DE533799C - Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten von Kunstharzen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten von Kunstharzen

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DE533799C
DE533799C DE1930533799D DE533799DD DE533799C DE 533799 C DE533799 C DE 533799C DE 1930533799 D DE1930533799 D DE 1930533799D DE 533799D D DE533799D D DE 533799DD DE 533799 C DE533799 C DE 533799C
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Germany
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oxidation products
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DE1930533799D
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Georg Knoeffler
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G63/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic ester link in the main chain of the macromolecule
    • C08G63/91Polymers modified by chemical after-treatment
    • C08G63/914Polymers modified by chemical after-treatment derived from polycarboxylic acids and polyhydroxy compounds

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten von Kunstharzen Die Oxydation von zähflüssigen Kunstharzen, die trocknenden Charakter besitzen, also z. B. von Kondensationsprodukten aus mehrwertigen Alkoholen, mehrbasischen Säuren und -mehrfach ungesättigten Fettsäuren, gestaltet sich äußerst schwierig, weil die dickflüssigen Harze der Luft nur eine geringe Oberfläche darbieten. Diese von vornherein geringe Oberfläche wird mit fortschreitender Oxydation, also mit fortschreitender Verdickung, noch weiter verkleinert, bis schließlich infolge Gerinnung des halboxydierten Harzes die Oxydation vorzeitig zu völligem Stillstand kommt.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß die bestehende Schwierigkeit beseitigt werden kann, wenn man die Harze nicht für sich allein oder in anderen Flüssigkeiten gelöst, sondern in Form wäßriger Emulsionen der oxydierenden Wirkung von Luft oder Sauerstoff aussetzt. Die Emulsion stellt man sich zweckmäßig so her;-daß man das Harz, wenn nötig, in durch gelindes Erwärmen verdünntem Zustande in zur Emulgierung geeigneten Flüssigkeiten, also z. B. verdünnter Leimlösung, Gummilösung oder sonstigen Emulgierungsmitteln usw., verteilt. Diese Emulsionen werden unter Rührung, gegebenenfalls unter Erwärmung und nach Zusatz von Trockenmitteln, wie Blei, Mangan, Kobaltverbindungen, mit Luft oder sauerstoffhaltigen Gasen behandelt. Durch diese Anordnung erreicht man, daß das zu oxydierende Harz vom Anfang bis zum Ende der Oxydation in Form feiner Tröpfen. in dem Verteilungsmittel herumwirbelt und" dabei 'mit Leichtigkeit die nötige Menge Sauerstoff aufnimmt, bis schließlich der gewollte Zustand der Verfestigung erreicht ist.
  • Die so gewonnenen Oxydationsprodukte stellen feste, elastische oxynartige Produkte dar, -die mit Vorteil z. B. in der Linoleumindustrie Verwendung finden. Wenn es für den Verwendungszweck erwünscht ist, können natürlich an Stelle der Kunstharze für sich auch Mischungen von Kunstharzen und trocknenden Ölen oxydiert werden. Beispiel i 6oo Gewichtsteile eines Kondensationsproduktes, gewonnen durch Kondensation von Phthalsäureanhydrid, Leinölsäure und Glycerin, werden in 2 6oo Gewichtsteilen Wasser, in denen 5 Gewichtsteile Lederleim aufgelöst sind, durch Rühren verteilt, i,7 Gewichtsteile Bleiglätte, o,6 Gewichtsteile in Wasser gelöstes Manganchlorür und 5 Gewichtsteile Ammoniak vom spezifischen Gewicht o,9io hinzugesetzt und durch das ständig weiter gerührte Gemisch bei 45° Luft hindurchgeblasen. Nach 15 bis 2o Stunden hat sich das anfangs flüssige Kondensationsprodukt in ein körniges festes Oxyn verwandelt, das nach Entfernen der wäfigen Flüssigkeit durch Filtrieren leicht gewonnen werden kann.
  • Beispiele i ooo Gewichtsteile Ricinenglyptal, gewonnen durch Kondensation ' von Phthalsäureanhydrid, Ricinensäure (der Fettsäure des sogenannten trocknenden Ricinusöls, welches aus gewöhnlichem Ricinusöl durch Wasserabspaltung gewonnen wird) und Glycerin, wer. den in einer Lösung von 3o Gewichtsteilen Lederleim in 3 ooo Gewichsteilen Wasser durch Rühren verteilt, io Gewichsteile Bleiglätte und 9 Gewichsteile 25°1oiges Ammoniak hinzugesetzt und durch das ständig weiter gerührte Gemisch bei q.5° Luft hindurchgeblasen. Nach 35 bis q0 Stunden hat sich das anfangs flüssige Kondensationsprodukt in ein körniges festes Oxyn verwandelt, das nach Entfernen der wäßrigen Flüssigkeit durch Filtrieren leicht gewonnen werden kann: Beispiel 3 3oo Gewichtsteile des bei Beispiel i verwandten Kondensationsproduktes werden in 3oo Gewichtsteilen Leinöl gelöst und die so erhaltene 0l-Harz-Mischung, wie in Beispiel i beschrieben., weiter verarbeitet. Man erhält so ein Oxyn, das in seinen Eigenschaften zwischen Linoxyn und dem nach Beispiel i erhaltenen Produkt steht.
  • Das Verfahren beschränkt sich natürlich nicht auf die Oxydation von Kondensationsprodukten aus Phthalsäure, = Glycerin und trocknenden Ölen. Auch Kunstharze völlig anderer Art, wie z. B. Tallölglycerid, lassen sich nach dem Verfahren mit Leichtigkeit oxydieren. Beispiel q. i5o Gewichtsteile Tallölglycerid (gem#onnen- durch Veresterung des bei der Zellstofffabrikation nach dem Sulfatverfahren abfallenden Tallöls mit Glycerin), q.5o Gewichtsteile Leinöl werden vermischt und nach Verrühren mit einer Lösung von 18 Gewichtsteilen Leim in 2 60o Gewichsteilen Wasser und Hinzufügen von 3,4 Gewichtsteilen Bleiglätte unter ständigem Rühren 31 h bei 45' mit Luft geblasen. Das so erhaltene Oxyn läßt sich ohne Harzzusatz zu Linoleumzement verschmelzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Oxydätionsprodukten von Kunstharzen, die trocknenden Charakter besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Harze in Form wäßriger Emulsionen mit Luft öder sauerstoffhaltigen .Gasen behandelt.
DE1930533799D 1930-03-13 1930-03-13 Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten von Kunstharzen Expired DE533799C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE740316C (de) * 1933-11-08 1943-10-18 Ig Farbenindustrie Ag Verstreichbare Belagmasse fuer Fussboeden und Waende

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE740316C (de) * 1933-11-08 1943-10-18 Ig Farbenindustrie Ag Verstreichbare Belagmasse fuer Fussboeden und Waende

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