DE49689C - Verfahren zur Herstellung von Rohrformen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Rohrformen

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DE49689C
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DE
Germany
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pipes
socket
box
shaft part
casts
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT49689D
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English (en)
Original Assignee
W. KUDLICZ in Prag-Bubna und J. AHLEMEYER in Bilbao, Eusanche, Casa Arrellano 11
Publication of DE49689C publication Critical patent/DE49689C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/22Moulds for peculiarly-shaped castings
    • B22C9/24Moulds for peculiarly-shaped castings for hollow articles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C13/00Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes
    • B22C13/10Moulding machines for making moulds or cores of particular shapes for pipes or elongated hollow articles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing Of Tubular Articles Or Embedded Moulded Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Bei den bisher gebräuchlichen Form- und Giefsmethoden mufs die äufsere Mantelform für jedes zu giefsende Rohr vollständig erneuert werden. Durch das vorliegende neue Verfahren soll nun bezweckt werden, den Haupttheil dieser äufseren Mantelform für wiederholten und längeren, so zu sagen continuirlichen Gebrauch herzurichten, wodurch sehr wesentliche Ersparnifs an Arbeitsd
eine ■
sowie an
löhnen, Form- und Brennmaterial,
Werkzeugen erzielt wird.
Um diesen Zweck zu erreichen, wendet man Formkasten an, bei deren Construction besonders darauf Rücksicht genommen ist, dafs das abgegossene Rohr seinerseits beim Erkalten ungehindert schwinden kann und ohne dabei den für wiederholten Gebrauch bestimmten Haupttheil der Form zu schädigen.
Für Muffenröhren benutzt man einen in der Längsrichtung in zwei Hälften getheilten cylindrischen Hauptschafttheil a, dessen untere Hälfte (s. Fig. 8) mil angegossenen runden Zapfen b behufs Drehung des zusammengelegten Kastens und ferner mit Ueberwurfschrauben χ und Führungsstiften y versehen ist. Dieser Theil kann bei c nochmals in der Querrichtung getheilt sein, wenn es sich empfehlen sollte, ein und denselben Schafttheil für Muffenwie auch für Flantschenröhren zu verwenden.
Die beiden Kastenhälften sind in der Längsrichtung mit auf der Oberfläche und an der äufseren Seite genau gehobelten Leisten / versehen , welche etwas nach innen vorspringen zum besseren Festhalten der Formmasse, und die dazu bestimmt sind, sowohl ein genaues Aufeinanderschrauben zu ermöglichen, als auch gleichzeitig bei Anfertigung der Form als Führung für das Aufstampfmodell zu dienen. Im inneren Umfang des Kastens (Fig. 6 und 10) sind Längsrillen eingehobelt zum Abführen der Gase, welche beim Giefsen in diesen Rillen aufsteigen und durch unterhalb des Eingusses, etwa bei d (s. Fig. 1, 3 und 4), angebrachte. Löcher entweichen.
Zum Festhalten der Masse sind ferner bei e Stahlringhälften eingelassen, deren innere Durchmesser abzüglich der Grapbitauftragung dem äufseren Durchmesser des zu giefsenden Rohres ungefähr entsprechen. Der Schafttheil ist behufs Aufnahme des eintheiligen cylindrischen Muffenaufsatzstückes _/ als geschlossener Körper cylindrisch aus- bezw. abgedreht und letzteres Aufsatzstück ebenso ab- und ausgedreht behufs Aufsetzens desselben auf den Schafttheil und Aufnahme des tellerförmigen Kopfansatzes t der Kernspindel.
Jeder Drehzapfen b des Schafttheiles ist mit einem vierkantigen Loch versehen zur Aufnahme einer quadratischen Achse, falls das Drehen auf maschinelle Weise geschehen soll.
Für Flantschenröhren (s. Fig. 4) sind die Constructionsprincipien für den Kasten im grofsen Ganzen dieselben, nur mit dem Unterschiede, dafs sowohl das untere Stück f1 als auch das unbedingt nothwendige obere Aufsatzstück g zweckmäfsiger aus zwei leicht auseinandernehmbaren und mit excentrischen Ueberwurfschrauben u versehenen, in der Längs-
richtung getheilten Hälften bestehen (s. Fig. 4, «5, 14 ,und 15). Erforderlichenfalls kann dieses obere Aufsatzstück auch in der Höhe, etwa bei h (s. Fig. 4), nochmals getheilt sein.
An der unteren Hälfte des Hauptschafttheiles ist am Eingufsende die obere Kernspindelführung k (s. Fig. 3) angeschraubt, und es befinden sich ferner am entgegengesetzten Ende zwei Ueberwurfschrauben i, welche den tellerförmigen Kernspindelansatz t gegen das untere Aufsatzstück f bezw. f1 und diese gegen den zusammengeschraubten Schafttheil α pressen. Hierdurch wird die Kernspindel centrirt und die ganze Kastenform geschlossen. Bei den Flantschenrohrkasten ist selbstredend das zusammengeschraubte obere Aufsatzstück g vorher aufzusetzen und in entsprechender Weise mit dem Schafttheil zu verbinden. Zur Herstellung der continuirlich zu gebrauchenden Schaftform wird ein aus einer Führungsplatte p, verbunden mit einem halben Rohrmodell r, bestehendes Stück (s. Fig. 6 und 7) benutzt und ferner noch das in Fig. 9 gezeichnete Kaliber m, dessen unterer Durchmesser als Schwindmafs genau dem äufseren Durchmesser des zu giefsenden Rohres entspricht.
Das Muffenfafonstück/, das Flantschenfa$onstücky und eventuell auch das obere/2 (siehe Fig. 11 und 12) werden in senkrechter Stellung über einem auf einer Aufstampfplatte befindlichen entsprechenden Muffen- oder Flantschenmodell aufgestampft und mittelst eines untergelegten schmiedeisernen Ringes abgehoben, und zwar nachdem durch Drehen des Kästchens die Form vom Modell gelöst und geglättet ist. Vor dem Abheben der Form ist dieser Unterlagsring durch Stifte, welche die Kastenwand durchsetzen und in eine ä'ufsere Rille des Ringes eingreifen, oder in anderer Weise mit dem Formkasten zu verbinden.
Das obere Flantschenaufsatzfagonstück ist dagegen entweder ganz oder eventuell mit dem oberen Theil/3, und zwar je eine der beiden Hälften auf einem halben entsprechenden Modell horizontal aufzustampfen (s. Fig. 13, 14 und 15).
Der Hergang bei der Fabrikation ist nun folgender:
Die angefeuchtete besondere Masse für den continuirlich zu gebrauchenden Schafttheil wird, nachdem das Modell (s. Fig. 6) gegen die Kastenhälfte befestigt, an einem Ende anfangend, zwischen diesem und der Kastenwand fest eingestampft, wobei gleichzeitig in die Rillen der Kastenwand Drahtstäbe einzulegen sind. Nach dem Vollstampfen dieses Zwischenraumes in der Höhe des Modells werden die Stäbe theilweise herausgezogen und das Modellstück verschoben, die Masse weiter eingestampft und so bis zur Fertigstellung der Form fortgefahren. Die Erweiterung der Form bei Muffenröhren am Eingufsende wird aus gleicher feuerfester Masse aus freier Hand hergestellt. Danach wird das halbrunde Rohrmodell von seiner Platte gelöst und in die hergestellte Form wieder eingelegt, um die Längskanten durch Einschlagen von hakenförmigen Stiften haltbar zu machen (s. Fig. .10).
Nachdem dieses bei beiden Kastenhälften geschehen, werden dieselben zusammengeschraubt, senkrecht aufgestellt, befestigt und das genaue Rohrkaliber (s. Fig. 9) mittelst eines Kranes durchgezogen, hiernach die Form geschwärzt und in zusammengeschraubtem Zustande scharf getrocknet. Diese Form soll nun continuirlich gebraucht ,werden, wogegen die Muffen- und Flantschenfafonstücke ff1/2/3 mittelst der oben näher erörterten Apparate aus gewöhnlichem Formsand, je eine Form in ihrem speciellen Kasten oder eventuell nur als Sandring in demselben Kasten für jeden Rohrabgufs neu herzustellen, zu schwärzen und zu trocknen ist. Der Kern wird auf bekannte Weise hergestellt, nur erhält derselbe am oberen Eingufsende, dort, wo der Eingufs in die Form übergeht, eine Verstärkung zur Bildung einer dünnen, ringförmigen Einengung n, die beim Kaltwerden der Eisenmassen infolge des Schwindens durchreifst, wodurch der Eingufs von dem Abgufs selbsttätig getrennt wird. Die continuirlich benutzbare Form wird nach jedem Abgufs, nach Herausnehmen des Rohres und erfolgtem Wiederzusammenlegen des Kastens, in aufrechter Stellung mit einer cylindrischen Bürste frisch geschwärzt und trocknet in geringer Zeit durch die eigene aufgenommene Hitze.
Der ganze Hergang geschieht also in folgender Weise:
Zusammenlegen . der Schaftform — horizontal —, Schwärzen derselben — Vertical —, Aufsetzen der oberen und unteren Faconstücke -^- vertical —, Einführung der Spindel von oben — vertical —, Befestigen derselben, Umkehren und Abgiefsen — vertical.
Nach erfolgtem Abgiefsen wieder Umkehren, Ausziehen der Spindel — vertical —, Abheben der oberen Kastenhälfte — horizontal —- und Herausnehmen des fertigen Rohres mit Aufsatzstück bei Muffenrohren, wohingegen bei Flantschenrohren beide Aufsatzstücke vor Trennung der Hauptkastenhälften zu entfernen sind.
Zur Ausführung dieser verschiedenen Manipulationen ist der Kasten in zugehörigen, an der Gufsstelle in geeigneter Weise montirten und befestigten Lagern zu drehen.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Das Verfahren, die äufsere Rohrform (Mantel) aus zweierlei Material herzustellen, und zwar
    bei Muffenrohren den Schafttheil einschliefslich Eingufs und bei Flantschenrohren den Schafttheil allein, aus einer im Feuchtigkeitsgrad des Formsandes eingestampften Chamottemasse, die bei den ersten Abgüssen feuerbeständig und porös (durchlässig) wird und auch bei weiteren Abgüsse'n se bleibt, das untere Muffen- bezw. das untere und obere Flantschenfaconstück nebst Eingufs dagegen aus gewöhnlichem Formsand, durch welche Combination eine Form erhalten wird, deren feuerbeständiger Haupttheil sich sehr oft hinter einander benutzen läfst, ohne eine Beschädigung beim Giefsen zu erleiden, und wobei die aus schwachem Sand hergestellten, für jeden Abgufs zu erneuernden Formtheile den Zweck haben, das Schwinden der Rohre beim Erkalten ungehindert zu gestatten.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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