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Rohrziehbank (Rohrstoßbank) mit als Pendel ausgebildeten Führungskörpern
für den Dorn und den Dornschaft Bei kohrziehbänken (Rohrstoßbänken) nach Patent
447 197 werden der Ziehdorn oder der Schaft oder beide durch eine Mehrzahl einzelner
Körper geführt, welche sämtlich oder teilweise ortsfest angeordnet sind und die
den Dorn oder den Schaft bewegenden Maschinenteile ungehindert in den Führungsbereich
des Dornes eintreten lassen. Das wird bei verschiedenen Ausführungsformen der Ziehbank
nach dem genannten Patent dadurch erreicht, daß die Führungskörper als ausschwingbare
Pendel ausgebildet sind.
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Gegenstand der Erfindung ist nun eine besonders einfache Ausführungsform
der oben erwähnten und etwaiger ähnlicher Ziehbänke mit einer Mindestzahl beweglicher
Teile. Die Erfindung besteht darin, daß die erwähnten Pendel nur je eine einzige,
senkrecht unter dem Pendeldrehpunkt liegende Führungsrolle tragen, während als Ausführungsbeispiele
des Hauptpatents für jedes Pendel zwei Rollen vorgeschlagen worden sind, um ein
Ausschwingen des Pendels bei Verbiegen der von den Rollen geführten Dorn- bzw. Schaftstange
zu verhüten. Eingehende Betriebsversuche haben nun gezeigt, daß man auch bei Anwendung
nur einer einzigen Rolle je Pendel ohne besondere Verriegelung desselben völlig
betriebssicher arbeiten kann, ohne daß die pendelnden Führungskörper aus ihrer Arbeitslage
gebracht «-erden, wenn sie durch Dorn oder Schaft bei Verbiegung derselben beansprucht
werden.
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Die Wirkungsweise der als Pendel mit nur je einer Führungsrolle ausgebildeten
Führungskörper wird durch nachstehende überlegungen klar. ` Die Führungskörper mit
ihren Rollen sind, selbst wenn man sie ohne Materialverschwendung herstellt, Körper,
die eine verhältnismäßig große Masse darstellen, so daß der Dorn, der sie im Falle
des Ausbiegens genau senkrecht von unten her beansprucht, nicht sofort eine Bewegung
der Körper verursacht. Dabei ist auch ausdrücklich zu betonen, daß zwischen dem
Dorn und den Rollen ein geringes Spiel vorhanden ist, so daß die Rollen keineswegs
ständig auf dem Dorn oder dem Schaft laufen, sondern die Führungskörper, ohne daß
sich die Rollen ständig drehen, stets genau senkrecht hängen. Es genügt hierzu bereits
das Spiel, das aus rein praktischen
Gründen zwischen Dorn und Schaft
einerseits und- den Rollen -andererseits gelassen werden muß.
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Der Dorn biegt sich nun nur dann aus, wenn das Werkstück ihm einen
plötzlichen Widerstand im Ringbett entgegensetzt, etwa durch plötzliches Hängenbleiben.
Erfahrungsgemäß treten daher die etwa auftretenden Ausbiegungen des Dornes und des
Schaftes schlagartig auf, so daß die ausbiegenden Stellen auch schlagartig gegen
die genau senkrecht hängenden Rollen der Führungskörper stoßen. Es genügt bereits
der hierbei auftretende Widerstand der Masse der Führungskörper, um ein weiteres
Ausbiegen der Stange zu verhüten.
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Das eigenartige Verhalten der Führungsstücke und der Führungsrollen
wird weiterhin noch dadurch unterstützt, daß der Dorn und der Schaft mit einem verhältnismäßig
großen Gewicht bestrebt sind, auf der Sohle des Bankbettes oder auf den hier angeordneten
Führungsrollen fest aufzuliegen.
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Weiterhin erstreckt sich die Erfindung auch noch darauf, zwecks weiterer
Vereinfachung der Ziehbank die seitliche Führung von Dorn und Schaft durch seitlich
der Führungsrollen vortretende Ansätze oder Lappen der Führungskörper bewirken zu
lassen. Diese Ansätze können gleichzeitig die Angriffsflächen für das die Pendel
bewegende Ziehbankorgan, z. B. die bei Ziehbänken bekannte Zahnstange, bilden oder
tragen.
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Diese Ansätze werden bei normalem Betriebe weder vom Dorn noch vom
Schaft berührt und nur im Falle einer übermäßigen Beanspruchung des Dornes und des
Schaftes in Anspruch genommen, falls Dorn und Schaft sich seitlich auszubiegen trachten.
Erfahrungsgemäß genügt hierbei der kurze zur Verfügung stehende Weg, den diese Ansätze
bei einer seitlichen Anpressung des Dornes oder des Schaftes mit diesem zurücklegen,
um ein gefährliches Ausbiegen des Dornes und des Schaftes zu verhüten, weil auch
diese Beanspruchung eben nur schlagartig auftritt und bereits ein Abfangen des Schlages
genügt, um den sich im Ringbett bietenden Widerstand zu überwinden.
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Eine weitere Vereinfachung der Ziehbank kann zweckmäßig im Zusammenhang
mit den vorerwähnten Maßnahmen dadurch erfolgen, daß man den Boden des Führungsbettes
unmittelbar als Auflager- und Führungsfläche für Dorn und Schaft benutzt oder, mit
anderen Worten, dadurch, daß Dorn und Schaft an ihrer Unterseite unmittelbar von
dem Boden des Bankbettes geführt werden. Man kann hierbei, was jedoch nicht unbedingt
erforderlich ist, im Führungsbett eine Längsrinne für Dorn und Schaft einarbeiten
oder als besondere Schiene anordnen. Als einfachste Ausführungsform der neuen Ziehbankbauart
ergibt sich dann eine Bank, bei der Dorn und Schaft lediglich folgendermaßen in
betriebssicherer Weise geführt sind: von unten durch das Bankbett selbst, von oben
durch die einzelnen Rollen der Pendel und von der Seite her durch die Ansätze der
Pendel.
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Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die Ziehbank besitzt als Pendel a ausgebildete Führungskörper, deren Rollen b-die
Randflächen der Rollen brauchen noch nicht einmal der Dornrundung angepaßt zu sein
-in der Arbeitslage der Führungskörper senkrecht unter dem Pendeldrehpunkt
liegen und vorteilhaft lose mit geringem Spielraum über Schaft und Dorn schweben.
Seitlich der Rollen b ragen Ansätzen neben Dorn und Schaft und bieten ihnen eine
seitliche Führung. Diese Ansätze werden beim Vorwärtsgang der Zahnstange f von dieser
angestoßen, so daß die Führungskörper a in gleicher Richtung ausschwingen und sich
mit den Rollen b auf die Oberseite der Zahnstange f legen, wie es in der Zeichnung
links ersichtlich ist. Dorn c und Schaft d können nach unten durch feste Führungsrollen
g abgestützt sein" oder auch unmittelbar auf dem Boden des Bankbettes, gegebenenfalls
in einer Rinne desselben, aufliegen.
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Zusammenfassend ist zu sagen, daß bei störungsfreiem Betriebe Dorn
und Dornstange lediglich auf den unteren Rollen g oder in einer Längsrinne am Boden
des Führungsweges laufen, ohne die oberen Führungsrollen b oder die seitlichen
Ansätze n der Führungskörper zu berühren; daß aber schon das erste Auffangen
der schlagartig auftretenden Beanspruchungen durch die sich etwa plötzlich ausbiegende
Dorn- oder Schaftstange genügt, um deren gänzliches Ausbiegen von vornherein zu
verhindern und den im Ringbett sich bietenden Widerstand, sei es durch ordnungsmäßiges
Hindurchziehen des Werkstückes durch die Ziehringe, sei es durch Durchstoßen des
Werkstückbodens, zu überwinden.
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Mit der neuen Ziehbank ist sowohl die Möglichkeit gegeben, mit Kühlung
des Dornes in der Bank selbst zu arbeiten, als auch die Möglichkeit, ohne eine solche
Kühlung unter Dornstangenwechsel. Letzterer ist z. B. in einfachster Weise dadurch
möglich, daß man die über der Dornstange hängenden Führungskörper von Hand oder
mittels eines einfachen Gestänges durch eine Schwingbewegung anhebt und nach dem
Dornstangenwechsel wieder zurückbewegt. Ein Auswechseln der Dornstangen von unten
her kann beispielsweise dadurch ermöglicht werden, daß
man die in
Betracht kommenden Stützrollen g versenkbar macht bzw. den unterhalb des zurückgezogenen
Dornes liegenden Teil des Bankbettbodens. Bei einer Vereinigung beider Maßnahmen
kann man z. B. wahlweise in der einen oder anderen Betriebsart arbeiten.