DE50701C - Befestigung des Hammerstiels mit dem Hammerkopf - Google Patents
Befestigung des Hammerstiels mit dem HammerkopfInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMTAt
Die Befestigung der Hämmer, Beile, Aexte und ähnlicher Werkzeuge an den hölzernen Stielen,
wie bisher üblich, ist mit mehreren Uebelständen verknüpft. Wenn auch die Befestigung
mittelst in das Holz eingeschlagener Keile anfangs dauerhaft ist, so wird doch schon nach
einiger Zeit das Holz trocken, es schwindet, und die Befestigung wird so locker, dafs plötzlich
der Hammer abfliegen und häufig schweres Unglück anrichten kann.
Diesen Uebelstand verhindert nach vorliegender Erfindung eine neue Befestigungsart,
bei welcher der Hammer durch die Befestigung mittelst Verschraubung mit dem eisernen Stiel
erfolgt, welch letzterer mit einem Holzgriif oder aber mit einer Lederverkleidung versehen wird.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 einen solchen Hammer im Durchschnitt, Fig. 2 in
Ansicht von vorn, Fig. 3 von hinten; Fig. 4 zeigt einen Hammer im Schnitt, bei welchem
die Befestigung des Stieles mittelst zwischengelegter Lederscheiben erfolgt, zu dem Zwecke,
die schädlichen Stöfse aufzuheben; Fig. 5 und 6 sind die dazu gehörigen Ansichten von vorn
und hinten; Fig. 7, 8 und 9 sind Schnitte eines Stieles mit Holz- statt Lederverkleidung;
Fig. 10 und 11, eine Abänderung der in Fig. 7
dargestellten Anordnung.
Bei dem in Fig. 1 angegebenen Hammer wird der Stiel gebildet aus einer eisernen,
stählernen oder metallenen Stange a, welche am hinteren Ende mit einem Kopf h versehen
ist, während an das vordere Ende Gewinde b angeschnitten ist. Auf dieses Gewinde sind
Muttern c und d aufgeschraubt, hinter der Mutter c befindet sich eine eiserne Unterlagscheibe
e.
Auf den Stiel α werden zunächst gelochte Lederscheiben g aufgesteckt, und diese mittelst
der Mutter c und der Unterlagscheibe e so stark wie möglich zusammengeprefst. Darauf
setzt man den Hammerkopf^" auf und schraubt diesen mittelst der Mutter d so fest wie möglich
auf. Da diese Verbindung von Kopf mit Stange eine durchaus starre ist, so kann der
Hammerkopf niemals plötzlich von der Stange abfliegen; wenn die Mutter d lose werden
sollte, kann man sie leicht wieder festdrehen. Sollte der Fall eintreten, dafs durch langandauerndes
Hämmern das Eisen seine Structur verändert und kurz abbricht, so nimmt man so viel Lederscheiben hinter der Unterlagsscheibe
e fort, wie der Länge des abgebrochenen Stückes entsprechen, schraubt die Mutter c mit
der Scheibe e nach, so dafs das vorstehende Stück des Stabes α lang genug wird, um den
Hammerkopf nebst Befestigungsmutter d wieder aufzunehmen.
Der in den Fig. 4 bis 7 dargestellte Hammer zeigt im wesentlichen dieselbe Einrichtung, nur
ist zur Milderung des Stofses die innerhalb des Hammerkopfes liegende Stange α mit Lederscheiben
ausgefüttert. Der Zweck dieser Lederausfütt'erung ist der, die. harten Schläge, die
der Hammerkopf erfährt, nicht unmittelbar auf den Hammerstiel α zu übertragen; dadurch
kann der Fall, dafs das Metall des Hammerstieles spröde wird und plötzlich bricht, nicht
so leicht eintreten.
An Stelle von Lederscheiben, wie in Fig. 4 angedeutet ist, kann man zweckmäfsig auch
ein anderes, zwar festes, aber doch nachgiebiges Material anwenden; als solches empfiehlt
sich ein Metall, das nachgiebiger ist als
Eisen, ζ. B. Blei, Zinn, Kupfer oder Legirungen von zwei oder mehreren solcher Metalle.
Letztere können alsdann zwischen den Stiel und Kopf in erhitztem Zustande eingegossen
werden, oder es können vorher gegossene Stücke eingesetzt werden.
Ein anderer Vorzug dieses in Fig. 4 dargestellten Hammers besteht noch darin, dafs die
durchgehende Stange α am Ende des Griffes keinen Kopf, sondern Gewinde / zur Aufnahme
einer Mutter m besitzt. Der Hammer läfst sich daher sowohl vom Kopf- als auch vom
Stielende aus zusammensetzen, und die Lederscheiben können mit grofsem Druck zusammengeprefst
werden. Man kann zu diesem Zwecke zuerst die Stange α durch den Kopf f hindurchstecken,
nachdem man vorher die Unterlagsscheibe e, die Mutter c und die Lederscheibe
i auf das Gewinde b aufgeschraubt hat. Alsdanh schiebt man die Lederscheiben g, die
Schlufslederscheibe i und die Unterlagsplatte A:1
auf das Gewinde b und schraubt das Ganze durch die Mutter d so fest, dafs die Lederscheiben
g1 sich fest in dem Kopf f zusammenpressen.
Hierauf bringt man so viel gelochte Lederscheiben g auf den Stiel a, wie für dessen
• Länge nothwendig sind, und prefst darauf das Ganze mittelst der Unterlagsscheibe w und der
zum Drehen mit den Löchern η η versehenen Mutter m zusammen. Bei metallenen Einlagen
(statt der Lederscheiben gl) kann man in ähnlicher
Weise verfahren.
Bei den in Fig. 1 bis 6 dargestellten Hämmern besteht der Stiel aus Lederscheiben, die
auf den Metallkern aufgeschoben und nachher abgedreht sind. Ein solcher Lederstiel hat besondere
Vortheile vor den üblichen Holzstielen. Zunächst kann der Lederstiel nicht
aufplatzen, Stücke davon können auch nicht abspleifsen, wie bei Holz; wichtiger aber noch
ist die eigenthümliche Oberflächenbeschaffenheit des Leders. Letzteres ist für das sichere Festhalten
des Hammers von grofser Bedeutung; das Leder besitzt eine gröfsere Haftbarkeit an
der inneren Handfläche als Holz, so dafs man einen solchen Lederstiel bedeutend sicherer festhalten
kann als einen Holzstiel, der im Laufe der Zeit eine so grofse Glätte bekommt, dafs
er beim Hämmern aus der Hand gleitet. Namentlich bei schweren Schmiedehämmern, die über Kopf geschwungen werden müssen,
bietet ein solcher Lederhammerstiel ganz äufserordentliche Sicherheit gegen das Fortfliegen aus
der Hand.
Wo solche Vortheile nicht unbedingt nöthig erscheinen, kann man den Hammer auch mit
einem Holzstiel versehen.
Die Fig. 7 bis 9 veranschaulichen einen Hammer, der einen Holzgriff besitzt. Der
Kopf des Hammers kann nach der Art der in Fig. ι bis 6 beschriebenen Herstellung befestigt
werden. Der Kern des Stieles ist auf seiner hinteren Hälfte, wie Fig. 9 zeigt, breit geschlagen
, um die Holzschalen ί ί zu beiden Seiten aufzunehmen. Bei der Zusammensetzung
dieses Hammers ist es wiederum nöthig, am Griffende damit zu beginnen, um die Lederscheiben
g fest aufbringen zu können. Diese Lederscheiben haben hier nur den Zweck, der
bereits in Fig. 1 erläutert wurde, nämlich den, beim Bruch der Stange α im Hammerkopf so
viel Lederscheiben, wie der Länge des gebrochenen Stückes entsprechen, zu entfernen und
den Hammerkopf auf das freiwerdende vordere Ende der Stange α wieder aufzuschrauben.
Auf diese Weise kann, wenn wirklich ein solcher Bruch einmal stattfindet, der Hammer sofort
wieder in brauchbaren Zustand versetzt werden.
Auf dem flachen Theil r befestigt man die Holzschalen tt durch die Niete ss und den
Ring q; darauf schraubt man die runde Mutter ρ auf und beginnt mit dem Aufbringen
der Lederscheiben g g . . . Eine Unterlagsscheibe e und eine Mutter c, wie sie Fig. 1
und 4 zeigen, pressen die Lederscheiben zusammen. Die Befestigung des Hammerkopfes
erfolgt alsdann in der vorerwähnten Weise. ,
Die Fig. ι ο und 11 zeigen insofern eine
kleine Aenderung der in Fig. 7 bis 9 dargestellten Construction, als die Mutter ρ und der
Ring q durch einen auf dem Stiel α sitzenden Bund u ersetzt werden. Die plattenförmige
Verlängerung r des Stieles α ist ferner durch
einen breiten Dorn ν ersetzt, der in einen Schlitz des aus einem Stück hergestellten
Heftes t1 eingetrieben und durch Niete 5 s befestigt
ist. Die Zusammensetzung dieses Hammers erfolgt vom Bund u aus, wobei es gleichgültig
ist, welchen Theil des Stieles man zuerst herstellt.
Claims (1)
- Pat E nt-Anspruch:Die Befestigung eines Hammerkopfes mittelst zweier Schraubenmuttern an einem mit Schraubengewinde versehenen Metallstiel, auf welchem zur Vermeidung der Uebertragung. von Prellschwingungen gelochte Scheiben von Leder, Pappe, Holz u. dergl. aufgereiht und durch eine Schraube zusammengeprefst werden, während die Uebertragung von Prellschlägen des Hammerkopfes auf den Stiel durch Zwischenlegung eines nachgiebigen Materials zwischen Stiel und Hammerkopf verhindert wird.Hierzu ι BIaIt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50701C true DE50701C (de) |
Family
ID=325523
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50701D Expired - Lifetime DE50701C (de) | Befestigung des Hammerstiels mit dem Hammerkopf |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50701C (de) |
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