-
Elektrische Spule, insbesondere für Hochfrequenzzwecke Die Erfindung
bezieht sich auf elektrische Spulen, insbesondere für Hochfrequenzzwecke, bei welchen
der Draht wellenförmig zwischen ebenen Begrenzungsflächen mit oder ohne Wicklungsschritt
geführt ist. Ihr Wesen besteht darin, daß der Draht abwechselnd zwischen mehreren
Paaren von ebenen Begrenzungsflächen verläuft, während man bisher solche Spulen
nur zwischen zwei Begrenzungsflächen wickelte. Es ist zwar schon vorgeschlagen worden,
den Draht abwechselnd zwischen mehreren Paaren von zvlin-(lrischen oder kegeligen
Begrenzungsflächen wellenförmig zu führen. Abgesehen davon, daß man in diesem Fall
Spulen ganz anderer Art erhält, unterscheidet sich der Erfindungsgegenstand vorteilhaft
ihnen gegenüber durch seine größere mechanische Festigkeit, die ihm nicht nur beim
Gebrauch, sondern auch bei der Herstellung zugute kommt. Die bekannten Spulen, bei
denen der Draht wellenförmig abwechselnd zwischen mehreren Paaren von gekrümmten
Begrenzungsflächeti geführt ist, zerfallen nämlich leicht bei der Abnahme von dem
Gerüst, auf dem sie gewickelt worden sind. Bei ihnen macht sich fabrikatorisch auch
der Umstand, daß die Drahtlängen je Umgang zwischen den verschiedenen Begrenzungsflächenpaaren
sehr stark voneinander abweichen, äußerst unangenehm bemerkbar.
-
Die Abbildungen stellen Ausführungsbeispiele der Erfindung dar. Abb.
i ist das Wicklungsschema einer Spule, bei welcher der Draht unter Vermeidung eines
Wicklungsschrittes zwischen drei Paaren von Begrenzungsflächen geführt ist.
-
Abb. 2 ist eine Ansicht einer gemäß Abb. i hergestellten Spule.
-
Abb. 3 ist eine Vorrichtung zur Wicklung einer Spule nach den beiden
oben bezeichneten Abbildungen.
-
Abb.4 ist das Wicklungsschema einer Spule, bei welcher der Draht unter
Einhaltung eines Wicklungsschrittes -zwischen den Begrenzungsflächen geführt ist.
-
Die Reihenfolge, in der der Draht zu führen ist, wenn eine Spule gemäß
Abb. i hergestellt werden soll, ergibt sich aus der folgenden Tabelle.
-
I ja, 2d, 3a, 4d, 5a, 6d) 7a, 8d, 9a, Id,
H Id, 2a, 3d, 4a, 5d, 6a, 7d, 8a, 9d, je,
III je, 2d, 3c, 4d,
5`, 6d, 7`, 8d, 9c, id, IV id, 2`, 3d, 4`, 5d, 6`, 7d,
8`, 9d, ja,
V ja, 2b, 3a, 4b, 5a, 6b, 7a, 8b, 9a, Ib, VI Ib,
2a, 3b, 4a, 5b, 6,1, 7b, 8a, 9b, ja.
jede Reihe der obenstehenden Tabelle
gibt einen Umgang an. Man ersieht aus ihr, daß jeder Umgang auf derselben Zylindererzeugenden
beginnt und endet, daß die Spule also ohne Wicklungsschritt gewickelt ist.
-
Zur Herstellung der Spule bedient man sich zweckmäßig einer Vorrichtung,
wie sie in Abb.3 schematisch dargestellt ist. Hat man gemäß der obenstehenden Tabelle
sechs
Umgänge auf der Vorrichtung aufgebracht, wobei man zur Ausgangsstelle
ja zurückgelangt, so fährt man zu wickeln fort, indem man zuerst der Anweisung der
Reihe I der vorstehenden Tabelle folgt. Man erhält schließlich zwei in der Art sogenannter
Korbbodenspulen gewickelte Spulen zwischen den Grenzflächen ja, 2a ... 8a,
9a und ib, 2b ...
8b, 9b bzw. Ic, 2d ... 8c, 9c und Id, 2d
. . . <3d, 9d. Diese beiden Korbbodenspulen werden durch eine dritte Korbbodenspule,
die zwischen der oberen Begrenzungsfläche ja, 2a ...
8a, 9a und der unteren
Begrenzungsfläche i d, 2d ... 8d, 9d liegt, miteinander verbunden.
-
Man kann Spulen gemäß dem in Abb. i dargestellten Wicklungsschema
auf sehr viele Arten herstellen. Wichtig ist es aber im Hinblick auf die einfache
maschinelle Herstellung der Spulen, den Draht derart zu führen, daß er nach einer
bestimmten Zahl von Umgängen, im obigen Ausführungsbeispiel sind es sechs, wieder
zur Ausgangsstelle zurückkehrt und dann in derselben Weise weitergeht. Der Draht
soll zwischen allen Begrenzungsflächenpaaren dasselbe Wicklungsgesetz befolgen und
nur zwischen den äußeren Begrenzungsflächen ja, 2a ... id; 2d ... sowie diesen
und den ihnen benachbarten inneren Begrenzungsflächen ib, 2b ...
bzw. ic,
217 ... geführt sein. Am besten ist es, wenn er zwischen allen Begrenzungsflächenpaaren
die gleiche Umgangszahl aufweist; zumindest soll er aber zwischen den äußeren und
inneren Begrenzungsflächen die gleiche Umgangszahl aufweisen.
-
Bei der Spule gemäß Abb. 2 haben die einzelnen Wicklungselemente nicht
Dreiecksondern Trapezform. Im übrigen entspricht aber diese Abbildung vollkommen
dem in Abb. i angegebenen Wicklungsschema. In Abb. 2 sind besonders anschaulich
die Luftkanäle zu sehen, die von den sich schneidenden Drahtflächen begrenzt werden.
Oben und unten liegt j e eine Reihe von Luftkanälen D, B, B, D usw.
und in der Mitte liegt eine Reihe von Luftkanälen A, C, C, A usw. Um die
Übersichtlichkeit des Bildes nicht zu beeinträchtigen, ist in Abb. 2 die Rückseite
der Spule nicht dargestellt.
-
Die Spule gemäß Abb. 4 unterscheidet sich von der Spule nach den Abb.
i und 2 im wesentlichen dadurch, daß dieselbe einen Wicklungsschritt aufweist, der
dadurch erzielt wird, daß der Draht über zwei Stege des Wicklungsträgers gelegt
ist, bevor er in eine andere Begrenzungsfläche übergeht. Zwischen den Begrenzungsflächen
ja, 2a ... i 2a, 13a und id, 2d ... 12d, i3 d verläuft der Draht nach
folgender Tabelle: I i3d (rechts); ja, 2a; 3d, 4d; 5a, 6a; 7d 8d; ga, Ioa; I Id,
I2d; 13a, ja (rechts) ; . . . (i Umgang -[- Strecke x).
-
II ja (rechts); 2d, 3d; 4a, 5a; 6d, 7d; 8a, ga; Iod, I Id; I2a,
13 a; ja, 2d (links) ; ...
(i Umgang -f- Strecke x).
-
III 2d (links); 3a, 4a; 5d, 6d; 7a, 8a; gd, Iod; ,ja, 12a;
13d, Id; 2a, 3a (rechts) ; ... (i Umgang + Strecke x).
-
IV 3a (rechts); 4d, 5d; 6a, 7a; 8d, 9d; Ioa, IIa: ,2d, I 3d (rechts)
; ... (I Umgang -Strecke 3'').
-
Aus dieser Tabelle geht hervor, daß man nach vier Umgängen stets wieder
zum Ausgangspunkt gelangt. Die Führung des Drahtes zwischen den Begrenzungsflächen
ja, 2a ... I2a, 13a und Ib, 2b ... 12b, 13b sowie den Begrenzungsflächen
117, -2c ... 12g, I3c und ja, 2d ... 12d, I3 d erfolgt in entsprechender
Weise wie zwischen den Begrenzungsflächen ja, 2a ... I2a, I3a und
Id, 2d ...
I2d, 13d.