DE518901C - Verarbeitung kobalthaltiger Schlaemme - Google Patents

Verarbeitung kobalthaltiger Schlaemme

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DE518901C
DE518901C DEM103110D DEM0103110D DE518901C DE 518901 C DE518901 C DE 518901C DE M103110 D DEM103110 D DE M103110D DE M0103110 D DEM0103110 D DE M0103110D DE 518901 C DE518901 C DE 518901C
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DE
Germany
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cobalt
sludge
zinc
processing
manganese
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Expired
Application number
DEM103110D
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English (en)
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Dipl-Ing Hans Grothe
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METALLHUETTE MAGDEBURG GmbH
Original Assignee
METALLHUETTE MAGDEBURG GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B3/00Extraction of metal compounds from ores or concentrates by wet processes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

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Description

  • Verarbeitung kobalthaltiger Schlämme Aus den Laugen chlorierend gerösteter Kiesabbrände wird gewö'hnlic'h der Kobalt mittels Hypochlorit gefällt. Auch bei anderen hypometallurgischen Prozessen fällt der Kobalt eines stark durch andere Metalloxyde verunreinigten Schlammes an. In den meisten Fällen bestehen die Verunreinigungen neben Nickelsesquioxyd aus basischen Zink-, Eisen- und Kupfersalzen, Manganoxyd und Gips. Die Aufarbeitung derartiger Schlämme nach den gebräuchlichen Kobaltgewinnungsverfahren ist sehr umständlich und teuer.
  • Es wurde nun gefunden, daß sich diese Schlämme, in denen der Kobalt in Form von höher oxydierten Hydraten vorliegt, sehr wirtschaftlich auf ein reines Handelsprodukt verarbeiten lassen, wenn nach dem neuen, im nachstehenden geschilderten Verfahren gearbeitet wird.
  • Der Kobaltschlamm wird zuerst mit schwacher Salzsäure (zweckmäßig in der Wärme) ausgelaugt, wodurch das Zink in Lösung gebracht und für sich zurückgewonnen werden kann. Sodann löst man mit starker Schwefelsäure (zweckmäßig ebenfalls in der Wärme) das Kobalthydrat heraus, während das Mangandioxyd zum allergrößten Teil ungelöst zurückbleibt. Die durch Eisen, Kupfer und etwas Mangan und Zink verunreinigte Kobaltlösung reinigt man durch vorsichtige Fällung mit Hydraten und Carbonaten von Eisen, Kupfer und Zink und durch Hypochlorite von Mangan, da dieses vor dem Kobalt sich zu Mangansuperoxydhydrat bzw. Manganoxydhydr at oxydiert. Die reine Kobaltnickellösung kann sodann in bekannter Weise auf Salze und Oxyde verarbeitet werden.
  • Enthalten die Schlämme das Mangan von vornherein nicht in Form von Superoxyd, so genügt es, den getrockneten und zerriebenen hydratischen Schlamm auf etwa 300° unter Luftzutritt zu erhitzen, um das Manganoxvd gegenüber Schwefelsäure schwer löslich zu machen.
  • Ein zu verarbeitender Schlamm habe folgende beispielsweise Zusammensetzung: i o % Co, r o 0,'o Zn, 4. % Fe, 3 0'o Mn, 4.o ojo CaSO" und z6 ojo sonstige Stoffe.
  • Der Schlamm wird mit Wasser aufgeschlämmt und portionsweise die Hälfte der zur Auflösung des vorhandenen Zinks berechneten Menge Salzsäure in Form fünfprozentiger Säure zugegeben. Man rührt so lange, bis die Säure verbraucht ist. Gegebenenfalls gibt man noch mehr Säure hinzu, wenn das Zink noch nicht genügend ausgelaugt ist. Nach Trennung von Flüssigkeit und Rückstand wird dieser gewaschen und dann mit Schwefelsäure unter gutem Rühren weiter ausgelaugt, bis der Kobalt völlig gelöst ist. Nun wird sofort Lösung und Rückstand getrennt und letzterer gewaschen. Im Rückstand verbleiben neben dem Gips etwa 95 °j" des Mangans und etwa 75 °/o des Eisens. Die Kobaltlösung, die nur durch wenig Fe, Zn und Mn verunreinigt ist, wird nun in bekannter Weise auf Kobalt verarbeitet.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE r. Verfahren zur Verarbeitung kobalthaltiger Schlämme, insbesondere der aus den Zementationslaugen chlorierend gerösteter Kiesabbrände mittels Chlorkalk gewonnener Schlämme, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlamm zunächst zur Entfernung des Zinkes mit Wasser, dem die gerade notwendige Menge Salzsäure bis zu einer Konzentration von 5 % H Cl beigegeben ist, und dann mit Schwefelsäure fraktioniert ausgelaugt, die Kobaltlösung in bekannter Weise durch Hydrate und Carbonate von - Eisen, Kupfer und Zink gereinigt und das Mangan durch fraktionierte Fällung von Hypochlorit oder Sesquioxyden entfernt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlamm vor der Auslaugung unter Luftzutritt erhitzt wird.
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