DE525880C - Regler - Google Patents
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Description
Unter der Bezeichnung Strahlregler sind Kraftvermittler für Regelvorrichtungen bekannt,
bei denen ein Gas- oder Flüssigkeitsstrahl unmittelbar oder mittelbar zum Betätigen
von Regelorganen für das Regeln irgendwelcher Arbeitsvorgänge oder Zustände dient. Bei der einen Art dieser Strahlregler
wird der kraftvermittelnde Strahl durch eine den zu regelnden Zustand überwachende Meßeinrichtung
beim Abweichen vom Normalzustand in eine solche Richtung gebracht, daß die dem Strahl innewohnende Kraft z. B.
einen Kolben oder ein Flügelrad bewegt, durch welche das den zu überwachenden Zustand
beeinflussende Regelglied, z. B. Drosselklappe in Gasleitungen, Ventile in Flüssigkeitsleitungen
o. dgl., verstellt wird. Bei einer anderen Art von Strahlreglern wird das freie Ausströmen des Strahles durch eine von
einer Meßvorrichtung eingestellte Prallplatte beeinflußt, die der Mündung des Strahlrohres
mehr oder weniger genähert wird, und dadurch der Druck in der Zuleitung zum Strahlrohr
geändert. Diese Druckänderung bewirkt dann die Einschaltung einer Kraft zum Verstellen
der Regelorgane. Bei wieder anderen belcannten Vorrichtungen zum Ein- und Ausschalten
von Druckwirkungen wird der Übertritt eines Luft-, Gas- oder Dampfstromes von einem Strahlrohr in eine den Strom zu
dem Stellglied weiterleitende Fangdüse durch eine bewegliche feste Platte verhindert oder
zur Ausübung eines Regelimpulses freigegeben.
Bei dem Strahlregler gemäß der Erfindung geschieht die Beeinflussung eines Gas- oder
Flüssigkeitsstrahles nach Maßgabe des zu überwachenden Arbeitsvorganges oder Zustandes
dadurch, daß in die Bahn des Strahles eine Flüssigkeit tritt, deren Stand oder Zu-Standsverhältnisse
von dem durch den Regler zu überwachenden' Zustand beeinflußt werden.
Unter Flüssigkeit ist hier ganz allgemein eine tropfbare, gasförmige oder sogenannte
mechanische Flüssigkeit verstanden, d. h. eine Stoffmasse aus festen Teilchen, welche lose beieinander lagern und wegen
Fehlens von inneren Kräften zum Zusammenhalten ähnlich wie Flüssigkeiten bewegt werden
können oder rieseln, z. B. Getreide, Pulver, Staub oder sonstige Schüttkörper, z. B.
Stückkohle, Salz.
Die Wirkung solcher Flüssigkeiten auf den Strahl kann in verschiedener Weise geschehen,
z. B. dadurch, daß eine solche in die Bahn des Strahles tretende Flüssigkeit dem
Austritt des Strahles erhöhten Widerstand entgegensetzt oder daß sie den Eintritt des
Strahles in eine Fangdüse erschwert oder ihn von letzterer abbiegt.
Tn den Abbildungen sind für die beiden ersteren Möglichkeiten Ausführungsbeispiele
schematisch dargestellt, und zwar in Anwendung der Erfindung auf das selbsttätige Einregeln
von Flüssigkeitshöhen z. B. des Wasserstandes b in Kesseln a. Die Strahleinrichtungen
können unmittelbar in den Kesseln a selbst angeordnet werden; bei den dargestell-
ten Einrichtungen sind sie in mit dem Kessel α kommunizierenden Nebenräumen c
untergebracht.
Bei der Einrichtung nach Abb. ι mündet etwas unterhalb des innezuhaltenden Wasserstandes
die Öffnung des Strahlrohres d. Diesem wird durch e mit etwas höherem als dem
Kesseldruck eine Druckflüssigkeit zugeführt and ebenso auch dem Zylinder /. Solange
ίο der Wasserstand in α und c auf der vorgeschriebenen
Höhe oder höher steht, ist das Austreten des Strahles aus d durch die über
ihm lastende Flüssigkeit erschwert. Sinkt der Flüssigkeitsspiegel b bis zur Mündung
von d oder tiefer, so entfällt dieser Widerstand, der Strahl tritt durch d frei aus, und
der Druck in der Leitung e sinkt. Infolgedessen senkt sich der mit Gewicht h belastete
Kolben g und öffnet durch Gestänge i das Speiseventil. Nach genügendem Steigen des
Wasserstandes & infolge der Speisung steigt der Druck in / wegen der Drosselung der
durch d austretenden Flüssigkeit, hebt den Kolben g und stellt die Speisung ab.
In Abb. 2 ist der Übertritt des Strahles aus dem durch Leitung e gespeisten Strahlrohr
k in die Fangdüse / so lange durch die zwischen k und / befindliche Flüssigkeit gehemmt,
als der Flüssigkeitsstand b normal oder höher ist. Dieser Widerstand entfällt,
sobald der Wasserstand & unter den normalen sinkt. Dann tritt der Strahl aus k ungeschwächt
in Z ein und steigert in dem Stellzylinder f den Druck, so daß der Kolben g
die z. B. durch das Gewicht h gegebene Gegenkraft überwindet; g hebt sich und öffnet
durch Stellzeug m das Speiseventil oder setzt die Speisepumpe in Tätigkeit oder veranlaßt
sonstwie die Speisung so lange, bis die wieder zwischen k und / tretende Flüssigkeit
das Übertreten der Druckflüssigkeit, die höheren als den in α und c herrschenden Druck
hat, mit vollem Druck unter den Kolben g hemmt. Die Gegenkraft h senkt den Kolben
und stellt durch m die Speisung ab.
Außer dieser Einregelung des Wasserstandes auf die normale Höhe kann die Einrichtung
zugleich auch dazu dienen, die Speisung noch nach anderen Gesichtspunkten selbsttätig
zu regeln, z. B. die Speisevorrichtung einzuschalten, wenn der Dampfdruck über den
normalen um ein gewisses Maß steigt. Bei der Einrichtung nach Abb. 2 z. B-.. pflanzt sich
der Kesseldruck von c durch / nach f fort.
Die auf den Kolben g wirkenden Kräfte, nämlich die Gegenkraft h und der aus dem
Dampfdruck und dem Druck der durch e zugeleiteten Flüssigkeit resultierende Druck
in /, können so zueinander abgestimmt werden, daß bei bestimmter Erhöhung
des Kesseldrucks ein Heben des" Kolbens g und somit Speisung eintritt. Infolgedessen
wird von dem größeren Wasserinhalt des Kessels mehr Wärme aufgenommen und gespeichert,
und der Dampfdruck sinkt allmäh-Hch auf den normalen.
Das Geltendmachen des Kesseldrucks zur Auslösung der Speisetätigkeit kann auch in
mancher anderen Weise geschehen, z. B. dadurch, daß der linke Drehpunkt des Stellzeuges,
welches der Kolben g bewegt, nicht fest ist, sondern durch Anordnung an einem von
Dampfdruck in Zylinder q auf und ab beweglichen Kolben r angeordnet ist. Auf die
untere Seite von r wirkt durch die Leitung η der Dampfdruck ein. Bei wachsendem
Dampfdruck wird r nach oben bewegt, i nach unten, es tritt also dieselbe Wirkung ein, als
ob der Kolben g sich senkte, d. h. die Speisung. Die Verstellung von r geschieht gegen
eine gewisse, z. B. seitens einer Feder 0 gelieferte Gegenkraft. Diese drückt r in die
Normallage zurück, sobald der Dampfdruck wieder auf seine normale Höhe zurücksinkt.
Man kann auch in mancher anderen Weise ein Senken von i zwecks Einschaltung der
Speisung bewirken, z. B. indem man durch eine vom Dampfdruck beeinflußte Einrichtung
das Gewicht h auf dem Hebelarm bei steigendem Dampfdruck nach rechts ver- go
schiebt oder die Spannung der Feder 0 vermindert u. dgl. m.
Weitere Möglichkeiten, dem Wasserstand in Kessel <x in Abhängigkeit vom Dampfdruck
oder auch nach sonstigen Gesichtspunkten, z. B. der Wärmespeicherung ο. dgl., eine veränderliche
Lage selbsttätig zu geben, ergeben sich dadurch, daß man die Lage des kräftvermittelnden
Strahles gegenüber der Oberfläche des Wasserstandes veränderlich macht.
Ordnet man z. B. das Strahlrohr d (Abb. 1) in der Höhenrichtung verschiebbar an, etwa
indem man es durch eine Stoffbüchse in den Raum c einführt, so tritt dieselbe Wirkung
ein, wenn man d z. B. bei steigendem Dampfdruck
nach oben verschieben läßt und dadurch bei Erreichung der Oberfläche des
Wassers einen freien Austritt des Strahles ermöglicht, als wenn der Wasserstand sich
senkte. Dieselbe Einschaltung der Speisevorrichtung erzielt man bei der Einrichtung
nach Abb. 2 durch eine Veränderung der Höhenlage der Strahleinrichtung k I. Eine
solche kann z. B. durch die gestrichelt dargestellte Anordnung des Behälters c auf dem
Kolben p erzielt werden, der unten von dem Dampfdruck getragen wird. Bei bestimmtem
Druck wird die ganze Vorrichtung behoben und dadurch die Strahleinrichtung ebenfalls
außer Wasser gebfacht, so daß die selbsttätige Speisung einsetzt. Letztere hält so
lange an, bis die sämtlichen auf p wirkenden
Kräfte bei sinkendem Dampfdruck wieder ins Gleichgewicht kommen und auch durch den
größer werdenden Wasserinhalt in c dann ein Senken von c und p erfolgt. Selbstverständlieh
müssen alle Zuleitungen zu c nachgiebig ausgebildet sein, um die Bewegung von c zu
gestatten.
Eine gewisse Proportionalität zwischen der Höhe des Wasserstandes (und gegebenen FaI-les
Dampfdruckes) und der Geschwindigkeit der Speisung wird dadurch erreicht, daß die
Druckverhältnisse im Zylinder f je nach der Höhe der die aus d oder k austretenden Strahlen
überlagernden beeinflussenden Flüssigkeitsschicht verschieden sind und somit der
Kolben g je nach diesem Druck und der Gegenkraft h verschieden weit sich bewegt.
Zweckmäßig wird die Gegenkraft h z. B. in Gestalt einer Feder veränderlich gemacht.
Auch die Veränderung dieser Gegenkraft bietet ein Mittel, irgendwelche Bedingungen,
nach denen das Eingreifen der Regelvorrichtung erfolgen soll, zur Geltung zu bringen,
ebenso kann man zu diesem Zwecke auch den Druck der durch e zugeleiteten Arbeitsflüssigkeit
veränderlich machen als weiteren Faktor zur Verlegung der Eingriffsbereiche je nach den gewünschten selbsttätig innezuhaltenden
Zuständen oder Arbeitsverhältnissen. Man kann z. B. die durch e zugeführte
Arbeitsflüssigkeit durch Strahlapparate unter Druck bringen lassen, welcher je nach dem
Druck im Kessel verschieden ist und diese Verschiedenheit zur Auslösung des Regelvorganges
nach Maßgabe des veränderlichen Druckes benutzen.
Die beschriebenen Einregelungen der Kesselspeisung sowohl nach Maßgabe des Wasserstandes
als auch des Dampfdruckes im Kessel sind Beispiele für Möglichkeiten, die Regeltätigkeit durch zwei Impulse diktieren
zu lassen. Handelt es sich darum, weitere Impulse zum Auslösen der Regeltätigkeit geltend
zu machen, z. B. beim Kesselbetrieb die Speisung in Abhängigkeit zu bringen von der
überhitzungstemperatur, vom Kohlensäuregehalt der Feuerungsgase, vom Stromverbrauch
in einem durch die Dampfkraftanlage gespeisten Kraftnetz o. dgl., so können diese
verschiedenen Impulse zusammengefaßt werden für die Auslösung der Regeltätigkeit, indem
man die verschieden angegebenen Möglichkeiten der Einwirkung auf die Regelorgane
zu mehreren anwendet, also z. B. den Wasserstand verändert, die Lage des Strahles
hierzu anders einstellt oder die angegebenen Veränderungen im Druck der kraftvermittelnden
Flüssigkeit oder im Stellzeug des Reglers vornimmt.
Außer der Einschaltung der regelnden Organe nach mehreren Impulsen liegt auch häufig
die Aufgabe vor, den Eingriffbereich des Reglers zu verjegen. z. B. den Wasserspiegel b
im Raum α etwa bei Kochapparaten o. dgl. auf verschieden einzustellender Höhe zu haiten.
Mittel hierfür sind auch schon in den beschriebenen Beispielen gegeben, z.B. darin,
daß man die Lage des Strahlrohres d oder der Strahleinrichtung k I nach der Höhe veränderlich
macht.
Statt des in den dargestellten Beispielen als Stelleinrichtung für die Steuerorgane dargestellten
Zylinders und Kolbens können auch andere Einrichtungen zur Übertragung der von den Strahlen übermittelten Stellkräfte
auf die Regelorgane, z. B. Ventile, Drosselklappen u. dgl., dienen. Man kann z. B. den
Strahl auf ein Flügelrad treffen lassen, welches gedreht wird, solange der Strahl frei
auftrifft, während die Drehung aufhört, wenn zwischen Strahlrohrmündung und Turbinenrad
eine Flüssigkeit tritt, die den Strahl hemmt und auch auf das Rad, welches dann mit in die Flüssigkeit zu liegen kommt, bremsend
wirkt. Die Drehung des Flügelrades wird in irgendeiner Weise dann zum Bewegen des Regelorgans benutzt.
Der Strahlregler gemäß der Erfindung ist nicht nur verwendbar, um, wie in den gezeigten
Beispielen, unmittelbar Flüssigkeitsstände einzuregeln, indem von solchen Flüssigkeitsständen eingestellte Flüssigkeiten in die
Strahlbahn tretend die Regelvorgänge auslösen, sondern es können mit diesem Strahlregler
irgendwelche Aufgaben der selbsttätigen Regelung gelöst werden, bei denen der zu regelnde Zustand oder Arbeitsvorgang zu
einer Wirkung auf eine Flüssigkeit (im weitesten Sinne, wie eingangs erörtert) gebracht
werden kann, die letztere befähigt, die dar- i°° gelegte Einwirkung (Impuls) auf den Strahl
des Strahlreglers zwecks Auslösung des Regelvorganges auszuüben. Es kommt in diesen
Fällen darauf an, z. B. den zu überwachenden Zuständen proportional Flüssigkeitsspiegel
einzustellen, etwa bei Temperaturreglern, Geschwindigkeitsreglern, oder Druckreglern eine Flüssigkeitssäule je nach
der Temperatur oder nach dem Druck einspielen zu lassen und dabei, wie in den dargestellten
Beispielen, ein Strahlrohr untertauchen oder die Flüssigkeit in die Bahn des Strahles
treten zu lassen.
An Stelle einer solchen Hilfsflüssigkeit, die Jas Einspielen einer Meßeinrichtung zur
Wirkung auf den Strahlregler bringt, kann auch die Flüssigkeit, in welcher eine Tätigkeit
irgendeines Organs vor sich geht, die geregelt werden soll, selbst zur Einwirkung
auf den Strahlregler benutzt werden. Für diese Ausführungsweise des Erfindungsgedankens
ist z. B. die selbsttätige Abstellung
von Schiffsmaschinen beim Außerwasserkommen ein Anwendungsfall. Ein Wasserstrahl
wird durch ein Strahlrohr in die See geleitet, welches in solcher Höhe angeordnet
ist, daß der Strahl in die Luft spritzt, wenn die Schraube austaucht. Die Druckentlastung
in der Zuleitung zum Strahlrohr bewirkt dann, wie an Hand der Abb. ι erläutert
wurde, das Abstellen der Schiffsmaschine. ίο Mittels solcher auf den Seiten des Schiffes
angeordneter, in See spritzender Strahlen können auch selbsttätig Kräfte ein- und ausgeschaltet
werden, welche die Schlingerbewegungen des Schiffes dämpfen, z. B. kann die entsprechende Bewegung von Wasserballast
von der einen zur anderen Schiffsseite gesteuert werden. In ähnlicher Weise kann der
Widerstand gegen einen austretenden Strahl bei Torpedos zum Einregeln der Tauchtiefe
benutzt werden.
Bei derartigen Anwendungen von Strahlreglern kann die den Strahl bildende Flüssigkeit
außer für die - Kraftübertragung zur Regeltätigkeit auch noch zugleich anderen
Zwecken dienen, z. B. bei den angeführten Beispielen der Kesselspeisung das Speisewasser
selbst sein, oder bei den Beispielen für die Regelung bei Schiffen oder Torpedos kann
der austretende Strahl gleichzeitig durch Reaktionswirkung der Fortbewegung oder
Steuerung des Schiffes oder Torpedos dienen. Statt wie in den bisherigen Beispielen eine
volle Flüssigkeitsmasse vor das Strahlrohr zu bringen, kann auch ein anderer Flüssigkeits-
oder Gasstrahl die Einwirkung auf den Strahl des Strahlreglers bewirken, z. B. kann ein
Preßluftstrahl auf Veranlassung eines Meßgerätes dem aus. dem Strahlrohr (d in Abb. 1)
austretenden Flüssigkeitsstrahl entgegenwirken und dadurch die Änderung des Druckes
im Strahl und somit die Verstellung der Regelorgane, wie in Abb. 1 erörtert, bewirken.
Oder es kann ein Gas- oder Flüssigkeitsstrahl seitlich zwischen der Strahlrohrmündung
und der dieser gegenüberliegenden Fangdüse k und! I (Abb. 2.) z. B. durch eine
Meßvorrichturig geleitet werden, der den kraftübertragenden Strahl von der Fangdüse
ablenkt, solange der zu regelnde Zustand normal ist, und ihn in die Fangdüse zur Verstellung
des Regelorgans (Kolben g, Abb. 2I gelangen läßt, wenn bei Abweichung vom Normalzustand
das Meßgerät diesen seitlichen Strahl nicht mehr in die Bahn des Strahles
zwischen Strahlrohr und Fangdüse treten läßt. Dieses Ein- oder Austretenlassen eines
solchen Nebenstrahles in die Bahn des Hauptstrahles zwischen Strahlrohr und Fangdüse
kann auch dadurch geschehen, daß dieser Nebenstrahl seine Form ändert, je nach dem
Druck, durch welchen er gebildet wird. Ist der Druck hoch, so hat dieser NebenstraW
eine gestreckte, mehr grundlinige Form, er trifft daher bei einem waagerecht liegenden
Strahlrohr, aus welchem er austritt, einen höher liegenden Punkt, als wenn sein Druck
geringer und die Strahlform daher gekrümmter ist und deshalb der Strahl schon bald nach
Verlassen der Mündung in tiefer liegender Bahn sich bewegt. Diese verschiedenen
Höhenlagen der Strahlbahnen können benutzt Werden, um den Hilfsstrahl in die Bahn des
Hauptstrahles nach Maßgabe des zu regelnden Vorganges oder Zustandes zu bringen oder
daraus zu entfernen. Denselben Gedanken kann man auch für den Hauptstrahl anwenden,
derart, daß z. B. der gestreckte Strahl in die Fangdüse trifft, der gekrümmtere Strahl
aber daran vorbeigeht.
Der die Strahlform bedingende Flüssigkeitsdruck wird in Abhängigkeit von der zu
überwachenden Einrichtung oder Zustand gebracht.
Wie schon gesagt, ist unter Flüssigkeit
auch eine sogenannte mechanische Flüssigkeit zu verstehen. Ein Beispiel für die Anwendung
des Erfindungsgedankens für solchen Fall ergibt sich, wenn etwa die Füllhöhe von
Getreide, Kohlenstaub o. dgl. in Bunkern geregelt werden soll. Denkt man sich in Abb. 1
den Behälter c als Getreidesilo, so wird der Druck z. B. von Preßluft, die durch e zutritt,
durch das über das Strahlrohr d sich lagernde Getreide ebenso beeinflußt wie bei Abb. 1
durch die Flüssigkeit.
Durch Anordnung mehrerer Strahlen in verschiedenen Höhen kann ein selbsttätiges
Füllen und Entleeren des Behälters zwischen dieser Höhenlage herbeigeführt werden.
Mit der durch die Strahlregler betätigten Steuerung für die Einlaß- und Auslaßorgane
kann eine Vorrichtung zum Zählen der Füllungen verbunden werden, so daß dann diese
Einrichtung zum Messen dient.
Claims (6)
1. Mit einem Flüssigkeits-, Dampf- oder
Gasstrahl arbeitender Regler, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkung dieses Strahles durch in seine Bahn nach Maßgäbe
des zu regelnden Vorganges tretende Flüssigkeit beeinflußt wird.
2. Regler nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Strahl das Rad
einer zur Verstellung des Regelorgans dienenden Freistrahlturbine dreht oder ruhen läßt, je nachdem die nach Maßgabe
des zu regelnden Vorganges eingestellte Flüssigkeit den Strahl auf das Rad gelangen
läßt oder nicht.
3. Regler nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegbarkeit des
Turbinenrades durch den Stand der nach Maßgabe des zu regelnden Vorganges einspielenden
Flüssigkeit beeinflußt wird.
4. Regler nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die den
Strahl beeinflussende Flüssigkeit selbst wieder die Form eines Strahles hat, der
je nach seiner Richtung und Stärke auf den Austritt oder die Richtung des ersten
Strahles einwirkt.
5. Ausführungsweise des Reglers nach Anspruch 1, bei welcher die Verstellung
der Regelorgane beim Abweichen von willkürlich verlegten Grenzen eintreten soll, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstellung
der jeweils beabsichtigten Einstellgrenze in der Weise geschieht, daß die Relativlage des die Regeltätigkeit auslösenden
Strahles zu der Oberfläche der Flüssigkeit, die nach Maßgabe des zu regelnden Vorganges oder Zustandes den
Strahl beeinflußt, entsprechend eingestellt wird.
6. Ausführungweise des Reglers nach Anspruch 1, bei welcher die regelnde
Tätigkeit nach dem Diktat mehrerer Impulse dann geschehen soll, wenn der eine oder andere der zu überwachenden Zustände
vom Normalen abweicht, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Impuls selbsttätig den Eingriffsbereich des Reglers,
z. B. durch eine Änderung der Relativlage des Strahles zu der Oberfläche der Flüssigkeit, die nach Maßgabe des ersten
Impulses den Strahl beeinflußt, eingestellt wird, verlegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH84122D DE525880C (de) | 1927-10-05 | 1927-10-05 | Regler |
Applications Claiming Priority (1)
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| DESCH84122D DE525880C (de) | 1927-10-05 | 1927-10-05 | Regler |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE525880C true DE525880C (de) | 1931-05-30 |
Family
ID=7442883
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH84122D Expired DE525880C (de) | 1927-10-05 | 1927-10-05 | Regler |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE525880C (de) |
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1927
- 1927-10-05 DE DESCH84122D patent/DE525880C/de not_active Expired
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