DE528897C - Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Kondensationsprodukten

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DE528897C
DE528897C DEI39568D DEI0039568D DE528897C DE 528897 C DE528897 C DE 528897C DE I39568 D DEI39568 D DE I39568D DE I0039568 D DEI0039568 D DE I0039568D DE 528897 C DE528897 C DE 528897C
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liters
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DEI39568D
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Inventor
Dr Hans Roetger
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C253/00Preparation of carboxylic acid nitriles
    • C07C253/18Preparation of carboxylic acid nitriles by reaction of ammonia or amines with compounds containing carbon-to-carbon multiple bonds other than in six-membered aromatic rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Catalysts (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Kondensationsprodukten Im Patent 526-;98 ist ein Verfahren zur Herstellung von Nitrilen aus Acety Ien und Ammoniak oder solche enthaltenden Gasgemischen beschrieben, bei dem das Gemisch der Gase zwecks gesteigerter Ausbeute an Nitrilen, insbesondere an Acetonitril. bei erhöliter Temperatur mit einer solchen Ströniungsgesschwindigkeit iiberKatalysatoren geleitet wird, daß keine oder nur geringe Mengen von Pyridinbasen entstehen. Als Katalysatoren dienen bei diesem Verfahren solche, die gemäß Patentschrift 477o49 aus mehreren unter den Reaktionsbedingungen nicht reduzierbaren Verbindungen, vorzugsweise Oxyden, jedoch nicht nur aus livdratischen Silikaten bestehen. Ferner eignen sich Verbindungen des Zinks für sich allein oder auf Trägern niedergeschlagen. Die Katalysatoren können in hochporöser, aktiver Form oder auf zweckmäßig hochporöse, aktive Träger :uif@ebracht verwendet werden. Hierbei wird in erster Linie Acetonitril erhalten, während höhere \ itrile, insbesondere Propionitril, nur in geringen Mengen gebildet werden.
  • Es wurde nun gefunden. daß die Ausbeute an höheren \; itrilen inl Kondensat erheblich gesteigert wird, wenn bei dein Verfahren des Patents 526 798 an Stelle von oder neben Ammoniak primäre oder sekundäre aliphatische Amine, z. B. Methvlamin oder Äthylamin, verwendet werden. Die Strömungsgeschwindigkeit des aus Acetvlen und Amindämpfen bestehenden bzw. solche enthaltenden Gasgemisches beträgt bei Kontaktmassen, deren katalytisch wirksame Komponente in relativ großer Verdünnung auf Trägern aufgetragen ist, z. B. etwa 1o Liter Acetylen pro Liter Kontaktmasse und Stunde, bei Kontaktmassen ohne Träger, z. B. geschlämmten Oxyden, oftmals das Doppelte bis Dreifache. Geringe Mengen Wasserdampf erhöhen die Dauer der Wirksamkeit der Kontaktmassen, dagegen beeinträchtigen größere Mengen Wasserdampf die Ausbeute. Besonders geeignet sind auch hier Kontaktmassen, die Zinkverbindungen enthalten oder nur aus diesen bestehen, jedoch erzielt nian auch mit den anderen in der Patentschrift 477 049 genannten Katalysatoren bei geeigneter Wahl der Berührungsdauer gute Resultate.
  • Für die Weiterverarbeitung auf Amine und Säuren können die entstandenen Produkte z 111U ächst durch fraktionierte Kondensation gereinigt und getrennt und die Komponenten für sich nach bekannten Methoden weiterbehandelt «-erden. Gegebenenfalls können auch Nitrilbildung und Hydrierung bzw. Verseifung in einem Arbeitsgang, d. h. ohne Zwischenkondensation zu flüssigen Produkten, durchgeführt werden. Z. B. können die gebildeten \Titrile direkt durch Verseifen mit verdünnten Mineralsäuren in Kolonnenapparaten in höhere Homologe der Essigsäure verwandelt werden.
  • Beispiel i Über eine Kontaktmasse, die durch Beladen von ioo Gewichtsteilen Kieselgel mit 3o Gewichtsteilen entwässertem Zinkchlorid hergestellt ist. wird ein Gemische an j e i 5 Litern Acetylen und \letliylamindampf pro Liter Kontaktmasse und Stunde geleitet. Die Temp, -._turderKontaktmasse beträgt 3Ciobis38o°. E-1-,va go°/" des angewandten Gemisches werden umgesetzt zu einem Kondensat, das neben geringen Mengen von nicht umgesetztem Amin etwa 70 °/o Propionitril enthält. Der Rest besteht vorwiegend aus Acetonitril neben geringen Mengen Pyridinbasen, hauptsächlich -,-Picolin. Beispiel e io Teile Zinkoxyd werden mit a Teilen Chromoxv d und geringen Mengen '#\,Zagnesitimchlorid mit Wasser angepastet, gepreßt und bei i2o° getrocknet und zu kleinen Stükken zerteilt. Über den so dargestellten Katalysator wird bei 4oo° ein Gemisch von io Litern Stickstoff, 15 Litern Acetylen und io Litern feuchtem Diäthylamindampf pro Liter Kontaktmasse und Stunde geleitet. Nlan erhält ein Kondensat, in dessen wäßriger Schicht sich primäre Amine nachweisen lassen. Die Ölschicht, etwa .45 °/o des Gesamtkondensats, besteht zum größten Teil aus N N ." aus Propio- und itrilen. davon etwa 50 '! Butyronitril, und zwar werden auf 5oo g angewandtes Diäthylamin etwa 3oo g Propio-und Butvronitril erhalten. Sekundäre Amine lassen sich in nennenswertem Umfange nicht nachweisen. Beispiel 3 Über den in Beispie12 beschriebenen Katalysator wird bei .420° ein Gemisch von io Litern Ammoniak, 15 Litern Acetylen und je 5 Litern Methylamin- und Wasserdampf pro Liter Kontaktmasse und Stunde geleitet. Man erhält bei einem Umsatz von etwa 9o °1o des Ausgangsgasgemisches ein Kondensat, das zu etwa 75 °/, aus Acetonitril und zu etwa 10°/o aus höheren \,itrilen, insbesondere Propionitril, besteht, während der Rest sich auf Wasser und Picolinbasen verteilt.

Claims (1)

  1. PATE-NTANZsPRUCÜ: Weiterbildung des Verfahrens gemäß Patent 526 798, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Erhöhung der Ausbeute an höheren Nitrilen an Stelle von oder neben Ammoniak primäre oder sekundäre aliphatische Amine verwendet werden.
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