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Musiklehrmittel Die Erfindung betrifft ein Musiklehrmittel mit Einrichtungen
zum Geben zeitlich optischer Signale, wie ein- und ' ausschaltbaren Glühlampen.
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Im Gegensatz zu bekannten Einrichtungen dieser Art sind im vorliegenden
Fall die die Noten versinnbildlichenden Glühlampen mit einem hinter dem musikalischen
Liniensystem angeordneten Metallschirm oder mit elektrischen Leitern, welche die
Notenlinien darstellen, verbunden, so daß erfindungsgemäß an jeder erforderlichen
Stelle des musikalischen Liniensystems die Glühlampen zum Aufleuchten gebracht werden
können.
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Um die Mannigfaltigkeit der Zeichengebung erhöhen zu können, haben
die optischen Zeichen im Sinne des vorigen Absatzes Einrichtungen zur Farbänderung,
wie farbige Blenden, so daß z. B. mit Hilfe einer Leuchte verschiedenfarbige Signale
gegeben werden können.
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Die Darstellungen i bis 7 zeigen eine Einrichtung, die beim Musikunterricht,
insbesondere zum Lernen der Notenschrift, also der graphischen Musikdarstellung,
dienen soll.
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Abb. i ist ein Längsschnitt in Ebene C-C, Abb. 2 ein Querschnitt in
der gebrochenen Schnittlinie A-A und B-B, Abb. 3 schließlich ein Pfeilschnitt in
der Ebene D-D.
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Auf einer Grundplatte i sind zwei parallele Ständer 2 und 3 aufgebaut,
die auf ihrer Vorderseite in Form blanker, runder Metallstäbe die den fünf Notenlinien
entsprechenden Linien tragen. Die den einzelnen Noten entsprechenden optischen Signale
werden durch kleine elektrische Leuchten 6 gebildet, die hinter oder in den Zwischenräumen
zwischen den Notenlinien 4 bewegt werden können. Es geschieht dies dadurch, daß
diese kleinen Leuchten 6, die zweckmäßig vorn, den Notenköpfen entsprechende runde
Fenster 7 haben, zwischen den Führungsstäben 8 und 9 derart befestigt sind, daß
sie zwischen den beiden Trägern 2 und 3 in der Horizontalen beliebig verschoben
werden können oder hinter der Blendleiste i o vor dem rechten Träger a dem Beschauer
entzogen werden können.
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Die beiden Träger a und 3 tragen an ihrer Rückseite einen über die
ganze Breite des Apparates reichenden, zweckmäßig blanken, ebenen Metallschirm i
i ; die Führungsstäbe 8 sind rund und aus Isoliermaterial hergestellt und tragen
an ihrem rechten Ende die Drehgriffe 12. Die Führungsstäbe 8 sind weiter durch rohrförmige,
runde Lager in dem Seitenträger 2 drehbar und längsverschiebbar hindurchgeführt;
die Führungsstäbe 9 dagegen sind drei- oder mehrkantig aus leitendem Material, also
Metall, ausgeführt und durch ihrem Querschnitt entsprechende Bohrungen in dem linken
Träger 3 nur verschiebbar, nicht drehbar hindurchgeführt. Diese Führungen 13
für die Stäbe 9 sind ebenfalls aus dem Strom leitendem Material, zweckmäßig Blech,
hergestellt und miteinander verbunden.
Sie stehen alle durch die
Leitung 14 mit dem einen Pol einer Stromquelle 15 in V erbindung, während die die
Notenlinien bildenden Kupferstäbe 4 sowie der Metallschirm i i zu dem anderen Pol
der Stromquelle 15 führen.
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Um mit den Leuchten 6 unter Verwendung je einer einzigen Glühbirne
,5 verschiedenfarbige Signale geben zu können, ist eine Einrichtung getroffen, die
in den Abb. 4 bis 6 genauer dargestellt ist. Die Glühlampe 5 ist in einem zylindrischen
Sockel 18 aus nicht leitendem Material quer zu seiner Längsachse eingesetzt. Dieser
Sockel ist mit dem mehrkantigen Führungsstab 9 fest verschraubt und mit diesem in
dem Apparat querverschiebbar, jedoch nicht drehbar, so daß die Glühbirne immer nach
vorn, in der Richtung der Notenlinien 4 liegt. Der zylindrische Lampensokkel18 steckt
in dem gläsernen Hohlzylinder i g, der entsprechend der gewünschten Farbenzahl in
seiner Längsrichtung bunte transparente Farbstreifen aufweist. Für die meisten Zwecke
genügt es, wenn diese Farbblende i9 die drei Farben Weiß, Rot und Grün aufweist.
Diese zylindrische Farbblende i 9 ist in. dem Blechgehäuse 2o, das an seiner Oberfläche
für jede Farbe ein Fenster 7 trägt, fest eingesetzt und mittels der Lappen 2i mit
einem runden Führungsstab 8 fest verbunden. Ferner ist das Gehäuse 2o mittels der
Kopfschraube 22 derart mit dem Lampensockel 18 verschraubt, daß es wohl in der Sockelachse
fest verbunden ist, jedoch gegen den Sockel verdreht werden kann, falls der runde
Führungsstab 8 mittels des Handgriffes 12 gedreht wird.
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Die Stromzuführung zum Schraubsockel der Lampe erfolgt von der Stromquelle
15 entweder durch die Leitung 16, eine Notenschiene 4, durch einen dieser anliegenden
Schleifkontakt 23, durch die Kopfschraube 22 (Abb. 2 und 4) oder durch die Leitung
17, den Metallschirm i i und einen auf diesem schleifenden Kontakt 24, ebenfalls
durch die bis an den Gewindesockel der Lampe 5 reichende Schraube 22 (Abb. 2 und
6). Die Rückleitung des Stromes vom Bodenkontakt der Lampe 5 geschieht durch den
Metallstreifen 25, der ebenfalls zugleich mit dem Lampensockel 18, mit dem kantigen
Führungsstab 9 und damit über die Stabführungen 13 und den Leiter 14 zur Stromquelle
15 führt.
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Über die Arbeitsweise des Apparates ist das Folgende zu sagen: Außer
Tätigkeit sind alle Drehgriffe 12 ganz nach rechts herausgezogen, wodurch die Leuchten
6 hinter der Blende i o verschwinden. Außerdem werden die Leuchten dadurch stromlos
gemacht, daß ihre Schleifkontakte 23 und 24 auf die schiefen Ebenen 2a aus Isoliermaterial,
die an dem rechten Ständer-- befestigt sind, auflaufen.
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In der einfachsten Ausführungsform der Vorrichtung ist für jede Notenschiene
4, für jedes Intervall zwischen zwei Notenschienen sowie für den Raum oberhalb und
unterhalb der Notenlinien je eine Leuchte 6 vorgesehen, insgesamt also i i Lampen.
Für Ober- und Untertöne können noch weitere Lampen angebracht werden. Die verschiedenen
Farben der Zylinderblende i 9 können für verschiedene Zwecke der Notendarstellung
auf der Vorrichtung verwendet werden. Man kann entweder verschiedene Zeitwerte darstellen,
z. B. Viertelnoten weiß, halbe Noten rot, ganze Noten grün, oder man kann durch
verschiedene Farbgebung Änderungen der Tonlage entsprechend den Vorzeichen Be oder
Kreuz durch Änderungen der Notenfarbe charakterisieren. Die Einstellung der gewünschten
Farbe an den Leuchten erfolgt durch Drehung der Zylinderblende mittels der Führungsstäbe
8 und der Drehgriffe 12 um den Lampensockel, wobei dieser selbst infolge seiner
starren Verbindung mit dem kantigen Führungsstab 9 die Drehung nicht mitmacht.
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Die verschiedenen leuchtenden Notensymbole können über die ganze Breite
der Vorrichtung beliebig horizontal verschoben werden, so daß auch verschiedene
Notenkombinationen öder selbst Themen - wie z. B. die Abb. 7 zeigt - dargestellt
werden.
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Es ist möglich, eine derartige Vorrichtung so auszugestalten, daß
zu jedem optischen; Signal der dazugehörige akustische Wert auf geeigneten Instrumenten
ertönt.
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Statt der Verwendung . einzelner Lampen innerhalb von Buntblendensystemen
lassen sich auch für jedes Symbol mehrere .entsprechend gefärbte Glühlampen verwenden,
zu deren Steuerung entsprechende Schalter vorgesehen werden müssen.