DE511565C - Gluehkathoden-Roentgenroehre - Google Patents
Gluehkathoden-RoentgenroehreInfo
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- H01—ELECTRIC ELEMENTS
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- H01J35/04—Electrodes ; Mutual position thereof; Constructional adaptations therefor
Landscapes
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
31. OKTOBER 1930
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVl 511565 KLASSE 21 g GRUPPE
C. H. F. Müller A. G. in Hamburg*)
Glühkathoden-Röntgenröhre Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. Mai 1925 ab
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Röntgenröhre, bei der der Brennfleck seinen
Ort auf der Anode wechselt. Es soll hiermit einerseits erreicht werden, daß das Anodenmaterial eine höhere thermische Belastung
verträgt als bei feststehendem Brennfleck, und es soll ferner möglich sein, in ein und derselben Röntgenröhre entweder
eine Anode mit mehreren, voneinander verschiedenen wirksamen Stoffen oder mehrere
verschiedene Anoden, die an sich beide bereits bekannt sind, unterzubringen und auf
sie wahlweise das Kathodenstrahlenbündel zu richten. Es war vorgeschlagen worden, die
Anode drehbar gegenüber der Kathode anzuordnen; da jedoch verhältnismäßig große Massen bewegt werden müssen, bereitet die
Lagerung dieser Teile im Vakuum, bei der jegliche Schmierung der Lagerstellen aus-
ao geschlossen ist, erhebliche Schwierigkeiten. Eine neue, zweckmäßige Lösung der Aufgabe
entsteht dadurch, daß man die Glühkathode und den Anodenkörper durch den Glastei'l der
Röhre fest miteinander verbindet, während die Sammelvorrichtung frei beweglich die
Glühkathode umgibt und mit einer Öffnung zum Austritt der Kathodenstrahlen versehen
ist. In der Abb. 1 ist eine Ausführungsform
dargestellt. Es bezeichnet 1 die aus Kupfer bestehende Antikathode, die in ein Rohr 2
eingegossen ist. 3 ist der in diesem Falle
z. B. aus Wolfram bestehende und die Gestalt eines Hohlkegelmantels besitzende Antikathodenspiegel,
wie es auch schon bei anderen Röhren vorgeschlagen ist. Das Rohr 2 ist an einem Ende mit dem Glasrohr 4, an
dem anderen Ende mit einem Fenster 5 verschmolzen. Das letztere kann erforderlichenfalls
aus einem besonderen durchlässigen Glas, ζ. B. Lindemannglas, bestehen. Das Fenster 5 kann aber auch durch eine dünne
Metallplatte, beispielsweise durch Aluminium, gebildet werden.
Zentrisch in der kegelförmigen Öffnung des Antikathodenspiegels 3 ist eine schraubenfederförmige
Glühkathode 6 angebracht. Sie windet sich zentrisch um einen Stift 7, zweckmäßig aus Wolfram, herum, und ihr
eines Ende ist mit ihm verbunden. Der Wolframstift 7 wird durch zwei Isolierbuchsen
8,9 zentrisch in· der Bohrung eines metallenen Rotationskörpers 10 geführt. Über den Metallkörper
10 ist eine runde Wolframscheibe 11 geschoben, welche den Austritt von Röntgenstrahlen
nach rückwärts verhindert. Durch ein Rohr 12, das einerseits mit dem
Glasträger 13 verschmolzen, andererseits mit dem Metallkörper 10 verbunden ist, wird die
ganze Kathode getragen. Zwei Stromzuführungsdrähte 14, 15 sind durch den Quetschfuß
16 vom Röhreninnern nach außen geführt und dienen zur Stromzuführung. Der
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Wilhelm Daumann in Hamburg.
ganze Träger 13 ist bei I7"mit dem Röhrenglas
verschmolzen. Das zweite, bisher noch freie Ende der Glühfeder 6 ist mit dem vorderen
Eiide des Rotationskörpers io, Draht
14 mit der Hülse 12, 15 mit dem Wolframstift
7 verbunden.
Der Wolframstift 7 läuft vorn in eine dünne Nadel 18 aus, welche als Rotationsachse
für die drehbar ausgebildete Sammelvorrichtung 19 dient. Diese besteht, wie die
Abb. 2 und 3 zeigen, aus einem kastenförmigen, mit einseitiger öffnung versehenen Teil
20, der die Glühkathode umgibt und für eine
entsprechende Formgebung des Brennfleckes sorgt, und einem daran angenieteten. Ansatz·
21, welcher eine zweite Lagerstelle bildet.
Der Hals des Rotationskörpers 10 ragt in ein entsprechendes Loch des Kastens 20
hinein, ohne jedoch diesen Kasten selbst zu berühren. Der nadeiförmig verdünnte Teil
18 des Wolframstiftes 7 erhält vorn nach dem Aufschieben der drehbaren Sammelvorrichtung,
etwa durch Zusammenschmelzen im Lichtbogen, eine kugelförmige Verdickung
22, wodurch das Herabgleiten der Sammelvorrichtung von dem Stift vermieden wird.
Um die Sammelvorrichtung drehen zu können, bekommt sie in diesem Falle beispielsweise
einen entgegengesetzt der öffnung des Kästchens 20 gerichteten Hebelarm; 23 mit
einem kleinen daran befestigten Gewicht 24, so daß bei waagerechter Röhrenlage, infolge
der Einwirkung der Schwerkraft, die öffnung des Kästchens 20 stets nach oben stehen
wird.
Diese Röhre kann nun in verschiedener Weise gebraucht werden. Läßt man sie z. B.
sich um ihre Längsachse drehen, während die Röhre waagerecht liegt, so wird die Sämmelvorrichtung
und infolgedessen auch der Brennfleck seine Lage im Räume beibehalten,
während sich der Anodenkörper unter ihm fortdreht. Da diese Drehung mit einer erheblichen
Geschwindigkeit erfolgen kann, so wird eine außerordentlich erhöhte spezifische
Brennfleckbelastung erreicht, so daß die Brennfleckbelastung gegenüber der wirklichen
Röhrenbelastung verhältnismäßig gering ist.
Die Röhre kann aber auch so benutzt werden, daß der Kegelmantel 3 des Antikathodenspiegeis
aus verschiedenen Stoffen zusammengesetzt ist. Beispielsweise 200 des Umfanges
aus Wolfram, weitere 200 aus Molybdän, Platin, Rhodium, Tantal usw., so daß
es auf diese Art und Weise möglich ist, die verschiedensten Stoffe nacheinander durch
einfaches Drehen der Röhre um den entsprechenden Winkel in den Bereich der Kathodenstrahlung
zu bringen und so zur Rönt- -genstrahlenerzeugung anzuregen. Wird das 6a
Fenster 5 z. B. aus Lindemannglas hergestellt, so ermöglicht man auch die Verwendung
leichtatomiger Metalle zur Erzeugung weicher Röntgenstrahlen.
Das Rohr 2 kann natürlich zur Ableitung der Wärme mit Kühlrippen versehen oder in
irgendeiner anderen geeigneten Weise gekühlt werden.
Die in vorstehendem beschriebene Ausführungsform
der Röhre ist eine besonders handliehe; es können natürlich der Kathode auch
mehrere getrennte, nach der bisherigen Weise in ein Glasgefäß radial zur Kathode eingeschmolzene
Anoden gegenübergestellt und durch entsprechende Drehung der ßanimelvorrichtung
zum Arbeiten gebracht werden.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Glühkathoden-Röntgenröhre, dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelvorrichtung derart drehbar um die Glühkathode angeordnet ist, daß bei ihrem Drehen die Kathodenstrahlen auf verschiedene Stellen der Anode fallen.
- 2.· Röntgenröhre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anode als Hohlkegel gestaltet und gleichachsig zur Kathode angeordnet ist.
- 3. Röntgenröhre nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anodenkörper an verschiedenen Stellen des Kegelmantels aus verschiedenen Stoffen besteht.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM89943D DE511565C (de) | 1925-05-31 | 1925-05-31 | Gluehkathoden-Roentgenroehre |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEM89943D DE511565C (de) | 1925-05-31 | 1925-05-31 | Gluehkathoden-Roentgenroehre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE511565C true DE511565C (de) | 1930-10-31 |
Family
ID=7321428
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM89943D Expired DE511565C (de) | 1925-05-31 | 1925-05-31 | Gluehkathoden-Roentgenroehre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE511565C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3696845A1 (de) * | 2019-02-12 | 2020-08-19 | Malvern Panalytical B.V. | Röntgenröhre und röntgenanalysesystem |
-
1925
- 1925-05-31 DE DEM89943D patent/DE511565C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP3696845A1 (de) * | 2019-02-12 | 2020-08-19 | Malvern Panalytical B.V. | Röntgenröhre und röntgenanalysesystem |
| CN111564350A (zh) * | 2019-02-12 | 2020-08-21 | 马尔文帕纳科公司 | X射线管和x射线分析系统 |
| US11315749B2 (en) | 2019-02-12 | 2022-04-26 | Malvern Panalytical B.V. | X-ray tube and X-ray analysis system |
| CN111564350B (zh) * | 2019-02-12 | 2024-05-24 | 马尔文帕纳科公司 | X射线管和x射线分析系统 |
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