DE533667C - Verfahren und Einrichtung zur Aufzeichnung elektrischer Impulse - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Aufzeichnung elektrischer Impulse

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DE533667C
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04NPICTORIAL COMMUNICATION, e.g. TELEVISION
    • H04N1/00Scanning, transmission or reproduction of documents or the like, e.g. facsimile transmission; Details thereof
    • H04N1/024Details of scanning heads ; Means for illuminating the original
    • H04N1/032Details of scanning heads ; Means for illuminating the original for picture information reproduction

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  • Signal Processing (AREA)
  • Particle Formation And Scattering Control In Inkjet Printers (AREA)
  • Fax Reproducing Arrangements (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft 'ein Verfahren und Einrichtungen zur Aufzeichnung elektrischer Impulse, insbesondere bei der elektrischen Bildübertragung, auf einen. Zeichen- oder Bildträger, wobei die elektrischen Impulse eine die Aufzeichnung bewirkende Wärmebeeinflusstmg steuern. Von bekannten Verfahren unterscheidet sich die Erfindung im wesentlichen dadurch, daß. die Wärmewirkung strahlartig direkt auf die Oberfläche des Zeichen- oder Bildträgers selbst gerichtet wird, so daß eine Berührung der Steuervorrichtung:, in welcher die elektrischen Impulse wirksam werden, mit dem Zeichenträger nicht erforderlich ist. Der Zeichenträger besteht z.B. aus einem Papier, das mit einer wärmeempfindlichen Schicht bekleidet ist, die durch die Einwirkung der Wärme eine entsprechende Veränderung erfährt.
Bekannt war z. B. ein Verfahren, bei welchem ein heißer Schreibstift durch die ankommenden Impulse .elektromagnetisch an einen das Bildpapier deckenden Zwisdhenfarbträger angedrückt wird, wodurch ein Schmelzen der Farbe und Übertragen auf das darunterliegende Papier bewirkt wurde.
Demgegenüber besitzt das neue Verfahren die wesentlichen Vorteile, daß eine Zwischenfolie nicht nötig ist, vielmehr der Bildträger unmittelbar selbst beeindruckt wird, daß die Steuervorrichtung, in welcher die elektrischen Impulse wirksam werden, die Zeichmfläche nicht berührt, und daß infolgedessen die Geschwindigkeit der Aufzeichnung größer sein kann, die bei den bekannten Verfahren nur die beschränkte Geschwindigkeit der elektromagnetischen Stiftschreiber ist.
Die Wärmewirkung kann bei dem neuen Verfahren auf verschiedene Weise zur Anwendung kommen, beispielsweise kann ein Strahl heißer Luft mittels einer feinen Düse auf die Papierfläche gerichtet werden, der durch die elektrischen Impulse auf verschiedene Art gesteuert werden kann; auch kann z. B. der elektrische Funke Verwendung finden zwischen dicht über der Schreibflädhe angeordneten Elektroden.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in fünf Figuren dargestellt.
Fig. ι zeigt die Blasvorrichtung für kalte und heiße Luft gegen die mit dem wärmeempfindlichen Papier bespannte Trommel.
Fig. 2 zeigt die Düsenkonstruktion.
Fig. 3 zeigt >eine andere Düsenkonstruktion für Heißluft.
Fig. 4 zeigt eine Einrichtung zur Funkenerzeugung auf das wärmeempfindliche Papier.
Fig. 5 zeigt ein Schaltsdhema für die Anordnung gemäß Fig, 1.
Im'nachfolgenden wMl 'angenommen, daß ein heißer Luftstrahl auf das wärmeempfindliche Papier geblasen werden soll, jedoch1 beschränkt sich die Erfindung naturgemäß' nicht auf die Verwendung von Luft.
Auf der Grundplatte ι in Fig. ι sitzen zwei Düsen 2 und 3, von denen 2 als Heißluf t- und 3 als Kaltluftdüse bezeichnet werden soll. Die Düse 2 wird durch Ständer 4 getragen und ist gegen die Trommel 5 gerichtet, die das wärmeempfindliche Papier trägt. Die Kaltdüse 3 sitzt rechtwinklig zur Düse 2 an einem U-förmigen Ständer 7. Die der Düse 2 zugeführte Luft wird durch eine um die Düse gewundene Spule 8 erhitzt und tritt dann durch die Mündung 9 gegen das Papier. Wie Fig. 3 erkennen läßt, ist die Düse durch eine Asbestschicht 29 gegen Wärmeverluste isoliert. Die Heizspule 8 wird durch Kontakte 9 und Leitungen 9' gespeist (s. Fig. 2). Die Kaltdüse 3 besitzt oben einen Raum H3 dem die kalte Luft durch das1 Rohr 10 zugeführt wird. Aus dem Raum 1 r tritt die Luft in einen kleinen Eisenzylinder 12 mit einer Zentralbohrung 13. Unterhalb des Zylinders 12 liegt ein elektromagnetisches Ventil 14, 15 mit einem Loch 16 zum Hindurchtritt der Luft. Unten am Ventil sitzt ein Hals 17, in den die Luft eintritt, um dann durch das Ventil 14 in der Kammer 18 gehalten zu werden. Unterhalb des Ventils befindet sich eine zweite Luftkammer 22, aus der eine Leitung 23 zu dem Düsenmundstück 3 führt.
Innerhalb des U-förmigen Gehäuses 25, 25' befindet sich ein Elektromagnet 26, durch den das Ventil 14 so betätigt wird, daß der Ventilsitz geschlossen und dadurch' die Luft abgesperrt wird. Beim Erlöschen des Stromes in dem Magneten fällt das Ventil 14 durch seine Schwere herunter, so daß die Luft aus der Düse austreten kann.
Die Zuführung kalter Luft ist außerordentlich gleichmäßig wegen des- Luftkissenefrektes im Raum 22, der dadurch entsteht, daß die Übertrittsöfrhung in die Düse 3 verhältnismäßig klein ist und die Luft sehr schnell aus einem nicht gezeichneten Luftbehälteir der Leitung 10 zugeführt wird. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 wird die Luft durch eine Leitung 7 der Düse A zugeführt. Der Unterschied gegenüber der erstbeschriebenen Ausführungsform besteht darin, 'daß. die Luft dauernd erwärmt wird und nur ein heißer Luftstrom gegen das Papier gerichtet wird. Das Rohr ist, wie oben erwähnt, durch Asbest 29 isoliert.
Die ganze Düse ruht auf einem Gestell 31, das an einer Platte 32 sitzt, die durch· einen U-Träger 33 getragen wird. Durch Schrauben 34 bis 36 kann die. Einrichtung waagerecht und senkrecht verstellt werden. An dem U-Ralimen33 sitzt ein Telephon 37, das durch Leitungen 38 mit einem Empfänger verbunden ist. Von der Membran dieses Empfängers wird eine Jalousievorrichtung 39 betätigt, derart, daß entsprechend der Stärke der ankommenden Signalenergie mehr oder weniger heiße Luft aus der Düse auf das wärmeempfindliche Papier austreten kann.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 4 erfolgt die Wärmeerzeugung durch Funken. Die Einrichtung sitzt, durch die Schrauben 43 einstellbar, auf einem Gestell 42; dieses trägt Teile 44 bis 46, die später beschrieben werden und zur Einstellung der Funkenstrecke dienen.
An dem Block 46 sitzt ein Arm 47, der die Funkenelektroden 48 und 49 trägt; diese Elektroden werden durch Leitungen 50 und 51 gespeist und sind an schwenkbaren Trägern 52, 53 befestigt, die auf dem Isolierstück 54 sitzen. Die Einstellung der Funkenstrecke 48,49 erfolgt durch den Stift 56. Die Elektroden können seitlich gegen die Trommel mittels Schlitze 60 und 61 verschoben werden, während die senkrechte Einstellung durch die Schrauben 66 erfolgt.
Fig. S zeigt die elektrische Schaltung für die Heizsteuerung.
69, 70 und 71 sind drei Verstärkerröhren, und es wird die Energie aus dem Eingangskreis der Röhre 69 durch einen Transformator 72 mit dem Übersetzungsverhältnis von etwa 1:9 zugeführt.
Der Ausgang von Röhre 69 führt über den Transformator 73, der ebenfalls das Übersetzungsverhältnis von etwa 1:9 hat, zu den parallel geschalteten Röhren 70 und 71 und von dort zu dem Transformator 74 mit dem Übersetzungsverhältnis 1:3. Von hier geht die Energie zu den Leitungen 50 und 51 der Funkenstrecken 48 und 49. 75 und 76 sind Widerstände von etwa 200 Ohm.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Zwecks Aufzeichnens der Bilder wird die Energie durch einen Empfangskreis zugeführt, der 'eine von den oben geschilderten Wärmevorrichtungen steuert. Bei Verwendung von heißen und karten Luftstrahlen wird die Signalenergie einem hohlen Elektromagneten zugeführt, in dem 'ein elektromagnetisches Ventil gemäß Fig. 1 und 2 untergebracht ist.
Der Strom erregt den Magneten, so daß das elektromagnetische Ventil in den hohlen Magneten gezogen und daß die Luftzuführung abgeschnitten wird, da die Luft nicht unter den Ventilsitz 21 treten kann. Unter dieser Bedingung wird die heiße Luft aus der Heiß- xao luf tdüse auf das Papier auf treffen. Wenn aber die Stromstärke des aufgenommeinen Signals
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verringert wird, nimmt die Energie im Elektromagneten ab, so daß das Ventil durch seine Schwere herunterfällt und den Austritt von kalter Luft gestattet. Diese kalte Luft, die erforderlichenfalls einen etwas höheren Druck haben kann als die heiße Luft, trifft auf den heißen Strahl und zerstreut ihn, so daß die heiße Luft nicht das wärmeempfindliche Papier treffen kann.
to Die Wirkung des kalten Luftstrahles ist proportional den Punkt- und Strichimpulsen der Morsezeichen oder bei Bildübertragung den hellen und dunklen Stellen des zu übertragenden Bildes.

Claims (9)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Aufzeichnung elektrischer Impulse, insbesondere zur Bildaufzeichnung bei der elektrischen Bildübertragung, mittels Wärmewirkung, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmewirkung ohne Berührung der sie steuernden Vorrichtung mit dem Zeichen- bzw. Bildträger strahlartig unmittelbar auf die Oberfläche des wärmeempfindlich gemachten Zeichen- oder Bildträgers selbst gerichtet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf den Zeichen- oder ■ Bildträger ein heißer Luftstrahl gerichtet wird, der auf einen kleinen Flächenteil beschränkt wird und dessen Wirkung auf den Bildträger bzw. dessen Wärmeinhalt durch die aufzuzeichnenden 'Impulse gesteuert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Luftstrahl mittels einer Düse auf den Zeichen- oder Bildträger gerichtet und durch eine die Düse bzw. Zuleitung umgebende stromdurchfLossene Heizspule erwärmt wird.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung des Heißluftstrahles durch einen von. den aufzuzeichnenden Impulsen abhängigen Schieber, eine Blende o. dgl. geschieht.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuer- g0 vorrichtung für den Heißluftstrahl aus einer von den aufzuzeichnenden Impulsen beeinflußten Telephonmembran besteht.
6. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Heißluft- und ein KaltLuftstrahl gemeinschaftlich auf den Zeichen- oder Bildträger gerichtet werden und die Steuerung der Wärmewirkung auf den Bildträger durch Beeinflussung des Kaltluftstrahles geschieht.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kaltluftstrahl quer zum Heißluftstrahl gerichtet ist und letzteren entsprechend den Steuerimpulsen ablenkt oder zerstreut.
8. Einrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Beeinflussung des Kaltluftstrahles durch! ein von den aufzuzeichnenden Impulsen elek- j0 tromagnetisch gesteuertes Ventil geschieht.
9. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umformung der aufzuzeichnenden Impulse in Wärmeimpulse durch dicht über der Oberfläche des Zeichenträgers zwischen hier geeignet angeordneten Elektroden erzeugte elektrische Funken erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEI30426D 1926-08-12 1927-02-25 Verfahren und Einrichtung zur Aufzeichnung elektrischer Impulse Expired DE533667C (de)

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US128720A US1770493A (en) 1926-08-12 1926-08-12 Method and apparatus for pyro recording
US327009A US1765448A (en) 1926-08-12 1928-12-19 Recorder for facsimile systems

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