DE522452C - Verfahren zum Auftragen von UEberzuegen haertbarer Kunstharze - Google Patents
Verfahren zum Auftragen von UEberzuegen haertbarer KunstharzeInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D—PROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
- B05D1/00—Processes for applying liquids or other fluent materials
- B05D1/02—Processes for applying liquids or other fluent materials performed by spraying
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Description
- Verfahren zum Auftragen von Überzügen härtbarer Kunstharze Gegenstand des vorliegenden Patents bildet ein Verfahren zum Auftragen von Überzügen aus härtbaren Kunstharzen wie Phenolforinaldehvdkon@densaten. Das Verfahren ist insbesondere bestimmt für das Überziehen solcher Gegenstände, die infolge !ihrer Ausdehnung oder ihres Gewichtes beim Eintauchen in Lösungen Schwierigkeiten bereiten, also z. B. großflächige Bleche. Wenn man versucht, derartige Flächen dadurch mit härtbaren Kunstharzen zu überziehen, d'aß man Lösungen von Kunstharzphase mittels einer Spritzpistole oder einer äslnlichen Apparatur aufbringt, so zeigt sich eine Reihe von Schwierigkeiten. Durch die Ver.dtinstung des Lösungsmittels bei dem Zerstäuben wird die Temperatur des aufzutragenden Lackes sehr stark herabgesetzt. Ist nun das aufzutragende Kunstharz nach dem Verdampfen des Lösungsmittels in der Kälte fest, so entsteht alsbald nach dem Austritt aus der Spritzpistole infolge Verdampfend des Lösungsmittels und infolge der starken Ahkühltingein vollkommen festes trockenes Pulver, das auf der zu überziehenden Fläche nicht oder nur zum geringsten Teil haftet, oder aber, trenn das Lösungsmittel nicht ganz. verdampft, so entsteht bereits an den Düsen eine so hochgradig viskose Masse, daß an eine reguläre Arbeit der Spritzpistole gar nicht zu denken ist. In dem einen wie in dem anderen Fall treten Verluste an Material ein, ohne daß ein homogener Überzug auf dein zu überziehenden 'Metallgegenstand entsteht. @'ersucht man, geschmolzenes Kunstharz ohne Lösungsmittel aufzustäuben, wie dies für andere Harze bereits vorgeschlagen ist. so versagt das Spritzverfahren ebenfalls, weil bei der hohen Viskosität der Phenolharze diese in dein Liefergefäß der Spritzpistole sehr hoch erhitzt wenden müßten, um genügend dünnflüssig für das Spritzen zu werden. Bei diesen Temperaturen setzt aber bereits die Härtung der Kunstharze so stark ein, daß in kürzester Zeit die Düsen verstopft sind und das Verfahren unmöglich wird.
- Diese Schwierigkeiten «-erden erfindungsgemäß auf folgende Weise überwunden: Das Kunstharz wird mit reichlichen -Mengen Lösungsmittel verdünnt, und zwar so weit, daß die zur Zerstäubtung gelangende Lösung etwa 50 bis. 25o°(" Lösungsmittel (insbesondere Spiritus) berechnet auf -das Harz enthält. Dann wird diese stark verdünnte Lösung in dem Reservoirgefäß unter Druck über d°ii Siedepunkt des Lösungsmittels erhitzt. Infolge der stark:@n Verdünnung wird hierbei selbst bei Temperaturen von i8o' das Auftreten von Härtungserscheinungen verhindert. Wird nun die überhitzte Lacklösung zur Zerstäubung entspannt, so verdampft das Lösungsmittel, aber der entstehende Kunstharznebel wird infolge der durch die Überhitzung aufgespeicherten Wärme wesentlich weniger abgekühlt. Es wird dadurch erreicht, daß der Kunst:harznebel aus noch klebenden Teilchen besteht.,die ohne weiteres sich homogen auf der zu überziehenden Oberfläche festsetzen und vereinigen. Bei den stärkeren: Verdünnungsgraden reicht allerdings die dur cli °die Überhitzung aufgespeicherte Wärme .Vielfach auch noch nicht aus, uni die Temperatur des bei der Zerstäubung entstehenden Kunstharznebels nicht unter die Siedetemperatur des Lösungsmittels sinken zu lassen. Man führt in solchen Fällen weitere Wärme dadurch zu, d:aß man die zum Zerstäuben benötigte Drucklift ebenfalls stark anwärmt. Bei höheren Temperaturen kann man zweckmäßig statt Luft inerte Gase verwenden. `@Teiter kann man, wenn man das Auftragen mit dem Härtepr ozeß kombinieren will, weitere erhitzte Luft außerhalb der Zierstäubungsdüse zuführen und dadurch den aufgetragenen Lack gleichzeitig anhärten. Beiläufig -ist zu bemerken, J'aß bei dieser Arbeitsweise es ohne große Schwierigkeiten möglich ist, die Lösungsmitteldämpfe abzufangen, dpa der Spritzstrahl des Harznebels sich an der Düse sofort von den meist ein leichteres spezifisches Gewicht aufweisenden Dämpfen .des Lösungsmittels trennt und die letzteren in geeigneter Weise gesammc-lt werden können.
- Benutzt man höher siedende Lösungsmittel, z. B. Benzylalkohol, 'so ist natürlich die Tetnperatur des entstehenden Kunstharznebels entsprechend höher, was unter Umständen ein Vorteil sein kann. Durch die Verdampfung des Lösungsmittels wird außerdem die Korngröße des Nebels verkleinert, so :daß besonders dünne, aber dichte Überzüge erhalten «erden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Auftragung von Überzügen härtbarer Kunstharze. dadurch gekennzeichnet, Saß man eine überhitzte Lösung des Kunstharzes entspannt und zerstäubt,
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man stark verdünnte Lösungen, z. B. solche mit einem Gehalt von 5o bis 25a, °1o Lösungsmitteln, insbesondere Spiritus (bezogen auf das Harz), verwendet.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und- 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Zerstäubung mittels so weit erhitzter Luft vornimmt, daß die Temperatur des nach Verdunstung der Hauptmenge des Lösungsmittels verbleibenden zerstäubten Kunstharzes beim Auftreffen auf die Unterlage nicht unter den Siedepunkt des Lösungsmittels sinkt. d.. Verfahren nach Anspruch i, ? und 3, dadurch gekennzeichnet, daß man während oder nach Zerstäubung der Lacklösung weitere Wärme, z. B. durch einen erhitzten Luftstrom o. dgl., zuführt, um bei der Auftrag tng .das Kunstharz gleichzeitig anzuhärten.
Priority Applications (1)
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| DEH123739D Expired DE522452C (de) | 1929-10-13 | 1929-10-13 | Verfahren zum Auftragen von UEberzuegen haertbarer Kunstharze |
Country Status (1)
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1929
- 1929-10-13 DE DEH123739D patent/DE522452C/de not_active Expired
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