DE520150C - Ofen zur Bildung schwefliger Saeure durch Verbrennen von Schwefelwasserstoff - Google Patents

Ofen zur Bildung schwefliger Saeure durch Verbrennen von Schwefelwasserstoff

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DE520150C
DE520150C DENDAT520150D DE520150DD DE520150C DE 520150 C DE520150 C DE 520150C DE NDAT520150 D DENDAT520150 D DE NDAT520150D DE 520150D D DE520150D D DE 520150DD DE 520150 C DE520150 C DE 520150C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B17/00Sulfur; Compounds thereof
    • C01B17/48Sulfur dioxide; Sulfurous acid
    • C01B17/50Preparation of sulfur dioxide

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Description

  • Ofen zur Bildung schwefliger Säure durch Verbrennen von Schwefelwasserstoff Es ist bereits ein Verfahren zur Atnmonsulfatherstellung aus Destillationsgasen unter Benutzung des Gasschwefels vorgeschlagen worden, bei dem ein von Ammoniak befreiter schwefelwasserstoffhaltiger Teilgasstrom zwecks Bildung von schwefliger Säure durch einen Ofen unter Beifügung von Sauerstoff geleitet wird und in diesem Ofen eine Endtemperatur von 700° C aufrechterhalten wird.
  • Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausgestaltung dieses Verbrennungsofens, die der erhöhten Verbrennungstemperatur und dem Verlauf der Umsetzung des Schwefelwasserstoffes zu schwefliger Säure Rechnung trägt. Um die Verbrennungsmedien auf die für die S O#-Bildung notwendige Temperatur zu bringen, bedarf es der Aufwendung einer beträchtlichen Wärmemenge. Da die Umsetzung von Schwefelwasserstoff zu Schwefeldioxyd ein exothermer Vorgang ist, so bedarf es nur zur Einleitung der Verbrennung einer gewissen Wärmezufuhr, während der bereits eingeleitete Vorgang sich durch die dabei entstehende Wärme selbst erhält. Gemäß der Erfindung besteht das Verbrennungsrohr aus zwei Teilen, von denen der eine, in den die Gase zunächst eintreten, durch äußere Beheizung, z. B. mittels einer Gasflamme, auf eine Temperatur von etwa 700° C erhitzt wird, während der andere Teil des Rohres in eine die Wärme schlecht leitende Masse eingebettet wird. Sobald die Temperaturen innerhalb des Verbrennungsrohres die gewünschte Höhe erreicht haben, kann die Beheizung des einen Teilrohres ausgeschaltet werden, da der Verbrennungsvorgang die durch Wärmeableitung etwa auftretenden Verluste deckt. Eine genaue Temperaturregelung kann durch die Bemessung der Zugabe an Verbrennungsluft erfolgen.
  • Auf der Abbildung ist der erfindungsgemäße Verbrennungsofen in beispielsweiser Ausführungsform dargestellt. Die beiden aus einer Speziallegierung hergestellten, den Reaktionsraum umschließenden Rohre a und b sind in Wandungen aus feuerfesten, z. B. Schamottesteinen c und d eingesetzt. Das Rohr a ist von einem Hohlraum umgeben, in dem sich ein Gasbrenner e befindet und der einen Abzug/ zum Kamin hat. Die Räume g und h sind mit einer die Wärme schlecht leitenden Masse, beispielsweise Kieselgur, ausgefüllt. Das Anheizen des Ofens kann z. B. in folgender Weise vor sich gehen: In das Rohr a werden pro Minute 2,5 cbm Schwefelwasserstoff und etwa 15 bis 25 cbm Luft eingeleitet, nachdem die Gasbeheizung in Tätigkeit getreten ist. Wenn die Temperatur am Ende des Rohres b auf etwa 5oo° C gestiegen ist, wird die Schwefelwasserstoffmenge auf etwa 5 cbm, die Luftmenge entsprechend auf etwa 3o bis 5o cbm gesteigert. Hat die Temperatur am Ende des Rohres b den Betrag von 700° C erreicht, so wird die Heizung abgestellt und von jetzt ab die normale Menge von io cbm Schwefelwasserstoff in der Minute und 6o bis i oo cbm Luft in der Minute eingeleitet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Ofen zur Bildung von schwefliger Säure durch Verbrennen von Schwefelwasserstoff bei einer Endtemperatur von 700° C, dadurch gekennzeichnet, daß der Ofen aus zwei Teilrohren besteht, deren eines mit einer Außenbeheizung versehen ist, durch die es auf eine Temperatur von etwa 700° C erhitzt werden kann, während das andere in eine die Wärme schlecht leitende Masse eingebettet ist.
  2. 2. Verfahren zum Betriebe eines Ofens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß nur zur Einleitung des Verbrennungsvorganges die Außenbeheizung in Tätigkeit tritt, während beim weiteren Verlauf der Verbrennung die Wärmeverluste durch die bei der Umsetzung entstehende Wärme gedeckt werden und Eine eventuelle Regelung der Verbrennungstemperatur durch Bemessung des Verbrennungsluftzusatzes erfolgt.
DENDAT520150D Ofen zur Bildung schwefliger Saeure durch Verbrennen von Schwefelwasserstoff Expired DE520150C (de)

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