DE528024C - Verfahren zur Herstellung von Hohlkoerpern aus Loesungen der Cellulose, von Cellulosederivaten und aehnlichen filmliefernden organischen Werkstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hohlkoerpern aus Loesungen der Cellulose, von Cellulosederivaten und aehnlichen filmliefernden organischen Werkstoffen

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DE528024C DEH108746D DEH0108746D DE528024C DE 528024 C DE528024 C DE 528024C DE H108746 D DEH108746 D DE H108746D DE H0108746 D DEH0108746 D DE H0108746D DE 528024 C DE528024 C DE 528024C
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Lösungen der Cellulose, von Cellulosederivaten und ähnlichen filmliefernden organischen Werkstoffen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Hohlkörpern aus Lösungen der Cellulose, von Cellulosederivaten und ähnlichen filmliefernden oder filmartig eintrocknenden organischen Werkstoffen geringer Dehnbarkeit, also auch aus anderen organischen Kolloiden.
  • Bei der Herstellung derartiger Hohlkörper, insbesondere nach dem Tauchverfahren, zeigt sich in vielen Fällen der Übelstand, daß der gebildete Hohlkörper sehr fest an dem Formkern haftet und sich nur schwierig und mit besonderen umständlichen Maßnahmen von dem Formkern loslösen läßt.
  • Die Erfindung besteht nun im wesentlichen darin, daß der zur Herstellung des Hohlkörpers gebrauchte Formkern ganz öder wenigstens oberflächlich aus Stoffen hergestellt wird, die leichter als der aus der aufgebrachten Ausgangslösung entstandene Hohlkörper schmelzbar oder verdampfbar sind, so daß bei Temperaturen, welche den fertigen Hohlkörper nicht schädigen, der Formkern ganz öder wenigstens oberflächlich unstarr gemacht und damit vom fertigen Hohlkörper getrennt werden kann. Das- . Aufbringen . der Ausgangslösung auf den Kern kann dabei in an sich bekannter Weise, etwa durch Aufgießen, Spritzen, Tauchen, Bestäuben, erfolgen.
  • Das neue Verfahren eignet sich üisbesoiidere zur Herstellung von Hohlkörpern, deren Wanddicke im Verhältnis zu ihren anderen Abmessungen gering ist. Das Verfahren ist aber auch ferner erfolgreich bei der Erzeugung von Hohlkörpern von unterschnittener, verjüngter und eingeschnürter oder ähnlicher Gestalt anwendbar, bei denen die starre, unteilbare Form und der erzeugte starre, unteilbare Hohlkörper am Auseinandernehmen sich gegenseitig räumlich behindern. Beispiele für solche Körper sind Kugelkalotten, die größer als eine Halbkugel sind, ferner Birnenform, Flaschenform, gedrillte und geperlte Formen, Als Ausführungsbeispiel sei die Herstellung einer nahtlosen Hohlkugel aus Celluloid beschrieben.
  • Man überzieht eine aus Paraffin, Stearin o. dgl. bestehende Voll- oder Hohlkugel. mit Celluloid nach an sich bekannten Methoden, z. B. durch Spritzlackieren, Tauchen u. d'gl., sodann steigert man die Temperatur auf den Schmelzpunkt der als Kern dienenden Masse und Mt diese durch eine oder zwei offen gelassene kleine Löcher aus dem Innern ausfließen. -Die Ausflußlöcher können dann in unauffälliger Weise verklebt werden.
  • Ein weiteres Beispiel betrifft die Herstellung nahtloser Hohlkörper aus einer aus Lösungen regenerierten Cellulose. Verlangt man von solchen Produkten einen hohen Grad von Durchsichtigkeit, so müssen sie unter Spannung_ trocknen, was der Fall ist, wenn sie sich der Kernform vollkommen anschließen. So hergestellte Cellulosehohlkörper haften auf der Trockenform sehr fest, so daß das Ablösen schwierig und durch einfache mechanische Operationen kaum zu bewirken ist. Nach der Erfindung kann man dagegen so vorgehen, daß man die Kernform ganz aus Naphthalin, a-Nitronaphthalin, Kampfer, Tricyclodekan, Acenaphthylen, Thymol, Acetophenon, Diphenyl, Chloralacetonchloroform, Metaldehyd usw. oder Gemischen solcher Stoffe untereinander oder mit andersartigen Stoffen preßt oder gießt oder die aus anderen Stoffen gefertigte Form durch Eintauchen in die Schmelze oder in die Lösung solcher ganz oder zum Teil leicht flüchtiger, bei gewöhnlicher Temperatur fester Stoffe bzw. Stoffgemische mit einer dünnen Schicht dieser Stoffe überzieht. Die Erzeugung und das Trocknen des Cellulosehohlkörpers nimmt man sodann in bekannter Weise auf der beschriebenen Kernform vor. Nach Beendigung des Trocknens bei die Zimmertemperatur nicht oder wenig übersteigenden Wärmegraden steigert man die Temperatur bis zur Verflüchtigung des die Oberfläche oder die Masse des Kernes bildenden Stoffes. Durch Erwärmen, gegebenenfalls unter gleichzeitigem Lüften oder Evakuieren kann man die letzten, etwa noch an dem abgetrennten Formkörper haftenden Reste der flüchtigen Substanz des Kernes leicht entfernen. Die Verwendung solcher flüchtigen bzw. schmelzbar flüchtigen Stoffe bietet den weiteren Vorteil, daß dieselben nicht nur als Gleitmittel bei dem A.useinandernehmen dienen, sondern daß sie außerdem, insbesondere beim Trocknen im Vakuum, durch ihren Dampfdruck die Trennung der Hohlkörper von den Kernen befördern, ferner daß auch die letzten Spuren solcher Stoffe durch einfache Operationen, mittels Dampf, Preßluft oder Vakuum leicht entfernt werden können.
  • Man kann auch bei diesem Fall .wie beim vorigen Beispiel anstatt leicht flüchtiger auch leicht zu verflüssigende Stoffe, wie Paraffin, Stearin, Wachse o. dgl., benutzen. Gegebenenfalls kann man bei der Trennung des Hohlkörpers von dem Formkern so verfahren, d'aß nach beendigtem Abschmelzen eine dünne Schicht der leicht flüssigen Stoffe in wieder erstarrtem Zustande auf der Innenfläche des Hohlkörpers verbleibt, was u. U. erwünscht sein kann. Soll jedoch der Hohlkörper mehr oder weniger weitgehend von der erschmolzenen und wiedererstarrten Schicht der Formmasse befreit werden, so kann das in einem besonderen Arbeitsgang, z. B. durch Extraktion, erfolgen. Das Auseinandernehmen kann nach vorliegendem Verfahren sowohl von Hand wie auch mit maschinellen Hilfsmitteln sehr leicht bewirkt werden. In manchen Fällen kann man bei entsprechenden Lagen einfach ein Abgleiten der Hohlkörper vom Kern unter der Wirkung der Schwerkraft erreichen. Bei Durchführung des Verfahrens ist von Wichtigkeit, d'aß man die Masse, aus der der Formkern gemacht ist, so wählt, daß sie und das Material des Hohlkörpers, z. B. infolge einer etwaigen Lösefähigkeit, sich gegenseitig nicht angreifen. Ferner ist bei der Wahl. des schmelzbaren oder flüchtigen Materials für die Kernschicht darauf zu achten, daß bei der Entfernungstemperatur desselben der Hohlkörper noch starr ist oder doch dicht unerwünschte physikalische oder chemische Veränderungen, wie Rissigwerden, Zersetzung usw., erleidet.
  • Das beschriebene Verfahren kann in mannigfacher Weise im Rahmen der Erfindung variiert werden. Anstatt der die Masse oder die Oberflächenschicht des Kernes bildenden schmelzbaren oder flüchtigen organischen Stoffe können auch anorganische Substanzen Verwendung finden. Als solche kommen niedrig schmelzende Salze und Salzgemische, hydrathaltige Salze, z. B. Glaubersalz, sowie auch leichtflüssige Metalle und Metallegierungen usw. in Betracht. Die Entfernung der betreffenden Schichten oder Massen kann außer durch Erwärmung gegebenenfalls auch durch andere Mittel, z. B. durch Herauswaschen, erfolgen.
  • Die Verwendung von ganz oder zum Teil aus schmelzbaren Stoffen bestehenden Form-und Trockenkernen ist zwar, soweit die Erzeugung von Hohlkörpern aus Kautschuk oder ähnlichem dehnbaren Material in Frage kommt, bereits bekannt. Bei der Herstellung von Hohlkörpern aus Cellulose, Celluloseverbindungen und ähnlichen filmliefernden organischen Werkstoffen hat man jedoch derartige Formkerne bisher nicht benutzt, da man annahm, daß derartige, nicht elastische, feste und auch sehr dünnwandige Hohlkörper bei der mit einer Ausdehnung der Kernmasse verbundenen Herauslösung des Kernes beschädigt würden. Wie sich überraschenderweise gezeigt hat, lassen sich jedoch bei mit entsprechender Vorsicht herausgenommenem Herauslösen von schmelzbaren oder verdarnpfbaren Kernen auch Hohlkörper aus den erwähnten unelastischen Werkstoffen herstellen.

Claims (1)

  1. PATLNTANSSP1tUCI3: Verfahren zur Herstellung voii Hohlkörpern aus Lösungen der Cellulose, von Cellulosed'erivaten und ähnlichen filmliefernden organischen Werkstoffen geringer Dehnbarkeit, dadurch gekennzeichnet; daß die filmliefernde Lösung auf einen Formkern, der ganz oder wenigstens oberflächlich aus festen, aber leicht schmelzbaren oder verdampfbaren Stoffen besteht, aufgebracht wird, und daß nach Trocknen des Hohlkörpers sodann der verwendete Formkern durch Unstarrmachen entfernt wird.
DEH108746D 1926-11-06 1926-11-06 Verfahren zur Herstellung von Hohlkoerpern aus Loesungen der Cellulose, von Cellulosederivaten und aehnlichen filmliefernden organischen Werkstoffen Expired DE528024C (de)

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