DE511990C - Mischung fuer die aluminothermische Schweissung - Google Patents
Mischung fuer die aluminothermische SchweissungInfo
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- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)
Description
KLASSE 49 h
Folge hat.
thermischen
thermischen
Bei aluminothermischen Schweißungen, bei denen das aluminogenetische Eisen als
Schweißmittel benutzt wird, also bei dem sogenannten Zwischenguß und bei der kombinierten
Schweißung, ist es wünschenswert, diesem Eisen eine dem jeweiligen Werkstück möglichst gleichartige Beschaffenheit zu
geben. Insbesondere ist dieses bei Schienenschweißungen wichtig, weil ein Zwischenguß
zwischen den Schienen von anderer Härte ais der der Schiene eine ungleichmäßige Abnutzung
der Fahrfläche herbeiführt und das Eintreten von sogenannten Schlaglöchern zur Da das Eisen aus der alumino-Reaktion
ein außerordentlich reines, sehr kohlenstoffarmes Eisen ist, hat man daher der aluminothermischen Masse
allgemein sogenannte Stahl bildende Zusätze, z. B. Mangan, Silicium und Kohlenstoff in
ao Form von kohlenstoffhaltigem Ferromangan
oder Ferrosilicium, beigegeben. Außerdem wird zumeist auch noch etwa 10 bis 20 °/„
Eisenschrott unter die aluminothermische Masse gemischt, um die Menge des aluminogenetischen
Eisens zu vergrößern und dabei gleichzeitig die für die Praxis zu hohe Temperatur
des Eisens herabzusetzen.
Bei diesem bisher üblichen Verfahren besteht der Übelstand, daß die Stahl bildenden
Zusätze nicht so gleichmäßig und vollständig in das aluminogenetische Eisen eingehen, wie
dieses im Interesse der Gewinnung einer stets gleichmäßigen Zusammensetzung des Schweißeisens
erwünscht ist. Wird nämlich Ferromangan und Ferrosilicium zwischen die aluminothermische
Masse gemischt, so verbindet sich ein mehr oder minder großer Teil dieser Stoffe mit dem Sauerstoff des Eisenoxyds zu
Manganoxyd, Kieselsäure und Kohlenoxyd und geht in dieser Form teils in die Schlacke,
teils entweicht es als Gas. Nur ein Teil des Stahlzusatzes, dessen Größe sehr verschieden
ausfällt, legiert sich mit dem Eisen. Es wird hierdurch nicht nur die in das Eisen
gehende Menge der Stahl bildenden Zusätze bei den verschiedenen Reaktionen ungleichmäßig,
sondern es bleibt auch durch den anderweitig gebundenen Sauerstoff des Eisenoxyds
ein Teil des Aluminiums unoxydiert und legiert sich unerwünschterweise mit dem aluminogenetischen Eisen.
Um diese Ungleichmäßigkeit im Reaktionsverlauf zu vermeiden, ist man allgemein dazu
übergegangen, die Stahl bildenden Zusätze nicht mit der aluminothermischen Masse zu
mischen, sondern sie in einem besonderen Päckchen auf diese aufzugeben, so daß sie
erst im letzten Augenblick des Niederschmelzens der Schweißmasse in diese eingehen.
Da dann die eigentliche aluminothermische Reaktion bereits annähernd vollendet und kein
Sauerstoff mehr frei ist, geht in diesem Falle eine größere Menge des Stahlzusatzes in das
Eisen. Diese kurz vor dem Tiegelabstich vorgehende Legierung führt aber häufig zu
einer nicht hinreichenden Durchmischung der
Legierung, so daß in dem aluminothermischen Guß die Stahl bildenden Zusätze ungleichmäßig
verteilt bleiben.
Nach der Erfindung werden nun diese unerwünschten Erscheinungen vermieden und
ein in allen Güssen gleichartiges und in jedem Gusse gleichmäßiges Eisen dadurch gewonnen,
daß man die Stahl bildenden Zusätze von vornherein mit dem der aluminothermischen
ίο Masse beizumischenden Eisenschrott legiert,
diese Legierung körnt und sie sodann in möglichst gleichmäßiger Körnung der aluminothermischen
Masse beimischt. Bei der Zusammensetzung der Legierung ist auf den
Stoff der zu verschweißenden Werkstücke Rücksicht zu nehmen, und die Legierungsbestandteile sind so zu wählen, daß sie beim
Eingehen in das aluminogenetische Eisen einen Zwischenguß erzeugen, der in seiner
zo Zusammensetzung dem zu verschweißenden
Werkstoff möglichst gleichartig wird, wobei sich für die Zusatzlegierung ein mit Mangan,
Silicium und Kohlenstoff in einem Verhältnis legiertes Eisen ergibt, wie es sonst in der
Technik nicht verwendet wird.
Es hat sich gezeigt, daß der mit verhältnismäßig großen Mengen von Eisen legierte,
Stahl bildende Zusatz in dieser Legierung weniger leicht an der Reaktion teilnimmt und
deshalb in größerem Umfange und gleichmäßiger in das aluminogenetische Eisen übergeht
als bei der früher üblichen getrennten Zugabe von Eisenschrott und Stahl bildenden
Zusätzen, wobei die gleichmäßige Korngröße des Legierungszusatzes und die Untermischung
in die aluminothermische Masse dazu beitragen, daß der Reaktionsverlauf sich
jedesmal in gleicher Weise abspielt, und daß ferner bei jeder Reaktion ein in sich gleichmäßiger
aluminogenetischer Stahl erzeugt wird. ' ■. .
Claims (1)
- Patentanspruch:Aus einer Eisenoxyd-Aluminium-Mischung, Eisenschrott und Stahl bildenden Zusätzen bestehende Mischung für die aluminothermische Schweißurig, dadurch gekennzeichnet, daß der Eisenschrott und die Stahl bildenden Zusätze miteinander legiert und in gekörnter Form der Eisenoxyd-Aluminium-Mischung beigemengt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE39116D DE511990C (de) | 1929-04-18 | 1929-04-18 | Mischung fuer die aluminothermische Schweissung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEE39116D DE511990C (de) | 1929-04-18 | 1929-04-18 | Mischung fuer die aluminothermische Schweissung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE511990C true DE511990C (de) | 1930-11-03 |
Family
ID=7078528
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEE39116D Expired DE511990C (de) | 1929-04-18 | 1929-04-18 | Mischung fuer die aluminothermische Schweissung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE511990C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0274677A1 (de) * | 1986-12-23 | 1988-07-20 | Elektro-Thermit GmbH | Aluminothermisches Gemisch |
-
1929
- 1929-04-18 DE DEE39116D patent/DE511990C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0274677A1 (de) * | 1986-12-23 | 1988-07-20 | Elektro-Thermit GmbH | Aluminothermisches Gemisch |
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