DE528599C - Schutzeinrichtung fuer elektrische Stromkreise - Google Patents

Schutzeinrichtung fuer elektrische Stromkreise

Info

Publication number
DE528599C
DE528599C DE1930528599D DE528599DD DE528599C DE 528599 C DE528599 C DE 528599C DE 1930528599 D DE1930528599 D DE 1930528599D DE 528599D D DE528599D D DE 528599DD DE 528599 C DE528599 C DE 528599C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
current
fuse
cathode
emission
direct current
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930528599D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
AEG AG
Original Assignee
AEG AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by AEG AG filed Critical AEG AG
Application granted granted Critical
Publication of DE528599C publication Critical patent/DE528599C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H85/00Protective devices in which the current flows through a part of fusible material and this current is interrupted by displacement of the fusible material when this current becomes excessive
    • H01H85/02Details
    • H01H85/46Circuit arrangements not adapted to a particular application of the protective device

Landscapes

  • Fuses (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AU
8. JULI 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 528599 KLASSE 21c GRUPPE
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin
Schutzeinrichtung für elektrische Stromkreise Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. September 1930 ab
ist in Anspruch genommen.
Es sind Sicherungen bekannt, die sich besonders zum Unterbrechen von Wechselströmen eignen und solche, die vorzugsweise zum Unterbrechen von Gleichströmen geeignet sind. Wenn nun Stromkreise sowohl mit Wechselstrom als auch mit Gleichstrom gespeist werden, dann könnte je nach der Art der gerade aufgedrückten Spannung die eine oder andere Sicherung eingelegt werden.
Nicht mehr möglich ist dieses Verfahren in Stromkreisen, in denen beide Stromarten gleichzeitig in Form von Gleichströmen mit übergelagerten Wechselströmen auftreten. Eine Schutzeinrichtung, die in allen Fällen unabhängig von der verwendeten Stromart eine gefahrlose Unterbrechung ermöglicht und keinerlei Umschaltung erfordert, wird erfindungsgemäß dadurch erhalten, daß Sicherungen, die vorzugsweise zum Abschalten von Gleichstrom dienen und besondere Sicherungen, die vorzugsweise zum Abschalten von Wechselströmen geeignet sind, in Reihe zueinander geschaltet werden.
Als ein Anwendungsgebiet der Erfindung kommt die Stromzuleitung von elektrischen Lokomotiven in Betracht, welche einmal mit Wechselstrom, der von der Oberleitung oder von einer Stromschiene abgenommen wird, gespeist werden und welche auch zum Anschluß an eine Gleichstromquelle eingerichtet sind. In der Abbildung ist die Schaltung einer derartigen Lokomotive dargestellt. Die Lokomotive 1 wird über Stromabnehmer 2 und die Fahrleitung 3 gespeist. Zwei hintereinandergeschaltete Sicherungen 4 und 5 sind einerseits mit dem Stromabnehmer, andererseits mit den Klemmen eines Umschalters 6 verbunden, über den der Strom einmal unmittelbar oder, bei Umlegen aus der gezeichneten Stellung auf die Kontakte 8, über den Transformator 9 zu den Motoren 7 geleitet wird.
Die Sicherung 4 ist so ausgebildet, daß sie sich vorzugsweise zur Unterbrechung von Gleichströmen eignet. In an sich bekannter Weise besteht sie aus einem Schmelzdraht, der in einem Vakuumgefäß angeordnet ist. Mindestens eine der als Schmelzdrahthalter ausgebildeten Elektroden besteht aus einem schwer schmelzbaren Metall, wie Wolfram z. B;,. Namentlich bei der Wahl von Wolfram für die Kathode wird dadurch eine Kathodenfleckemission vermieden, welche bei Metallen, die einen niedrigeren Schmelzpunkt als Wolfram besitzen, auftreten kann und einen Elektrodenfluß zwischen den Schmelzdrahthaltern nach dem Durchbrennen des Schmelzdrahtes hervorruft, bis die Kathode sich unter die zu einer Emission erforderliche Temperatur abgekühlt hat.

Claims (4)

Die Sicherung S, die zur Unterbrechung von Wechselstrom dienen soll, besteht ebenfalls aus Schmelzdraht, der in einem Hochvakuumgefäß angeordnet ist. Die Schmelzdrahthalter sind aber liier in an sich bekannter Weise aus einem Metall ausgeführt, welches einen viel niedrigeren Schmelzpunkt besitzt und welches zu einer Kathodenfleckemission geeignet ist. Als derartige Metalle ίο kommen Kupfer, Silber, Nickel, auch Aluminium in Betracht. Das verhältnismäßig weiche Metall der Elektrode, welche zufällig Kathode ist, bewirkt, daß der Strom nach dem Durchbrennen des Schmelzstreifens zu der anderen Elektrode, d. h. der Anode, fließt als Folge einer Kathodenfleckemission, bis der Strom am Ende einer Halbperiode durch Null gehl und dann die Anode, welche jetzt Kathode wird, infolge ihrer niedrigeren Temperatur und ihrem verhältnismäßig niedrigen Spannungsgradienten an ihrer Oberfläche zur Erzeugung einer Kathodenfleckemission und zur Aufrechterhaltung des Stromflusses nicht mehr befähigt ist. Der Strom wird also £5 beim ersten Nulldurchgang unterbrochen. Eine Zündung kann nicht wieder stattfinden, da die zur Aufrechterhaltung einer Kathodenfleckemission erforderlichen Bedingungen nach der Halbperiode nicht mehr vorhanden sind, während welcher kein Elektronenfluß zwischen den Schmelzdrahthaltern aufrechterhalten wird. Durch die Einrichtung wird also erreicht, daß beim Auftreten eines Überstromes, gleichgültig welcher Art, in dem Stromkreis jederzeit die zum Unterbrechen am besten geeignete Sicherung vorhanden ist. Dies ist sehr wichtig, da ein und dieselbe Sicherung nicht-Gleich- und Wechselstrom mit derselben Sicherheit unterbrechen kann. Nehmen wir nun an, daß beim Anschluß des im Ausführungsbeispiel dargestellten Motors 7 an ein Gleichstromnetz die Schmelzdrähte beider Sicherungen 4 und 5 durch· brennen. In der Wechselstromsicherung wird dann eine Kathodenfleckemission erzeugt, welche einen Elektronenfluß zur Anode so lange aufrechterhält, bis der Strom seine Richtung umkehrt. Diese Sicherung ist daher zur Unterbrechung von Gleichstrom nicht geeignet. Die andere Sicherung dagegen, deren Kathode, aus schwer schmelzbarem Metall ist, wird die Bildung einer Kathodenfleckemission verhüten. Auch wenn die Temperatur der schwer schmelzbaren Kathode beim Durchbrennen des Schmelzstreifens einen Wert annimmt, der eine Elektronenemission hervorruft, dann wird doch die rasche Abkühlung eine weitere Emission verhüten und den Strom zwischen den Schmelzdrahthaltern unterbrechen. Beim Unterbrechen von Wechselstrom dagegen wird die Wechselstromsicherung beim ersten NuIldurchgang bereits unterbrochen, da eine HaIbperiode, während welcher die ursprüngliche Kathode zur Anode wird, ausreicht, um den Elektronenfluß so weit zu vermindern, daß eine Wiederzündung nicht möglich ist. Ι!Λ T Ii N T ANSPRUCH E :
1. Schutzeinrichtung für elektrische Stromkreise, die zur Speisung sowohl mit Gleichstrom als auch mit Wechselstrom eingerichtet sind oder m denen gleichzeitig beide Stromarten auftreten, dadurch gekennzeichnet, daß Sicherungen, die vorzugsweise zum Abschalten von Gleichstrom .dienen und besondere Sicherungen, die vorzugsweise zum Abschalten von Wechselströmen geeignet sind, in Reihe zueinander eingeschaltet sind.
2. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Stromkreis Sicherungen für Gleichstrom und besondere für Wechselstrom, bei denen jeweils ein Schmelzstreifen im Vakuum angeordnet ist, in Reihe zueinander eingeschaltet sind.
3. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherung für Gleichstrom in an sich bekannterWeise Schmelzdrahthalter aus einem Material relativ hohen Schmelzpunktes, wie z. B. Wolfram, die Sicherung für Wechselstromschmelzdrahthalter aus einem Material relativ niedrigen Schmelzpunktes, wie z. B. Nickel, besitzen.
4. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch ihre Anwendung in Stromzuleitungen elektrischer Lokomotiven.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930528599D 1929-10-01 1930-09-28 Schutzeinrichtung fuer elektrische Stromkreise Expired DE528599C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US528599XA 1929-10-01 1929-10-01

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE528599C true DE528599C (de) 1931-07-08

Family

ID=21980367

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930528599D Expired DE528599C (de) 1929-10-01 1930-09-28 Schutzeinrichtung fuer elektrische Stromkreise

Country Status (2)

Country Link
BE (1) BE373835A (de)
DE (1) DE528599C (de)

Also Published As

Publication number Publication date
BE373835A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
US2535397A (en) Method for electrically interconnecting wires cables, tubes plates, and other metallic elements
DE528599C (de) Schutzeinrichtung fuer elektrische Stromkreise
DE2440189A1 (de) Abschirmung fuer vakuum-lichtbogenentladungsvorrichtungen
DE2624595C3 (de) Kontaktanordnung für Druckgasschalter
EP0104599B1 (de) Hochspannungstrennschalter mit Vorkontakten
DE1915749A1 (de) Elektrisches Schweissverfahren,insbesondere fuer elektrische Verbindungen
DE668581C (de) Hochspannungsunterbrecher mit magnetischer Blasung
DE613976C (de) Schaltanordnung fuer eine elektrische Anlage
DE606035C (de) Geschlossene Hochleistungsschmelzsicherung
DE521643C (de) Einrichtung zur bogenelektrischen Schweissung mittels zweiphasigen oder dreiphasigenDrehstromes
DE2149436A1 (de) Bauelement der starkstromtechnik
DE708704C (de) Unterbrechungseinrichtung fuer elektrische Stromkreise
DE603825C (de) Schutzeinrichtung fuer elektrische Netze
DE2542724A1 (de) Ueberstromschalter
DE381287C (de) Schutzsicherung fuer durch Temperatursteigerungen gefaehrdete elektrische Maschinen usw
DE975409C (de) Einrichtung zur Zuendung eines Lichtbogens bei Schweissautomaten mit einer durch einen Elektromotor selbsttaetig verschiebbaren Abschmelzelektrode
DE1038632B (de) Ausschalter
DE360850C (de) Abzweigdose fuer elektrische Anlagen
EP0156171B1 (de) Gegenkontaktsystem für einen Scherentrenner
DE86433C (de)
DE567556C (de) UEberlastungstraege geschlossenen Schmelzsicherungspatrone mit Schmelzleitern und einer traege arbeitenden Schaltvorrichtung
DE245464C (de)
DE420815C (de) Einrichtung zum Schutz zweier paralleler Leitungen in Wechselstromanlagen
DE114054C (de)
DE646852C (de) Kippeinrichtung zur Zuendung von mit einer in einem Gleichstromkreis gelegenen und gleichzeitig als Erregeranode dienenden Zuendanode versehenen Quecksilber-dampfglasgleichrichtern mit einer parallel zum Stromkreis: Zuendanode-Kathode liegenden Kippspule