DE531482C - Mehrstufige Turbinenanlage fuer Dampf oder Gas - Google Patents
Mehrstufige Turbinenanlage fuer Dampf oder GasInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D1/00—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines
- F01D1/24—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines characterised by counter-rotating rotors subjected to same working fluid stream without intermediate stator blades or the like
- F01D1/28—Non-positive-displacement machines or engines, e.g. steam turbines characterised by counter-rotating rotors subjected to same working fluid stream without intermediate stator blades or the like traversed by the working-fluid substantially radially
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
10. AUGUST 1931
10. AUGUST 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M531482 KLASSE 14 c GRUPPE
Aktiebolaget Ljungströms Angturbin in Stockholm*)
Mehrstufige Turbmenanlage für Dampf oder Gas
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. Dezember 1929 ab
Es wird in der modernen Turbinentechnik danach gestrebt, mit ein und derselben Anlage
so hohe Leistungen wie möglich zu erzielen. Damit eine solche Anlage nicht zu groß werde, und da es nunmehr möglich
ist, Dampf von hohem Druck zu erhalten, ist man bemüht, eine solche Anlage auch für
Dampf von sowohl hohem Druck als auch hoher Temperatur bauen zu können.
ίο Die bisher ' vorgeschlagenen Turbinenanlagen
wiesen eine recht umständliche Bauart auf, und deren Herstellung war kostspielig.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine derartige Anlage für Dampf oder Gas
mit einem Hoch- und einem Niederdruckteil. Sie besteht darin, daß der Niederdruckteil
aus einer in einem selbständigen Turbinengehäuse angebrachten radial beaufschlagten
Turbine mit in entgegengesetzter Richtung sich drehenden Turbinenrädern und der Hochdruckteil aus einer in besonderem Turbinengehäuse
angebrachten, einfach radial beaufschlagten Turbine oder deren mehreren
besteht.
Weitere die Erfindung kennzeichnende; Merkmale werden untenstehend an Hand der
Abbildung beschrieben.
In der Abbildung ist eine Turbinenanlage nach der Erfindung teilweise im Schnitt dargestellt.
Es bezeichnen 1 und 2 zwei sich in entgegengesetzter Richtung drehende Turbinenwellen."
Die. Welle τ, die bei' 3 und 4
gelagert ist, trägt teils einen elektrischen Stromerzeuger 5. und teils ein aus mehreren
Teilen zusammengesetztes, schaufeltragendes Turbinenrad,. das zu einer radial beaufschlagten
gegenläufigen Turbine 6 bekannter Art gehört. Die Welle 1 trägt am anderen Ende
eine radial "beaufschlagte Turbine 7, wobei die Welle, oder deren Verlängerung, außerdem
bei 8 ,gelagert werden kann. Die Welle 2, die bei 9 und ga gelagert ist, trägt einen
anderen elektrischen" Stromerzeuger 10 sowie das zweite ,Turbinenrad der gegenläufigen
Turbine 6. Außerdem trägt die Welle 2 oder die Verlängerung derselben eine radial be,-aufschlagte
Turbine 11, wobei die Welle auch zweckmäßig bei 12 gelagert ist. Die radial
beaufschlagten Turbinen 7 und 11 sind in der beschriebenen Ausführungsform Hochdruckturbinen
oder eine Hochdruck- und eine Mitteldruckturbine und werden im letzteren
Falle zweckmäßig in der Richtung des Dampfstromes nacheinander gekuppelt. Der Dampf
strömt somit von dem Dampfregler oder Anlasser 13 durch die Rohrleitung 14, wobei der
Dampf axial in die Turbine 7 einströmt und radial durch die einfach umlaufende Beschaufelung
austritt. Der Dampfauslaßteiil 15 der Turbine ist schneckenförmig ausge-
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
AIf hjsholm in Stockholm.
führt und steht mit der zur Turbine ri führenden Rohrleitung 16 in Verbindung, Die
Turbine 11 ist ebenfalls eine einfach umlaufende,,
radial beaufschlagte Turbine und ist mit einem schneckenförmigen Auslaß 17 versehen,
der mit der Rohrleitung 19 in Verbindung steht, durch welche die gegenläufige
Turbine 6 Dampf erhält. Von der Niederdruckturbine 6 wird der Abdampf einem in der Zeichnung nicht dargestellten Kondensator
zugeführt.
Die beiden Hochdruckturbinen, die in diesem Falle in Reihe geschaltet sind, können
auch parallel geschaltet werden, in welchem Falle die Auslässe der beiden Turbinen mit
dem Zuleitungsteil der Niederdruckturbine in Verbindung stehen. Diese Hochdruckturbinen
sind in der Hauptsache in gleicher Weise ausgeführt. Der Dampf für z. B. die in einem selbständigen Gehäuse angebrachte
Turbine 11 tritt in axialer Richtung ein, wie
der- Pfeil 20 zeigt, und strömt in radialer Richtung durch eine Beschaufelung 21, die in
bekannter Weise ausgeführt ist, d. h. jede Schaufel ist mit ihrem Turbinenrad gelenkig
verbunden, wobei jedoch in diesem Falle, weil die radial beaufschlagte Turbine nur einfach
umlaufend ist, jeder zweite Schaufelring an der Stirnwand oder dem Deckel 22 des 'Turbinengehäuses befestigt ist.- Da die
Beschaufelung für verschiedene Temperaturen nachgiebig ausgeführt ist, kann das Spiel
zwischen den Schaufelringen klein gewählt werden, wodurch ein hoher Wirkungsgrad.
erhalten wird. Da diese Turbine auf der^
selben Welle sitzt wie das eine Turbinenrad
der Niederdruckturbine 6, entbehrt die Turbine
11 einer ausgleichenden Labyrinthdichtung
auf der von der Beschaufelung abgewendeten Seite des Turhinenrades 23. Die Turbine enthält
somit nur eine Stopfbüchse 24, die ein Auslecken des Ablaßdampfes der Turbinen
verhindert. Die Turbinen 6, 7 und 11 sind derart gestaltet, daß die von den Hochdruckturbinen
herrührenden Axialdrucke dem von der Niederdruckturbine herrührenden Axialdruck
entgegenwirken. Am besten trifft man solche Vorkehrungen, daß diese Drucke einander
ausgleichen. Dies kann durch Bemessung der Labyrinthdichtungen der. Niederdruckturbine
geschehen.
Eine radial beaufschlagte Turbine der beschriebenen Art kann für dieselbe .Drehzahl
bemessen werden wie die Niederdruckturbine 6, ohne daß Nachteile dadurch entstehen.
Daher kann die Turbine 11 auf derselben Welle wie die Turbine 2 angeordnet werden,
weshalb ein Zahnradgetriebe überflüssig und eine Herabsetzung des Wirkungsgrades durch
ein Getriebe vermieden wird. Die Dampfreibungsverluste, die in der Turbine entstehen,
werden durch Wiedererhitzung des die Turbine verlassenden Dampfes wiedergewonnen
und kommen somit der folgenden Turbine, in der Richtung des Dampfstromes gerechnet, zugute.
Im Gegensatz zu axial beaufschlagten Turbinen können radial beaufschlagte Turbinen
ohne geteilte Beschaufelung oder geteiltes Turbinengehäuse gebaut werden, wodurch es
ermöglicht wird, Anlagen für hohen Anfangsdruck herzustellen. Radial beaufschlagte
Turbinen ermöglichen ferner Verbindungen mit anderen zur Anlage gehörenden Turbinen,
da sowohl das Einströmen. als auch das Ausströmen des Dampfes ohne oder mit
geringen Winkelveränderungen erfolgt, wodurch die Verluste möglichst niedrig gehalten
werden. Eine Turbinenanlage nach der hier beschriebenen Ausführungsform " wird also
einfach, da gute Bauregeln für sowohl die Beschaufelung als auch für das umgebende
Gehäuse und die Dampfleitungen Verwendung ,fnideri können.
Die Erfindung ist nicht auf solche An-. lagen begrenzt, bei welchen die Hochdruckturbinen auf denselben Wellen wie die beiden
Turbinenräder der Niederdruckturbine angegebracht sind,· sie ermöglicht aber diese Bauart,
durch welche vereinfachte-Anlagen er-: zielt werden. Ferner erhält man eine Ausgleichung
zwischen den verschiedenen Turbinenrädern, was nur dann möglich ist/ wenn
radial beaufschlagte .Turbinen nach der Erfindung miteinander verbunden werden. In
bestimmten" Ausführungsformen kann der -Hochdruckteil aus nur einer auf der einen"
Welle der Niederdruckturbine angebrachten einfach umlaufenden, radial beaufschlagten
Turbine bestehen. Es können aber auch auf derselben Welle zwei einfach umlaufende,
radial beaufschlagte Turbinen angebracht werden. - "-. '
Die Anlage kann auch für große Leistungen
gebaut werden, ohne daß dadurch der Raumbedarf derselben erheblich größer wird.
So kann z. B. in einer Ausführungsform die Hochdruckturbine7 für einen Anfangs druck von
iookg bei einer Dampftemperatur von 5400 C
gebaut werden. Die Leistung dieser Turbine kann auf 5 000 kW und die Leistung der
Mitteldruckturbine 11 auf 8 ooo kW mit einem
Anfangsdruck von 60 kg und einer Dampftemperätur von 4700 C berechnet werden. Die
Niederdruckturbine wird dann für 37 000 kW bei einem Anfangsdruck von 26 kg und einer
Temperatur von 3500C gebaut.
Mehrere Ausführungsformen lassen sich im Bereich der Erfindung denken; z.B.-ist die
Erfindung nicht davon abhängig, ob die An- iao lage auch für Anzapf-' oder Mehrdruck angeordnet
ist.
Claims (6)
- Patentansprüche:ι. Mehrstufige Turbinenanlage für Dampf oder Gas mit einem Hoch- und einem Niederdruckteil, dadurch gekennzeichnet, daß der Niederdruckteil aus einer in einem selbständigen Turbinengehäuse angebrachten radial beaufschlagten Turbine mit in entgegengesetzter Richtung sich drehenden Turbinenrädern und der Hochdruckteil aus einer mit dem Niederdruckturbinenteil gleichachsigen, in besonderem Turbinengehäuse angebrachten einfachen, radial beaufschlagten Turbine oder deren mehreren besteht.
- 2. Mehrstufige Turbinenanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Turbinenwellen des Niederdruckteils unmittelbar ■ je ein Turbinenrad einer Hochdruckturbine der genannten Art tragen. ■
- 3. Mehrstufige Turbinenanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede Welle der Niederdruckturbine außer den Turbinenrädern auch einen elektrischen Stromerzeuger trägt.
- 4·. Mehrstufige Turbinenanlage nach Anspruch r, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, .daß der Niederdruckteil zur Mitte der Anlage verlegt ist und zu beiden Seiten von einem elektrischen Stromerzeuger und einer außerhalb des letzteren gelegenen, zum Hochdruckteil gehörenden radial beaufschlagten Turbine umgeben ist.
- 5. Mehrstufige Turbinenanlage nach Anspruch 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß von der einen Hochdruckturbine mit dem Einlaß zur anderen Hochdruckturbine verbunden ist.
- 6. Mehrstufige Turbinenanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einer gemeinsamen Welle sitzenden Turbinenräder derart angebracht sind, daß die Axialschübe der Räder einander entgegenwirken und einander möglichst ausgleichen.Hierzu r Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA59961D DE531482C (de) | 1929-12-14 | 1929-12-14 | Mehrstufige Turbinenanlage fuer Dampf oder Gas |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA59961D DE531482C (de) | 1929-12-14 | 1929-12-14 | Mehrstufige Turbinenanlage fuer Dampf oder Gas |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE531482C true DE531482C (de) | 1931-08-10 |
Family
ID=6942103
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA59961D Expired DE531482C (de) | 1929-12-14 | 1929-12-14 | Mehrstufige Turbinenanlage fuer Dampf oder Gas |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE531482C (de) |
-
1929
- 1929-12-14 DE DEA59961D patent/DE531482C/de not_active Expired
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