DE513723C - Brandsohle - Google Patents

Brandsohle

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Publication number
DE513723C
DE513723C DE1930513723D DE513723DD DE513723C DE 513723 C DE513723 C DE 513723C DE 1930513723 D DE1930513723 D DE 1930513723D DE 513723D D DE513723D D DE 513723DD DE 513723 C DE513723 C DE 513723C
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DE
Germany
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insole
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joint
cork
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DE1930513723D
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B13/00Soles; Sole-and-heel integral units
    • A43B13/38Built-in insoles joined to uppers during the manufacturing process, e.g. structural insoles; Insoles glued to shoes during the manufacturing process
    • A43B13/41Built-in insoles joined to uppers during the manufacturing process, e.g. structural insoles; Insoles glued to shoes during the manufacturing process combined with heel stiffener, toe stiffener, or shank stiffener

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  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

  • Brandsohle Gegenstand der Erfindung ist eine Brandsohle, die aus Kork besteht und zum Zwecke ihrer Tragfähigkeit wie zur Erhaltung ihrer vollen Elastizität mit festem Stoffgewebe versehen ist. Gemäß der Erfindung tritt die Auflage im Bereich der Schuhvorderkappe zungenartig zurück und ist an der Spitze mit einem engmaschigen Drahtgewebestück versehen, wobei die Anordnung des Stoffgewebes gleichzeitig das Einstecken eines neuartigen Gelenkstückes vorsieht. Das Gelenkstück ist dreiteilig, bestehend aus einer Weichaluminiumgabel und je einem aufliegenden und unterliegenden leichten Verstärkungsstück aus Pappmache oder Lederabfall. Die Aufgabe, eine Korkbrandsohle so zu bewehren, daß diese als Fundament des Schuhes so haltbar und widerstandsfähig ist wie eine gute Lederbrandsohle, ist durch die Konstruktion des Erfindungsgegenstandes derart gelöst, daß neben dieser gewünschten Haltbarkeit die Korkbrandsohle auch ihre volle Elastizität behält, und daß das mit dieser verbundene Gelenkstück bis zu dem Zeitpunkt die Gelenkzone elastisch und anpassungsfähig hält, wo das angewandte Verbindungsmittel (der Zwickstift) die drei Teile des Gelenkstückes stabilisierend verbunden hat. Die Schutzauflagen in der Sohlenzone der Korkbrandsohle (Stoffgewebe und Drahtgewebe) sind mittels einer Steppnaht befestigt, wogegen das Gelenkstück nur aufgesteckt ist. Hierdurch wird es ermöglicht, die Brandsohle mit dem Gelenkstück gleichzeitig auf dem Leisten aufzuheften.
  • Es ist bereits bekannt, Brandsohlen aus Kork oder gleichartigen Ersatzstoffen mit Drahtgewebe oder Stoff zu bewehren. Diesen Ausführungsformen lag jedoch der Gedanke zugrunde, den betreffenden Brandsohlen eine Festigkeit zu geben, und dieser Gedanke hat bei Verwendung von Drahtgewebe zu dem Fehler geführt, die Brandsohlen zu ausgiebig mit Drahtgeflecht zu versehen und sie auf diese Weise noch starrer zu machen, als es eine Lederbrandsohle ohnedies sein würde. Das Beziehen von Korkplatten mit Stoffen wird als geläufiger Arbeitsgang angesehen. Während man bei bekannten Verfahren bestrebt ist, das Leder durch eine möglichst gleichwertige Zusammensetzung zweier Ersatzstoffe (Drahtgeflecht auf Kork bzw: schlechtes Leder mit Drahtgeflecht oder Stoff) zu ersetzen, geht die Erfindung gerade von dem Gedanken aus, daß die Brandsohle aus Leder an sich hygienisch ungeeignet ist und in Verbindung mit dem Schuhschaft und der Laufsohle den Schuh, der mit lederverbindenden Klebstoffen hergestellt ist, starr und unelastisch macht.
  • Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, die Korkbrandsohle, die in der Sohlenzone elastisch und doch gefestigt konstruiert ist, auch mit einem Weichaluminiumgelenkstück zu versehen, das mit der Korkbrandsohle nicht durch Niete oder Nägel befestigt werden braucht, sondern nur unter das bis in das Gelenk reichende Stoffgewebeteil gesteckt wird.
  • Geläufig werden Gelenkstücke aus Hartpappe oder Holz hergestellt und unter maschinellem Druck für die gewünschten Leistenformen vorgeformt. Solche Gelenkstücke sind starr, formgebunden, sie sind wie die Brandsohlen aus Leder im Leistengelenk nur so weit fest zum Anliegen zu bringen, wie es das Material zuläßt.
  • Eine Korkbrandsohle, die sich vollkommen jeder Leistenform auch mit den höchsten Absätzen schmiegsam anpaßt, würde, versehen mit einem harten vorgeformten Gelenkstück aus Holz oder Hartpappe, unvollkommen wirken können. Bei der großen Verschiedenheit der Leistenformen in einer Schuhfabrik sind durch die harten und geformten Durchschnittsgelenkstücke aus Hartpappe oder Holz immer wieder Nachteile für das unbedingte feste Anliegen der Brandsohle im Leistengelenk festzustellen.
  • Diesen Übelstand hebt das Aluminiumgelenkstück auf, da es bis zur festen Verbindung mit dem Schuhschaft bzw. der Sohle in seiner Längs-und Querrichtung elastisch bleibt, demnach ein Vorformen gänzlich ausgeschaltet wird und das Gelenkstück erst nach der Einarbeitung endgültige Form und Festigkeit bekommt.
  • Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Gegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i eine Ansicht der kompletten Brandsohle, Fig: 2 einen Querschnitt nach der Linie A-A, Fig. 3 die Brandsohle auf den Leisten geheftet, wobei die Nahtverbindung, die Gelenkstückniete und die Befestigungsstifte für das Aufheften der Brandsohle auf den Leisten angedeutet sind, allgemein der Längsdurchschnitt durch die unmittelbare Kante der Brandsohle dargestellt ist.
  • Die Brandsohle a besteht aus etwa 2 mm starkem feinkörnigem Kork und ist in der Sohlenbahn mit einem reißfesten Stoffgewebe d versehen, das bis zur Gelenkmitte k der Brandsohle reicht (Fig. i), in der Spitzenzone dagegen, im Bereich der vorderen Steifkappe, etwa = cm von der Brandsohlenkante zurücktritt. Für den Halt und die Befestigung der Vorderkappe ist über die zurückliegende Stoffzunge ein Drahtgewebestück c gelegt (Fig. i und 3).
  • Beide Teile, Stoffgewebe d und Drahtgewebe c, werden mittels einer Steppnaht mit der Korkbrandsohle verbunden, derart, daß die Steppnaht c etwa 5 mm von der Brandsohlenkante verläuft. Der Steppstich ist langgezogen und nur mit leichter Heftspannung des Nähfadens vorgenommen, um ein Zertrennen des Korkmaterials zu vermeiden.
  • Das Gelenkstück b ist gesondert zur Brandsohle hergestellt und besteht aus einem Weichaluminiumstück, das in der Ferse mit der Brandsohle abschneidet, sich dem Ballen zu etwas verjüngt, von der Stelle aber, wo der Schuhabsatz endigt, in seiner Mitte breit ausgeschnitten ist, was dem Aluminiumstück die Form einer Gabel verleiht; deren Zinken abgerundet sind. Um. ein Ausgleiten der Befestigungsstifte bei der i Einarbeitung der Brandsohle zu verhindern, ist das Aluminiumgelenkstück auf seiner Oberseite poresiert. Die Innenseite des Gelenkstückes b ist mit einem kurzen, den Gabelausschnitt ausgleichenden Verstärkungsstück f versehen, das ringsherum keilförmig so abgeschrägt ist, daß nur in dem Gabelausschnitt des Aluminiumgelenkstückes b die volle Stärke des Verstärkungsmaterials bestehen bleibt (Fig. 2).
  • Die ungeschärfte Seite des Verstärkungsstückes f kommt auf die Brandsohle zu liegen, wogegen die keilförmig geschärften Seiten auf den Gabelausschnitt des Gelenkstückes b zu liegen kommen. Aus einem wesentlich leichteren Verstärkungsmaterial ist das auf der Außenseite des Gelenkstückes vorgesehene Verstärkungsstück g gewählt, wobei dieses Verstärkungsstück g kleiner ist als das kegelförmige Verstärkungsstück f.
  • Alle drei Teile b, f, g sind durch einen Niet lt miteinander verbunden. Das Verstärkungsstück f biegt durch seinen keilförmigen Charakter die Gabel des Aluminiumgelenkstückes zur Seite und gibt im Verein mit dem aufgenieteten Verstärkungsstück g dem vollständigen Gelenkstück späterhin eine runde Wölbung (Fig. 2).
  • Auf der mit Stoff und Gewebedraht bewehrten Korkbrandsohle ist das fertig zusammengestellte Gelenkstück so befestigt, daß das Verstärkungsstück f zwischen das festgenähte Stoffgewebe d und die Korkbrandsohle a geschoben wird, während die Gabel des Aluminiumgelenkstückes b und die Verstärkungsauflage g in ihrem vorderen Verlauf auf das Stoffgewebe d zu liegen kommen.
  • In diesem Zustande ist der Gegenstand der Erfindung gebrauchsfertig. Die Brandsohle wird auf den Schuhleisten geheftet, wobei sich das Gelenkstück leicht andrücken läßt.
  • Über die mit beschriebenen Merkmalen versehene Korkbrandsohle kann im Leistengelenk. der Schaft des Schuhes l mit Tacksstiften gezwickt werden, ohne daß Nachteile für die Korkbrandsohle entstehen, da der Tacksstift nz durch das dreiteilige Gelenkstück eine direkte und haltbare Führung bekommt und die etwa durchtreibenden Spitzen der Tacksstifte im Kork vernietet zu liegen kommen (Fig. 2). Im Sinne der Erfindung wirkt sich die Gelenkstückkonstruktion vorteilhafter aus als ein fest verbundenes, mehrteiliges Gelenkstück aus Holz oder Hartpappe, wie auch die Gesamtwirkung der Korkbrandsohle wesentlich die elastischen und hygienischen Eigenschaften eines Schuhes verbessert, ohne die Haltbarkeit der Brandsohle in Frage zu stellen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE.' i. Brandsohle aus Kork mit Stoffauflage, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffauf- Lage (d) im Bereich der Schuhvorderkappe von der Brandsohlenkante zungenartig zurücktritt und an dieser Stelle durch ein Drahtgewebe (c) bedeckt ist und beide Verstärkungsteile am Rande der Brandsohle durchgesteppt sind. a. Brandsohle nach Anspruch z mit Gelenkstück, dadurch gekennzeichnet, daß ein für den Nageleinschlag einseitig poresierter Weichaluminiumteil (b), der in der Ferse mit der Brandsohlenform gleich verläuft und dem Ballen zu etwas von der Brandsohlenkante zurücktritt, vom Absatzbeginn aus gabelförmig geteilt ist und dieser Gabelausschnitt auf der der Brandsohle zugekehrten Seite mit einem an den Außenkanten keilförmig zugeschärften, dem Gabelausschnitt angepaßten Verstärkungsstück (f) bedeckt ist, das in Verbindung mit einem leichteren und kleineren, den Gabelausschnitt außen überbrückenden Verstärkungsstück (g) durch eine Vernietung (h) im Fersenteil zur Wölbung des dreiteiligen Gelenkstückes führt. 3. Brandsohle nach den Ansprüchen x und x, dadurch gekennzeichnet, daß das auf der Korkbrandsohle (a) festgesteppte Stoffgewebe (d) bis zur Gelenkmitte reicht und an seinem hinteren Ende als Tasche ausgebildet ist, in die das freie Ende der Gelenkstückauflage (f) eingreift, während die beiden anderen Teile (b, g) mit ihren Ausläufen kurz vor dem Ballen das Gewebestück (d) überdecken.
DE1930513723D 1930-10-15 1930-06-03 Brandsohle Expired DE513723C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE522850T 1930-10-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE513723C true DE513723C (de) 1930-12-02

Family

ID=6551782

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930513723D Expired DE513723C (de) 1930-10-15 1930-06-03 Brandsohle
DE1930522850D Expired DE522850C (de) 1930-10-15 1930-10-15 Brandsohle

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930522850D Expired DE522850C (de) 1930-10-15 1930-10-15 Brandsohle

Country Status (1)

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DE (2) DE513723C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2652239A1 (fr) * 1989-09-28 1991-03-29 Salomon Sa Semelle interne pour chaussure et chaussure pourvue d'une telle semelle.

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2652239A1 (fr) * 1989-09-28 1991-03-29 Salomon Sa Semelle interne pour chaussure et chaussure pourvue d'une telle semelle.

Also Published As

Publication number Publication date
DE522850C (de) 1931-04-17

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