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Lichtreflektierender Kegelspiegel Zum Schutz von Bahnübergängen wie
auch an schlecht zu übersehenden Stellen der Landstraßen verlangt der Verkehr besondere
Warnungszeichen, die auch bei Nachtdeutlich erkennbar und auffallend sein müssen.
Man ist in letzter Zeit dazu übergegangen, die Signale mit Blinklichtern zu versehen,
:die in hohem Grade die Aufmerksamkeit des Wagenführers auf sich lenken. Auch die
Signale der Eisenbahn für den eigentlichen Zugverkehr werden notwendigerweise zwecks
größerer Sicherheit ähnlich gestaltet werden müssen.
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Derartige Blinkgeräte benötigen einen komplizierten Mechanismus und
sorgfältige Überwachung, sie stellen sich also äußerst teuer in der Anschaffung
wie auch in der Unterhaltung.
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Ziel vorliegender Erfindung ist, ein einfaches und billiges Signalgerät
zu schaffen, das bei gleicher Wirksamkeit absolut sicher arbeitet.
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Die Erfindung besteht aus einem Kegelspiel, dessen Öffnungswinkel
größer als go° ist. Die Abb. r zeigt einen Spiegel dieser Bauart im Schnitt, dessen
Öffnungswinkel roo° beträgt. Man sieht, wie ein von oben parallel der Kegelachse
einfallendes Strahlenbündel den Kegelspiegel als ein Kegelmantelstrahl wieder verläßt.
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Die Abb. a zeigt einen einzelnen Kegelspiegel in seiner Anwendung
für den Fahrverkehr. Der Kegelspiegel a ist seitlich der Landstraße b angebracht,
beleuchtet durch eine vor ihm auf der Kegelachse befindliche Lichtquelle c. Es entsteht
ein Kegelmantelstrahl d, durch den jedes Fahrzeug, das sich der Anordnung auf einer
seitlich an ihr vorbeiführenden Fahrbahn nähert, hindurchfahren muß. Beim Passieren
der Stelle c empfängt es einen einmaligen Lichtblitz.
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Wenn mehrere Kegelspiegel mit verschiedenen Öffnungswinkeln angebracht
werden, wobei dieselben nebeneinander oder auch als Kegelringspiegel konzentrisch
.ineinander angeordnet sein können, so wird das sich nähernde Fahrzeug nach Abb.
3, wo bei f ein sechsfacher Kegelspiegel an der Seite des Schienenstranges steht,
an den Punkten g, h, j, h, L und in je einen Lichtblitz empfangen. Man hat
hier also ein Mittel in der Hand, ohne Anwendung eines beweglichen Mechanismus ein
auffallendes Blinklicht zu erzeugen.
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Die Kombination eines Kegelspiegels mit einem Ringspiegel, die konzentrisch
ineinander angeordnet sind, zeigt die Abb. 5 im Schnitt. Der äußere Teil des Spiegels
hat nach Abb. 6 Ringform, der innere nach Abb. 7 die übliche Form. Setzt man die
beiden Teile nach Abb. 5 zusammen, so werden die von der entsprechend ausgedehnten
Lichtquelle va parallel zur Achse einfallenden Strahlen je nach den verschiedenen
Richtungen reflektiert. In dem gezeichneten Beispiel erleiden die den mittleren
Kegel treffenden Strahlen eine nur geringe Abweichung von der Spiegelachse entsprechend
den Richtungen
p, und p2. -Die :den Ringspiegel treffenden Strahlen
werden infolge seines größeren Öffnungswinkels stärker von der Spiegelachse abgelenkt,
so daß sie in der Richtung q1, q 2 verlaufen.
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Die Anwendung des Kegelspiegels ist nicht auf Landstraße und Schienenstrang
beschränkt. Bei horizontaler Aufstellung kann er als Signal und Richtungsweiser
im Flugverkehr dienen.
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Wird schließlich die Lichtquelle c in Abb. 2 fortgelassen, so bleibt
.die Anordnung, wenn auch in geringerem Grade, noch wirksam, falls der sich nähernde
Wagen mit Scheinwerfern ausgestattet ist. Dies ist darauf zurückzuführen, daß der
Führer des Fahrzeuges sich seitlich von seinem eigenen Sucher befindet. Der Vorgang
erfolgt ähnlich wie in Abb. 2, nur mit dem Unterschied, daß sich die Lichtquelle
c .am eigenen Wagen befindet.
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Derartige Signalvorrichtungen lassen sich noch zur Färbung des Signallichtes
mit farbigen Abschlußgläsern versehen. Auch durch das verwendete Spiegelmaterial
(z. B. Kupferblech) kann eine besondere, auffallende Farbwirkung erzielt werden.
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Wird dem eigentlichen Kegelspiegel noch eine konvexe Linse oder auch
ein, kegelf5rmiges Prisma vorgesetzt, so läßt sich der Scheitelwinkel des zurückgeworfenen
Kegelmantelstrahls beliebig ändern. Die Abb. ¢ zeigt -den Strahlengang bei derartiger
Dimensionierung der vorgesetzten Linse, :daß .die Strahlen parallel zur Einfallsrichtung
zurückgeworfen werden. Diese Anordnung ist besonders geeignet als Rücklicht, ähnlich
den Katzenaugen, wie sie beispielsweise bei Fahrrädern Verwendung finden. An Wirksamkeit
übertrifft sie dieselben bedeutend"da hier alle den Kegel treffenden Strahlen in
:die Einfallsrichtung zurückgeworfen werden. Es ist hierbei gleichgültig, ob die
Strahlen senkrecht oder mit einer gewissen Winkelabweichung auftreffen, die Montage
derartiger Zeichen ist also bedeutend erleichtert.
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Die Öffnung des Kegelspiegels leuchtet in ihrer vollen Fläche im Gegensatz
zu !den üblichen Anordnungen, wo bei Verwendung von Linsen mit spiegelnder Rückwand
ein verkleinertes Bild der Lichtquelle erscheint, während bei facettförmig gepreßten
Glaskörpern nur einzelne, -gerade günstig stehende Teile als spiegelnd wirksam sind.
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Derartige Kegelspiegel mit vorgesetztem Glaskörper lassen sich außer
an Fahrzeugen auch an Schlagbäumen, Geländern, Pfosten, Bordschwellen und Schutzinseln
anbringen. Sie können einzeln verwendet werden oder auch in Gruppen, so ;d,aß besondere,
den internationalen Verkehrszeichen ähnliche Figuren entstehen.