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Vorrichtung zur Herstellung von Klebstreifen Die Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zur Flerstellung von Klebstreifen, bei der ein Stoffstreifen an
einer ventilgesteuerten, den Klebstoff aufbringenden Düse vorbeigeführt wird. und
bezweckt die Ermöglichung der Herstellung in großen Mengen und vorzugs-,#\ eise
derart, daß der Klebstoff nur auf einen "feil oder auf voneinander getrennte Teile
in 1Zichtung der Breite aufgebracht wird, wobei die Klebschicht in bekannter Weise
mit einem abziehbaren Streifen von leichtem Gewebe <1g1. bedeckt sein kann. Streifen
dieser Art #ind für viele Zwecke geeignet, z. B. als Bindestreifen für Schuhe und
als Klebstreifen iiir Wundverbände. Bei den bekannten Anordnungen der verschiedenen
Art treten häufig Störungen im Dauerbetrieb auf. welche durch die Eigenart des empfindlichen
Streifenmaterials und des zähflüssigen Klebstoffes unvermeidlich sind. Vor allein
bereitet die gleichmäßige Klebstoffauftragung bei vorübergehenden Stillständen große
Schwierigkeit.
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Erfindungsgemäß sind die Antriebsvorrichtungen für den Streifen und
für das Ventil durch eine Kupplung verbunden, welche das Ventil bei Stillstand des
Streifens selbsttätig schließt und bei erneutem Vorschub .selbsttätig öffnet. Vorzugsweise
erfolgt die Absperrung der Klebstoffzufuhr bei beendeter Streifenbewegung durch
Schließen des Ventils mit Verzögerung, während die selbsttätige Öffnung des Ventils
rasch erfolgt. Eine Ausbildungsform der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist in den
Zeichnungen veranschaulicht.
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Abb. i stellt eine Vorderansicht der Maschine dar, wobei gewisse Teile
weggebrochen oder fortgelassen sind; Abb. ? veranschaulicht eine Ansicht von oben,
Abb. 3 einen Teilschnitt der Steuerung für die Kupplungsvorrichtung, Abb.4 eine
Seitenansicht der Maschine, Abb. 5 einen Teilschnitt einer Ausbildungsform der überwachungsvorrichtung
für die Kupplung, Abb. G eine teilweise im Schnitt getroffene Ansicht eines Teiles
der Vorrichtung von Abb. ; , Abb. j eine teilweise geschnittene Ansicht der Kupplungsvorrichtung
und einer Ausbilciutigsform ihrer Steuerung.
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Abb. S einen Teilschnitt.
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Abb. 9 eine teilweise weggebrochene Ansicht von oben auf die in Abb.
; gezeigte Vorrichtutlg, , Abb. io eine teilweise geschnittene Ansicht des Steuerventils
für die Klebstoffzufuhr, Abb. i t einen Schnitt nach Linie r o-. 19
von Abb.
i o, Abb. 12 einen Schnitt nach Linie 20-2o von Abb. i i, Abb. 13 eine Ansicht von
oben auf einen Teil der Ventilsteuerung,
Abb. e4 eine teilweise
gcSchnittene Ansicht der letzteren, Abb. 1 5 eine Ansicht. der letzteren, .
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Abb. 16 eine Ansicht derselben \-on oben finit dem zugehörigen Gelenk.
' Abb. i; eine 'Ansicht der Gelenkverbindung, Abb. iS einen L<ingssclinitt durch
einen Teil der letzteren, Abb. icg ein Schaltungsschema, Abb. 20 eine Ansicht von
oben auf einen Teil der Hilfssteuerung.
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Abb. ai eine Endansicht derselben. Abb. 22 eine Seitenansicht.
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Die bevorzugte Ausbildungsforen der Erfindung besteht aus einem Tisch
1, welcher Antriebsmittel trägt, z. B. einen Elektroi1zotOr 2, eine Vorrichtung
G zur Aufbringung des Klebstoffes auf den Streifen. eine Trocknungsvorrichtung D,
eine 12eßvorrichtung JI, eine Steuervorrichtung C, «-elche der Meßvorrichtung JI
zugeordnet ist, und Hilfsmittel r1 zur Aufbringung des Deckstreifens auf den mit
Klebstoff überzogenen Teil des Klebs s treifens.
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In den Abb. i, io, i i und 1 2 sind die Hilfsmittel zur Aufbringung
des Klebstoffes auf den Streifen dargestellt. Dieser Teil der Maschine ist mit einem
Behälter io für den Klebstoff versehen, welcher sich vorzugsweise in einem halbflüssigen
oder viskosen. Zustand befindet. Der Behälter ist vorzugsweise durch die Rohrleitung
9 mit einer Druckluftduelle verbunden.
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Der Boden des Behälters i o kann nach innen konisch verlaufen, und
zwar im wesentlichen in Form eines Trichters i i, so daß der viskose Klebstoff normalerweise
einem verengten Durchlaß 12 oberhalb des Ventils zugeleitet wird, welches im allgemeinen
mit V bezeichnet ist (Abb. io und i i @. Dieses Ventil hat vorzugsweise einen zylindrischen
Ventilkörper 13. welcher drehbar gegenüber der verengten lotrechten Verlängerung
15 des Durchlasses 1a angeordnet ist. Der zylindrische Körper ist vorzugsweise mit
einer cliainetral angeordneten Offnung i o, versehen, welche nach entsprechender
Drehung eine Verlängerung des Durchlasses 15 bildet. Eine waagerecht angeordnete
Üffnung i9, deren Breite im wesentlichen gleich jener des zu behandelnden Streifens
ist, steht finit einem Durchlaß 15 (Abb. 12) in Verbindung. Am unteren Teile dieser
waagerechten öffnung befindet sich ein federnd gelagerter BIOCh 20 aus Fiber o.
d'-I.
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Der Block ?o ruht auf einem Lager 21, welches zwischen dein Block
und den Schraubenfedern -a3 eingeschaltet ist, so claß der Streifen nachgiebig und
doch fest gegen eine Fläche r4. gepreßt wird, die sich an den Durchlaß i.; 'anschließt
und den Teil des Streifens abdeckt, welcher nicht mit Klebstoff versehen werden
soll. Eine sich nach unten erstreckende Spindel iß dient zur Zusammenpressung der
Federei 23 und zur Senkung des Blockes 2o. um gewünschtenfalls einen neuen Streifen
in das Ventil einzuführen. Das Ende der Öffnung i9, an welchem der Streifen das
Ventil verläßt, ist erweitert, so claß eine Klebstoffschicht von gewünschter Dicke
auf dem Streifen verbleibt. Die Breite der zu bedeckenden Zone des Streifens wird
ursprünglich etwas schmaler gewählt als jene Zone. welche evtl. von dem Klebstoff
bedeckt werden soll. und die öffnung 15 ist etwas von der benachbarten Grenze des
Streifens entfernt. da normalerweise das Bindemittel sich auf dem Streifen auszubreiten
versucht, und zwar nach oder während der Trocknung (Abb. 12). Gewiinschtenfalls
kann auch ein gerillter Schuh verwendet werden in Verbindung mit einem derartigen
Ventil, besonders wenn ein dickes und zähes Klebmittel benutzt wird. Das Ventil
13 kann durch einen Arm 26 gedreht werden, so daß die Ventilöffnung 16 außer
Verbindung mit dem Dtirchlaß 15 gebracht wird, um den Durchfluß des Klebmittels
zu verhindern. Beim Betriebe kann eine Bandspule in der Nähe des Ventils gelagert
sein. wie es bei 30 in Abb. i angedeutet ist. Zwischen der Spule und dein Ventil
läuft der Streifen durch Führungen 31 (Abb. 4). so daß das Band beim Passieren des
Ventils straff gespannt bleibt. Die Führung 31 besteht aus einer Reihe von gegenüberstehenden
Stiften, zwischen denen das Band 4.o zickzackförmig verläuft. also zwei benachbarte
Stifte mit entgegengesetzten Streifenseiten berührt.
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Zur Aufnahme des mit Klebstoff überzogenen Streifens dient eine Trockenvorrichtung
D, auf welcher der halbweiche Klebstoff etwas getrocknet werden soll.
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Von der Trockenvorrichtung D läuft der Streifen in die Meßvorrichtung
JI, welche aus den Walzen ;o und 7 1 (Abb. 4) besteht, von welchen letztere so dimensioniert
ist, daß eine gegebene Streifenlänge, etwa z. B. ein ZZeter, über diese Trommel
bei ieder Umdrehung himwegläuft. Die Trommel ; 1 ist mit der Bremsausriick- oder
Überwachungsvorrichtung (als Ganzes finit G bezeichnet) verbunden, so claß jene
Vorrichtung synchron mit dein Ablaut einer bestimmten Streifenlänge über die Meßvorrichtung
bewegt wird.
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Die «'alte; i ist auf einer Welle ;9 gelagert, welche durch einen
Treibriemen 78 mit einer benachbarten Welle rgi verbunden ist, die im nachstehenden
als Hauptgegenwelle der Maschine bezeichnet wird und ihrerseits von einer Riemenscheibe
77 auf Welle go angetrieben
wird (Abh. 5). Auf Welle 8o
ist eine Riemenscheibe 8i befestigt. «-elche z. B. durch einen Riemen 82 mit dem
Elektroinotor 2 verbunden ist. Auf der Antriebswelle So befindet sich zwischen den
Riemenscheiben 7 und 8i eine Scheibenkupplung 8q.. welche aus einem mit Gewebe bezogenen
Stück be-,teht. das normalerweise mit einer Fläche der Riemenscheibe 81 in Reibungsverbindung
steht, so daß die Hauptgegenwelle und verschiedene von dieser abhängige Rollen und
Walzen der Maschine angetrieben werden können. Es ist erwünscht, daß wenn die lIeßtrommel
71 eine bestimmte Anzahl von UmrIrehungen entsprechend einer gegebenen Bandlänge
vollführt hat, wie sie z. B. zur Bewicklung einer Spule von bestimmter Meterzahl
notwendig ist, die Vorrichtung ausgekuppelt wird, um die Entfernung der aufgewickelten
Spule und die Einsetzung einer leeren Spule von Hand und die Wiederholung der Aufwicklung
zu ermöglichen. Zu diesem Zwecke (vgl. Abb.7, 8 und 9) ist auf dein mittleren Teile
der Welle 79 eine Schraube 86 vorgesehen, mit welcher die Halbmutter 92 in Eingriff
steht, die auf dein äußeren Ende des Schwingarmes 89 gelagert ist, dessen entgegengesetztes
Ende drehbar auf der Führung finit Hilfe einer Hülse 9o befestigt ist. Die Führung
9i ist mit einem verstellbaren Anschlag 92 versehen und finit einer Skala 9.1, so
daß der Anschlag 92 auf irgendeiner vorbestimmten Stelle befestigt werden kann,
um die Länge des Weges der Hülse 9o zti verändern und mithin die entsprechende T.änge
des während jeder Operation bzw. für jede Spule erzeugten Bandes.
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Die Mutter 82 verschiebt sich normalerweise längs der Schraube 86
während der Umdrehung der Welle 89. Am Ende der Schraube 86 nahe der Trommel 71
ist eine Ausrückvorrichtung vorgesehen, die als Ganzes mit ioo bezeichnet ist. Ein
hervorragender Stift ioi auf der Mutter 82 kann in Eingriff mit einer Schulter 103
(Abb. 8) auf dem Ausrückglied ioo kommen, wodurch die Mutter nach oben, also außer
Eingriff mit dem Gewinde 86 der Welle gebracht werden kann Abb. 8). Ein Ansatz io5
des Schwingarmes (Abb. j bis 8) kann mit einem Stift auf dem lotrecht beweglichen
Schieber io6 zu-:ammemvirken, welch letzterer in U-förmigen 1, iihrungen i in gehalten
wird und dessen unteres Ende mit einem gerillten Verbindungsblock.i 11 versehen
ist.
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Dieser ist durch einen Bolzen i6o und eine Feder 161 nachgiebig mit
einem .Paar Metallplatten 163 und 16:1 verbunden. zwischen welchen eine Scheibe
aus Leder oder einem ähnlichen faserförmigen Reibungsmaterial geklemmt ist, die
dem Umfang der Walze 71 gegenübersteht. so daß eine lotrechte Bewegung des Schiebers
io6 die Lederscheibe 165 in Berührung mit jener Walze bringt, also diese bremst.
Dieser Block ist an dem einen Ende eines Winkelhebels 16; (Abb. q) angeordnet, dessen
anderer Arm einen nach oben sich erstreckenden Handsteuerhebel168 bildet. Mit einem
Teil des Winkelhebels 167, z. B. mit dem Querband 169, ist ein Stab 170 verbunden,
welcher am anderen Ende mit dem Winkelhebel 171 in Verbindung steht, welcher einen
Reibungsblock 17:2 gegenüber dem Umfang der Trockentrommel 145 hat, die in ähnlicher
Weise durch diesen gebremst wird, wie es bei der Walze 71 beschrieben wurde. Während
die selbsttätige Kupplungsausrückv orrichtung in Verbindung mit der Handsteuerv
orrichtung nach Abb. ; besonders beschrieben ist, kann sie ebensogut mit einer elektrischen
Steuervorrichtung nach Abb. , zusammenwirken, da in beiden Fällen eine Bewegung
des Hebels 168 bei der Bremsung erfolgt.
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In den Abb. 13 und 5 ist eine bevorzugte Ausbildungsform der Steuervorrichtung
dargestellt, welche zur Ausrückung und Einrückung der Kupplung 8:1 sowie zur Steuerung
des Ventils h dient. In Abb. 5 ist eine Magnetspule 289 dargestellt. welche sich
unterhalb des Tisches i befindet und einen Kern 290 umgibt, der durch einen kurzen
Lenker 291 mit dem Kupplungshebel 292 verbunden ist und mit dem Lenker 29q., der
zur Steuerung des Ventils dient, so daß bei Erregung der Magnetspule die Kupplung
eingerückt und das Ventil geöffnet wird. Eine Feder 2j9 zieht den Hebel 292 in solcher
Richtung, daß die Kupplung ausgerückt ist, wenn die Magnetspule nicht erregt ist.
Die Erregung kann vorzugsweise durch einen vom Schalter 300 (Abb. i9) überwachten
elektrischen Stromkreis geschehen, dessen einer Kontakt 301 sich auf dem Steuerhebel
168 (Abb. q, und i9) befindet, welcher bei seiner Bewegung zunächst den Schalter
300 öffnet und sodann die Bremsen 165 und 172 anzieht. Der Schalter 300 überwacht
vorzugsweise auch den Stromkreis für den Motor 2, so daß bei Öffnung des Schalters
gleichzeitig die Entkupplung und die Stillsetzung des Motors erfolgt, während bei
Schließung des Schalters gleichzeitig der Motor in Gang gesetzt und die Kupplung
eingerückt wird. Die automatische Kupplungsausrückvorrichtung, bestehend aus Mutter
82. wie sie in den Abb. 6, ; und 8 dargestellt ist, kann auch zusammen mit den elektrischen
Steuervorrichtungen verwendet werden und dreht den Hebel 168, wenn die Mutter am
Ende der Schraube 86 angelangt ist, so daß der Schalter 300 geöffnet und
die Maschine abestellt wird. Bei dieser Art der Kuppe#
lungssteuerung
ist der Winkelhebel 10() (Abb. 9) und das damit verbundene Gelenk i,3 weggelassen.
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Die mechanische Kupplungssteuerung nach 4bb. 4., 7 und 9 weist einen
Winkelhebel i o8 auf, welcher drehbar in der Mitte des Schiebers io6 befestigt ist.
Dieser Winkelhebel ist auf einem waagerechten Zapfen 115 gelagert und greift mit
dem anderen Ende an einen zweiten Winkelhebel zog an, der sich um einen lotrechten
Zapfen drehen kann. Das freie Ende dieses letzteren Winkelhebels log greift an einen
waagerecht verschiebbaren Block i 18 an, welcher in dem Hängelager i 19 gleitet
und an dem einen Ende oberhalb der Kupplung 84 eine Kannnrille i2o aufweist. Ein
nach oben ragender Stab 159, welcher finit seinem mittleren Teil drehbar auf einem
Hängearm 158 gelagert ist, greift mit einem Zapfen an seinem oberen Ende in die
Kammrille ein, während sein unteres Ende drehbar finit einer Hülse verbunden ist,
die der Reibungskupplung gegenüberliegt, so daß letztere dann eingerückt wird, wenn
die Mutter 82 von der Schraube 86 abgehoben wird und infolgedessen der Lenker io6,
die Winkelhebel io8 und zog und der Stab 159 bewegt werden. Mit dem mittleren Teil
des Gleitblockes ist ein nach außen ragender Arm 153 verbuncien, -welcher mit seinem
äußeren Ende in einem U-förmigen Hängelager 15¢ liegt, das an der unteren Fläche
der Tischplatte befestigt ist. Der Arm 153 greift an dem Hebel 9g an, welcher durch
den Lenker 98 mit dem Hebel 26 in Verbindung steht, durch welchen das Ventil V selbsttätig
geschlossen wird, wenn die Kupplung ausgerückt ist.
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In einer derartigen Maschine wird das straffgezogene Band seinen Lauf
durch das Ventil hindurch fortzusetzen suchen, wenn die Maschine abgestellt wird.
Es ist deshalb erwünscht, die Absperrung des Ventils zu verzögern, oder mit anderen
Worten, sie allinählich erfolgen zu lassen. Zu diesem Zwecke kann der Lenker 98
gegeneinander verschiebbare Teile z6o und 261 haben, zwischen denen eine Druckfeder
263 eingeschaltet ist (Abb. 16, 17, 18). Ein Teil 26o erfaßt einen hervorragenden
Stift 265, der im Schlitz 266 (Abb. 15) eines Gehäuses 268 für die Zeitbegrenzungsvorrichtung
269 (Abb. 13) gleiten kann.
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Die Zeitbegrenzungsvorrichtung besteht aus einem radial angeordneten
- Arm 270
i Abb. 15), der drehbar auf der Welle 27 r gelagert ist und den
vorstehenden Stift 2b,5 trägt, welcher mit dem einen Lenkerteil _6o in Verbindung
steht. Der Arm -7o kann durch ein Zahnrad 272 mit Hilfe eines Gesperres bewegt
werden, welch letzteres aus dem Einfallshaken 273 und der Zugfeder -974 bestellt
und normalerweise in die Zahnung des Rades 272 eingreift. Letzteres ist ebenfalls
auf der Welle '271 gelagert und mit einer liemmungssteuerung durch einen Satz von
Zahnrädern 275 verbunden. Der schwingende Ileminungshebe1276 ist mit einem
Gewicht und einem nach außen ragenden Luftdämpfer 2,90 versehen und hat Haken
281, welche abwechselnd in Eingriff mit dem gezahnten Umfang des Steigrades 279
des Zahngetriebes stehen und so eine schrittweise Bewegung der letzteren, des Armes
27o, des Stiftes 275 und des Lenkers 98 ermöglichen. wenn letzterer zur Schließung
des Ventils geschwungen wird. Ein weiterer Lenker 277, welcher vorzugsweise in seiner
Länge einstellbar ist, erstrecht sich vom Zapfen 265 zum Steuerhebel a6 des Ventils
v . Wenn die Kupplung ausgerückt und die Bremsen entweder von Hand oder selbsttätig
infolge der Wirkung der Abmeßv orrichtung angezogen werden, wird durch diese Vorrichtung
der Lenkerteil 26o gegen den Teil261 verschoben und eine Drehung des Armes 27o eingeleitet.
Eine solche Bewegung muß jedoch notwendigerweise dank der verzögernden Wirkung der
Heminungsvorrichtung allmählich erfolgen und mithin auch die Schließbewegung des
Ventils und die Absperrung des Klebstoffzuflusses auf das Band, so daß das Ventil
erst kurz nach Stillsetzung der Walzen, Trommeln usw. völlig abgeschlossen wird.
Eine derartige Wirkung ist darum erwünscht, als das straff gespannte Band noch durch
das Ventil hindurchzukriechen sucht und etwas schlaff wird, wenn die Maschine abgestellt
ist.
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Durch entsprechende Bewegung und Einstellung des Zeitbegrenzungsinechanismus
wird die Klebstoff zufuhr noch fortgesetzt, nachdem die Maschine abgestellt ist,
so daß die Entstehung von freien, unbedeckten Stellen auf dem Klebstreifen vermieden
wird. Wenn der Lenker 98 in entgegengesetzter Richtung entsprechend der Ingangsetzung
der Maschine bewegt wird, wirken die Teile 26o und 261 als starre Lenker,
und der Einfallhaken 273 gleitet über die Zahnung des Rades 272 hinweg, wodurch
eine rasche Ventil-Ziffnung gewährleistet ist.
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Die elektrisch gesteuerte Kupplung ist v orteilliaft, da sie eine
rasche Bewegung des Hebels 292 und des Lenkers 294. ermöglicht und mithin eine rasche
Öffnung des Ventils 13 und des Klebstoffzuflusses. wenn die Maschine und der Streifen
auf ihre normale Geschwindigkeit beschleunigt werden. Dies ist wünschenswert. da
infolge der natürlichen Zähigkeit des Klebstoffes die Anfangsströmung desselben
verhältnismäßig gering ist. und auch, um klebstofffreie Stellen oder einen zu dünnen
Überzug an den Stellen beim Anlaufen
der Maschine zu --ermeidcii.
Wenn ;-such die Kupplung auf diese Weise rasch eingerückt werden kann, wird trotzdem
eine plötzliche Ingangsetzung der Walzen usw. und ein etwa schädliches Zerren des
Bandes vermieden, da der Motor gleichzeitig anläuft und seine volle Geschwindigkeit
erst allmählich erreicht.
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Die Kupplung (14 kann also entweder selbsttätig durch den Daumen 103
zu Ende der Mutterbewegung längs der Schraube 86 ausgerückt werden oder mit Hilfe
des Hebels 168 in beliebigem Augenblick von Hand. und gleichzeitig dienen die Bremsklötze
165 und 172 zur Abbremsung der Rollen und Trornineln, während das Ventil
V durch den Hebel und sein Verbindungsgestänge geschlossen wird.
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Auf dein nach außen ragenden Vorsprung n o5 der -Mutter 84 befindet
sich ein im. wesentlichen waagerecht verlaufender Handgriff, der zum Abheben der
Mutter `4 von der Schraube 86 dient, wodurch erstere eirgestellt oder auf den Anfangspunkt
ihrer Bahn zurückgeführt werden kann, welcher ehirch die Stellung der Hülse92 bestimmt
ist, -was z. B. bei Einstellung der Hülse p auf der Führung gi erwünscht ist oder
dann, -wenn (lie 'Maschine nach automatischer Entkupplung -wieder in Gang gesetzt
-werden soll.
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Das Band, -welches finit dem Klebstoff be-(leckt ist, -wird gewöhnlich
aus einem dichten Gewebe gebildet. welches nicht allzu gestreckt öder deformiert
werden kann, -während der später abzunehmende Deckstreifen aus einem billigen und
vergleichsweise nachgiebigen )der losen Gewebe bestehen kann. Die richtung A dient
besonders dazu. den Deckstreifen auf den gummierten Teil des Klebbandes aufzubringen,
und zwar derart, daß eine Ablösung dieser Teile voneinander oder eine Fältelung
vermieden wird.
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Wie bereits beschrieben, ist die Welle So mit dein Elektromotor 2
durch eine Riemen-<clicil)e 8 1 und einen Treibriemen S2 verbun-Ilen.
Ein Treibriemen 78 läuft auf einer Rienienscheibe der Kupplung 84 und auf einer
Riemenscheibe auf der Gegenwelle i oi, -welche ihrerseits durch einen Riemen mit
der Welle .#0 gekuppelt ist, zwecks Antriebs der Abmeß-und Kupplungsaus- und -einrückvorrichtung.
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Die Gegenwelle igi ist ebenfalls durch einen Riemen mit der Trockentrommel
D verbunden.
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Die Walze ; o wird durch die Mehrzahl der Streifenwicklungen von Walze
; i gedreht. Während vorgezogen -wird. die verschiedenen Maschinenteile durch solche
Antriebsmittel zu treiben. welche einen gewissen Schlupf gestatten, wie z. B. Treibriemen,
kann natürlich der Antrieb auch durch Zahnrä(ler Nähr Ketten erfolgen, welche jene
Riemen ganz oder, teilweise ersetzen.
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Während die bevorzugte Ausbildungsform der Vorrichtung im wesentlichen
dazu dienen .soll. den Klebstoff nur auf die eine Randzone eines biegsamen Streifens
aufzubringen, kann sie auch dazu dienen, gewünschtenfalls die ganze Oberfläche des
Streifens oder -zwei parallele Zonen des Streifens zu bedecken.
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U in eine weitere Drehung der Trommeln, Rollen usw. zu verhindern,.
wenn der Streifen sich lockert oder bricht bzw. um den Anlauf der Maschine zu verhindern,
wenn der Streifen nicht richtig eingezogen ist, ist es wünschenswert. eine selbsttätige
Hilfssteuerung vorzusehen, welche als Ganzes mit der Zahl 325 bezeichnet ist. Diese
Vorrichtung kann vorzugsweise auf dem Tisch i angeordnet sein, nahe jenem Teil des
Streifens 6o, der von dem Ventil v zur Trockentrommel läuft, -wobei dieser Teil
des Streifens normalerweise straff gespannt ist, dank den verhältnismäßig geringen
Dimensionen des Durchlasses durch das Ventil und der Haltevorrichtungen 3 i in Verbindung
mit den Streifenwicklungen auf der Trommel 45. Die Hilfssteuerung 325 hat eine sich
nach oben erstreckende Stütze 326 (Abb. 22), auf welcher drehbar der Arm 327 gelagert
ist, dessen Führungsrolle 328 sich gegen den Klebstreifen 6o legt.
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Eine Feder 26i hält normalerweise die Rolle 328 nach oben gegen den
Klebstreifen 6o, während eine Verlängerung 334 des Arines 327 sich gegen einen Vorsprung
legt, der einen Teil eines Federschalters 333 bildet, welcher in den Stromkreis
der Magnetspule 289 und des Motors 2 eingeschaltet ist. Wenn der Klebstreifen straff
gespannt ist, hält er das Glied 234 in fester Verbindung mit dem Federschalter 333,
so daß letzterer geschlossen bleibt und den Strom hindurchläßt. Wenig jedoch der
Klebstreifen 6o bricht oder schlaff wird, dann drückt die Feder 26i den Schwingarm
327 nach oben und entfernt dadurch die Verlängerung 334 vom Schalter 333, so <laß
letzterer sich öffnet.
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Der obere Teil der Stütze 326 trägt einen Arm 340, welcher mit einer
nach unten sich erstreckenden Druckfeder 341 versehen ist, die ein Glied 342 beeindruckt,
das drehbar am äußeren Ende des Armes 34o gelagert ist. Eine Stellschraube 35o o.
dgl. ist frei beweglich durch die Öffnung 35i des Armes 340 geführt und in das Glied
342 eingeschraubt, um einen einstellbaren Anschlag zur Begrenzung der Abwärtsbewegung
des letzteren zu bilden. Eine zweite Schraube 355, .welche mit einer Feststellmutter
356 --ersehen ist, ragt durch den Arm 3.4o hindurch und dient zur Einstellung des
Federdruckes der Feder 341. Das Glied 342 ist so hinsichtlich der Rollenbahn
von
Rolle 328 eingestellt:, dafl die Aufwärtsbewegung der letzteren bei losem oder gebrochenem
Streifen das Band in Berührung mit der unteren Fläche des frliedes 342 zwingt, so
daß es federnd zwischen jenem Glied und der Rolle 328 gefußt wird. Auf fliese Art
wird ein Reibungsschlepper für das schlaffe oder zerrissene Band gebildet, uin die
Berührung eines losen Teiles desselben von benachbarten Maschinenteilen oder anderen
Bandteilen zu verhindern. Lm die Aufwärtsbewegung des Bandes in der richtigen Weise
unter solchen Bedingungen zu sichern. sind Führungsglieder, wie z. B. ein Paar Drühte
36i, vorgesehen, welche sich vom Arm 3.4a nach abwärts bis zu einem Punkte nahe
der unteren Stellung der Ralle 328 erstrecken, lind zwar auf beiden Seiten der normalen
Bandbahn, so daß eine Querbewegung des Bandes aus seiner normalen Balin verhindert
wird.
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Die Hilfssteuerung 3.25 ist vorzugsweise verhältnismäßig dicht bei
der Trockentrommel gelagert, wie es besonders aus Abb..I ersichtlich ist, da erfahrungsgemäß
das Band gewöhnlich nahe jenem Punkte bricht, wo e# zuerst beträchtlichen Spannungen
unter«#orfen wird, d. h. also in der -Nähe des Ventils 13. Auf diese Weise
kann eine beträchtliche Streifenlänge über die Rolle 328 laufen, bevor die Maschine
durch den Schalter 333 ab-,gestellt wird und die Bremsen in Tätigkeit treten. Auf
diese Weise besteht kaum eine \Iriglichkeit, daß das abgebrochene Bandende Tiber
die durch Rolle 328 und Arm 342 gebildete Bremsvorrichtung hinausläuft.
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In dem Schaltungsschema (Abb. i9) ist ein lauptschalter 3400 vorgesehen,
welcher die Maschine mit irgendeiner Stromquelle verhindet. Die Stromkreise, sowohl
für den Motor 2 als auch für die Magnetspule 289, kiiniien durch Öffnung des Schalters
300 unterbrochen werden, und zwar durch Bewegung fles Steuerhebels 168, der
auch die Bremsen in Tätigkeit setzt. Die genannten Stromkreise können aber auch
selbsttätig durch den Schalter 3,33 bzw. den Mechanismus 328 geöffnet Werden, wenn
das Band locker wird oder bricht. In diesem ,#.ugenblicle bewirken die Glieder 328
und 3:a.2 eine derartige Reibung auf das Band, daß hierdurch die Bewegungen der
Walzen, Trommeln usw. der Maschine N-erzögert werden. In jedem Falle verursacht
die 'Unterbrechung des Solenoidstromes die Absperrung des Ventils Ir, welche jedoch
dank der Wirkung des Hemmungsmechanisnius allmählich erfolgt.
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@@'ährend die obige Beschreibung und die Abbildungen sich besonders
auf die Herstellung eines verhältnismäßig schmalen Klebstreifens beziehen, kann
die Breite der Rillen und die Dimension der anderen Maschinenteile derart verändert
werden, daß verhältnismäßig breite Bänder mit Klebstoff überzogen «-erden können,
und zwar ebenfalls in beliebigein Malte und über beliebige Zonen.