DE52002C - Walzwerk zur Herstellung von Blech aus flüssigem Metall - Google Patents
Walzwerk zur Herstellung von Blech aus flüssigem MetallInfo
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- DE52002C DE52002C DENDAT52002D DE52002DA DE52002C DE 52002 C DE52002 C DE 52002C DE NDAT52002 D DENDAT52002 D DE NDAT52002D DE 52002D A DE52002D A DE 52002DA DE 52002 C DE52002 C DE 52002C
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/06—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths into moulds with travelling walls, e.g. with rolls, plates, belts, caterpillars
- B22D11/0622—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths into moulds with travelling walls, e.g. with rolls, plates, belts, caterpillars formed by two casting wheels
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Continuous Casting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Walzwerk zur Herstellung von Blech direct
aus geschmolzenem Metall durch Auswalzen eines beständig fliefsenden Strahles geschmolzenen
Metalles zwischen rohrenden Walzen, welche dazu dienen, das geschmolzene Metall abzukühlen oder zum Erstarren zu bringen
und es zusammenzupressen und in eine ununterbrochene Tafel zu verwandeln.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist der, derartige Mittel zur Regulirung des Abstandes
zwischen den rotirenden Walzen, welche den Strahl geschmolzenen Metalles in Blech, verwandeln, anzugeben, dafs das erzeugte
Blech von durchaus gleichmäfsiger Dicke und nicht den Schwankungen ausgesetzt ist,
welche durch die Ausdehnung und Zusammenziehung der Walzen, das Federn des Gestelles
oder andere Ursachen hervorgerufen werden. Es werden auch Mittel angebracht, um mit
demselben Apparat das geschmolzene Metall zu verschiedener Dicke auswalzen zu können.
Auch werden Mittel angebracht, um das Blech aus der verticalen Richtung abzulenken, in
welcher das geschmolzene Metall zwischen den Kühlwalzen hindurchgeht, in eine horizontale
Richtung abzulenken und es da.nn zwischen Walzen hindurchgehen zu lassen, um das
Blech weiter auszuwalzen, während es noch stark erhitzt ist.
Die Mittel, welche man dazu benutzt, um den Abstand zwischen den Kühlwalzen zu
reguliren und die Dicke des erzeugten Bleches gleichmäfsig zu machen, bestehen darin, dafs
man jede der Walzen mit einem Paar von Ringen versieht, welche an gleichen Ringen
auf der anderen Walze liegen, so dafs die Arbeitsfläche der beiden Walzen nicht näher
an einander kommen können, wenn die Walzen sich infolge der Hitze ausdehnen. Zwischen
den Ringen und den Arbeitsflächen der Walzen werden auch Nuthen angebracht, um für überschüssiges
Metall Raum zu machen, das infolge von Aenderungen der Ausflufsgeschwindigkeit des geschmolzenen Metalles wohl auftreten
könnte. Die Walzen, zwischen welche das Metall eingegossen wird und mittelst welcher
es zum Erstarren gebracht und zusammengeprefst wird, sind mit einer Umfangsgeschwindigkeit
zu drehen, welche ebenso grofs oder gröfser ist als die Geschwindigkeit, mit welcher
das geschmolzene Metall zwischen die Walzen eintritt, so dafs das geschmolzene Metall sich zwischen den Walzen nicht ansammelt.
Es müssen mit anderen Worten die Kühlwalzen hinreichend rasch gedreht werden, um das Metall ebenso rasch weiterzuführen, als
es ihnen zugeführt wird.
Die Arbeitsflächen der Walzen sind etwas breiter zu machen als der herzustellende Blechstreifen,
so dafs geringfügige Schwankungen in der Ausflufsgeschwindigkeit des geschmolzenen
Metalles durch Aenderungen der Breite des hergestellten Bleches ausgeglichen werden. Die
ringförmigen Nuthen zwischen den Arbeitsflächen der Walzen und den Ringen geben noch weiter Raum zur Aufnahme eines Ueberschusses
an Metall, falls eine beträchtliche
Schwankung der Ausflufsgeschwindigkeit eintreten sollte.
Um dieselbe Maschine zur Herstellung von Blech von verschiedener Dicke geeignet zu
machen, werden die Ringe von den Walzen getrennt hergestellt und erhalten die Form von
Ringen oder Halbringen, so dafs sie entfernt und durch dickere oder dünnere Ringe ersetzt
werden können, je nach der gewünschten Dicke der zu erzeugenden Bleche. Zu demselben
Zwecke sind auch die Lagerzapfen der Walzen verstellbar im Maschinengestell gelagert; direct
unter den Kühlwalzen, zwischen welchen das geschmolzene Metall hindurchgeht, ist eine
Führung für das Blech angebracht, welche am besten einen Uebergang von der verticalen zur
horizontalen Richtung darstellt. Hierdurch wird der erzeugte Blechstreifen in ein zweites
Walzenpaar geleitet, welches denselben, während er noch heifs ist, weiter auswalzt und
ausfertigt. Man kann eine beliebige Anzahl solcher weiterer Walzenpaare benutzen, je nach
der weiteren Verarbeitung, welche man mit dem Blech vornehmen will.
Die Kühlwalzen, zwischen welche das Metall läuft, sind hohl, und Wasser oder eine andere
Kühlflüssigkeit wird beständig durch dieselben hindurchgeprefst, um sie so kalt zu erhalten,
dafs sie das zwischen sie einströmende geschmolzene Metall entsprechend abkühlen und
zum Erstarren bringen. Die Zapfen der Walzen sind gleichfalls hohl und das Wasser wird
durch die hohlen Zapfen eintreten und ausströmen gelassen.
Um das Wasser gegen den Umfang der Walzen hin abzulenken, sowie auch um den
Mantel der hohlen Walzen zu verstärken, wenn diese behufs Herstellung breiter Bleche lang
gemacht werden, ist jede der Walzen mit einer Wand in der Mitte versehen, welche für den
Durchgang des Wassers mit Löchern versehen ist. Diese mittlere Wand dient auf diese
Weise sowohl dazu, das Wasser von der Mitte gegen den Umfang der Walze hin abzulenken,
sowie auch dazu, den Walzenmantel zu verstärken.
In den beiliegenden Zeichnungen, in welchen gleiche Buchstaben gleiche Theile bezeichnen,
ist:
Fig. ι eine Oberansicht des nach vorliegender Erfindung dargestellten Apparates, Fig..2
eine Seitenansicht, Fig. 3 ein Horizontalschnitt und Fig. 4 ein Verticalschnitt nach der Linie
4-4, Fig· 3· .
In dieser Figur bezeichnet A das Gestell der'
Maschine, BB die hohlen Kühlwalzen,· zwischen
welche ein Strahl geschmolzenen Metalles χ vom Ausflufsgefäfs C direct nach abwärts und
tangential zu den beiden Walzen einfliefst, so dafs beide Arbeitsflächen b der Walzen gleichzeitig
und gleichmäfsig auf den Strahl einwirken. D D ist ein Walzenpaar, in welches
die Blechtafel λ:1 durch die Führung E geleitet
wird. Die Führung E kann aus einem einfachen, gekrümmten Leitkanal bestehen.
Wird der Blechstreifen χ1 auf diese Weise von den Kühlwalzen B B aus direct zwischen die
Walzen D D eingeführt, während er noch heifs ist, so kann man die Walzen D D leicht
so einstellen, dafs sie das Blech bis zu einem beliebigen Grade ausarbeiten. Man kann eine
beliebige Anzahl von Walzenpaaren D D benutzen.
Die Walzen B sind zu beiden Seiten der Arbeitsflächen mit ringförmigen Nuthen b1 versehen
(Fig. 1), welche überschüssiges Metall aufnehmen können, das von Schwankungen in
der Ausflufsgeschwindigkeit herrührt. Aufserhalb dieser Nuthen sind die Walzen B mit
Ringen b'2 b2 versehen, welche, wie aus Fig. 3 zu ersehen, auf einander rollen und somit
dazu dienen, den Raum bs zwischen den Arbeitsflächen
b b der Walzen zu begrenzen. Die Ringe werden am besten aus Segmenten oder Halbringen zusammengesetzt, welche durch
Schrauben oder Bolzen £4 an den Walzen B
befestigt sind, so dafs diese Ringe leicht abgenommen und durch dickere oder dünnere ersetzt
werden können. Je nach der Dicke des zu erzeugenden Bleches können die Lager B1,
in welchen die hohlen Zapfen B2 der Walzen
B laufen, durch Schrauben B4JB5 näher
an einander oder weiter aus einander gerückt werden (Fig. 2). Die Stellschrauben B5 B5
zwischen den Lagern haben rechts- und linksgängige Gewinde.
Das Wasser gelangt in die Walzen durch die Einlaufröhren F und tritt am anderen
Ende durch die Abflufsröhren F1 aus. Um das Wasser abzulenken und zu bewirken, dafs
es am Umfange der Walzen circulirt, sind die Walzen in der Mitte mit inneren Zwischenwänden
bh versehen (Fig. 3), welche Kanäle b6
für den Durchgang des Wassers besitzen. Diese Wände dienen auch dazu, den Mantel b1 der
Walzen zu verstärken.
Die Walzen B oder ihre Zapfen sind durch Zahnräder B6 gekuppelt und werden von der
Triebwelle G aus durch ein Zahnrad G1 getrieben.
Die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen soll ebenso grofs oder gröfser sein als die Geschwindigkeit
des Strahles geschmolzenen Metalles, der aus der Oeffnung c des Behälters C
heraustritt. Für gewöhnlich erhalten die Walzen eine Anfangsgeschwindigkeit von 100 bis 160 m
pro Minute.
Das Gefä'fs C wird von stellbaren Ständern C1
getragen. H sind Gasbrenner zum Erhitzen des Gefäfses C und zur Verhinderung einer
Abkühlung des geschmolzenen Metalles in demselben (Fig. 2 und 4). Das Gefäfs C besitzt
ein Ventil c1, das durch einen Hebel c2 bethätigt
und regulirt wird. K bezeichnet einen Tiegel oder ein anderes Gefäfs, aus welchem
das geschmolzene Metall in ,das Gefäfs C geleitet
wird, und zwar durch das Rohr K1. Die Gasbrenner K2 dienen zum Erhitzen des
Rohres K\ Das Gefäfs K wird gleichfalls durch geeignete Heizvorrichtungeh K3 erwärmt.
Das zu Blech zu verarbeitende Metall kann im Gefäfs K geschmolzen oder in geschmolzenem
Zustande in dasselbe eingeführt werden.
NN sind ein Paar Kratzeisen mit Griffen N1 N1, welche dazu dienen, das Metall vom
Umfange der Walzen B B abzustreifen, wenn es das Bestreben haben sollte, daran zu haften.
Die Ringe £2 der Walzen B können natürlich
auch in einem Stück mit den letzteren hergestellt, statt abnehmbar an denselben angebracht
zu sein, wenn der Apparat nur Blech von einer bestimmten Dicke erzeugen soll.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Zur Herstellung von Blech aus flüssigem Metall ein Walzwerk, dessen Walzen B seitlich mit auswechselbaren, die Dicke des herzustellenden Bleches bestimmenden Ringen (b2) und mit das überschüssige Metall aufnehmenden Nuthen (b1) versehen sind, zwischen denen die Arbeitsflächen liegen, bei welchem Walzwerk die entstandene Platte auch noch mittelst einer Führung (E) nach einem oder mehreren horizontal. arbeitenden Walzenpaaren (D) geleitet werden kann, um hier weiter ausgestreckt' zu werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE52002C true DE52002C (de) |
Family
ID=326740
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT52002D Expired - Lifetime DE52002C (de) | Walzwerk zur Herstellung von Blech aus flüssigem Metall |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE52002C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742989C (de) * | 1938-11-15 | 1943-12-15 | Fritz Grah Dipl Ing | Verfahren zum Herstellen von Walzgut aus einem aus einer Durchlauf-Giessform fortlaufend austretenden Gussstrang |
-
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- DE DENDAT52002D patent/DE52002C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE742989C (de) * | 1938-11-15 | 1943-12-15 | Fritz Grah Dipl Ing | Verfahren zum Herstellen von Walzgut aus einem aus einer Durchlauf-Giessform fortlaufend austretenden Gussstrang |
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