DE53355C - Brenner für Petroleum-, Koch- und Heizvorrichtungen - Google Patents
Brenner für Petroleum-, Koch- und HeizvorrichtungenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24C—DOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
- F24C5/00—Stoves or ranges for liquid fuels
- F24C5/02—Stoves or ranges for liquid fuels with evaporation burners, e.g. dish type
- F24C5/04—Stoves or ranges for liquid fuels with evaporation burners, e.g. dish type wick type
- F24C5/06—Stoves or ranges for liquid fuels with evaporation burners, e.g. dish type wick type adjustable
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- Evaporation-Type Combustion Burners (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Das wesentlich Neue an dieser Koch- und Heizvorrichtung bildet die zweite Luftzuführung
zu der bereits schon entwickelten Flamme (Fig. ι und ia).. Die Flammen über den Flachbrennern
11 und 12 mit Dochten bekommen zunächst die erste Luft zu beiden Seiten der
Brenner auf gewöhnlichem Wege; es bildet sich dadurch über den Brennern die Flamme, welche
noch sehr zum Rufsen geneigt ist. Rings um die Flammen sind nun Röhren mit Schlitzen
angebracht, durch welche unter künstlichem Druck mittelst eines Gebläses schräg gerichtete
Luftstrahlen gegen die Flammen geblasen werden, und zwar so, dafs die Luftstrahlen der
langen Schlitze (z. B. 13,13a) sich senkrecht
über den Brennern treffen und so mit den Flammen vereinigt eine senkrecht aufsteigende
Richtung R, Fig. ia, annehmen. Die Enden der Flammen bekommen aus den Schlitzen der
Querröhren (13b z.B.) ebenfalls schräg gerichtete, aber schmale Luftstrahlen (Fig. 2 und 3).
Alle Röhren sind durch ein einziges Rohr 15 verbunden, wodurch die Secundärluft von einem
einzigen Gebläse aus zugeführt wird. Dieses Gebläse ist (Fig. 6 bis 12) für solche Petroleumfeuerungen,
wo nicht ohnedies schon eine Betriebskraft vorhanden ist, wie eine Gasuhr construirt;
jedoch nur mit dem Unterschied, dafs das Gehäuse 17 oben offen und mit einem Gewicht-
oder Federmotor versehen ist, welcher aufgezogen, wie eine gewöhnliche Zeituhr, die
Trommel 1 in Drehung versetzt. Dadurch wird Luft (Fig. 6, oben rechts mittelst Pfeiles angedeutet)
in die durch Scheidewände gebildeten Kammern eingezogen und auf der anderen
Seite durch Rohr 6 nach dem Kochapparat gedrückt. Selbstverständlich könnte auch ein
sogenannter trockener Gasmesser mit Lederbälgen genommen werden.
Das Gewicht wirkt zunächst auf die Scheibe 15,
Fig. 10, und diese mittelst Sperrklinke und Feder 19,20 auf Zahnrad 21, welches fest auf
der Welle 7, 8, Fig. 6 und 12, sitzt, während Scheibe 15 lose auf der Welle ist. Auf derselben
Welle sitzt fest die Scheibe 9, welche die Bewegung auf Scheibe 10, welche fest auf
der Trommelwelle sitzt, überträgt. Letztere Uebertragung kann auch durch Zahnräder geschehen.
Da Scheibe 10 im Innern auf der Trommel sitzt, so ist, zum weiteren Unterschied
gegen Gasmesser, eine Stopfbüchse vermieden, indem die Trommelwelle nicht nach aufsen zu gehen braucht.
Die Kochvorrichtung selbst (Fig. 1 bis 4) unterscheidet sich von anderen aufser der
secundären Luftzuführung noch dadurch, dafs der Deckel 4 des Petroleumgefäfses eine gehäuseartige
Erhöhung hat, worin die Rädchen und Wellen 9 und 10 zur Regulirung der Dochte
gelagert sind; ferner noch in den losen Stützen 24, welche die Luftröhren 13 etc. tragen
und in der richtigen Lage zum übrigen Apparat führen; endlich noch in den sich kreuzenden
und das Petroleumgefäfs umfassenden zwei Stäben .1, 2, 3 und 5, 2, 6, wovon 1 und 3 an
den Enden Flügelmuttern haben, wodurch der Deckel 4 fest auf das Petroleumgefäfs angedrückt
werden kann. Diese Verbindung kann durch Lösung der Flügelmuttern und durch eine kleine Drehung des Deckels gelöst wer-
den, indem dabei die Flügelmuttern aus den einerseits offenen Oesen i, 3, Fig. 4, des Deckels
mit Handgriffen 7, 8 heraustreten.
Schraube 23 dient zum Einfüllen des Petroleums.
Beim Gebrauch ist gegenüber den gewöhnlichen Apparaten nichts weiter mehr zu thun
nöthig, als das Gewicht des Gebläses aufzuziehen.
Um auch heizen zu können, ist ein besonders dazu construirter Ofen (Fig. 13 bis 16)
nöthig. Derselbe hat folgende Einrichtung:
Das Gehäuse 42 mit Luftlöchern 39 trägt mittelst Platte 44, welche an der Thür befestigt
ist, den oben beschriebenen Kochapparat, so dafs sich letzterer mit der Thür um die
Angeln dreht. Das Gehäuse ist oben mittelst Decke 41 abgeschlossen; diese Decke hat aber
in der Mitte eine Oeffnung für die Heizflammen und eine Anzahl Löcher 40, welche
durch Röhren mit dem Ringkanal zwischen Cylinder 36 oder 35 verbunden sind. Die
Luft tritt also durch den Brenner einerseits in den Feuerraum über Decke 41, andererseits
durch die Röhren 40 nach dem mit Heizrippen versehenen Ringkanal zwischen Cylinder
35 und 36, wodurch sie erwärmt wird und oben austritt. Damit der Brenner oben an der Decke 41 dicht abschliefst und keine
kalte Luft in den Feuerraum kommt, sind die Stützen 24, Fig. 1 und 16, als Federn construirt.
Ueber der Decke 41 und von derselben durch den Feuerraum getrennt ist der
eigentliche Heizofen angeordnet, welcher aus vier Cylindern 33, 34, 35, 36 mit Boden und
Decke besteht, wodurch drei Ringkanäle entstehen, wovon einer der schon erwähnte Luftkanal
ist und die zwei anderen zum Abzug des Feuers nach dem Schornstein dienen. Damit
der Zug nach dem Schornstein im ganzen Kreise gleich ist und die gröfsere oder kleinere
Entfernung vom Abzugsrohr ausgeglichen wird, ist der Cylinder 34 schräg abgeschnitten, so
dafs der Abstand von der Decke in der Nähe des Abzugsrohres kleiner ist, als am entgegengesetzten
Ende des Cylinderrandes 34, wodurch der gewünschte Zweck erreicht ist.
Claims (2)
1. Bei Flach- oder Rundbrennern für Petroleum-Kochapparate
die Anordnung der die Flamme ganz umschliefsenden Rohre 13, 13a und 13b bezw. 14, 14a und 14b
mit schräg gerichteten Schlitzen, wodurch secundäre Luft derart die aus dem Brenner
11 und 12 tretende Flamme trifft, dafs
die senkrecht aufsteigende Flamme diese Richtung beibehält, in Verbindung mit einem
Gebläse, welches einen constanten Luftstrom durch die Schlitze der Röhren prefst
und für besondere Fälle als Gasmesser mit Gewicht und Aufziehvorrichtung 14 construirt
ist.
2. Die im Anspruch 1. hervorgehobene Brennereinrichtung
in Verbindung mit einem Gehäuse 42 mit Luftlöchern und ThUr 43 und
mit Console 44, worauf der im Anspruch 1. beschriebene Apparat ruht, welches Gehäuse
mittelst der mit den Luftröhren 40 und der mittleren Flammenöffnung versehenen Decke 41, die vier theilweise mit
Heizrippen versehenen Cylinder 33, 34, 35 und 36 mit Decke 38 trägt, wodurch drei
Ringkanäle gebildet werden für die zu erwärmende Luft und für das abgehende Feuer, und wobei der Cylinder 34 oben
schräg abgeschnitten ist, um den Zug nach dem Abzugsrohr auszugleichen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE53355C true DE53355C (de) |
Family
ID=328014
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT53355D Expired - Lifetime DE53355C (de) | Brenner für Petroleum-, Koch- und Heizvorrichtungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE53355C (de) |
-
0
- DE DENDAT53355D patent/DE53355C/de not_active Expired - Lifetime
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