DE513646C - Bootsriemen - Google Patents

Bootsriemen

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DE513646C
DE513646C DET37666D DET0037666D DE513646C DE 513646 C DE513646 C DE 513646C DE T37666 D DET37666 D DE T37666D DE T0037666 D DET0037666 D DE T0037666D DE 513646 C DE513646 C DE 513646C
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Germany
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handle
shaft
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boat
cross
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Expired
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DET37666D
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HEINRICH TREECK
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HEINRICH TREECK
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H16/00Marine propulsion by muscle power
    • B63H16/04Oars; Sculls; Paddles; Poles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Prostheses (AREA)

Description

Der Schaft der bekannten Bootsniemen, Skulls u. dgl. hat im Bereich des Handgriffes kreisförmigen Querschnitt.
Diese Ouerschnittsform hat den Nachteil, daß die jeweils nötige Lage des Riemenblattes nur durch eine dauernde Anstrengung der Hand- und Unterarmmuskulatur erreicht werden kann.
Der Vorgang des Ruderns setzt sich bekanntldch aus folgenden vier Abschriften zusammen :
1. Durchzug des lotrecht stehenden Blattes durch das Wasser.
2. Herausheben des Blattes aus dem Wasser und Kanten des Schafteis bis zur waagerechten Lage des Blattes.
3. Rückführen des Schaftes bis zum Einsatzpunkt bei waagerechter Lage des Blattes.
4. Rückkanten des Schaftes bis zur lotao rechten Lage des Blattes für den Einsatz.
Da der beim Rudern eingetauchte Teil des Blattes etwa Trapezform hat, sein Flächenmittelpunkt also nicht in der Mittellinie des Schaftes liegt, tritt beim Durchzug durch das Wasser ein Drehmoment auf, das das Blatt um die Schaftachse zu drehen strebt. Da nun die bisher stets kreisrunde Ouerschnittsform des Griffendes es ausschließt, daß der Ruderer durch das Gefühl in der Hand jeweils darüber belehrt wird, ob das Blatt .die richtige Lage hat bzw. welche Lage es gerade einnimmt, so bleibt ihm nichts anderes übrig, als -das Blatt durch unablässig festen Griff am Schaft in der richtigen Stellung zu erhalten. ■
Dieses Festhalten ist um so anstrengender, als selbst kleine Abweichungen des Blattes von seiner richtigen Lage die Ruderarbeit sehr erschweren. Deshalb hat der Anfänger beim Durchzug große Mühe, das Blatt in der vorteilhaftesten Tauchung zu erhalten, und wird dadurch zu dem von allen Trainern bekämpften Fehler verleitet, das Blatt während der Arbeit mit den Augen zu verfolgen. Beim Rückführen des Riemens geschieht es ihm leicht, daß die Vorderkante des Blattes etwas tiefer liegt als die Hinterkante. In solcher Lage wird das Blatt aber leicht vom Wasser gefaßt, was in einem schnellaufenden Boot zum Bruch des Schaftes, Verbiegung des Auslegers und sogar zu einer schweren Verletzung des Ruderers führen kann. Alle diese Schwierigkeiten erhöhen sich außerordentlich, wenn durch Wasserspritzer oder Handschweiß das Griffende naß geworden ist.
Da ferner der Schaft während eines Ruderschlages zweimal um 90 ° um seine Längsachse gekantet werden muß, darf der Ruderer wegen des runden Querschnitts des Griffendes in der Intensität des Griffes nicht einen Augenblick nachlassen. Daher ist, während die am Vorwärtstreiben des Bootes beteiligten Muskelgruppen abwechselnd beansprucht und entspannt werden, die am Griff beteiligte Hand- und Unterarmmuskulatur dauernd beanspracht. Infolgedessen treten die Ermü-
dungserseheiniungen zuerst in den am Griff beteiligten Muskelgruppen auf und können sich dn scharfen Rennen bis zu Lähmungserscheinungen .in der Hand und zu Krampfersaheinungen im Unterarm steigern.
Die Erkenntnis dieser Vorgänge an sich ist alt und hat bei Renn- und Sportbooten zur Einführung rechteckiger fester oder besonders !gestalteter Drehdollen geführt bei
ίο entsprechendem Querschnitt des Riemen- ader Sfcullschaftes innerhalb der Belederung. Gegenüber den sonst allgemein gebräuchlichen runden Dollen ist damit wohl eine erhebliche Verbesserung erzielt, doch ist auch bei diesem System die Führung des Blattes sowohl im Wasser als auch in der Luft zu labil, weil mit Rücksicht auf das zweimalige Kanten während jedes Schlages die vordere untere Kante dies Riemens innerhalb der Belederung ziemlich stark abgerundet werden und die Belederung- selbst reichlich eingefettet werden muß.
Diese Nachteile werden erfindungsgemäß dadurch behoben, daß der Schaft innerhalb der Griff länge in der Ebene des Blattes dünner gemacht wird, als in den anderen Richtungen, so daß er eine elliptische Ouerischnittsform erhält.
Dadurch wird in psychischer Hinsicht erreicht, daß der Ruderer die Stellung des Blattes jeweils in der Hand fühlt, und in physischer Hinsicht, daß er erstens das Kanten mit großen Hebelarmen, nämlich mit den beiden halben »großen Achsen« des Griffquerschnittes, ausführt und zweitens den ovaloiden Griff besser und sicherer mit der Hand halten und sogar bequem mit dem Daumen untergreifen kann.
Ein mit einem Griffende in einer Ausführungsform gemäß der Erfindung versehener Bootsriemen ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar ist
Abb. ι ein Backbordriemen mit dem Beschauer zugekehrter Rückseite des Blattes beim Durchzug,
Abb. 2 Querschnitt des Griffes an der Stelle H-II "der Abb. 1,
Abb. 3 Querschnitt des Schaftes an der Stelle HI-III der Abb. 1,
Abb. 4 derselbe Riemen in um 90 ° gekanteter Lage beim Rückführen,
Abb. 5 Griffquerschnitt an der Stelle H-II der Abb. 4,
Abb. 6 Schaftquerschnitt an der Stelle IH-III der Abb. 4.
Während der in Abb. 3 und 6 in seinen zwei Hauptlagen gezeigte Schaftquerschnitt IH-III "von der Erfindung uniberührt bleibt und insoweit auch eine beliebige andere Form haben kann, entspricht eine elliptische, eHipsoide, ovale o. dgl. _ Formgebung des Griffquerschnittes nach Abb. 2 (bzw. 5) den Erfordernissen der Erfindung.
In der Ruhelage des Blattes in lotrechter Stellung paßt sich ein derartig gestalteter Griff der Anatomie der Hand an und gestattet das Untergreifen des Daumens ohne ermüdende Spreizung. Beim Durchzug wird schon nach kurzer übung der richtige Grad der Tauchung des Blattes durch das Gefühl in der Handfläche empfunden. Der Zug selbst wird wirkungsvoller, weil die Angriffsfläche für die dabei hauptsächlich in Frage kommenden zweiten und dritten Fingerglieder günstiger ist. Sofort nach dem Durchzug tritt eine Entspannung der Greifmuskeln ein, weil der Griff gelockert werden kann; denn das Kanten erfordert nur noch eine leichte Senkung des Handgelenkes mit Rücksicht auf die : durch die ovale Form des Griffes gegebene Hebelwirkung. Ebenso kann der Schaft mit vollständig gelockertem Griff in der vorschriftsmäßigen waagerechten Lage dies Blattes zum Einsatz zurückgeführt werden. In dieser Lage steht das Oval des Griffes senkrecht und kann ohne jede Anstrengung und mit dem Gefühl vollständiger Sicherheit in dieser Lage erhalten wenden. Beim Rückkanten für den neuen Einsatz gibt wiederum das Gefühl dn der Hand die richtige Stellung des Blattes an; der Einsatz kann dementsprechend mit aller Kraft erfolgen, ein besonders beim Rennrudern sehr wichtiger Umstand.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß die vorgeschlagene Form des Griffendes den Wirkungsgrad der Ruderarbeit erheblich erhöht, Beschädigungen an Riemen, Skulls, Auslegern, Bordwänden vermeidet, dem Ruderer die Arbeit wesentlich erleichtert und handlicher macht, besonders dem Anfänger große Schwierigkeiten erspart und ganz besonders den Ruderer vor Schädigungen an der Gesundheit schützt, die durch die unablässige Beanspruchung gewisser Muskeln und Sehnen entstehen können.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Bootsriemen, Skull 0. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft innerhalb seiner Grifflänge einen ovalen Querschnitt, z. B. die Form einer Ellipse hat, deren kleine Hauptachse in der Ebene des Blattes liegt.-
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DET37666D 1929-10-09 1929-10-09 Bootsriemen Expired DE513646C (de)

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DET37666D DE513646C (de) 1929-10-09 1929-10-09 Bootsriemen

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DET37666D DE513646C (de) 1929-10-09 1929-10-09 Bootsriemen

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DE513646C true DE513646C (de) 1930-12-01

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ID=7560003

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DET37666D Expired DE513646C (de) 1929-10-09 1929-10-09 Bootsriemen

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