DE506629C - Verfahren zum Ingangsetzen von Diesel-Lokomotiven mittels erwaermter Druckluft - Google Patents
Verfahren zum Ingangsetzen von Diesel-Lokomotiven mittels erwaermter DruckluftInfo
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Description
- Verfahren zum Ingangsetzen von Diesel-Lokomotiven mittels erwärmter Druckluft Diesel - Lokomotiven, deren Hauptdieselrnotor starr mit den Treibachsen gekuppelt ist, brauchen als Hilfsmaschine einen durch einen Hilfsmotor betriebenen Luftkompressor, um beim Anfahren der Lokomotive durch Zufuhr von Druckluft das Drehmoment des I-Iauptmotors entsprechend zu vergrößern.
- Um eine verhältnismäßig große Hilfsmaschine zu vermeiden, mußte bei den bisherigen Ausführungen der erforderliche Druckluftbehälter so reichlich bemessen sein, claß er beim Anfahren genügend Zusatzpreßluft zu der- von dem Luftkompressor in dieser Zeit erzeugten Preßluft hergeben konnte, wodurch große Luftspeicher erforderlich wurden.
- Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Schwierigkeiten, indem sie die zum Ingangsetzen der Diesel-Lokomotive benötigte Druckluft, die durch einen Luftkompressor mittels eines Hilfsmotors erzeugt wird, erfindungsgemäß durch innere Verbrennung so hoch erwärmt, daß sie nach Eintritt in die Arbeitszylinder noch eine die Zündtemperatur des Brennstoffes überschreitende Temperatur hat, ohne daß jedoch die Temperatur so hoch getrieben werden darf, daß dadurch die Maschinenteile beim Einströmen in die Verbrennungskraftmaschine beschädigt werden.
- Zwischen dem Luftkompressor der Hilfsmaschine und dem Hauptdieselmotor wird ein Heizofen eingeschaltet, in den mittels einer beispielsweise mit der Brennstoffpumpe des Hauptmotors verbundenen besonderen Pumpe Brennöl eingepreßt und in der zugeführten Luft zerstäubt wird, wobei dieses Gemisch sich beispielsweise an einer nahe dem Eintritt des Brennölluftgemisches in dem Heizschacht des Ofens eingesetzten Glühspirale o. dgl. entzündet und verbrennt.
- Die durch den Luftkompressor zugeführte Luft wird vorteilhaft in einem Mantel um den Heizschacht des Ofens geleitet, hier vorgewärmt und dann in das Innere des Heizschachtes eingeleitet, wo eine Mischung der Heizgase mit der Luft von niederer Temperatur stattfindet.
- Gegenüber dem bekannten Verfahren der Vorwärmung der Anlaßluft durch äußere Beheizung der von der Luft durchströmten Leitung bietet das Verfahren der inneren Verbrennung den Vorteil einer Zusammendrängung der Heizvorrichtung auf einen sehr kleinen Raum und des sparsamen Brennstoffverbrauches, da die als Heizmittel dienenden Verbrennungsgase selbst zum Wärmeträger werden und mit der Luft in den Zylinder geführt werden und da außerdem der Strah-Jungs- und Leitungsverlust nach außen auf ein Mindestmaß verkleinert werden kann.
- Zwar ist es schon vorgeschlagen worden, bei Diesel-Druckluftlokomotiven, bei denen Druckluft als einziges trbertragungsmittel zwischen Dieselmotor und Lokomotivachsen dient, zur vorübergehenden Leistungssteigerung in die Übertragungsdruckluft Brennstoff einzuspritzen und zu verbrennen und in die Flamme zur Herabsetzung der übermäßigen Temperatur Wasser einzuspritzen und zu verdampfen. Aber solche Lokomotiven haben einen schlechten Wirkungsgrad der Übertragung. Die vorliegende Diesel-Lokomotive treibt daher unmittelbar auf die Achsen und benutzt nur zum Ingangsetzen Druckluft, die aus einem Nebenaggregat bezogen und durch Innenverbrennung beheizt wird, um durch Vergrößerung des Volumens der Druckluft die zur Erzeugung der Druckluft dienende Anlage möglichst zu verkleinern. Die Einspritzung von Wasser würde sich in diesem Fall von selbst verbieten, weil das Niederschlagwasser den unmittelbar nach dem Anlassen folgenden Verbrennungsbetrieb stören würde.
- Die weitere Ausbildung der Erfindung bildet das auf dieser Grundlage beruhende Verfahren beim Ingangsetzen der Diesel-Lokomotive durch stufenweise Einleitung der Bewegung des Hauptmotors bis zum normalen Betrieb. Es kennzeichnet sich dadurch, daß dem Hauptmotor zunächst heiße verdichtete Luft im Zweitakt, sodann nach einigen Umdrehungen verdichtete heiße Luft im Viertakt zugeführt wird unter gleichzeitiger Einführuhg von Brennstoff und zuletzt nach einigen weiteren Umdrehungen auf normalen Betrieb geschaltet wird. Der normale Betrieb kann dabei so geführt werden, daß die Verbrennungsluft den Arbeitszylindern direkt durch Ansaugen oder unter Zuschaltung eines Aufladegebläses durch dieses zugeführt und in den Arbeitszylindern weiter verdichtet wird.
- Für das Wesen der Erfindung ist dabei gleichgültig, wie und mit welchen Mitteln das Anlassen des Hilfsmotors erfolgt, ebenso ob zum etwaigen Spülen der Zylinder des Hauptdieselmotors eine Spülpumpe mit diesem oder mit dem Hilfsmotor verbunden ist.
- In der beiliegenden Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer solchen Diesel-Lokomotive in Abb. i und Abb. z dargestellt. Es bedeutet darin a den Hauptdieselmotor mit seiner Brennstoffpumpe b und der Pumpe b' für die Brennöleinspritzung zum Verbrennungsofen h. Der Hauptmotor ist durch eine starre oder elastische Kupplung c und ein Zwischengetriebe d, das gegebenenfalls auch zugleich als Wendegetriebe ausgeführt sein kann, mittels der Kuppelstangen e mit den Achsen der Lokomotive in Verbindung gebracht.
- Der Hilfsmotor f ist mit dem Luftkompressor g gekuppelt, h ist der Verbrennungsofen mit seinem Heizschacht h', in dem durch die Leitung i von der Pumpe b' das Brennöl durch die Düse h eingepreßt wird, dabei aus dem Ringkanal i die Mischluft aufnehmend. Mittels eines entsprechend einzustellenden Verteilerhahns tt wird dem VErbrennungsofen die zur Verbrennung des eingespritzten Brennstoffes erforderliche Verbrennungsluft durch Kanal o' und durch Kanal o" die zu erwärmende Anlaßdruckluft zugeführt. Die Druckluft wird durch den Kanal p und die Querkanäle q zwecks Vorwärmung weiter in dem Mantel r um den Heizschacht h geleitet und diesem durch den Ringkanal s zugeführt; das aus den Heizgasen und der Druckluft gebildete Gemisch wird am Ende des Heizschachtes durch die Leitung t den Zylindern des Hauptdieselmotors mit einer über der Zündtemperatur des Brennstoffes liegenden Temperatur zugeführt.
Claims (1)
- PATE NTANSPRÜCI-IE: i. Verfahren zum Ingangsetzen von Diesel-Lokomotiven, bei denen der Hauptdieselmotor starr mit den Treibachsen gekuppelt ist, mittels erwärmter Druckluft, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckluft durch innere Verbrennung so hoch erwärmt wird, daß sie nach Eintritt in die Arbeitszylinder noch eine die Zündtemperatur des Brennstoffes überschreitende, aber die Maschinenteile nicht schädigende Temperatur hat, so daß durch die bewirkte Volumenvergrößerung die Menge der zu erzeugenden Anlaßdruckluft möglichst vermindert wird. Verfahren nach Anspruch i bei solchen Dieselmaschinen, die im Zweitakt angelassen und im Viertakt w eiterbetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß in die Arbeitszylinder vor dem Übergang zum normalen Verbrennungsbetrieb Druckluft unter gleichzeitiger Einführung von Brennstoff im Viertakt eingeführt wird. 3. Diesel-Lokomotive mit einem starr mit den Achsen verbundenen Hauptdieselmotor und einem zum Antrieb des Anlaßluftverdichters dienenden Nebenmotor, dadurch gekennzeichnet, daß in die Anlaßluftleitung zwischen Hauptmotor und Luftverdichter ein Heizofen eingeschaltet ist, in welchem durch Verbrennung von flüssigem Brennstoff und Mischen der Verbrennungsgase mit der Anlaßluft deren Erwärmung zwecks Volumenvergrößerung erfolgt. q.. Heizofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführung der Druckluft in zwei getrennten Strömen in der Weise erfolgt, daß ein Teil der Luft . zur Unterhaltung der Verbrennung dient, während der andere Teil nach völlig oder größtenteils beendigter Verbrennung den Verbrennungsgasen zugesetzt wird. Heizofen nach Anspruch .4, dadurch gekennzeichnet, daß die den Verbrennungsgasen zuzusetzende Luft vorher -zwecks Vorwärmurng durch einen den Heizschacht umgebenden Mantel geleitet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM107547D DE506629C (de) | 1928-11-17 | 1928-11-17 | Verfahren zum Ingangsetzen von Diesel-Lokomotiven mittels erwaermter Druckluft |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEM107547D DE506629C (de) | 1928-11-17 | 1928-11-17 | Verfahren zum Ingangsetzen von Diesel-Lokomotiven mittels erwaermter Druckluft |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE506629C true DE506629C (de) | 1930-09-06 |
Family
ID=7326209
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM107547D Expired DE506629C (de) | 1928-11-17 | 1928-11-17 | Verfahren zum Ingangsetzen von Diesel-Lokomotiven mittels erwaermter Druckluft |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE506629C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE757690C (de) * | 1941-11-08 | 1954-08-02 | Josef Dr-Ing Schrader | Anfahrvorrichtung fuer einen belasteten, mit Hilfsmotor ausgeruesteten Dieselmotor, besonders in Diesellokomotiven mit unmittelbarem Antrieb |
| US2713768A (en) * | 1949-04-14 | 1955-07-26 | Ici Ltd | Power gas generating assemblies |
-
1928
- 1928-11-17 DE DEM107547D patent/DE506629C/de not_active Expired
Cited By (2)
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| DE757690C (de) * | 1941-11-08 | 1954-08-02 | Josef Dr-Ing Schrader | Anfahrvorrichtung fuer einen belasteten, mit Hilfsmotor ausgeruesteten Dieselmotor, besonders in Diesellokomotiven mit unmittelbarem Antrieb |
| US2713768A (en) * | 1949-04-14 | 1955-07-26 | Ici Ltd | Power gas generating assemblies |
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