DE500248C - Ausmessgeraet fuer einander uebergreifende Steilaufnahmen aus Luftfahrzeugen - Google Patents

Ausmessgeraet fuer einander uebergreifende Steilaufnahmen aus Luftfahrzeugen

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DE500248C
DE500248C DEP55772D DEP0055772D DE500248C DE 500248 C DE500248 C DE 500248C DE P55772 D DEP55772 D DE P55772D DE P0055772 D DEP0055772 D DE P0055772D DE 500248 C DE500248 C DE 500248C
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DEP55772D
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C11/00Photogrammetry or videogrammetry, e.g. stereogrammetry; Photographic surveying
    • G01C11/04Interpretation of pictures
    • G01C11/30Interpretation of pictures by triangulation

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  • Remote Sensing (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

  • Ausmeßgerät für einander übergreifende Steilaufnahmen aus Luftfahrzeugen Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zur kartographischen Auswertung von Luftbildpaaren, welche mit nach unten gerichteter optischer Achse, d. h. als Steilaufnahmen, aufgenommen sind. Bekanntlich kann aus jeder solchen Luftaufnahme von einem passend gewählten festen Punkt (Projektionspol) der Bildebene aus ein in derselben liegender, aus Radiallinien gebildeter Richtungssatz nach beliebigen Bildpunkten entnommen werden, welcher mehr oder weniger genau einem Richtungssatz in der Horizontalebene nach denselben Punkten in der Natur kongruent ist. Ein Paar solcher ßildrichtungssätze, in welchem Richtungen nach identischen Punkten enthalten sind, kann also bekanntlich dazu dienen, diese paarweise zugeordneten Richtungen zur Punktbestimmung durch Vorwärtsabschnitt zu verwenden. Der Maßstab einer auf diese Weise bestimmten Punktgruppe wird durch den Abstand der Zentren der beiden Richtungsbüschel festgelegt.
  • Es sind nun Ausmeßgeräte für einander übergreifende Steilaufnahmen aus Luftfahrzeugen bereits bekannt. Diese bekannten Geräte haben jeweils nur ein Paar von Vorwärtsabschnittlinealen. Soweit sich diese Lineale nur in der Kartenebene und nicht in der Bildebene bewegen, sind optische Projektionsvorrichtungen nötig, um eine Verbindung zwischen Bild und Lineal herzustellen. Diese optischen Projektionsvorrichtungen müssen ferner in bezug auf die Kartenebene die äußere Orientierung der Kartenaufnahme wieder herstellen.
  • Des weiteren sind Instrumente mit ebenfalls nur einem Paar von Vorwärtsabschnittlinealen bereits vorgeschlagen, bei denen die Lineale sowohl der Kartenebene als auch der Bildebene zugeordnet sind. Hierdurch entsteht die Notwendigkeit, daß die Bilder in der Kartenebene und überdies noch zu derselben perspektiv gelegen sein müssen; außerdem zwingt diese Anordnung hinsichtlich der Wahl des Kartierungsmaßstabes, welcher von dem Abstand der beiden Linealdrehpunkte abhängt, zu einer großen Beschränkung, weil sonst die einzelnen Konstruktionsglieder sich gegenseitig in ihrer Tätigkeit hindern. Der Kartierungsmaßstab muß bei ihnen wesentlich größer sein 'als der Bildmaßstab, weil sonst die beiden Bilder übereinander zu liegen kominen und dadurch die Einstellung identischer Punkte auf beiden. Bildern unmöglich wird.
  • Schließlich ist es bekannt, an Stelle eines Lineals einen auf einer ebenen Glasplatte aufgravierten Strich zu verwenden.
  • Dem Bekannten gegenüber ist Zweck der Erfindung, eine gänzlich freie gegenseitige Anordnung der Bilder zur Kartenebene zu erreichen, ohne daß die Wahl des Kartierungsmaßstabes die Lage der beiden Bilder gegeneinander beeinflußt; Bild und Karte brauchen beim Gegenstande der Erfindung nicht in perspektiver Lage zu sein. Die äußere Orientierung der Bildebene muß nicht wieder hergestellt werden; die komplizierten und kostspieligen Projektionsvorrichtungen werden durch einfache Linealmechanismen ersetzt.
  • Das Äusmeßgerät der Erfindung für übereinandergreifende Steilaufnahmen aus Luftfahrzeugen zum Herstellen eines Lageplanes mit unmittelbar über den Bildern anwordneten Richtungs- oder Vorwärtsabschnittlinien, Linealen, entsprechenden Strichinarl:en o. dgl., deren Bewegung zwangläufig auf eine mittels Vorwärtsabschnittlinealen betätigende Zeichenvorrichtung übertragen wird, erreicht diesen Zweck dadurch, daß die um je einen festen Punkt der Bildebene drehbaren Richtungslinien, Lineale o. dgl. mit den Vorwärtsabschnittlinealen der Zeicheneinrichtung, die außerhalb der Bildträgereinrichtung um feste Achsen drehbar angeordnet sind, zwangläufig, z. B. mechanisch oder durch elektrische Einrichtung, derart gelnippeit sind, daß die Parallelität zwischen den Richtungslinien und den die Zeicheneinrichtung betätigenden Linealen gesichert ist. Bei Anordnung einer Doppelbetrachtungseinrichtung bilden die in den beiden Hälften der Betrachtungseinrichtung erscheinenden Richtungslinien, Kanten der Lineale, Strichlinien o. dgl. in dem erscheinenden Raumbild durch ihr Kreuzen die Meßmarke.
  • Eine Ausführungsform einer derartigen Vorrichtung zur Entnahme von Grundrissen von Punkten und Linien aus Luftbildpaaren ist in der Abbildung schematisch dargestellt.
  • Zu den beiden Bildträgern a und b sind Richtungslineale c und d relativ drehbar angeordnet. Die Bilder sind in den Bildträgern so justierbar, daß die Zentren der zu entnehmenden Richtungen in der Achse des jeweiligen Richtungslineals liegen. Die Richtungsänderung der Richtungslineale wird bei dieser Ausführungsform durch eine mechanische Übertragung e, gebildet aus Triebstangen mit Kegel- und Stirnradverzahnung, auf zwei andere Lineale (Zeichenlineale) f und g übertragen, deren Achsen 1z und i einen veränderlichen, beliebig einstellbaren Abstand aufweisen. Die Veränderung und Einstellung dieses Abstandes wird durch eine verschiebbare und feststellbare Kupplung auf Nut und Feder k bewirkt, welche ohne Beeinflussung der Drehung der Triebstange, in welcher sie eingeschaltet ist, eine Parallelverschiebung der Achse i in Richtung auf die Achse h gestattet. In Längsnuten der beiden Lineale f und ä gleitet mittels Steinen eine Zeichenvorrichtung oder ein Zeichenstift 1, welcher auf eine unter .den Linealen f und g angebrachte Zeichenfläche die Lage des jeweiligen ideellen Schnittpunktes dieser beiden Lineale markiert. Wird nun die Zeichenvorrichtung 1 beispielsweise so geführt, daß die Richtungslineale c und d jeweils durch identische Punkte eines auf beiden Bildern abgebildeten Weges gehen, so zeichnet sie auf der Zeichenfläche den Gr undriß dieses Weges, und zwar in jenem Maßstab, welcher durch das Verhältnis des Abstandes der beiden Zeichenlinealachsen h und i zu dem Abstand der beiden Projektionspole in der Natur bestimmt ist.
  • Über den beiden Bildträgern a und b kann ein an sich bekanntes binokulares Betrachtunssystem so angebracht sein, daß die beiden' Bilder bei der Betrachtung als. eineinziges Raumbild erscheinen. Die Bestimmung identischer Punkte wird dadurch wesentlich erleichtert. Ist außerdem die ideelle Achse jedes der beiden Richtungslineale durch einen dünnen Strich dargestellt, der zu seinen beiden Seiten die Betrachtung des Bildes ungehindert gestattet, so erscheinen bei der binolzularen Betrachtung diese beiden Striche als ein im Raumbild sich in dem zu bestimmenden Punkt schneidendes Geradenpaar. Die kontinuierliche Zeichnung einer Bildlinie, z. B. eines Weges, geschieht dann bei binokularer Betrachtung einfach so, daß dieser Schnittpunkt der zu zeichnenden Linie, z. B. dein Weg, durch entsprechende Führung der Zeichenvorrichtung entlang geführt wird. Statt dieser beiden Striche können auch in Richtung der Richtungslineale verschiebliche Marken angebracht sein, welche bei binokularer Betrachtung in- bekannter Weise räumlich mit jedem Punkt des Raumbildes zur Deckung gebracht werden können.
  • Statt in der Ebene der Bilder können die beiden Richtungslineale auch in der Ebene von reellen optisch erzeugten Zwischenbildern derselben angeordnet sein. Diese Anordnung wird z. B. mit Vorteil dann verwendet, wenn die beiden Bilder so verschiedene Maßstäbe aufweisen, daß eine binokulare Betrachtung nicht ohne weiteres möglich ist. Durch optische Systeme mit verschieden einstellbarer Vergrößerung können dann von diesen beiden Bildern zwei optische Zwischenbilder erzeugt werden, welche beide denselben Maßstab aufweisen und damit der binokularen Betrachtung zugänglich gemacht sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCIIr: , I. Ausmeßgerät für einander übergreifende Steilaufnahmen aus Luftfahrzeugen zum Herstellen eines Lageplanes mit unmittelbar über oder unter den Bildern angeordneten Richtungs- oder Vorwärtsabschnittlinien, Linealen, entsprechenden Strichmarken o. dgl., deren Bewegung zwangläufig auf eine mittels Vorwärtsabschnittlinealen betätigte Zeichenvorrichtung übertragen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die um je einen festen Punkt der Bildebene drehbaren Richtungslinien, Lineale (c, d) o. dgl. mit den Vorwärtsabschnittlinealen (f, g) der Zeicheneinrichtung (l), die außerhalb der Bildträgereinrichtung (a, b) um feste Achsen (h, i ) drehbar angeordnet sind. zwangläufig, z. B. mechanisch oder durch elektrische Einrichtung, derart gekuppelt sind, daß die Parallelität zwischen den Richtungslinien (c,d) und den die Zeicheneinrichtung betätigenden Linealen (1i, i.) gesichert ist. a. Vorrichtung nach Anspruch i mit Doppelbetr achtungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die in den beiden Hälften der Betrachtungseinrichtung erscheinenden Richtungslinien, Kanten der Lineale (c, d), Strichlinien o. dgl. in dem erscheinenden Raumbilde durch ihr Kreuzen die Meßmarlce bilden.
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