DE757690C - Anfahrvorrichtung fuer einen belasteten, mit Hilfsmotor ausgeruesteten Dieselmotor, besonders in Diesellokomotiven mit unmittelbarem Antrieb - Google Patents

Anfahrvorrichtung fuer einen belasteten, mit Hilfsmotor ausgeruesteten Dieselmotor, besonders in Diesellokomotiven mit unmittelbarem Antrieb

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DE757690C
DE757690C DESCH124782D DESC124782D DE757690C DE 757690 C DE757690 C DE 757690C DE SCH124782 D DESCH124782 D DE SCH124782D DE SC124782 D DESC124782 D DE SC124782D DE 757690 C DE757690 C DE 757690C
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Germany
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compressed air
diesel
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DESCH124782D
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Josef Dr-Ing Schrader
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02NSTARTING OF COMBUSTION ENGINES; STARTING AIDS FOR SUCH ENGINES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F02N19/00Starting aids for combustion engines, not otherwise provided for
    • F02N19/02Aiding engine start by thermal means, e.g. using lighted wicks
    • F02N19/04Aiding engine start by thermal means, e.g. using lighted wicks by heating of fluids used in engines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

  • Anfahrvorrichtung für einen belasteten, mit Hilfsmotor ausgerüsteten Dieselmotor, besonders in Diesellokomotiven mit unmittelbarem Antrieb Die Erfindung bezieht sich auf belastete Dieselmotoren, besonders Lokomotiven mit unmittelbarem Dieselantrieb, die aus dem Stand heraus mittels Druckluft-Brennstoff-Zündungen angefahren werden. Bei einer bekannten Bauart wird diese Aufgabe mit besonderen Einspritzsystemen und Fremdzündung gelöst. Diese besonderen Vorrichtungen haben jedoch den Nachteil, daß sie umständlich und während des größten Teiles des Betriebes nutzlos sind, wobei außerdem die Anwendung gekühlter Druckluft unwirtschaftlich ist. Nach einem anderen bekannten Vorschlag wird die Hilfsmotorenabwärme zur Selbstzündung des Treibstoffes dadurch ausgenutzt, daß die Druckluft durch innere Verbrennung so hoch erwärmt wird, etwa 35o° C, daß sie beim Eintritt in die durch das Kühlwasser des Hilfsmotors vorgewärmten Arbeitszylinder noch eine die Zündtemperatur des Brennstoffes übersteigende Temperatur hat, die aber nicht so hoch sein darf, daß dadurch Maschinenteile der Verbrennungskraffmaschine beschädigt werden, und wobei sie zusammen mit dem einzuspritzenden Treibstoff verbrannt wird. Praktische Versuche haben jedoch gezeigt, daß infolge der Luftexpansion, selbst bei mehr als 500°C Eintrittstemperatur, eine so starke Unterkühlung in den Arbeitszylindern entsteht, daß an eine sofortige Selbstzündung der Druckluft-Brennstoff-Füllungen nicht zu denken war. Beim Anfahren mittels Selbstzündung von Druckluft-Brennstoff-Füllungen muß aber unbedingt eine sofortige Verbrennung schon bei geringsten Drehzahlen stattfinden, wenn nicht die Wirkung der Zylindervorwärmung und Lufterhitzung hinfällig und damit die Sicherheit der Selbstzündung verlorengehen soll.
  • Durch die Erfindung wird ein Weg gezeigt, der die Selbstzündung der Druckluft-Brennstoff-Füllungen aus dem Stand des Hauptmotors heraus ohne großen Zeit- und Wärmeaufwand mit Sicherheit ermöglicht.
  • Die Erfahrung hat gelehrt, daß vor dem Anfahren eines mit Hilfsdieselmotor ausgerüsteten Dieselmotors unter Last stets zunächst der Hilfsdieselmotor einige Zeit lang in Betrieb zu nehmen ist, einmal, um die Druckluftflaschen zu füllen, die Glühvorrichtung zu speisen und die ganze Anlage zu prüfen, zum anderen aber, um bei dieser Gelegenheit den Hilfsmotor warmlaufen zu lassen. Die zweckmäßig durch elektrische Übertragung vom Hilfsmotor angetriebenen Kühlsätze und Spülgebläse werden zunächst noch nicht eingeschaltet, da gerade die Anwärmung der Hauptmotorenzylinder und gegebenenfalls auch der Kolben erreicht werden soll. Es steht folglich in solchen Fällen elektrische Energie zur freien Verfügung. Hier setzt die Erfindung ein, indem sie zur Vorbereitung der Selbstzündungen außer der bereits bekannten Ausnutzung der Abwärme des Hilfsmotors auch diese freie Energie heranzieht, und zwar dadurch, daß die Druckluft zusätzlich elektrisch mit dem vom Hilfsmotorstromerzeuger gelieferten Strom erhitzt wird.
  • Aus der Zeichnung ist die Vorbereitung der Selbstzündungen schematisch zu ersehen: Der Hilfsmotor HM erzeugt über den Kompressor k Druckluft und über den Generator G elektrische Energie, die durch Umschaltung sowohl auf die schraffiert gezeichneten Heizkörper geleitet als auch den Elektromotoren der Kühlsätze KA zugeführt werden kann. Die zunächst in wärmeisolierten Leitungen L geführten Abgase des Hilfsmotors umspülen die Druckluftrohre im letzten Teil vom Luftventil in Richtung zum Kompressor. Die ebenfalls zunächst in wärmeisolierten Leitungen Li strömende Kühlflüss,igkeit des Hilfsmotors HM kann durch den Thermostat T sowohl auf den Kühler IL als auch auf die Hauptmotorenzylinder ZH zweckentsprechend geschaltet «erden. Ist Kühlung des angefahrenen Hauptmotors erforderlich und damit Selbstzündung der Füllungen durch eigene Kompressionswärme möglich, so werden Netz- und Kühlflüssigkeitskreislauf entsprechend, z. B. selbsttätig umgeschaltet.
  • Zweckmäßig wird ein. Heizkörper auch an die :Mündungsstelle der Spülluft am Hauptzylinder angebracht und das Spülluftgebläse in Abhängigkeit vom Anfahrhebel elektrisch eingeschaltet. Auf diese Weise wird eine vorzeitige Auskühlung der Arbeitszylinder durch Spülluft vermieden und eine natürliche Anpassung der Heizenergie an den beim Anfahren geminderten Bedarf dadurch erreicht, daß die Spannung" des Netzes durch Zuschalten des verhältnismäßig starken Gebläseelektromotors, wenn auch bei kurzzeitiger Überlastung des Generators entsprechend sinkt.
  • Durch diese Verwertung der freien elektrischen Hilfskapazität wird eine volle Belastung und Ausnutzung des Hilfsdieselmotors zugunsten einer schnellen und verlustarmen Selbstzündungsv orbereitung erreicht. Denn ohne die Abnahme der zur Verfügung stehenden elektrischen Energie wäre der Hilfsdieselmotor nur teilweise oder sehr schwach belastet, wenn nämlich die Druckluftflaschen innerhalb kürzester Zeit gefüllt sind. Entsprechend der schwachen Belastung des Hilfsdieselmotors würde dessen Abwärme unzureichend sein, um sichere Selbstzündungen des Hauptmotors in annehmbarer Betriebszeit vorzubereiten. Ferner ergibt diese kombinierte Beheizung der Druckluft eine bequem und sicher beherrschbare Drucklufttemperatur, was für die praktische Ausführung und Betriebssicherheit von größter Wichtigkeit ist. Denn wenn auch normalerweise eine elektrische Heizung durch Thermostate regelbar ist, so muß doch damit gerechnet werden, daß der Heizstrom nach Erreichen einer bestimmten Höchsttemperatur infolge irgendwelcher Störungen nicht ausgeschaltet wird und die Temperatur der Umgebung in die Nähe der Heizkörpertemperatur gerät. Die dadurch hervorgerufene Gefahr wird jedoch beseitigt durch die in diesem Falle kühlend wirkenden Abgase des Hilfsmotors, die alle elektrisch beheizten Stellen der Druckluftleitung umspülen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anfahrvorrichtung für einen belasteten, mit Hilfsmotor ausgerüsteten Dieselmotor, besonders in Diesellokomotiven mit unmittelbarem Antrieb mittels Druckluft- Brennstoff -Zündungen unter Ausnutzung der Abwärme des Hilfsmotors zum Vorwärmen der Druckluft und unter zusätzlicher Erhitzung der Druckluft zur Selbstzündung des Brennstoffes, dadurch gekennzeichnet, daB die Druckluft zusätzlich elektrssch mit dem vom Hilfsmotorstromerzeuger gelieferten Strom erhitzt wird.
  2. 2. Anfahrvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der vorzugsweise gleichfalls vom Hrilfsmotorstromerzeuger belieferte Spülluftgebläseantrieb mit dem Anfahrhebel eingeschaltet wird. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 344 o67, 382 345, 5o6 629.
DESCH124782D 1941-11-08 1941-11-08 Anfahrvorrichtung fuer einen belasteten, mit Hilfsmotor ausgeruesteten Dieselmotor, besonders in Diesellokomotiven mit unmittelbarem Antrieb Expired DE757690C (de)

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Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE344067C (de) * 1920-03-08 1921-11-14 Johann Leuenberger Anlassvorrichtung fuer Vergaser-Explosionsmotoren
DE382345C (de) * 1923-10-01 Hansa Automobil Und Fahrzeug W Vorrichtung zum Anlassen von Verbrennungsmotoren
DE506629C (de) * 1928-11-17 1930-09-06 Motorenfabrik Deutz Akt Ges Verfahren zum Ingangsetzen von Diesel-Lokomotiven mittels erwaermter Druckluft

Patent Citations (3)

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DE344067C (de) * 1920-03-08 1921-11-14 Johann Leuenberger Anlassvorrichtung fuer Vergaser-Explosionsmotoren
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