DE4943C - Zerlegbarer eiserner Mantelofen mit innerem Lufterhitzungsrohr - Google Patents

Zerlegbarer eiserner Mantelofen mit innerem Lufterhitzungsrohr

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DE4943C
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E. F. O. BERNHARD, Kaufmann, in Niederlöfsnitz - Kötschenbroda bei Dresden
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24BDOMESTIC STOVES OR RANGES FOR SOLID FUELS; IMPLEMENTS FOR USE IN CONNECTION WITH STOVES OR RANGES
    • F24B7/00Stoves, ranges or flue-gas ducts, with additional provisions for convection heating 
    • F24B7/04Stoves, ranges or flue-gas ducts, with additional provisions for convection heating  with internal air ducts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

1878.
Klasse 36.
ERNST FRIEDRICH OTTO BERNHARD in NIEDERLÖSSNITZ-KÖTSCHENBRODÄ bei DRESDEN.
Zerlegbarer eiserner Mantelofen mit innerem Lufterhitzungsrohr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. August 1878 ab.
Fig. ι stellt den verticalen Querschnitt nach A B des Mantelofens mit eingesetztem Fülltopf dar, den Zutritt der Luft, die Regulirweise, den Aschen- und Kohlenraum, das Glührohr, die Wärmeausströmungs- bezw. Wärmeleitungsstutzen und den Abzug des nicht verbrannten Rauches durch den Rauchrohrstutzen bezw. das Rauchrohr verbildlichend.
Der cylindrische Fülltopf/ ruht auf einem in dem Untersatzstück c befestigten in seiner Mitte ausgesparten Boden, der an den Seiten nach dem Rauchrohr zu einen erhöhten Rand hat, mit einem dreieckigen Ausschnitt in der Mitte des Randes. In diesen Ausschnitt pafst eine Nase am Boden des Fülltopfes, die letzteren zwingt, die richtige Lage einzunehmen. Der Boden des Fülltopfes ist ebenfalls ausgespart, um das gleichfalls cylindrische Glührohr d einfügen zu können.
Dieses Glührohr verschliefst mit seinem unteren Rande den Boden des Fülltopfes dergestalt, dafs keine Luft eindringen kann; ein ca. 70 mm vom Boden aufwärts am Glührohr angegossener Rand trägt den 32 und bezw. mehrfach getheilten Rost g, der eine dem Querschnitt des Glührohres entsprechende Aussparung hat, und dessen Stäbe strahlenförmig nach dem Mittelpunkt laufen.' Dieses Glührohr läfst sich ebenso leicht zugleich mit dem Rost in den Fülltopf einsetzen als herausnehmen.
Oben ist der Fülltopf verschlossen durch den in der Mitte getheilten und dem Querschnitt des Glührohres entsprechend ausgesparten Deckel h.
Durch das Regulirventil a, welches unten in einem am Fülltopf angegossenen cylindrischen Ansatz dergestalt befestigt ist, dafs sich die Schraube desselben in einer Mutter dreht, die im Innern des besagten Ansatzes in einem horizontalen Steg sich befindet, wird dem Ofen, das heifst dem Fülltopf, diejenige Luft zugeführt, die er zum Brennen braucht. Die Ventilscheibe ist am Rande konisch abgeflacht, während der Rand des Ansatzes nach innen konisch ausgedreht ist, so dafs beim Zurückdrehen ein luftdichter Verschlufs erzielt werden kann, während man durch Aufdrehen eine ganz genaue Regulirung (Lufteinströmung) zu bewirken vermag.
Dem Regulirventilansatze gegenüber befindet sich oben der Ansatz b zum Rauchfohrstutzen; derselbe ist ebenfalls cylindrisch und an seinem dem Rauchrohr zugewendeten Ende glatt abgedreht, um beim Andrücken des Fülltopfes an den im feststehenden Theile des Mantels befindlichen Rauchrohrstutzen b, Fig. 5, einen dichten Anschlufs an letzteren zu ermöglichen.
Zu beiden Seiten des Rauchrohrstutzens befinden sich, Fig. 5, je ein Wärmeausströmungsstutzen e.
Den Mantel i, Fig. 5, verschliefst der Kranz /£, der durch Scharniere mit dem feststehenden Theil des Mantels verbunden ist, während sich auf dem Kranz der abnehmbare, entweder, je nach dem zu verrichtenden Zweck, dichtschliefsende oder aber, durchbrochene Deckel / mit an diesem befestigter Vase m befindet, welch letztere eine bewegliche Schale birgt.
Die runden Löcher dagegen im Untersatzstück dienen einzig dazu, dem Glührohr und dem Wärmeentwicklungsraum zwischen der äufseren Fläche des Fülltopfes und der inneren des Mantels die nöthige Luft zuzuführen, die beim Gebrauch des dichten Deckels allein durch die Wärmeausströmungsstutzen, und bei Anwendung des durchbrochenen Deckels durch diesen sowohl als durch erwähnte Wärmeausströmungsstutzen zugleich im erhitzten Zustand den Ofen verläfst.
An den beiden beweglichen Mantelthüren i befinden sich zum Zwecke festen Andrückens des Fülltopfes an den Rauchrohransatz zwei Stifte, Fig. 3.
Zum leichteren Handhaben des Fülltopfes (s. Fig. ι und 4) sind oben unterhalb des das Verziehen verhindernden stärkeren Randes am Kopfe des Fülltopfes zwei gegenüberstehende Zapfen angegossen, an denen man mittelst Tragbügels (aus Rundeisen gefertigt) den Fülltopf bequem handhaben kann.
' Dieser Bügel kann beim Einführen des Fülltopfes in den Mantel abgenommen werden, oder wenn man ihn daran belassen will, nach oben und vorn zu über den Fülltopf umgelegt werden.
Ferner verleiht der stark ausgeführte Ansatz zum Rauchrohr dem Fülltopf an seinem am
meisten angegriffenen Theil eine vermehrte Widerstandsfähigkeit gegen das Verziehen und mithin auch eine gröfsere Haltbarkeit.
. Fig. 2 stellt die Vorderansicht des Ofens dar in geschlossenem Zustande. Die Ventilscheibe des Regulirventils α füllt den entsprechend ausgesparten Theil der beiden beweglichen Manteltheile aus.
Fig. 3 zeigt den Grundrifs des Ofenuntersatzes nebst der daran geschraubten Rückwand und den geöffneten Thüren, den Weg der Luftzuströmung nach dem Glührohr d und derjenigen nach dem Raum zwischen Fülltopf und Mantel. Die dunkel markirten Oeffnungen im Boden sind Aussparungen zum Durchlafs der Luft; an dem Boden ist der Rand ersichtlich, an welchen der Fülltopf unten gedrückt wird, um seine richtige Lage einzunehmen.
Fig. 4 ist ein Querdurchschnitt nach der Linie C-D. Man sieht deutlich den geschlossenen dreitheiligen Mantel, den feststehenden, mit den beiden Wärmeausströmungsstutzen e, nebst dem Ansatz zum Rauchrohr und die beiden beweglichen Thüren mit den Andrückstiften, ferner den Fülltopf mit dem Glührohr, dem Centralrost und dem Tragbügel und schliefslich das Regulirventil des Fülltopfes; über dem Ansatz zum Rauchrohr sind die Scharniere des Kranzes k ersichtlich.
Fig. 5 zeigt den Mantel in geöffnetem Zustand, den Kranz k nach hinten zurückgelegt, die beiden beweglichen Mantelthüren i mit den Andrückstiften, den feststehenden Manteltheil mit dem Ansatz b, zwei Rauchrohrstutzen, sowie die beiden Wärmeleitungsstutzen <?; über dem Untersatzstück sieht man den Rand des Bodens mit dem Ausschnitt zur Aufnahme des Fülltopfes, bezw. zu derjenigen, der an letzteren angegossenen Nase.
Der Ofen hat daher die folgenden Vortheile:
1. Das betreffende Zimmer sehr schnell und gleichmäfsig zu erwärmen und eine starke Luftventilation im Zimmer zu erzeugen, namentlich da das Glührohr ein nach oben und unten offenes ist und beim Brennen des Ofens mit durchbrochenem Deckel ein förmlicher Luftstrom von unten nach oben stattfindet, wobei die etwaigen Unreinigkeiten der Zimmerluft beim Durchgang im Glührohr stets von den erhitzten inneren Flächen desselben angezogen und verbrannt bezw. verzehrt werden.
2. Verschiedene andere Zimmer gleichzeitig mit Wärme zu speisen, indem einfache, von denWärmeausströmimgsstutzen ausgehende Rohrleitungen nach den zu ' beheizenden Räumen den gedachten Zweck sehr leicht erfüllen.
3. Ein bequemes Kochen zu gestatten, in welchem Falle das Glührohr sammt Centralrost aus dem Fülltopf gehoben wird; man verschliefst dann das Loch im Boden mit einem Deckel, legt einen zum Ofen gehörigen Vollrost in den Fülltopf, zu welchem Zweck innen drei Nasen angegossen sind, und verschliefst den Fülltopf mit einem Volldeckel, der aus zwei dicht schliefsenden Theilen, einem kleineren und einem gröfseren besteht; ersteres öffnet man beim Anbrennen und schliefst dasselbe, nachdem die Kohle sich entzündet, indem man gleichzeitig das Regulirventil, welches beim Anbrennen geschlossen sein mufs, öffnet.
Dieselbe letztere Manipulation mufs auch beim Anbrennen beobachtet werden, wenn das Glührohr im Fülltopf ist.
4. ist die Bedienungsweise eine sehr leichte und schnelle; da zu einem Ofen zwei Fülltöpfe gehören, kann das Abnehmen des ausgebrannten und Einsetzen des gefüllten Fülltopfes rasch geschehen.
5. gewährt der Ofen bei wesentlicher Kohlen- und Holzersparnifs eine bedeutend lange Brenndauer, die sich je nach der gröfseren oder geringeren Ventilöffnung von 10 bis 50 Stunden erstreckt, ohne dafs man sich weiter um den Ofen zu bekümmern braucht.
6. ist das Anbrennen ein müheloses, bequemes und die gröfste Reinlichkeit mit dieser Beheizungsmethode verbunden, indem weder Requisiten, wie Kohlenkasten, Schaufeln etc. benöthigt, noch Entfernung der Asche oder Füllung des Fülltopfes in der Stube geschieht, beide letztere Vorrichtungen finden vielmehr im Hofe bezw. im Kohlenschuppen statt.
7. ermöglicht die grofse Heizfläche des Fülltopfes, durch diejenige des Glührohres wesentlich vergröfsert, eine schnelle Erwärmung des betreffenden Zimmers.
8. ist man vom Maurer und Ofenputzer vollständig unabhängig, indem sowohl das Aufstellen des Ofens als das im Sommer etwa auszuführende Wegnehmen desselben jeder Laie zu besorgen vermag, während das Reinigen des Ofenrohres keinerlei besondere Fachkenntnifs erfordert und dasselbe leicht von Ofen und Esse entfernt bezw. mit beiden Objecten verbunden werden kann.
9. Nicht zu unterschätzen ist ferner die mit einem solchen Ofen verbundene Feuersicherheit und das geruchlose Verbrennen der Braun- und Steinkohlen, welche letztere der Ofen, von oben nach Unten brennend, vorerst zu Koks verarbeitet, Rauchverbrennung erzielend, und am Roste angelangt, von da nach oben brennend, selbst die schlechteste Steinkohle total in Asche verwandelt.
10. Man kann den Fülltopf allein aufstellen, der infolge seiner eigenthümlichen Beschaffenheit bereits einen completen Regulir-Füllofen für sich bildet, ohne Mantel und Deckel zu benöthigen;, man verbindet in diesem Falle den Ansatz zum Rauchrohrstutzen b direct mit dem Rauchrohr und der Ofen kann sofort angebrannt werden. Zwei mit einem Zwischenraum, wie der Durchmesser des Glührohres, neben einander gelegte Ziegelsteine genügen hierbei Vollkommen als Sockel, welcher schliefs-
lieh gar nicht gebraucht wird, wenn man den Fülltopf ohne Glührohr brennen läfst.
11. Kann man vermittelst des ■ Glührohres Wasser, z. B. zum Baden durch Leitung des Rohres durch die Badewanne, leicht und billig erwärmen und es heizt dabei die nicht verbrauchte Wärme immer noch das betreffende Badezimmer.
12. Ein weiterer Vortheil ist der, dafs man mit einem bereits angebrannten Fülltopf verschiedene Zimmer, die entfernt von einander gelegen sein können, nach und nach heizen kann.
Zu diesem Zwecke müssen in den betreffenden Räumen Oefen gleicher Gröfse stehen. Angenommen, man habe ein Zimmer genügend erwärmt und der Bedarf tritt ein, ein anderes Zimmer schnell zu benutzen und zu erwärmen, so schliefst man das Regulirventil und binnen ίο Minuten ist der Fülltopf vom Glühen zum ruhigen Glimmen übergegangen, in welchem Stadium sich derselbe ohne Gefahr und mit Abgabe eines nur ganz geringen Quantums Kohlengases leicht in den anderen Mantel überführen läfst, wobei allerdings zu beobachten ist, dafs beim Tragen des Fülltopfes der Ansatz zum Rauchrohrstutzen und das Zugloch seitwärts gehalten werden müssen, damit Luftzug im Fülltopf vermieden wird; man öffnet alsdann das Regulirventil und in wenigen Minuten kommt der Fülltopf wieder stark ins Glühen, das andere Zimmer nun schnell erwärmend. Der hierbei entstandene geringe Dunst ist mit Leichtigkeit durch eine Klappe abzuleiten, die man auf kurze Zeit an dem Rauchrohr öffnet. An dem vom Fülltopf befreiten Mantel ist, wenn man die Wärme im betreffenden Zimmer erhalten will, vermittelst eines konischen Pfropfens aus Eisenblech der Rauchrohrstutzen zu verschliefsen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die beschriebene Construction des in den Fig. ι bis 5 der Zeichnungen dargestellten »zerlegbaren eisernen Mantelofens« mit herausnehmbarem inneren Lufterhitzungsrohr in seiner ganzen Zusammensetzung.
    iv3
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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