DE516203C - Verfahren zur Bestimmung der Plastizitaet und der Adhaesion von Kautschuk oder aehnlichen plastischen Massen - Google Patents

Verfahren zur Bestimmung der Plastizitaet und der Adhaesion von Kautschuk oder aehnlichen plastischen Massen

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DE516203C
DE516203C DEH119461D DEH0119461D DE516203C DE 516203 C DE516203 C DE 516203C DE H119461 D DEH119461 D DE H119461D DE H0119461 D DEH0119461 D DE H0119461D DE 516203 C DE516203 C DE 516203C
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N11/00Investigating flow properties of materials, e.g. viscosity, plasticity; Analysing materials by determining flow properties
    • G01N11/02Investigating flow properties of materials, e.g. viscosity, plasticity; Analysing materials by determining flow properties by measuring flow of the material

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Description

  • Verfahren zur Bestimmung der Plastizität und der Adhäsion von Kautschuk oder ähnlichen plastischen Massen Es ist bekannt und notwendig, den in der Gummiindustrie zur Verarbeitung kommenden Kautschuk vor seiner Verarbeitung, beispielsweise zu Schläuchen, einer Prüfung zu unterziehen. Dies geschieht meist in der Weise, daß eine Probemenge des fertigen Gemisches unter Druck durch einen im Durchmesser engen Kanal gepreßt wird, wobei der aus der öffnung austretende Strang in bestimmten Zeitabständen an der Mündung eine Einkerbung erhält. Die Länge der einzelnen Strangstücke, verglichen mit der Zeit der Bildung, geben nun dem Gummifachmann unter Zugrundelegung von Erfahrenswerten einen Maßstab für die Güte des Materials.
  • Von diesem bekannten Prüfverfahren ausgehend, soll erfindungsgemäß die Prüfmasse in bekannter Weise in Schlauchform ausgepreßt werden, wobei die Prüfmasse aus einem Gefäß unter Druck und unter einer bestimmten Temperatur ausgepreßt wird.
  • Das Neue besteht darin, daß die zu prüfendeMasse unter Druck durch einem am Boden des Druckzylinders angeordneten Ringspalt vorgelagerte Messer zunächst unterteilt und alsdann durch den Ringspalt hindurch in Schlauchform zusammengepreßt werden. Durch dieses Trennen der Probemasse und die Vereinigung derselben in Schlauchform ist ein Mittel an Hand gegeben, außer einer Plastizitätsprüfung eine Adhäsionsprüfung durchzuführen, indem das Innere des Probeschlauchstückes beispielsweise unter Preßluft oder Wasserdruck gesetzt wird. Die Größe des hierbei aufgewendeten Druckes gibt dann ein Maß der Adhäsionskräfte an, mit der die unterteilten und wieder zusammengefügten Masseteilchen zusammengehalten werden.
  • Eine mögliche Ausgestaltung der Vorrichtung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt.
  • Sie wird im wesentlichen gebildet aus einem auswechselbaren zylindrischen Prüfgefäß i, das vermittels zweier gegeneinander bewegter Kolben z und 3 zur Vorformung der Probemenge dient, und einem zweiten Gefäß q., das zur Vornahme der gewollten Prüfungen an. Stelle des Gefäßes i in den Holm 5 der Presse eingesetzt wird und zur Aufnahme des durch leichten Druck vorgeformten Probestückes dient. Das Gefäß q. ist in der Zeichnung in vergrößertem Maßstab dargestellt. Das Prüfgefäß ist von einem Ringraum 6 umgeben, der zur Aufnahme einer Flüssigkeit dient, die ihrerseits durch elektrisch gespeiste Tauchsieder 7 auf einer bestimmten, gleichbleibenden Temperatur gehalten werden. Das Querstück 5 ist in den Säulen 8 gelagert, die mit den Holmen g und i o das Pressengestell bilden. Der Kolben 3 ist nun mit einer Spindel i i verbunden, die in der Büchse 12 des Holmes i o eingeschraubt ist. Die Büchse i ,-i ihrerseits ist verschiebbar in dem Holm to gelagert und umschließt mit ihrem oberen Ende einen feststellbaren Führungsteil 13, dessen in die Büchse i z hineinragendes Ende den Abschluß eines mit einer Flüssigkeit gefüllten Raumes bildet. Der Teil 13 ist durchbohrt und schließt sich einer Rohrleitung 15 an. Diese Rohrleitung ist an einem Druckmessec 16 angeschlossen, der seinerseits mit einem Schreibgerät in Verbindung steht. Vermittels des Handrades 17 kann der Kolben 3 in dem Prüfgefäß i oder 4 bewegt werden, wodurch der dabei hervorgerufene Preßdruck auf die Büchse 12 einwirkt, die ihrerseits den Druck auf die in dem Raum 14 befindliche Flüssigkeit und damit auf den Druckmesser 16 weiterleitet. Auf diese Weise ist der Druck, dem das im nachfolgenden Prüfgang zu prüfende Material unterworfen wird, genau zu regeln. Zur Einstellung des Kolbens 2 dient das Handrad 18, das mit der im Holm 9 ruhenden Spindel i 9 verbunden ist.
  • Der feststellbare Teil 13 ist oben an einen Gewichtshebe12o angelenkt, dessen eines Ende sich am Pressengerüst abstützt, während das freie Ende einen Behälter 20' zur Aufnahme von Bleischrott aufweist.
  • Der Innenraum des zylindrischen Gefäßes 4 geht unten in eine Verengung 2 i über, in die im vorliegenden Falle drei Messer 22 eingesetzt sind, deren Schneiden dem Kolben 23 zugekehrt sind. Durch den Dorn 24, der reit den Messern ä2 verbunden ist, wird die Austrittsöffnung 25 zu einem Ringraum gestaltet.
  • Der Teil 13, der, wie oben gesagt, feststellbar ist, erlangt durch Freigabe des Gabelkeiles 26 eine axiale Beweglichkeit innerhalb bestimmter Grenzen. Der Anschlagring 27, der die Hülse 12 oberhalb des Holmes i o umgibt, kann vermittels der daran vorgesehenen Handgriffe in seiner Lage verlegt werden. Die in dem Ringraum 6 herrschende Temperatur kann durch den Wärmemesser 28 abgelesen werden.
  • Die Handhabung und Wirkungsweise der neuen Einrichtung gestaltet sich wie folgt. Die zu prüfende Probenmenge der plastischen Mässe 'wird, nachdem der Kolben 3 aus dem Bereich des Gefäßes i herausgebracht ist, in das Gefäß i eingebracht, nachdem zweckmäßig der Kolben 2 in die höchste Stellung gebracht worden ist. Durch Drehen des Handrades 17 wird alsdann der Hohn 3 -wieder in den Zylinder i hineinbewegt und bringt hierbei die Probemasse unter einen bestimmten Druck, der am Manometer 16 abgelesen und vermittels des Schreibgerätes registriert wird.
  • Diese Vorbehandlung des Probestückes dient dazu, das Probestück in eine bestimmte Form zu bringen. Es läßt sich aber auch damit eine bestimmte Güteprüfung vornehmen, indem der bekanntlich auftretende Reaktionsdruck des zusammengepreßten Materials, der ja am Manometer 16 angezeigt wird, ausgewertet wird.
  • Nach diesem Arbeitsgang wird nun der Zylinder i aus dem Querstück 5 entfernt und der Zylinder 4 eingesetzt. Der Kolben 2 wird hierbei vollkommen aus dem Bereich des Querstückes gebracht, so daß die Ringöffnung 25 des Gefäßes 4 freiliegt: Nunmehr wird auch nach :Einbringung des Probestükkes in den Zylinder i der Kolben 3 nach unten bewegt, bis er sich auf den besonderen, in dem Zylinder q. vorgesehenen Kolben 23 aufsetzt. Die Kolben 3 und 23 können natürlich auch identisch sein. Nunmehr wird der Gabelkeil26 entfernt und außerdem auch der Anschlagring 27 hochgeschraubt: In diesem Augenblick kommt nun das in dem Behälter 2o' befindliche Gewicht zur Einwirkung auf den Teil 13 der Büchse 12 und damit den Kolben 3 bzw. 23; das Probestück im Zylinder 4 wird nunmehr einem Druck ausgesetzt, der bestrebt ist, die Masse über die Schneiden 2 2 in den Ringraum 2 5 und aus diesem ins Freie zu pressen. Der auf die Masse einwirkende Druck kann gesteigert werden durch Zugabe von Bleischrott o. dgl. in das Gefäß 2o', bis das Material schlauchförmig aus dem Ringraum 25 ins Freie austritt. Der Druck zeigt sich hierbei an dem Druckmesser 16 an, - und außerdem gibt das Schreibgerät den Verlauf der Druckkurve, bezogen auf die Zeiteinheit, an. Die einzelnen Faktoren, Länge des Schlauches, Verlauf der Druckkurve und zugleich auch die Temperatur der Probemasse, können nun so ausgewertet werden, daß die Anhaltspunkte für die Plastizität der Masse geben, wobei die Haftfähigkeit der beiden beim Hineindrücken der Masse in den Ringspalt 25 erfolgte Wiederzusammenfügung der einzelnen Teile festgestellt werden kann. Beispielsweise kann dies durch Unterdrucksetzung des Schlauchstückes mit einem gasförmigen Druckmittel erfolgen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Bestimmung der Plastizität und der Adhäsion von Kautschuk oder ähnlichen plastischen Massen, bei welchen die Prüfmasse aus einem Gefäß unter Druck und unter einer bestimmten Temperatur aüsgepreßt wird, dadurch gekennzeichnet; daß die zu prüfende Masse unter Druck durch einem am Boden des Druckzylinders angeordneten Ringspalt vorgelagerte Messer zunächst unterteilt und alsdann durch den Ringspalt hindurch in Schlauchform zusammengepreßt wird.
DEH119461D 1928-12-09 1928-12-09 Verfahren zur Bestimmung der Plastizitaet und der Adhaesion von Kautschuk oder aehnlichen plastischen Massen Expired DE516203C (de)

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