DE51666C - Wattzähler für Wechselstrom und Gleichstrom mit Differenz-Zählwerk - Google Patents

Wattzähler für Wechselstrom und Gleichstrom mit Differenz-Zählwerk

Info

Publication number
DE51666C
DE51666C DENDAT51666D DE51666DA DE51666C DE 51666 C DE51666 C DE 51666C DE NDAT51666 D DENDAT51666 D DE NDAT51666D DE 51666D A DE51666D A DE 51666DA DE 51666 C DE51666 C DE 51666C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
counter
current
pendulum
watt
differential
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT51666D
Other languages
English (en)
Original Assignee
K. WlL-KENS in Berlin N., Lothriugerstr. 59, III. 1
Publication of DE51666C publication Critical patent/DE51666C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/46Electrically-operated clockwork meters; Oscillatory meters; Pendulum meters

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Length, Angles, Or The Like Using Electric Or Magnetic Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1889 ab.
Die Zugkraft eines Elektromotors ist proportional der Stärke des magnetischen Feldes, der Länge des Ankerdrahtes und der Ankerstromstärke. Hierauf gründet sich vorliegender Wattzähler.
Der Wattzähler besteht aus zwei Theilen, der eine mifst die Watts und der andere Theil zählt dieselben. Der erste Theil ist ein Elektromotor, jedoch ohne Eisen, dessen Feldstärke durch den zu messenden Strom erzeugt wird, und dessen Anker zum Arbeitsstromkreis in Nebenschlufs gelegt ist.
Kreist in beiden Theilen ein Strom, so folgt daraus eine Zugkraft, die erstens proportional ist dem Hauptstrom, weil bei Vermeidung von Eisen innerhalb der erregenden Wickelung die Feldstärke direct proportional den Windungs-Amperes ist.
Zweitens ist die Zugkraft proportional der Ankerstromstärke, und da der Anker einen constanten Widerstand besitzt, proportional der Spannung, so dafs die Zugkraft direct proportional den Watts ist. Obige Bedingungen haben jedoch nur Gültigkeit, wenn der Motor sich in -Ruhe befindet, so dafs das Glied Spannung
—:—~—.—-—7- durch secundäre Einflüsse· Ankerwiderstand
nicht verändert wird, was z. B. eintreten würde, wenn die Watts durch die Tourenzahl des Motors bestimmt werden sollten. Es würde in diesem Falle durch die auftretende elektromotorische Gegenkraft die Ankerstromstärke sinken und damit auch die Zugkraft. Um die .magnetisirende Wirkung der vom Hauptstrom durchflossenen Schenkelwindungen besser auszunutzen, ist die Anordnung getroffen, dafs dieser Draht in möglichst allen Theilen dem Ankerdraht nahe ist, was dadurch erreicht wird, dafs man denselben um eine den Anker umschliefsende Trommel wickelt, wodurch das Resultat, die Erzeugung diametraler Pole, nicht beeinflufst wird; da jedoch die magnetisirende Wirkung einer Spule sich addirt aus den Wirkungen der einzelnen Drahtelemente, so wird bei einem so schlecht magnetisch leitenden Stoffe, wie es die Luft ist, die Gesammtwirkung erhöht, je näher jedes Drahtelement der Wirkungsstelle ist. Es würde bei dieser Anordnung demnach der magnetische Widerstand für die Kraftlinien der Schenkel auf ein Minimum herabgesetzt sein.
Der bewegliche Theil des Motors ist mittelst eines Triebes t und eines Zahnrades Z2 mit einer Feder F verbunden, welche bei einer Ablenkung des Motors sich infolge der Drehung des Zahnrades Z2 spannt, bis die Federkraft der Zugkraft des Motors das Gleichgewicht hält. Die Feder ist so gewählt, dafs sie sich der auf sie wirkenden Kraft proportional verändert.
Der registrirende Theil des Wattzählers besteht im wesentlichen aus folgenden Theilen: Der Gang zweier identischer, durch ein und dasselbe Gewicht G angetriebener Uhrwerke CZ1 und U2 werden jedes durch ein Pendel P1 und P2 regulirt, von denen P2 constante Länge besitzt, während P1 durch den oben beschriebenen Wattmesser folgendermafsen beeinflufst wird: Der auf der Welle des Motors befind-
liehe Trieb t greift sowohl in das Zahnrad Z1 als auch in Z2 ein. Beide Zahnräder Z1 und Z2 sind mit je einer Trommel fest verbunden. An derjenigen von Z2 ist die Feder F durch einen Faden oder ein Band befestigt und an Z1 das Pendel P1 so, dafs die verlängerte Blattfeder des Pendels auf diese Trommel aufgewickelt ist. Beginnt der Motor zu rotiren, so wird die Feder F gespannt, bis die Zugkraft des Motors durch die Kraft der Feder im Gleichgewicht gehalten wird. Hiermit gleichzeitig, dreht sich das Zahnrad Z1, da t auch in Z1 eingreift, und das Pendel P1 wird'dadurch verlängert, dafs sich die Blattfeder von der Trommel abwickelt. Die Länge der Pendel ist so ab-' geglichen, dafs bei stromlosem Motor beide . Pendel gleiche Schwingungszeiten besitzen. In diesem Falle wird das Gewicht G herabsinken, ohne eine Drehung des Zählrades Z zu veranlassen. Eilt dagegen infolge der Strom wirkung das eine Pendel dem anderen voraus, so wird sich das Zählrad Z drehen, und zwar um so schneller, je gröfser die Differenz der Schwingungszeiten ist, wodurch man in der Lage ist, die verbrauchten Elektricitätsmengen aus den Umdrehungen dieses Zählrades direct zu bestimmen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Bei Mefsapparaten, in denen die Messung des Stromes durch einen Elektromotor er-^ folgt, dessen Schenkel Wickelung in den Stromkreis des zu messenden Stromes und dessen Ankerwickelung in einen Nebenschlufs hierzu geschaltet ist, die Kupplung des beweglichen Theiles des Elektromotors mit einer Trommel, auf welcher die Aufhängefeder eines Pendels aufgewickelt ist, um hierdurch eine Veränderung der Pendellänge zu bewirken, so dafs durch-die Gröfse der Abweichung der Schwingungszeiten des Pendels von der normalen Schwingungszeit die Summe der Stromwirkungen bestimmt werden kann.
    Bei der in Anspruch i. bezeichneten Einrichtung die Verbindung des als Zählrad dienenden Schnurrades eines zwei identische Uhrwerke treibenden Uhrgewichtes mit einem Zählwerk.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT51666D Wattzähler für Wechselstrom und Gleichstrom mit Differenz-Zählwerk Expired - Lifetime DE51666C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE51666C true DE51666C (de)

Family

ID=326426

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT51666D Expired - Lifetime DE51666C (de) Wattzähler für Wechselstrom und Gleichstrom mit Differenz-Zählwerk

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE51666C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE51666C (de) Wattzähler für Wechselstrom und Gleichstrom mit Differenz-Zählwerk
DE50059C (de) Elektricitätsmesser
DE74436C (de) Elektricilätszähler mit Uhrwerk, dessen Unruhe durch ineinander schwingende Spulen beeinflufst wird
DE246993C (de)
DE558444C (de) Elektrisches Messinstrument zum Anzeigen des Gas- oder Fluessigkeitsstandes
DE706309C (de) Verschiebungsmesser mit Traegerfrequenz
DE554276C (de) Torsions-Dynamometer zur Messung mechanischer Leistungen in rotierenden Wellen
DE192480C (de)
DE216456C (de)
DE47415C (de) Neuerung an elektrischen Apparaten
DE99837C (de)
DE64488C (de) Elektricitätszähler für Gleicti - und Wechselströme
DE708812C (de) Elektrisches Messgeraet
DE206220C (de)
DE387841C (de) Blindverbrauchsmesser nach dem Induktionsprinzip
DE123411C (de)
DE171801C (de)
DE120874C (de)
DE375010C (de) Leistungsanzeiger fuer Venturirohre mit elektrischer Summierung der das Venturirohr durchfliessenden Fluessigkeits- oder Gasmenge
AT105302B (de) Wechselstrominduktionszähler.
DE399830C (de) Elektromagnetisches Relais
DE297118C (de)
DE51007C (de) Regulirungsverfahren des Spannungsverlustes in Fernleitungen
DE142287C (de)
DE210106C (de)