DE49879C - Verfahren zur Befestigung von Putz an Zimmerdecken - Google Patents

Verfahren zur Befestigung von Putz an Zimmerdecken

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DE49879C
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Germany
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plaster
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DENDAT49879D
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C. F. W. DOEHRING, Regierungs-Baumeister und Branddirektor in Berlin N. 24, Linienstr. Nr. 144 part. r
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04FFINISHING WORK ON BUILDINGS, e.g. STAIRS, FLOORS
    • E04F13/00Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings
    • E04F13/02Coverings or linings, e.g. for walls or ceilings of plastic materials hardening after applying, e.g. plaster

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT,
KLASSE 37: Hochbauwesen.
Holzstäbchen oder Leisten beliebigen Querschnitts , jedoch ohne Rillen, zum Tragen des Putzes werden in geeigneten Vorrichtungen mit Chlorcalcium und Wasserglas durchtränkt. Hierdurch werden die Holzleisten nicht allein unverbrennlich gemacht, indem sich durch chemische Umsetzung kieselsaurer Kalk bildet, sondern sie erhalten auch eine Oberfläche, welche geeignet ist, mit 'einer besonderen Mischung von mineralischen Bestandtheilen eine weitere chemisch innige Verbindung einzugehen. Die nunmehr auf die so vorbereiteten Leisten zu bringende Schicht hat den Zweck, eine sehr rauhe und harte Oberfläche zu bilden, die wiederum die Eigenschaft besitzt, mit der an der Decke anzubringenden Putzschicht eine chemische Verbindung einzugehen bezw. sie an allen Stellen adhäriren und vorzüglich haftbar zu machen. Es wird also die Gesammtputzschicht einer Zimmerdecke nicht durch einzelne Vorsprünge, wie an Leisten oder Rohr oder nur an Drähten getragen, sondern die Putzschicht haftet innig und fest mit ihrer Gesammtfläche an der Zimmerdecke ganz direct.
Eine solche Befestigung läfst aber eine schädliche Wirkung des Feuers nicht zu, weil die Leisten unverbrennlich sind, und dann wird auch eine nachtheilige Wirkung der Ausdehnung gänzlich vermieden, da die Verbindung zwischen Putzschicht und Decke eine durchaus innige und über die ganze Gesammtfläche ausgedehnte ist.
Um eine auf solche Weise wirkende Oberfläche der bereits mit einem Ueberzug versehenen Leisten zu erzielen, werden dieselben vor der Anbringung an der Decke mit Mischungen überzogen, welche bestehen aus:
ι. Thonerde, schwefelsaurem Baryt (Schwerspath) mit Kieselsäure, indem zu einem kieselhaltigen Sande, welcher über 80 bis 90 pCt. Kieselsäure hat und ca. 10 pCt. Thonerde mit dem erforderlichen Zusatz von Wasser, etwa 10 pCt. Schwerspath zugesetzt werden, und
2. aus kohlensaurem rohen Kalksteinpulver oder Kreide, Infusorienerde, Magnesia, Zinkoxyd, Feuersteinpulver, einem scharfen, äufserst kieselsäurehaltigen Sande und sehr kieselsäurehaltigem Wasserglase gebildet ist.
Diese Mischungen haften sofort fest auf der Oberfläche der Leisten und bilden eine rauhe Schicht, an welcher der Deckenputz nicht nur leicht und fest haftet, sondern auch eine dauerhafte Bindung eingeht.
Der Schwerpunkt der vorbeschriebenen Erfindung besteht darin, alle besonderen mechanischen Mittel zum Tragen von Deckenputz zu vermeiden und an dessen Stelle ein Verfahren zu setzen, das dem Holze, welches die Deckenfläche bildet, die Eingenschaft verleiht, sich mit der Putzschicht chemisch fest und feuerschützend zu vereinigen, und dient hierzu die Durchtränkung des Holzes mit Wasserglas und Chlorcalcium, mit den darauf folgenden Ueberzügen von oben genannten Mischungen, welche die rauhe, mineralische und feuerschützende Oberfläche bilden, mit welcher die Putzschicht innige und unzertrennliche Verbindung eingehen mufs.

Claims (1)

  1. Patent-Ansρruch:
    Verfahren zur Befestigung von Putz an Zimmerdecken, darin bestehend, dafs die zur Verschalung dienenden Holzleisten zunächst:
    a) mit Chlorcalcium und Wasserglas getränkt, sodann
    b) mit einer Mischung von Thonerde (io pCt.),
    Schwerspath (io pCt.) und Kies (80 pCt.) unter Zusatz von Wasser und darauf
    c) mit gepulvertem kohlensauren Kalk (20 pCt), Infusorienerde (10 pCt.), Zinkoxyd (3opCt.j, Feuersteinpulver (8 pCt.) und Wasserglas (20 pCt.)
    überzogen werden, worauf der Mörtelputz in gewöhnlicher Weise angebracht wird.
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