DE529919C - Schaltwerkswechselgetriebe mit in ihrer Neigung veraenderlicher, nicht umlaufender Taumelscheibe - Google Patents

Schaltwerkswechselgetriebe mit in ihrer Neigung veraenderlicher, nicht umlaufender Taumelscheibe

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DE529919C
DE529919C DEV24959D DEV0024959D DE529919C DE 529919 C DE529919 C DE 529919C DE V24959 D DEV24959 D DE V24959D DE V0024959 D DEV0024959 D DE V0024959D DE 529919 C DE529919 C DE 529919C
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
24. JULI 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47h GRUPPE
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: g. Juli
Bertram Vallance in WestcIiff-on-Sea, Essex, England
Schaltwerkswechselgetriebe mit in ihrer Neigung veränderlicher, nicht umlaufender Taumelscheibe
Patentiert im Deutschen Reiche vom Ϊ. März 1929 ab
Die Erfindung bezieht sich auf Schaltwerkswechselgetriebe, die durch eine in ihrer Neigung veränderliche und nicht umlaufende Taumelscheibe betätigt werden und bei denen die treibende und die getriebene Welle gleichachsig verlaufen.
Erfindungsgemäß· wird die Taumelscheibe mit der Drehgeschwindigkeit der treibenden Welle dieser gegenüber zurückgedreht, so daß jeder Scheibenpunkt eine lemniskatenfÖrmige Raumbewegung ausführt. Diese Schwingbewegung in Richtung der Scheibe selbst wird durch versetzt arbeitende Schaltwerke auf die angetriebene Welle übertragen. Hierzu hat die getriebene Welle einen Kugelkopf, um dessen Mittelpunkt die Scheibe schwingt. Auf diesem Kugelkopf befinden sich schräge Nuten, in die die getriebenen Schaltwerksteile mit einem Ansatz, z. B. einer Rolle, eingreifen. In einer Höhlung des Kopfes liegt ein konzentrischer Kugelkopf, an dem sich das eine Ende der Taumelscheibenwelle abstützt, während das andere Ende mit einem Kugelgelenk auf einem Arm liegt, der an einer mit dem treibenden Glied sich drehenden Hohlscheibe sitzt. Dieser Arm kann von der hohlen Antriebswelle aus geschwenkt und somit die Taumelscheibenneigung verändert werden. Ferner haben die in der Taumelscheibe untergebrachten Schaltwerke einen gemeinsamen Klemmrollenkäfig, durch dessen Verstellung die Schaltwerke umgesteuert werden.
In den Zeichnungen zeigt
Abb. ι im Schnitt ejn gemäß der Erfindung beispielsweise ausgeführtes Schaltwerks'wechselgetriebe.
Abb. la zeigt in Ansicht den mit Nuten versehenen Kugelkopf auf der getriebenen Welle.
Abb. 2 ist ein Schnitt eines Teils des Getriebes und zeigt die Vorrichtung zum Kippen oder Schwenken der Taumelschieibe und zur Änderung des Winkels dieses Ringes zu der Achse der getriebenen Welle.
Abb. 3 ist eine schematische Stirnansicht des in Abb. 2 gezeichneten Getriebes unter Fortlassung des Getriebegehäuses.
Abb. 3a ist eine Stirnansicht der in Abb. 1 gezeigten Vorrichtung, um eine relative Drehung zwischen der Taumelscheibe und einem Käfig innerhalb der Taumelscheibe zu bewirken.
Abb. 4 zeigt im Schnitt die Taumelscheibe und den Kugelkopf auf der getriebenen Welle.
Abb. S ist eine Ansicht im rechten Winkel zu Abb. 4 und zeigt in ihrer oberen Hälfte die Taumelscheibe in Ansicht und in ihrer unteren Hälfte den teilweise kugelförmigen Kopf und die Taumelscheibe im Schnitt.
Abb. 6 und 7 zeigen in Ansicht in rechten Winkeln · zueinander 'einen · von den vier Schaltwerkskupplungsringen.
Abb. 8, 9, ίο und n sind Schnitte von Teilen der betreffenden Sdialtoerkskupplungsringe, auf denen eine Rolle angebracht ist.
Abb. 12"ist eine Seitenansicht des Käfigs, der innerhalb der Taumelscheibe angebracht ist.
Abb. 13 ist ein Schnitt nach der Linie A-A in Abb. 12 und
Abb. 14 ein Schnitt, dessen linke Hälfte nach der Linie B-B und dessen rechte Hälfte nach der Linie C-C in Abb. 12 gelegt ist.
Das in dem Beispiel dargestellte Getriebe umfaßt eine getriebene Welle 1, die mit einer treibenden Welle 2 in gerader Linie liegt. Auf dem inneren Ende der Welle 1 ist ein hohler Kugelkopf 3 befestigt, der vier Nuten 4 von gleicher Weite in seiner Außenfläche trägt. Die Nuten sind in einem Winkel von ungefähr 450 zu der Längsachse der getriebenen Welle ι geneigt. Das innere Ende ia der getriebenen Welle 1 steht in den Hohlraum des Kugelkopfes 3 vor und bildet mit seiner kugelförmigen Ausgestaltung einen Zapfen für eine Taumelscheibe 5, der den Kugelkopf 3 umfaßt, aber nicht in direkter Berührung" mit ihm. ist. Innerhalb der Taumelscheibe s sind vier Schaltwerkskupplungen 6, 6a, 6b und 6C (Abb. 4) angeordnet, von denen jede abwechselnd mit der Taumelscheibe gekuppelt oder von ihr gelöst werden kann. Jede Kupplung trägt eine konische Rolle 7, die in eine von den vier schrägen Nuten 4 des Kugelkopf es 3 eingreift. Die Taumelscheibe 5 hat -eine verlängerte mittlere Nabe 5°, die auf einer Welle 8 sitzt, deren eines Ende 8" becherförmig auf das Kugelende ia der getriebenen Welle 1 paßt; das andere Ende der Welle 8 ist als Teil eines kugelförmigen Kopfes 8b ausgebildet. Eine Öffnung 3" in dem Kugelkopf 3 gestattet der Welle 8-und mit ihr der auf ihii befestigten Nabe;5a der Taumelscheibe 5, im jleder Rieh-' tung um das Kugelende i° der getriebenein Welle ι in jedem Winkel innerhalb 'eines vorherbestimmten Bereiches auszuschwenken. Die Schwing- oder Kippbewegung der Taumelscheibe S, die sicih vollzieht, ohne daß sie sich.mitdreht, bringt die Sdhaltwerkskupplungsringe 6, 6°, 6b und 6C nacheinander während eines Teils der Bewegung der Taumelscheibe in Eingriff mit dieser. Während dieses Zeitraumes liegt die konische Rolle 7 des Kupplungsringes, der augenblicklich mit der Taumelscheibe gekuppelt ist, in der schrägen Nut 4 des Kugelkopf es 3 und erteilt diesem eine Teildrehung. Da jeder Kupplungsring wirksam wird, so wird dem Kugelkopf eine Reihenfolge von Teildreh.ungen erteilt; die getriebene Welle rotiert dann mit einer gleichförmigen Geschwindigkeit, die dem Neigungswinkel der Taumelscheibe proportional ist. Die Richtung, in welcher der Kugelkopf 3 sich dreht, wird durch die Schaltwerkskupplungsringe 6, 6°, 6b und 6C bestimmt, an denen die Rollen 7 angebracht sind. Wenn die Bewegung der Schaltwerkskupplungsringe 6, 6a, 6b und 6C in Uhrzeigerrichtung gehindert wird, dann rotiert der Kugelkopf 3 in entgegengesetzter Richtung wie der Uhrzeiger und umgekehrt. Die Rollen 7 verlassen nicht ihre zugehörigen Nuten, sondern bewegen sich darin lediglich hin und her, und es laufen, da die Taumelscheibe 5 sich nicht mifidreht, die nicht wirksamen Rollen, d.h. die Rollen an den augenblicklich mit der Taumelscheibe 5 nicht verbundenen Schaltwerkskupplungsringen, frei innerhalb der Taumelscheibe infolge der Drehung des "Kugelkopfes 3.
Um einen ruhigen, stoßfreien Gang der getriebenen Welle 1 zu erzielen, muß die Form der Nuten 4 bestimmt werden. Dies kann auf folgende Weise geschehen:
Wenn man an Stelle der Rollen- das Getriebe mit Schreibstiften versieht, deren Spitzen auf der Oberfläche des Kugelkopfes 3 aufliegen, und die Taumelscheibe 5 in Schwingung versetzt, während der Kugelkopf festgehalten wird, dann würde jeder Schreibstjift auf die Oberfläche eine Ziffer 8 schneiben, deren Achse parallel zu der Achse des Kopfes sein würde. Wenn man annimmt, daß die Schwingungen der Taumelscheibe 5 sich genau und gleichmäßig vollziehen, so wurden alle "'geschriebenen Ziffern 8 in Form und Größe einander völlig gleich sein; aber falls der Schwingungswinkel vergrößert oder vermindert würde, so würde die beschriebene Ziffer 8 auch proportional an Größe zu- oder abnehmen. Falls nun der Kugelkopf 3 mit gleichmäßiger Geschwindigkeit rotieren würde, während -die Taumelscheibe 5 schwingt, so würde sich die Ziffer 8 zu einer Wellenlinie entwickeln, die sidh vollständig um den Kopf herum unter einem Winkel zur Achse erstrecken würde; dieser Winkel würde von dem Verhältnis der Drehgeschwindigkeit des Kopfes zu der Schwingungsgesdhwindigkeit der Taumelscheibe 5 abhängen. Falls jedoch die Schwingung der Taumelscheibe 5 nur in einem Teil der Drehung durchgeführt wird und der Kugelkopf 3 ebenfalls nur eine Teildrehung ausführt, würde nur eine Seite der Ziffer 8 entwickelt werden; hierbei würde eine einzelne wellenförmige Linie auf der Oberfläche des Kugelkopfes mit einer durch das Getriebe verlangten Neigung und Länge hergestellt. Diese Wellenlinie bildet die Mittellinie für eine der Nuten 4. Die Nuten 4 wurden deshalb in der -Praxis durch eine Maschine hergestellt werden, deren Schneid-
eisen auf "dem Kugelkopf 3 während dessen Drehung zum Ausschwingen und Arbeiten gebracht werden kann. Daraus folgt, daß, wenn der Kugelkopf 3 gleichmäßig rotiert und die Taumelscheibe 5 gleichfalls gleichmäßig schwingt, die dem Kugelkopf und damit der getriebenen Welle 1 erteilte Bewegung ebenfalls gleichmäßig sein wird. Infolgedessen wird eine gleichmäßige Drelibewegung des Treibgliedes 2 auf die getriebene Welle ι übertragen. Diese gleichmäßige Drehbewegung ist stetig ohne Rücksicht auf die Änderung der Drehgeschwindigkeit der getriebenen Welle 1, denn obwohl die Größe der Ziffer 8 abnimmt oder wächst, hat dies nur die Wirkung, daß der Winkel zwischen den Nuten 4 und die Größe der Ziffer 8, aus der sie entwickelt worden . sind, geändert werden.
Die Schwingung der Taumelscheibe 5 wird dadurch erreicht, daß das halbkugelförmige Ende86 der Welle 8 um die Achse A-C der getriebenen Welle 1 gedreht wird. Die Größe der Schwingung kann dadurch verändert werden. daß der Umfang der Bahn, in der das Ende 8* sich dreht, geändert wird. D adurch, daß man dasEnde 8δ def WeEe 8 näher an. die Mittellinie der getriebenen Welle 1. bewegt, wird der Schwingungswinkel der Taumelscheibe 5 proportional vermindert, bis das genannte Ende in gerader Linie mit der Achse A-C liegt,. wobei die Schwingungen aufhören.
Die Taumelscheibe 5 bei dem beispielsweise dargestellten Getriebe wird durch folgende Einrichtung zum Ausschwingen unter jedem beliebigen Winkel gebracht:
Das Treibglied wird durch ein rohriörmiges Elements (Abb. 1) gebildet, das an seinem "inneren Ende eine mit ihm aus einem Stück bestehende Hohlscheibe 9 trägt. Auf einer Nabe 10 des Getriebegehäuses 11 ist konzentrisch zu dem Treibelement 2 ein Zahnrad 12 befestigt, das als festes Antriebsrad mit einem umlaufenden Zahnrad 13 von gleiehem. Durchmesser ein Planetengetriebe bildet. Das Umläufrad 13 ist an dem Außenende einer Welle 14 (Abb. 2) befestigt, die in der Hohlscheibe 9 drehbar befestigt ist. Ein Zahnrad 15 von kleinerem Durchmesser als die Zahnräder 12 und 13 ist an dem inneren Ende der Welle 14 befestigt und greift •in ein Zahnrad 16 von gleichem Durchmesser ein, das an . dem Außenende der Nabe 5° der Taumelscheibe 5 sitzt. Auf einer Nabe ga der Hohlscheibe 9, durch die die Welle 14 geht, ist ein Arm 17 angebracht, der "ein becherförmiges Ende 1 ya trägt. In letzterem findet der halbkugelförmige Kopf 86 der der Welle 8 Aufnahme, auf welcher die Taumelscheibe 5 angebracht ist. Mit dem Arm 17 aus einem Stück ist ein gezahnter Qua- J drant 18 verbunden, mit dem" ein Zahnrad 19 in Eingriff steht, das auf dem Ende einer Welle 20 innerhalb des röhrenförmigen Treibgliedes 2 festsitzt. Die Welle 20 ist mit dem röhrenförmigen Treibglied 2 durch einen Zapfen 21 verbunden, der durch eine Nut 2a des Treibgliedes in eine schraubengangförmige Nut 2oa der Welle 20 eingreift. Die Folge ist, daß die Bewegung des Zapfens 21 längs der Nuten die Welle 20 und das darauf befestigte Zahnrad 19 zur Drehung gegenüber dem röhrenförmigen Treibglied 2 bringt. Durch den gezahnten Quadranten 18. wird der Arm 17, der ein Ganzes mit dem Quadranten bildet, zur Drehung#auf der Welle 14 gebracht. Dadurch, wird die Welle 8, die die Taumelscheibe 5 trägt, auf dem Kugelende ia der getriebenen Welle 1 gedreht, so daß der Winkel der Taumelscheibe zu der Längsachse der getriebenen Welle sich ändert. Wenn man annimmt, daß die Teile, die in Abb. 1 und 2 gezeigte Stellung haben, so rotieren die von der Hohlscheibe 9, der Welle 20 und dem Zahnrad 19 getragenen Teile daraüif als ein einheitliches Ganzes mit dem Treibelement 2 und bewirken durch den Arm 17 ein Ausschwingen der Taumelscheibe. 5. Die Umlauf- oder Planetenräder bilden ein Steuergetriebe, das die Taumelscheibe 5 schwingen läßt, aber dessen Umlauf verhindert, während der Schwingungswinkel konstant bleibt. Die Taumelscheibe 5 dreht sich nur auf ihrer Achse, wenn der Schwingungswinbel eingestellt wird, und dann nur in einem begrenzten Maße, das hinreicht, den Schwingungswinkel vom neutralen Punkt zu einem Höchstwert zu steigern. Während der Drehung der Teile dreht sich das Planetenrad 13 um das feststehende Rad 12. Die Nuten ia und 20« sind vorzugsweise von solcher Länge und die Nut2öa ist von solcher Gestalt, daß., wenn der Zapfen 21 an einem ihrer Enden ist, die getriebene Welle 1 in einer Richtung, beispielsweise in der Uhrzeigerrichtung, mit größter Geschwindigkeit dreht. Wenn der Zapfen sich nach der Mitte der Länge der Nuten bewegt, wodurch die Neigung der Taumelscheibe 5 gegen die Achse der getriebenen Welle geändert wird, wird die Geschwindigkeit der Welle proportional vermindert, bis der Zapfen auf halber Länge der Nuten anlangt, worauf die Taumelscheib e 5 im rechten Winkel zu der Achse der Welle steht und ihre Drehung aufhört. Die allmähliche Bewegung des Zapfens 21 in derselben Richtung längs der Nuten ia und 20« hat zur Folge, daß die Taumelscheibe 5 allmählich in "der entgegengesetzten Richtung geneigt wird und die getriebene Welle 1 mit einer allmählich zunehmenden Geschwindigkeit in der entgegengesetzten Richtung, nämlich entgegen-
gesetzt dem ^Uhrzeiger, umläuft, bis der Zapfen an dem anderen Ende der Nuten anlangt, so. daß die Taumelscheibe ihre größte Neigung in der entgegengesetzten Richtung· hat und die getriebene Welle mit der höchsten Geschwindigkeit entgegengesetzt dem Uhrzeiger gedreht wird. Zur Bewegung des Zapfens 21 in den Nuten ia und 20s kann beispielsweise eine mit Flanschen versehene Schalthülse 22 vorgesehen sein, die mit dem Treibelement 2 gleitbar und drehbar verbunden ist. Durch diese Schalthülse erstreckt sich der Zapfen 21. Zwischen den Flanschen der Schalthülse ist ein Ring 23 frei drehbar angebracht, der mit einem Gabelstück 24 verbündete ist, das auf einer Drehachse 26 des Getriebegehäuses 11 sitzt. Das Gabelstück 24 trägt einen Steuerhebel 27, der mit ersterem aus einem. Stück besteht und die Schalthülse in gewünschter Weise betätigen kann.
Bei der vorher beschriebenen Anordnung kippt und schwingt die Taumelscheibe 5 andauernd, aber läuft nicht mit um. Sie kann sich jedoch etwas auf dem Kugelkopf 3 der getriebenen Wellet drehen, wenn der Grad des Kippens oder Schwingens eine Änderung erfährt. Innerhalb ' der Taumelscheibe 5 befindet sich ein Käfig 29, der unter Federdruck stehende Rollen 30 trägt, die sich normal mit der Taumelscheibe bewegen. Wie auch weiter unten beschrieben wird, ist eine Einrichtung getroffen, wodurch der Käfig 29 eine Teildrehung gegenüber der Taumelseheibe ausführen kann, um eine Umkehr der Drehrichtung der getriebenen Welle 1 zu bewirken, wenn der Zapfen 21 in den Nuten ia und 2oa von der einen Seite, seiner Mittelstellung zur anderen geht.
Wie in Abb. 4 deutlicher dargestellt, ist die Taumelscheibe 5 mit einem !einwärts vorspringenden ringförmigen Flansch 5* versehen, auf dem eine Seitenplatte 5C mit einwärts gerichtetem Flansch auswechselbar befestigt ist. Diese Seitenplatte 5C hat eine Öffnung 5d, durch die der Kugelkopf 3 der getriebenen Welle ι vorsteht. Der Flanschteil 5δ der Taumelscheibe und die mit Flanschen versehene Seitenplatte 5C bilden zusammen eine Gehäusekammer, die die Schaltwerkskupplungsringe 6, 6°, 6b,6c, einen Lagerring 28 und den Käfig 29 aufnimmt. Der Käfig 29 trägt die unter Federdruck stehenden Rollen 30, die zwischen dem Lagerring und der Außenseite der Schaltwerkskupplungsringe untergebracht sind.
Die Schaltwerkskupplungsringe 6, 6«, 6b und 6C sind nebeneinander innerhalb der Taumelscheibe 5 angeordnet, wie in Abb. 4 dargestellt ist. Jeder dieser Schaltwerkskupplungsringe, von denen einer, 6a, in Abb. 6 und 7 in zwei zueinander rechtwinkligen Ansichten" dargestellt ist, trägt 'einen querstehenden Nabenansatz 6d, der sich in voller Breite zwischen den gegenüberliegenden Wänden der Taumelscheibe 5 und ihrer Seitenplatte 5C erstreckt. Jeder Nabenansatz trägt auf Mitte seiner Länge eine Rolle 7. Die Stellung der Nabenansätze *6C gegenüber den Schaltwerkskupplungsringen 6, 6<*, 6b und 6C sind in den Schnittansichten Abb. 8, 9, 10 und 11 veranschaulicht. Jeder der Schaltwerkskupplungsringe hat an seiner Außenseite eine mittlere Rippe 6e, die in eine Nut in dem Umkreis einer jeden zwischen Kupplungsring und dem Lagerring 28 untergebrachten Rollenreihe 30 eintritt.
Die unter Federdruck stehenden Rollen 30 werden in dem Käfig 29 gehalten, der, wie Abl·. 12, 13 und 14 zeigen, ans einer Anzahl in gleichem Abstand befindlicher Ringe "29s besteht. Diese Ringe 29s sind durch eine Anzahl geeignet geformter. und in gleichem Abstand hegender Querstege 29s verbunden, die. vorzugsweise mit den Ringen29s aus1 einem Stück bestehen. Die Querstege 29* bilden Widerlager für die Regelungsfedern 31 und 31°, die an den entgegengesetzten Seiten der Rollen 30 anliegen, wie in Abb. 5 dargestellt ist. Der der Seitenplatte y nächstliegende" Ring 29« des Käfigs 29 hat eine Anzahl auswärts vorspringende Teile 2.9?, die mit dem Käfig aus einem Stück bestehen und in Schlitze 5e der Seitenplatte eintreten. Der Kafigring, welcher der Seitenwand der Taumelscheibe 5 am nächsten liegt, hat eine Anzahl ähnliche, aber längere Vorspränge 29^ . die mit -dem Käfig ein Ganzes bilden und sich durch Schlitze Sf in der Seitenwand der Taumelscheibe nach außen erstrecken. Die vorstehenden Vorsprünge 29** sind mit einem Außenring 32 fest verbunden, der auf einem Halsansatz $e der Taumelscheibe 5 drehbar gelagert ist. Die" Folge ist, daß. der Käfig und der Ring 32 eine Teildrehung gegenüber der Taumelscheibe in einem Maße ausführen können, das durch die Nuten in der Taumelscheibe begrenzt wird, die von den Vorsprüngen 29C und 29^ des Käfigs 29 durchsetzt werden.
Der Lagerring 28 ist mit einer wellenförmigen Auflagefläche versehen, deren Wellenzahl mit der Zahl der zwischen einem Schaltwerkskupplungsring und dem" Lagerring untergebrachten Rollen übereinstimmt. Jede Rolle befindet sich in einer der flachen Täler 28« der wellenförmigen Fläche. Im richtigen Zeitpunkt wird eine der Rollenreihen veranlaßt, den zu der betreffenden Reihe ehörigen Schaltwerkskupplungsring mit dem Lagerring 28 mit Hilfe der einen oder der anderen Feder 31 oder 310 zusammenzuschließen. Die Federn haben das Bestre-
ben, die Rollen auf die Wellenkämme der wellenförmigen Fläche des Lagerringes zu drücken. In Abb. 5 sind die auf einer Seite der Rollen wirkenden Federn 31 zusammengepreßt dargestellt Tand üben einen stärkeren Druck auf die Rollen aus als die entspannten Federn 3 ia, die auf der anderen Seite der Rollen wirken. Infolgedessen sind die Federn 31 allein wirksam und wirken in Verbindung mit den Rollen in geeignetem Zeitpunkt dahin, daß- der entsprechende Schaltwerkskupplungsring an den Lagerring angeschlossen wird, so daß die getriebene Welle ι in einer Richtung, beispielsweise in Uhrzeigerrichtung, gedreht wird. Wenn es jedoch verlangt wird, die getriebene Welle ι in der entgegengesetzten Richtung, d.U. entgegengesetzt dem Uhrzeiger, zu drehen, wird die Taumelscheibe 5 mittels des
ao Steuerhebels 27 in der 'entgegengesetzten Richtung, wie vorher beschrieben, schräggestellt. Während dieser Bewegung der Taumelscheibe vollzieht sich eine durch die Schlitze 5/ begrenzte Drehbewegung zwischen der Taumelscheibe und dem Käfig 29. Diese relative Bewegung hat · zur Folge, daß die Widerlager 29* in dem Käfig 29 sich gegenüber den Rollen 30 bewegen. Dadurch werden die Federn 3 ia zusammengepreßt, während die Federn 31 ausgedehnt werden; infolgedessen sind nunmehr die Federn 31° wirksam, und pressen die Rollen 30 in einer Richtung, die dem Druck der Federn 31 entgegengesetzt ist. Infolgedessen wird jeder der Schaltwerkskupplungsringe der Reihe nach mit dem Lagerring 28 während der Schwingungen der Taumelscheibe 5 nur dann fest verbunden, wenn eine Drehung der getriebenen Welle ι entgegengesetzt der Uhrzeigerrichtung erfolgt.
In Abb. ι und 3a ist eine geeignete Vorrichtung dargestellt, die eine Teildrehung des Käfigs 29 gegenüber der Taumelscheibe 5 bewirkt, wenn diese in eine Stellung rechtwinklig oder annähernd rechtwinklig zu der Achse der getriebenen Welle 1 gebracht ist. Diese Vorrichtung umfaßt eine doppelt wirkende Klaue 33 an einer Spindel 34, die drehbar in dem Getriebegehäuse r 1 angeordnet ist; ein Schalthebel 35 ist an dem Außenende der Spindel 34 befestigt. Mit dieser Klaue: 33 kommt eine aufwärts stehende Knagge 36 in Anschlag, die an den vorspringenden Teilen 29^ des Käfigs 29 befestigt) ist, wenn die Taumelscheibe 5 im rechten Winkel oder nahezu im rechten Winkel zu der Achse der getriebenen Welle 1 steht (Abb. 3a). Um die Teile der Vorrichtung, die an den vorspringenden Teilen 29^ des Käfigs 29 befestigt sind, deutlich darzustellen, sind sie in einer Stellung veranschaulicht, die sie einnehmen würden, wenn die Taumelscheibe 5 im rechten Winkel zu der Achse der getriebenen Welle 1 steht. Durch Drehen des Hebels 35 in geeigneter Richtung bringt 'eine der doppelt wirkenden Klauen 33 durch die aufwärts stehende Knagge 3 6 den Käfig 29 zu einer Teil;drehung, bis seine vorstehenden Teile mit der gegenüberliegenden Wandung der Schlitze 5/ in Berührung kommen. Dies hat zur Folge, daß' sich' die getriebene Welle 1 in der entgegengesetzten Richtung dreht, wenn die Taumelscheibe 5 auf ihrer Achse in einen Winkel, der zu dem in Abb. 1 'entgegengesetzt ist, weitergedreht ist. Nach der Rückkehr der Taumelscheibe 5 in eine Stellung rechtwinklig zu der Achse der getriebenen Welle 1 kommt die aufwärts stehende Knagge 3 6 mit dem andern. Teil der doppelten Klaue 33 in Beruhrung, so daß. durch Betätigung des Hebels 35 der Käfig 29 gegenüber der Taumelscheibe S in die ursprüngliche Stellung gemäß. Abb. 3a gedreht werden kann. Diie Taumelscheibe 5 kann erforderlichenfalls in jeder ihrer äußersten Stellungen nachgiebig mit dem Käfig 29 verbunden sein. Dies kann, wie dargestellt, durch einen Stift 37 bewirkt werden, der. von einem federbeeinflußten Gleitstück 38 in einem an der Taumelscheibe 5 sitzenden Block getragen wird. Der Stift 37 kommt mit einem oder dem anderen der Schlitze 40 in Berührung, die in der unteren Fläche des Ringes 32 angebracht sind.
Die Erfindung beschränkt sich1 .nicht auf die hier dargestellte Anordnung und Ausführung der Teile. Beispielsweise können statt eines Satzes von vier Nuten in dem Kugelkopf der getriebenen Welle, mit denen ein Satz von vier Rollen an der Taumelscheibe zusammenarbeitet, zwei Sätze von Nuten in dem Kugelkopf ausgebildet sein, und dementsprechend können zum Eingriff damit zwei Sätze von Rollen an der Taumelscheibe angebracht sein. Bei dieser Anordnung würde ein Satz von Nuten in gleichem Abstand um den Kugelkopf auf einer Seite einer durch ihn gehenden Mittellinie angeordnet siein, während der andere Satz Nuten in gleicher Weise auf der anderen Seite der Mittellinie in gleichem Abstand angebracht sein würde. Der zweite Satz von Nuten wurde aber gegen den erstgenannten Satz versetzt sein, so daß beim Arbeiten ein Nutensatz den Weg des anderen Nutensatzes überlappt und infolgedessen beide Rollen gleichzeitig eine Drehung des Kopfes bewirken. Wechselweise können die geneigten Nuten in der Taumelscheibe ausgebildet sein. Die damit in Eingriff stehenden Rollen, die Schaltwerkiskupplungsringe und die dazugehörigen Teile kommen auf der getriebenen Welle angebracht sein. Bei
einem weiteren- Ausfüh^üngsbeispiel umfaßt das Getriebe zwei Kugelkopfe, die in. irgendeiner geeigneten Weise mit der getriebenen : Welle und Taumelscheiben verbunden sind, um die Köpfe in Drehung zu, versetzen.

Claims (8)

  1. Patentansprüche:
  2. i. Schaltwerkswechselgetriebe mit in ίο ihrer Neigung veränderlicher, nicht •umlaufender Taumelscheibe und gleichächBiger treibender "und getriebener Welle, dadurch gekennzeichnet,' daß. die Taumelscheibe um ihre geneigte Achse mit der - Drehgeschwindigkeit der treibenden Welle gegenüber dieser zuriickgedneht wird und daß die lemnisÜSatenförmige Raumbewegung einzelner Scheibenpunkte in Rich-, . ; tung der Scheibenebene durch versetzt ,.arbeitende Schaltwerke mittels schräger Nuten übertragen wird, die auf einem von der getriebenen Welle getragenen . ' Kugelkopf hegen, um dessen Mittelpunkt die Taumelscheibe schwingt. " . -■' 2. - Getriebe nach Ansprudh'^i, dadurch gekennzeichnet, daß der mitgenommene Teil jedes Schaltwerkes eine nach· dem Schwingzentrum zu konisch' verlaufende Rolle trägt und daß jede dieser Rollen in einer besonderen Nut des Kugelkopfes sich bewegt. · ■ ' ;
  3. 3. Getriebe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Taumelscheibenwelle sich -mit ihrem einen . Ende an einem Kugelkopf der getriebenen Welle, der in dem hohl ausgebildeten kugelförmigen Nutenkopf liegt, gelenkig - abstützt und an dem anderen -Ende durch Kugelgelenk an das Außenende eines Armes angeschlossen ist, der an einer mit dem treibenden Glied sich drehenden Hohlscheibe sitzt.
  4. 4. Getriebe nach "Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet/ daß' der Arm auf 'einer an. der Hohlscheibe sitzenden Nabe drehbar angebracht ist, wodurch! die Schwingweite der Taumelscheibe geändert werden kann. .'" :~- .-■ - .V " :
  5. 5. Getriebe · nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet^ _daß_ der Arm einen."gezahnten Quadranten trägt, und in dem rohrförmigen Teil des treibenden Gliedes eine Welle drehbar angeordnet ist, die durch ein Zahnrad mit dem Quadranten in Eingriff steht und gegenüber dem treibenden Glied- teilweise gedreht werden kann. ; -
  6. 6- Getriebe nach, Anspruch' S, dadurch gekennzeichnet, daß die Teildrehung der Welle gegenüber dem umgebenden rohrf örmigen Teil des treibenden! Gliedes durch eine Schaltiiülse . erfolgt, die auf dem . treibenden Glied gleiten und mit ihm umlauf en kann und "einen Zapfen trägt, der durch einen!. Längsschlitz des rohr-Jörmigen Teils/in eine schraubenförmig gewundene Nut der Welle eingreift - (Abb. r).- ; ; .;. - -... :
  7. 7.; Getriebe nach _ Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die "Taumelscheibe ; mit einem ringförmigen Ansatz versehen ist, der mit seiner wellenförmigen Innenfläche einen -Teil der Schaltwerke bildet, und daß die federbelasteten walzenförmigen Klemmstücke sämtlicher Schaltwerks-" ringe in einem gemeinsamen Käfig gefaßt " sind.
    "
  8. 8. Getriebe nach Anspruch 7, dadurch "gekennzeichnet/ daß Ansätze des Käfigs durchNuten der gegenüberliegenden Wände der Taumelscheibe hindurchragen, mittels derer der Käfig teilweise gegen die Taumelscheibe zur Bewegungsumkehr der Schaltwerke verdreht werden kann, " ' .-
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEV24959D 1928-02-29 1929-03-01 Schaltwerkswechselgetriebe mit in ihrer Neigung veraenderlicher, nicht umlaufender Taumelscheibe Expired DE529919C (de)

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