DE49488C - Geschütz mit Keilverschlufs und elektrischer Zündung - Google Patents
Geschütz mit Keilverschlufs und elektrischer ZündungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A19/00—Firing or trigger mechanisms; Cocking mechanisms
- F41A19/58—Electric firing mechanisms
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41A—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
- F41A3/00—Breech mechanisms, e.g. locks
- F41A3/02—Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis
- F41A3/10—Block action, i.e. the main breech opening movement being transverse to the barrel axis with sliding breech-block, e.g. vertically
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Erfindung betrifft Schnellfeuerkanonen und hat zum Zwecke, die Construction des
Verschlufs- und Abfeuerungsmechanismus solcher Kanonen zu vereinfachen.
Der Erfindung gemäfs wird bei Schnellfeuerkanonen
der Verschlufs durch einen keilförmigen Verschlufsblock hergestellt, welcher im Bodenstück in geneigter Richtung beweglich
ist. Man bewirkt das Verstellen des Verschlufskeiles durch einen am Bodenstück hinten
angebrachten Handhebel, welcher ein mit einer Zahnstange an der Unterseite des Verschlufskeiles
in Eingriff stehendes Zahnrad bewegt. Der Handhebel ist mit einem Haken versehen,
welcher, nachdem der Verschlufskeil in die der Herstellung des Verschlusses entsprechende
Lage gebracht worden ist, über einen federnden Schnapper greift. Auf diese Weise verhindert
dieser Haken so lange das Zurückgleiten des Blockes, bis er wieder von dem das Geschütz bedienenden Manne oder auf
andere Weise ausgelöst wird. Zahnrad und Handhebel sind am Hinterende des Rohres
oder nahe demselben angeordnet, so dafs das Rohr selbst diese Theile gegen Beschädigung
durch feindliche Schüsse schützt. Im Bodenstück ist ein Patronenzieher angebracht, welcher
durch einen auf der Hinterfläche des Bodenstückes angebrachten Griff in Thätigkeit
versetzt werden kann.
Der Verschlufskeil kann mit dem gewöhnlichen Schlagbolzen und Abzug versehen sein,
doch wird vorzugsweise das Abfeuern der Patrone nicht durch Schlag, sondern durch
Elektricität bewirkt. Zu diesem Zwecke sind auf der inneren Fläche des Keiles zwei isolirte
Contactstücke angebracht, welche durch isolirte Leiter mit zwei anderen Contactstücken an der
Unterfläche des Keiles verbunden sind. Wenn der Keil in der Feuerstellung ist, so sind die
beiden letzterwähnten Contactstücke in leitender Verbindung mit zwei in das Bodenstück
des Rohres eingelassenen isolirten Contactstücken. Die im Rohr angebrachten Contactstücke
sind durch Leiter mit den Contactstücken verbunden, welche an dem die Schildzapfen
tragenden verticalen Drehzapfen sitzen. Diese letzteren Leiter laufen in auf dem Drehzapfen
angebrachte Ringe aus, und diese Ringe sind in. reibendem Contact mit den Polstücken
einer galvanischen Batterie oder eines sonstigen elektrischen Stromerzeugers. Die Batterie kann
auch an der Unterseite der Kanone befestigt sein. Einer der Leiter auf der Kanone besitzt eine
Unterbrechung, zu deren Schliefsen ein verschiebbares Contactstück vorhanden ist. Unter
gewöhnlichen Umständen ist die Leitung an der Stelle, wo sich der bewegliche Umschalter befindet,
unterbrochen und wird nur dann geschlossen, wenn man das Geschütz abfeuern will.
Patronen, welche durch die vorstehend kurz beschriebene elektrische Einrichtung abgefeuert
werden sollen, besitzen an ihrer Rückfläche zwei isolirte Contactstücke, deren Lage der
Stellung der Contactstücke auf der Verschlufskeilvorderfläche entspricht. Diese Contactstücke
sind durch isolirte Leiter mit einem im Innern der Patrone vorhandenen Zünder verbunden, welcher aus einem kurzen Stück
Platindraht bestehen oder irgend eine bekannte derartige Einrichtung besitzen kann, dafs der·
elektrische Strom ihn auf eine zum Abfeuern
der Patrone genügende Temperatur zu erhitzen vermag. Ist die Patrone im Laderaum
und der Verschlufskeil vollständig eingeschoben, so ist eine mit Ausnahme der den Umschalter
enthaltenden Stelle vollständig geschlossene Leitung hergestellt.
Eine dieser Erfindung gemäfs eingerichtete Schnellfeuerkanone kann direct auf einer nicht
rücklaufenden Laffete oder einem Ständer gelagert werden oder mit dieser Laffete durch Federn
verbunden werden, welche dem Rohre einen geringen Rücklauf gestatten, während die Laffete
oder der Ständer unbeweglich bleibt. Eine elastische Stütze der gewöhnlichen Einrichtung
schützt den die Kanone Bedienenden gegen Stöfse.
In beiliegenden, die Ausführung der Erfindung darstellenden Zeichnungen ist:
Fig. ι eine Seitenansicht des Bodenstückes einer der Erfindung gemäfs construirten Schnellfeuerkanone,
Fig. 2 ein Verticallängenschnitt des Rohres nach a-b, Fig. 3,
Fig. 3 eine hintere Endansicht,
Fig. 4 ein Querschnitt des Bodenstückes der Kanone nach c-d, Fig. 2, das Hinterende einer
eingeschobenen Patrone zeigend,
Fig. 5 eine ähnliche Ansicht wie . Fig. 4, wobei jedoch der Beschauer auf der Seite der
Rohrmündung gedacht ist, so dafs die elektrischen Contactstücke auf der Vorderfläche des
Verschlufskeiles ersichtlich sind,
Fig. 6 ein Horizontalschnitt des Rohres und Verschlufskeiles, die elektrischen Leitungen von
der Vorderfläche des Blockes nach dem Abfeuerschieber
oder -Drücker zeigend,
Fig. 7 ein Längenschnitt einer Patronenhülse , den elektrischen Zünder ersichtlich
machend,
Fig. 8 eine Seitenansicht einer der Erfindung gemäfs construirten Kanone, welche auf einer
nicht rücklaufenden Laffete oder einem Ständer gelagert und mit Vorrichtungen zum elektrischen
Abfeuern versehen ist,
Fig. 9 eine Seitenansicht einer der Erfindung gemäfs construirten Kanone, welche in elastischer
Weise auf einem festen Ständer gelagert ist.
Fig. 10 zeigt diese Kanone im Grundrifs und
Fig. 11 einen Querschnitt nach A-B, Fig. 10.
Wie ersichtlich, ist im Bodenstück 1 der Keil 2 in einem zu seiner Aufnahme in
geneigter Lage hergestellten durchgehenden Kanal 3 verschiebbar. Der Keil ist mit einer
Zahnstange 4 versehen, in welche ein Getriebe 5 auf Welle 6 eingreift, wobei die
Welle an ihrem Ende mit einem Kurbelgriff 7 versehen ist. An diesem Griff ist ein Haken 8
angebracht, welcher sich über einen auf der Hinterfläche des Bodenstückes . angebrachten
.Federschnapper 9 legen kann. Dieser Schnapper weicht zurück, wenn der Griff mit Gewalt verschoben
wird, so dafs der Haken 8 vorbeigehen kann, und nimmt dann sofort wieder seine
frühere Lage an. Ist der Verschlufskeil vollständig eingeschoben, so verhindert die federnde
Sperre das Zurückweichen desselben. Die Verschiebungen des Verschlufskeiles sind durch
die Schraube 10 begrenzt, welche in eine Nuth 11 des Verschlufskeiles hineinreicht. Der
Patronenzieher 12 liegt in einer Nuth 13 und
ist durch.eine Stange 14 mit dem Griff 15 verbunden.
Der Patronenzieher kann (allenfalls dem Drucke einer Feder entgegen) mittelst der
Stange zurückgezogen werden, wenn eine Patrone aus dem Laderaum entfernt werden soll. 16 ist der Aufsatz.
In der Vorderfläche des Verschlufskeiles sind zwei isolirte Contactstücke 17, 17 angebracht,
welche durch Leiter 18, 18 mit zwei Contactstücken 19, 19 auf der Unterfläche des Keiles
verbunden sind. Zwei andere isolirte Contactstücke 20,20 sind im Kanal des Bodenstückes
in solcher Stellung angebracht, dafs die Contactstücke 19, 19 des vollständig, eingeschobenen
Verschlufskeiles darüber zu stehen kommen. Die Leiter 21,21 laufen von den Contactstücken
20, 20 nach dem Hinterende des Rohres, wo ein Abzug oder Drücker 22 zwischen die
Enden der Leiter eingeschaltet ist. Andererseits laufen die Leiter auch unterhalb des
Rohres nach Klemmschrauben 23,23, Fig. 8, welche am Drehzapfen angebracht sind, wobei
die verbindenden Leitungsdrähte genügend schlaff sein müssen, um das Richten des Rohres nach
auf- und abwärts zu gestatten. Am Drehzapfen der . Kanone sind Contactringe 24, 24 angebracht,
welche mit den Klemmschrauben 23, 23 leitend verbunden und in reibendem Contact mit den mit den Polen der Batterie 26 verbundenen
Polstücken 25, 25 sind.
Ist die Kanone geladen und zum Abfeuern bereit, so wird der Zwischenraum zwischen
den Contactstücken 17, 17 durch den elektrischen Zünder in der Patrone 27 überbrückt.
Die Patrone besitzt zwei isolirte Contactstücke 28, 28, welche durch Leiter mit einem im
Innern der Patrone angeordneten und aus geeignetem Material, z. B. aus Platindraht, erzeugten
Zünder 29 verbunden sind. Auf diese Weise ist, wenn der Umschalter vorgedrückt
wird, ein vollständig geschlossener Stromkreis hergestellt, und zwar von einem Contactstück
17 nach dem anderen, dann durch Leiter 18,
Contactstück 19, festes Contactstück 20, Leiter 21, Umschalter 22, Klemmschrauben 23, Ring 24,
Polstück 25, Batterie 26 und wieder zurück zum anderen Contactstück 17 durch die Contactstücke
28 und den Zünder 29. In Fig. 2 und 6 sind die Leitungsdrähte schematisch eingezeichnet.
Die zur Verwendung mit dieser Schnellfeuerkanone bestimmten Patronen können mit
einem Projectil versehen werden, dessen Sprengladung
aus einem leicht explosiblen Präparat, ζ. Β. Dynamit, gebildet ist.
Die durch Fig. 8 dargestellte Kanone ist mit ihrem Ständer starr verbunden und besitzt
keinen Rücklauf. Wird die Ermöglichung eines gewissen Rücklaufes gewünscht, so ersetzt
man die Schildzapfen durch Gleitstückführüngen 30, 30, Fig. 9, 10 und 11. In diesen
Führungen sind Gleitblöcke 31,31 beweglich,
welche auf den mit den Backen 33, 33 des
Ständers 34 verbundenen Zapfen 32 sitzen. Von jedem Gleitblock 31 reicht ein Bolzen 35
nach rückwärts, welcher an seinem freien Ende eine Scheibe 36 trägt, und zwischen diese
Scheibe und die Gleitblockführung 30 ist eine Schraubenfeder 37 eingeschaltet. Wird das
Geschütz abgefeuert, so gleitet die Führung 30 am Gleitblock 31 nach rückwärts, wobei
Feder 37 zusammengedrückt und so die Kraft des Rückstofses theilweise aufgezehrt wird. Die
Bolzen 35 werden nie in der Querrichtung beansprucht,
unter welcher Elevation immer man das Rohr abfeuern mag.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Geschütz mit Keilverschlufs und elektrischer Zündung, in welchem die Patronenbodencontacte (28) in schufsfertiger Stellung der Theile mit in der Keilseitenfläche angebrachten Contacten (17) übereinstimmen, diese mit auf der Keilunterfläche angebrachten Contacten (19) in leitender Verbindung stehen und letztere wiederum mit Contacten (20) in der Gleitfläche des Bodenstückes übereinstimmen, wobei die an letztgenannte Contacte (20) angeschlossenen Leiter durch Klemmen (23) vom Geschützzapfen an die Batterie gehen und durch eine am Geschützrohrende angebrachte Schaltvorrichtung zum Stromschlusse verbunden werden können.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE49488C true DE49488C (de) |
Family
ID=324408
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT49488D Expired - Lifetime DE49488C (de) | Geschütz mit Keilverschlufs und elektrischer Zündung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE49488C (de) |
-
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- DE DENDAT49488D patent/DE49488C/de not_active Expired - Lifetime
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