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Sicherheitszündschnur und Verfahren zur Herstellung derselben Die
Erfindung betrifft Sicherheitszündschnüre und ein Verfahren zur Herstellung derselben.
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Bisher wurden Sicherheitszündschnüre, welche geteert oder sonstwie
imprägniert sind, oft noch mit Bergkreide oder ähnlichen Mineralpulvern oder Mineralfarben
eingestäubt, um das Aneinanderkleben der aufgerollten Schnüre zu verhindern oder
der Schnur ein besseres Aussehen zu geben.
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Bei diesen bekannten Verfahren legen sich jedoch die Staubkörnchen
nur als ganz dünne Schicht auf die Oberfläche, welche sich leicht abwischen läßt,
wodurch der durch Einstäubung beabsichtigte Schutz oder Farbeffekt wieder verlorengeht.
Auch geht bei längerer Lagerung eine ungiinstige Veränderung insofern vor sich,
als die eventuell noch vorhandene, aus Bergkreide o. dgl. bestehende äußerste Schicht
leicht ölige Bestandteile aus der Schnur ansaugt, wodurch die Schnur unansehnlich
wurde.
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Diese Nachteile werden erfindungsgemäß weitgehend behoben. Die mit
einer Oberflächenschicht aus Imprägniermasse hergestellte Sicherheitszündschnur
gemäß vorliegender Erfindung ist mit einer geschlossenen, festhaftenden Schicht
aus Metallpulver oder aus an sich zum Einstäuben von Zündschnüren -bekannten pulverförmigen
Stoffen, wie insbesondere Mineralfarben, versehen. Zur Erzielung dieser dauerhaften
Schicht werden die an sich bekannten pulverförmigen Mittel auf die Außenschicht
der Zündschnur aufgepreßt oder aufgeschleudert oder aufgebürstet oder eingerieben,
wobei gegebenenfalls die Überzugspulver noch einer vorhergehenden Erwärmung unterworfen
werden, wodurch das Anhaften noch verbessert wird.
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Gegenüber dem bekannten Einstäuben von Zündschnüren mit Bergkreide
o. dgl. erfolgt also erfindungsgemäß die Auftragung der staubförmigen Überzugsmassen
derart unter Kraft oder Wärmeeinwirkung oder beiden, daß eine geschlossene festhaftende
Überzugsschiebt erzielt wird.
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Man kann nach obigem also eine Verbesserung der Zündschnuroberfläche
selbst bei Beibehaltung der bisher üblichen Methode des Einstäubens schon d'ad'urch
erzielen, daß man das Einstäubmittel heiß anwendet. Heiße Staubkörnchen sinken reichlicher
in den Imprägnierungsmasseüberzug der Zündschnur ein als kalte und haften besser,
weil sie fester an der Oberfläche der Schnur adhärieren, gewissermaßen angeschmolzen
sind.
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Man kann andererseits durch Eindrücken, Aufpressen oder Aufschleudern
dafür Sorge tragen, daß die Staubteilchen in die ,oberste Schicht der Zündschnurumkleidung
eindringen - an Stelle des bisherigen Einstäubens -, und es erfolgt so eine Verhärtung
der Zündschnuroberfläche durch die eingedrungenen Staubteilchen. Von einer solchen
Oberfläche läßt sich der schützende Staub nicht mehr so leicht abwischen, und eine
etwaige Klebrigkeit der Oberfläche wird wirksamer beseitigt als durch bloßes Einstauben.
Das Ein- oder
Aufpressen oder Einreiben kann durch irgendwelche
mechanische Vorrichtung geschehen, beispielsweise durch Walzen oder Bürsten, das
Aufschleudern am besten- durch Preßluft.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird Metallstaub o. dgl. allein
oder neben an sich bekannten Einstäubmitteln verwendet, wodurch besondere Vorteile
erzielt werden. Der dünne Metallüberzug schützt nicht nur die Schnur gegen das Aneinanderkleben
und das Eindringen von Feuchtigkeit, sondern er vermindert auch den Einfluß von
schädlicher Wärme durch Reflexion von Sonnen-und Wärmestrahlen und verleiht den
Zündschnüren eine besonders glatte, schöne Oberfläche. In diesem Falle werden bereits
Vorteile erzielt, auch wenn bei der'Aufbringung des Metallpulvers weniger Kraftwirkung
aufgewendet wird.
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Der Erfindungsgegenstand ist natürlich einer mannigfachen Abänderung
zugänglich und sollen solche ebenfalls mitgeschützt erscheinen. So kann man beispielsweise
neben den erwähnten, pulverförmigen Materialien oder an Stelle derselben Materialien
mit biegsamen Partikelehen verwenden, etwa Abfälle von pflanzlichen oder tierischen
Faserstoffen oder von elastischen Stoffen, wie sie beispielsweise in der Textil-
oder Kunstbarzindustrie und ähnlichen anfallen. Man kann des weiteren auch eine
Veränderung der Oberfläche der imprägnierten Zündschnur vornehmen, insbesondere
eine Härtung oder Beseitigung der Klebrigkeit, indem man solche Massen aufbringt
oder gasförmig oder nebelförmig einwirken läßt, welche auf die äußere Impxägnierungsschicht
chemisch einwirken. Für diese Zwecke kann man zusätzliche Maßnahmen anwenden, wie
etwa Aufbringen oder Einpressen von Schwefelpulver, Harzpulver, Sikkativpulver,
Einwirkung der Dämpfe oder Nebel von Formaldehyd, Chlorschwefel o. dgl. m., wobei
die chemischen Reaktionen beim Aufbringen oder später erfolgen können.