DE242003C - - Google Patents

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DE242003C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/02Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings, or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing with mechanisms for needle-bar movement
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B29/00Pressers; Presser feet
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B85/00Needles
    • D05B85/06Curved needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 242003 KLASSE 52«. GRUPPE
WILHELM GUIARD junior in NAILA, Bayern.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. August 1909 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Nähmaschine zur Herstellung einer wässerdichten Spaltspannaht beim Nähen von Leder, Schuhwerk ο. dgl., insbesondere zum Einnähen von Vorschuhen und zur Herstellung von Hinternähtesn bei Reit- und Schaftstiefeln usw. Durch das neue Ver- ; fahren soll die Arbeit, welche bisher bei stumpf gegeneinander stoßenden Lederstücken :
ίο ausschließlich von Hand ausgeführt wurde, : durch eine Maschine bewirkt werden. Die Stiche, welche die Maschine ausführt, können Doppelsteppstiche, einfache oder doppelte >■ Kettenstiche sein; wesentlich beim Erfindungsgegenstand ist, daß der Faden außen , nicht über die Nahtkante zu liegen kommt, wie ; dieses bei Blindstichnähmaschinen sonst der ; Fall ist, und daß der Faden oder die Fäden , nur von einer Seite der Stoffschicht in diese \ hineindringen, derart, daß die andere Seite der Stoffschicht durch die Nadel bzw. den Fa- \ den nicht verletzt wird. Das vorliegende Ver- i fahren eignet sich infolgedessen auch besonders zum Annähen von Futterleder in Stiefel-; schäften, da der Faden bei dieser Stichbildung i nicht so der Abnutzung anheimfällt, wie dieses bei den von bekannten Blindstichnäh-; maschinen gebildeten Nähten der Fall ist.
Zwecks Durchführung dieses Verfahrens; werden die zu nähenden Stoffe stumpf gegeneinander gestoßen und gegen eine Rolle ge-, führt, auf welcher der Stoff sich nach einer! der späteren Wölbung entgegengesetzten! Seite wölbt. Bei Herstellung der Doppel-', steppstichnaht greift alsdann eine schwingende Nadel, die zweckmäßigerweise kreisförmig gebogen ist, in beide Stoffe ein, während der Faden von einem auf derselben Seite liegenden Schleifenfänger aufgenommen und dem benachbarten Greiferschiffchen zugeführt wird. Für die Spannaht verwendet man ein Führungsrädchen oder einen Führungstisch, welcher abgeflacht ist, bei der Futternaht ein spitzwinkliges Rädchen. Diese Rädchen sind leicht auswechselbar gehalten.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zur Ausübung des neuen Verfahrens dargestellt und außerdem einige weitere Ausführungsformen wiedergegeben,'und zwar zeigt Fig. ι eine Vorderansicht,
Fig. 2 eine Seitenansicht mit teilweisem Schnitt und
Fig. 3 eineAufsicht der einen Ausführungsform, während in ■
Fig. 4 bis 13 Abänderungen dargestellt sind. In
Fig. 14 bis 17 sind die Nähte in ihrer Stichbildung wiedergegeben.
Die Führungsrolle 1 ruht auf dem unteren Arm 2 der Maschine. Auf diese Führungsrolle wird der zu nähende Stoff aufgelegt und von dem Stoffdrücker 3 niedergehalten. Beim Drehen der Maschine schwingt der Nadelhalter 4 mit der Nadel 5 derart, daß er kurz über der Führungsrolle hinweg geht. Sobald durch Zurücktreten der Nadel sich auf der einen Seite eine Schleife des Nadelfadens ge-
bildet hat, tritt der Schleifenfänger 6 hinzu, greift in die Schleife und führt diese nach oben, wo sie von einem bei Ledernähmaschinen bekannten Greiferschiffchen 46 aufgenommen und mit dem zweiten Faden, dem Schiffchenfaden, verschlungen wird. Die Führungsrolle ist vertikal verstellbar durch die Schraube 62. Je nach der Stellung der Schraube wird der Stoff mehr oder weniger tief gespalten.
Der Stoffdrücker besteht zweckmäßiger-, weise aus einer festen und einer beweglichen Hälfte, um Ungleichheiten in der Stärke der beiden aneinander stoßenden Lederstücke oder beim Aufnähen von Futterleder ausgleichen zu können.
Die Bewegung des Stoffdrückers, des Schiffchens, der Nadel, des Fängers, der Fadenführung" . und Fadenklemme wird durch schwingende und rotierende Wellen und durch Hebel bewirkt, die durch eine Reihe von Nuten- und Knaggenscheiben gesteuert werden. Dieser Antrieb ist namentlich aus Fig. 2 ersichtlich. Der.Nadelfaden 7 wird über die Klemme 8, mehrere Führungsrollen 9 zum Fadenspanner 10, von dort zum Fadenanzughebel 11 und durch den Nadel- und Fadenführer 12 zur Nadel und durch die Öse 13 derselben geführt. Sobald der Fadenanzughebel, der seine Auf-und Abwärtsbewegung durch die Führung einer an ihm befindlichen Rolle 14 in einer Nut 15 der Nutenscheibe 16 erhält, nach oben g'eht, um die Schlinge festzuziehen, ist der Stift 17, der sonst auf der zylindrisehen Umfängsfläche der Scheibe 16 gleitet, zu einer Abflachung 18 dieser Scheibe gelangt, wodurch die Feder 19 der Fadenklemme 8 zum Festklemmen des Fadens zusammengedrückt werden kann. Der Stoffdrücker 3 erhält seine Auf- und Abbewegung durch den Hebel 20, der durch die Knaggenscheibe 21 geführt wird und seine· Vor-und Rückwärtsbewegung durch die Hebel 22, 22", von denen der letztere durch die Knaggenscheibe 23 geführt wird. Die hierdurch erzielte Gesamtbewegung ist ein abwechselndes Andrücken und Loslassen des Stoffes, verbunden mit einem Transport des Stoffes, der der Stichweite entspricht. Um die Stichweite verändern zu können, ist der mit dem Hebel 22" gelenkig verbundene Wrinkelhebel 22 durch eine verstellbare Klammer 22δ mit dem Stoffdrücker verbunden, wobei die Klammer die wirksame Länge des einen Armes des Winkelhebeis bestimmt. Durch Verstellen dieser Klammer wird also die Ausschlagweite und damit die Stichweite verändert.
Die schwingende Bewegung der Nadel wird durch die Achse 24 bewirkt, welche an ihrem hinteren Ende ein Zahnsegment 25 trägt, in welches eine Zahnstange 26, die von dem in der Nutenscheibe 23 durch die Rolle 28 geführten Hebel 29 eine Auf- und Abwärtsbewegung erfährt. Die Nut 30, in welcher die Rolle 28 geführt wird, ist derart ausgebildet, daß bei einer Umdrehung, d. h. zur Bildung eines fertigen Stiches die Nadel einmal vor-, dann ein kurzes Stück zurück-, danach wieder vor- und zum Schluß bis in . die Anfangsstellung wieder zurückbewegt wird.
Der Fadengreifer 6 wird durch zwei Rollenpaare 32,33 und 34,35 geführt, zwischen denen er sich auf und ab bewegen kann. Diese Bewegung wird durch einen Hebel 36 bewirkt, der mit seiner Rolle in einer Nut einer Nutenscheibe geführt wird. Der Hebel greift mit seinem Schlitz 40 um einen Stift 41 des Greifers 6 herum. Die Bewegung des Greifers wird durch eine Veränderung seiner Achsenrichtung durch Vor- und Rückwärtsschieben des einen Rollenpaares 32, 33 bewirkt.. Dieses Rollenpaar ist an einer Schiene 42 befestigt, welche durch die Knaggenscheibe 43 in ihrer Führung 44. vor- und zurückgeschoben wird, wobei eine Feder 45 den Rücktransport besorgt.
Das Greiferschiffchen 46 ist kurz über dem Führungstisch angebracht. Der Antrieb des Schiffchens erfolgt durch einen schwingenden Hebel 47, der mit einem Zahnsegment 48 in ein auf der Achse des Schiffchens befindliches Zahnrad 49 eingreift. Das Ausschwingen des Hebels 47 wird durch die Führung einer an ihm befindlichen Rolle 59 in einer Nut 60 der Scheibe 61 herbeigeführt.
In Fig. 4 bis 6 ist eine Änderung des Stoffdrückers wiedergegeben. Der Stoffdrücker ist zweiteilig ausgebildet; die beiden Teile sind oben scharnierartig verbunden. Zwischen den beiden Teilen liegt eine Feder 51, welche bestrebt ist, den Stoffdrücker auseinanderzuspreizen. Eine Schiene 52 mit einem Rollenpaar 53, 54 ist auf und ab beweglich an dem Stoffdrücker vorgesehen, derart, daß. die beiden Rollen 53, 54 die auseinandergespreizten Stoffdrückerteile zusammendrücken, sobald die Rollen sich in ihrer Tiefstellung befinden. Der Stoffdrücker soll während der ■ Stichbildung durch das Rollenpaar fest geschlossen sein; nach der Spannung des Fadens hebt sich der Stoffdrücker vom Tisch und spreizt sich gleichzeitig auseinander, um sich kurz vor der Einführung der Nadel zur neuen Stichbildung wieder zusammenzuschließen und dabei die beiden gegeneinander stehenden Stoffkanten fest zusammenzudrücken, wodurch eine Verspannung der Naht erzielt wird. In ähnlicher Weise kann die Spreizung des Stoffdrückers gemäß Fig. 7, 8 und 9 durch Winkelhebel bewirkt werden. Hier zeigt Fig. 7 und 8 den Stoffdrücker in geschlossenem und Fig. 9 in geöffneter Lage. Die Bewegung der Rollen-
führung 53, 54 bzw. der Winkelhebel kann von einer Knaggen- oder Nutenscheibe durch Hebel abgeleitet werden.
In den Fig. 10 bis 13 ist die Formengebung für die Führungsrolle veranschaulicht, und zwar zeigt die Rolle 1 nach Fig. 10 einen Doppelkegel mit gebrochener Kante, während nach Fig. 12 der Doppelkegel unverletzt geblieben ist. In diesen Figuren ist die Ausbildung des Stoffdrückers mit der einen durch Federdrück sich selbsttätig einstellenden Backe näher ausgeführt.
Der Doppelkegel mit der gebrochenen Kante (Fig. 10 und 11) soll hauptsächlich zur Herstellung von Spaltspannähten, der Doppelkegel mit der unverletzten Kante (Fig. 12 und 13) für die Herstellung von Futternähten dienen.
In den Fig. 14 bis 17 sind einige Nähte dargestellt, welche durch das neue Verfahren hergestellt werden sollen, und zwar zeigt die Fig. 14 einen Doppelsteppstich bei stumpf gegeneinander stoßenden Lederkanten, Fig. 17 dieselbe Stichbildung beim Annähen von Futterstoffen an durchlaufenden Lederflächen. Fig. 15 zeigt den einfachen Kettenstich und Fig. 16 den Doppelkettenstich.
Der Erfindungsgegenstand läßt sich in entsprechend leichterer Ausführung auch für Herstellung von außen unsichtbaren Nähten bei Kleiderstoffen verwenden, vornehmlich beim Annähen von Futterstoffen.

Claims (5)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    35
    i. Verfahren zur Erzeugung einer wasserdichten Spaltspannaht oder einer außen unsichtbaren Futternaht für Schuhwerk, dadurch gekennzeichnet, daß die zu vereinigenden Lederstücke, während sie der späteren Wölbung des Fabrikats entgegengesetzt gewölbt gehalten werden, mit ihren stumpf gegeneinander stoßenden Lederkanten fest gegeneinander gedrückt werden und in dieser Lage durch eine auf der konkaven Seite der ,Wölbung nicht heraustretende Blindstichnaht miteinander vereinigt werden, bei der die auf der konvexen Seite der Wölbung aus dem Leder heraustretenden Fäden, ohne die Stoßstelle der zu vereinigenden Lederstücke zu kreuzen, seitlich von der Stoßstelle liegen, so daß, wenn die miteinander vernähten Lederstücke in die der Wölbung des Fabrikats entsprechende Lage gebracht werden, die an der Oberfläche des Leders sichtbaren Fäden infolge der dabei auftretenden Fadenspannung vertieft zu liegen kommen. /
  2. 2. Nähmaschine zur Ausübung des Verfahr ens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Teile des auch den Vorschub besorgenden zweiteiligen Stoffdrückers nach erfolgtem Stoffvörschub quer zu demselben auseinandergespreizt und kurz vor dem Einstechen der Nadel unter Einwirkung auf das Werkstück wieder zusammenbewegt werden, um die Stoffkanten fest gegeneinander zu pressen.
  3. 3. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffdrücker seine Bewegung zum Vorschieben des Stoffes durch zwei gelenkig miteinander verbundene Hebel (22 und 22a) erhält, von denen der eine ein Winkelhebel ist, dessen einer Arm durch eine verstellbare Klammer (22s) mit der Stoffdrückerstange gekuppelt ist.
  4. 4. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammenbewegung der durch eine Feder (51) auseinandergespreizten Stoff drückerteile durch die Abwärtsbewegung eines von der Antriebswelle auf und ab bewegten Rollenpaares (53,54) bewirkt wird.
  5. 5. Nähmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusammenbewegung der Stoffdrückerteile von der Antriebswelle aus durch Winkelhebel bewirkt wird.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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