DE518976C - Einrichtung zum Ausgleich von Waermedehnungen, insbesondere bei Antriebs-vorrichtungen fuer Ventile - Google Patents
Einrichtung zum Ausgleich von Waermedehnungen, insbesondere bei Antriebs-vorrichtungen fuer VentileInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K31/00—Actuating devices; Operating means; Releasing devices
- F16K31/44—Mechanical actuating means
- F16K31/50—Mechanical actuating means with screw-spindle or internally threaded actuating means
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
21. FEBRUAR 1931
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47gicRUPPE
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zum Ausgleich von Wärmedehnungen,
insbesondere bei Antriebsvorrichtungen für Ventile, welche jedoch auch auf anderen An-Wendungsgebieten
mit gleichem Vorteil zur Anwendung kommen kann, beispielsweise bei
Fahrzeugbremsen, Daumenmechanismen, Seilzugmaschinen, Betätigungsmechanismen in Flugzeugen u. dgl.
Wesentlich bei der neuen Einrichtung ist, daß sie langsam auftretenden Drücken nachgibt,
plötzlichen Stößen dagegen gegenüber unnachgiebig, also selbstsperrend ist. Sie gleicht also langsam auftretende Abstandsänderungen
aus und überträgt trotzdem schnell auftretende Steuerungsbewegungen des Mechanismus, in welchen sie zwischengeschaltet
ist, ebenso vollständig wie ein starrer Körper, welcher jedoch diese vorerwähnten
langsam auftretenden Abstandsänderungen nicht auszugleichen vermag.
In der einfachsten Ausführungsform besteht die Einrichtung aus zwei Büchsen,
welche ineinandergreifen, und zwar beispiels^-
weise mittels eines Gewindes, welches auf der Außenseite der inneren Büchse und auf der
Innenseite der äußeren Büchse angebracht ist.
Diese Büchsen sind mittels einer Feder derart miteinander verbunden, daß eine Rückwirkung
der einen auf die -andere stattfindet, und zwar so, daß bei Beanspruchung des Zwischenstückes
auf Zug die Feder bestrebt ist, den einen Teil in den anderen hereinzuziehen, dagegen bei Beanspruchung auf Druck den
einen Teil aus dem anderen herauszudrehen. Wenn der Steigwinkel des Gewindes genügend
flach gewählt wird, so wird das Gewinde selbstsperrend. Wenn jedoch andererseits die
Steigung des Gewindes genügend groß gewählt wird, so bewirkt eine Zug- oder Druckkraft
ein Auseinandergehen oder Zusammenziehen der Einrichtung entgegen der Wirkung der Feder. Bei einer mittleren Steigung des
Gewindes hat sich jedoch herausgestellt, daß eine plötzlich auftretende Kraft einer Verriegelungswirkung
erzeugt (wahrscheinlich infolge der alsdann größeren Reibung), während eine allmählich auftretende Kraftwirkung
eine entsprechende Einstellung der Einrichtung bewirkt. Wird also daher das neue
Abstandsstück für solche Zwecke verwendet, wie beispielsweise zwischen einer Ventilstange
und ihrem Betätigungsdaumen, so verhindert das Abstandsstück unter Normalverhältnissen
durch die selbsttätige Ausdehnung das Auftreten eines Spiels. Ein plötzlicher Stoß, welcher
von dem Ventilnocken über den Daumen ausgeübt wird, verriegelt -jedoch die Zwischeneinrichtung
und hebt infolgedessen das
Ventil an. Dehnt sich das Ventil entsprechend der auftretenden Wärme aus, so tritt
ein allmählich steigender Druck auf, welcher die Einrichtung entgegen der Feder zusammendrückt,
und infolgedessen behält das Ventil seine richtige Lage. Es muß jedoch die
von der Ventilfeder ausgeübte Kraft größer sein als. die Wirkung der Feder in dem Abstandsstück.
ίο Da ein Gewinde letzten Endes weiter nichts
ist als eine Keileinrichtung, kann auch eine Keileinrichtung mit gleicher Wirkung zur
Verbindung der beiden relativ zueinander verstellbaren Teile eines solchen Abstandsstückes
verwendet werden.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes beispielsweise
dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen ein einfaches Ausführungsbeispiel
mit Federeinrichtung.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einer Keileinrichtung.
In Fig. ι ist der mit Außengewinde versehene Teil ι aus dem Teil 2 herausgezogen
gezeichnet und letzterer in einem senkrechten Mittelschnitt dargestellt, während Fig. 2 die
Seitenansicht in ineinandergeschraubter Lage darstellt. Die hervorstehenden Gewindeteile 3
des Stützteiles 1 greifen in entsprechende Gewindeaussparungen
4 des Bodenteiles 2. Beide Teile sind durch eine Feder 5 derart miteinander verbunden,· daß, sobald gesteigerter
Druck zwischen Teil 1 und 2 zur Wirkung kommt, der Teil 1 sich in den Teil 2 hineinschraubt
und so die Feder 5 spannt, welche daher bestrebt ist, beide Teile 1 und 2 in ausgeschraubter
Lage zu halten. Diese Einrichtung eignet sich insbesondere zum Einbau
zwischen das Daumenstück und die Stange eines Ventils.
Wie bereits vorstehend dargelegt, ist die Wirkungsweise des Erfindungsgegenstandes
wie folgt:
Plötzlich auftretende Stöße, wie beispielsweise solche, welche durch die Einwirkung
eines Nockens auf den Ventildaumen entstehen und von diesem auf die Grundplatte
des Teiles 2 weiter übertragen werden, werden durch die neue Einrichtung auf den Ventilteller
übertragen, welcher am Teile 1 sitzt. Wenn jedoch der Daumen sich in Ruhe befindet,
so nimmt die Feder 5 alle Veränderungen wieder zurück zwischen Ventilteller, Abstandseinrichtung
und Daumenstück. Jede Ausdehnung des Ventiltellers oder anderer Teile unter dem Einfluß der Wärme übt einen
Druck auf die Einrichtung aus, welche sich entsprechend entgegen der Wirkung der
Feder 5 einstellt. Die Wirkung der Feder 5 muß dabei geringer sein als diejenige der
Ventilfeder, andernfalls würde das Ventil von seinem Sitz entgegen der Wirkung der Ventilfeder
abgehoben werden.
Die Wirkung der Feder 5 ist derart, daß die unteren Flächen des Gewindes 3 gegen die
oberen Flächen der Gewindeaussparungen 4 gedrückt werden. Ferner muß der auf die
Einrichtung wirkende Druck diese beiden eben erwähnten Flächen gegeneinanderhalten.
Auf diese Weise wird erreicht, daß das Gewinde Spiel haben kann, ohne daß dadurch
die Wirkungsweise der Einrichtung irgendwie beeinträchtigt wird.
Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist dort eine mit Keilwirkung arbeitende Einrichtung dargestellt,
bei welcher die Bodenfläche eines Ventils 6 sich gegen -ein Keilstuck 7 abstützt.
Dieses Keilstück 7 befindet sich zwischen der Ventilstange 6 und einem dem Keilstück 7
entsprechenden Keilstück 8. Zwischen diese beiden Teile wird das Keilstück 7 durch einen
federnden Arm 9 hineingedrückt. Das feststehende Ende dieses Federarmes 9 ist zwischen
zwei Mutterteilen 10 und 11 eingeklemmt,
welche auf einer Verlängerung des Daumens 12 aufgeschraubt sind, dessen Ende
das Keilstück 8 bildet. Das Keilstück 7 kann auch beiderseits abgeschrägt ausgeführt werden, in welchem Falle oberhalb des Keilstükkes
7 ein ausgleichendes Keilstück angeordnet wird, gegen welches sich die Ventilstange 6
abstützt,
Claims (1)
1. Einrichtung zum Ausgleich von
Wärmedehnungen, insbesondere bei Antriebsvorriclitungen für Ventile, gekennzeichnet
durch zwei oder mehrere zueinander verschiebbare Teile (1, 2 bzw. 7, 8),
die durch Gewinde, Keilflächen 0. dgl. miteinander verbunden sind und durch die Wirkung einer Feder (5 bzw. 9) in ihre
ursprüngliche Lage zurückgebracht werden.
2, Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewinde
oder die Keilflächen mit solcher Steigung ausgeführt sind, daß sie bei plötzlichen
Stoßen selbstsperrend wirken, bei allmählieh
auftretenden Kräften dagegen sich verschieben lassen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB518976X | 1929-06-11 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE518976C true DE518976C (de) | 1931-02-21 |
Family
ID=10461836
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930518976D Expired DE518976C (de) | 1929-06-11 | 1930-06-07 | Einrichtung zum Ausgleich von Waermedehnungen, insbesondere bei Antriebs-vorrichtungen fuer Ventile |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE518976C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4449417A (en) * | 1981-03-16 | 1984-05-22 | Oki Electric Industry Co., Ltd. | Carrier moving mechanism |
-
1930
- 1930-06-07 DE DE1930518976D patent/DE518976C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4449417A (en) * | 1981-03-16 | 1984-05-22 | Oki Electric Industry Co., Ltd. | Carrier moving mechanism |
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