher
zwei Formen A A angeordnet sind, um gleichzeitig zwei Sohlen zusammen pressen zu können.
Die Formen bestehen aus den in Fig. 4 im Schnitt gezeichneten festen Theilen oder
Hälften aa, welche durch die Schiene al getrennt
sind, und aus den beweglichen Theilen
Claims (5)
1. Die oben im wesentlichen beschriebenen und
durch die Zeichnung dargestellten Apparate für die Herstellung von Sohlen aus Stoff.
2. Den oben mit Hülfe der Fig. 1, 2 und 3 beschriebenen Halter mit Schlitzen versehen,
um den Nadeln eines Nähapparates beim Arbeiten den Durchgang zu gestatten.
3. Den Apparat, welcher zum Zusammennähen eines aufgerollten, zur Herstellung einer
Sohle dienenden Stoffstreifens an zwei diametral gegenüberliegenden Stellen dient, bestehend
in der Combination des gedachten Halters mit einem Nähapparat, dessen Nadel oder Nadeln von aufsen gegen den Halter
wirken und dessen Schiffchen im Innern des gedachten Halters hin- und herschwingen,
im wesentlichen wie oben mit Bezug auf die Fig. i, 2 und 3 beschrieben.
4. Die allgemeine Anordnung und Combination der Bestandtheile, aus welchen die oben
mit Hülfe der Fig. 4 und 5 dargestellte Presse zum Formen der Sohle zusammengesetzt
ist.
5. Die oben beschriebenen Formen, welche dem aufgerollten Stoffband die Gestalt einer
Sohle geben und mit Schlitzen h versehen sind, um den Nadeln eines Nähapparates,
worauf die geprefste Sohle nachher zusammengenäht wird, den Durchgang durch die Formen und die darin befindlichen
Sohlen zu gestatten.
Die allgemeine Anordnung und Combination der Bestandtheile, welche den Apparat
zum Durchnähen der geprefsten Sohle bilden; dieser Apparat besteht aus einem Schlitten, welcher die Form mit eingeschlossener
Sohle trägt und mit einem Nähmechanismus verbunden ist, im wesentlichen wie oben beschrieben und in den Fig. 7
und 8 dargestellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE5376C true DE5376C (de) |
Family
ID=283859
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT5376D Active DE5376C (de) | Neuerungen an Mechanismen zur Herstellung von Sohlen aus Webstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE5376C (de) |
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