DE37455C - Neuerung an Heiz-Kochmaschinen - Google Patents
Neuerung an Heiz-KochmaschinenInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24C—DOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
- F24C13/00—Stoves or ranges with additional provisions for heating water
Landscapes
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- Solid-Fuel Combustion (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
. KLASSE 36: Heizungsanlagen.
In dem unteren Theil eines Küchenherdes, dessen Herdplatte ρ durch ein auf dem Rost r
brennendes Feuer erwärmt werden kann, ist der Kessel k einer zur Heizung der Wohnung
dienenden Warmwässer - Heizungsanlage angeordnet.
Der Kessel hat die bekannte kastenartige Form, Innenfeuerung und festen Rost, welcher
durch die Oeffnung 0 und die Thür t hindurch eingelegt und gereinigt werden kann.
Das Brennmaterial wird durch den Einwurf e auf den Rost geschüttet.
Der Zug ^1, durch welchen die Feuergase
aus -dem Feuerraum des Kessels entweichen, ist nicht wie sonst bei derartigen Kesseln gegenüber,
sondern über der Oeffnung 0 angeordnet. Er ist verhältnifsmäfsig niedrig, aber von der
ganzen Breite des inneren Kesselraumes.
Auf dem Kessel liegt ein gufseiserner Kasten a,
der fast so grofs ist wie die Herdplatte. Die Umfassungswand des Kastens, welche die Herdplatte
trägt, ist bei b unterbrochen, um eine durch die Zugklappe c abstellbare Verbindung
des Kastenraumes mit dem Schornstein herzustellen.
In dem Boden des Kastens befindet sich aufser der Oerfnung für die Feuerung r und
den durch Eisenplatten abgedeckten Reinigungsöffnungen für die Züge des Kessels di bis d7
noch ein rechteckiger Ausschnitt ^2, welcher
durch eine Klappe χ abgedeckt werden kann. Ist ^2 durch χ geschlossen, so nehmen die
durch den Zug ^1 aus dem Feuerraum des Kessels entweichenden Feuergase ihren Weg
längs der Aufsenflächen des Kessels durch die Züge ^3 ^3 und alsdann durch den Zug ^ in
den Schornstein. Die Feuergase werden alsdann nur für die Heizung ausgenutzt und die
Herdplatte bleibt kalt (I. Heizen ohne Kochen).
Während dieses Vorganges kann auch die Herdplatte vom Rost r aus erwärmt und zum
Kochen benutzt werden (II. Heiz- und Kochprocefs von einander unabhängig).
Wird hingegen die Klappe χ geöffnet, so schlagen die aus dem Feuerraum des Kessels
entweichenden Feuergase durch den Ausschnitt^ gegen die Herdplatte und ziehen, diese erwärmend,
durch die ganze Länge des Kastens nach dem Schornstein hin ab (III. Heiz- und Kochprocefs combinirt).
Wird nur auf dem Rost r gefeuert, so bleibt der Kessel kalt (IV. Kochen ohne Heizen).
Damit man sowohl durch die Feuergase des Kessels als auch durch das auf dem Rost r
wirksame Feuer den vorderen, zugänglicheren Theil der Herdplatte zuerst erwärmen kann,
ist in der Längsachse des Kastens α eine verticale Trennungswand / angeordnet, welche sich
an den zwischen Herdplatte und Kessel stehenden ringförmigen Einwurf e anschliefst und in
welche zwischen dem Rost r und der Zugklappe c eine Wechselklappe y eingeschaltet
ist. Diese Wechselklappe y bildet, links herum gedreht, eine Vervollständigung der Mitteltheilung
des Kastens und schliefst, rechts herum gedreht, die Communication zwischen dem Schornstein und dem hinteren Theil des
Kastens ab.
Will man die ganze Herdplatte vom Rost r aus erwärmen, so. stellt man die Wechselklappe
y links herum, die Feuergase bestreichen alsdann erst den vorderen, dann den hinteren
Theil der Herdplatte. Wird während dieses Vorganges auch der Kessel gefeuert, so kann
durch Oeffnen der Klappe χ der hintere Theil der Herdfläche noch durch die durch ^2 aufsteigenden
Feuergase erwärmt werden.
Will man dagegen die Herdplatte nur durch die aus dem Kessel abgehenden Feuergase erwärmen,
so wird bei geöffneter Klappe χ die Wechselklappe y anders eingestellt. Soll nämlich
die Heizwirkung der Feuergase auf die ganze Herdfläche vertheilt werden, so bringt
man die Wechselklappe in die (gezeichnete) Mittelstellung; soll dagegen die Heizwirkung
der Feuergase auf den vorderen, leichter zugänglichen Theil der Herdfläche concentrirt
werden, so stellt man die Wechselklappe rechts herum.
Zweck der beschriebenen Neuerung ist, in einem Küchenherde einen kastenförmigen Warmwasserkessel
mit festem Rost so anzuordnen, dafs die direct aus dem Feuerraum des Kessels entweichenden Feuergase die ganze über dem
Kessel und dessen Mauerwerk liegende Herdplatte erwärmen, d. h. diesen Theil der Herdplatte
als Kochfläche nutzbar machen.
Dieser Zweck ist hier dadurch erreicht, dafs der Zug ^1 des Kessels nicht auf der zunächst
dem Schornstein gelegenen Seite, sondern auf der dem Schornstein gegenüberliegenden Seite
des Kessels aus dem Feuerraum, herausgeführt ist, d. h. über der Oeffnung ο liegt, welche
naturgemäfs auch in der dem Schornstein gegenüberliegenden Seitenwand des Kessels sich
befinden mufs.
Der Verwendung der gebräuchlichen kastenförmigen Warmwasserkessel für combinirte
Heiz- und Kochapparate, bei denen der Zug ^1
gegenüber der Feuerthür ο und zunächst dem Schornstein aus dem Feuerraum des Kessels
herausgeführt ist, bietet insofern technische Schwierigkeiten, als nur der zwischen dem
Kessel und dem Schornstein liegende Theil der Herdplatte durch die direct aus dem Feuerraum
des kastenförmigen Kessels entweichenden Feuergase bestrichen und als Kopffläche nutzbar
gemacht werden kann. Es wird alsdann die nutzbare Herdfläche zu klein oder der ganze Herd unzulässig grofs, was für seine Verwendbarkeit
speciell für Kuchen grofsstädtischer Wohnungen sehr ins Gewicht fällt.
Wie ersichtlich, ist durch die eigenthümliche Construction des Kessels diese technische
Schwierigkeit überwunden. Der Herd hat normale Gröfse und der Warmwasserkessel beansprucht
nur den sonst bei Küchenherden disponiblen Raum unterhalb des unter der Herdplatte
sich hinziehenden Zuges. Die ganze über dem Kessel und dessen Mauerwerk gelegene
Herdplatte kann auch bei Verwendung der Feuergase des Kessels als Kochflä'che ausgenutzt
werden.
Die Theilung des Kastens hat den besonderen Zweck, dafs man von jeder der beiden
Feuerungen jeden Theil der Herdplatte beliebig erwärmen kann. Durch die Klappe χ
hat man es vollkommen in der Hand, den Heizprocefs von dem Kochprocefs zu trennen
oder beides zu verbinden.
Claims (3)
- Patent-AnSprüche:
Bei einem Heiz- und Kochapparat:
ι. Die Anwendung eines kastenförmigen Warmwasserkessels, bei welchem ein niedriger, breiter Zug ^1 an der dem Schornstein gegenüberliegenden Seite aus dem Feuerraum herausgeführt ist. - 2. Die Verbindung des in Anspruch i. beschriebenen Kessels mit der Klappe x, zu dem Zwecke, die aus dem Feuerraum des Kessels austretenden Feuergase entweder die Aufsenflächen des Kessels oder die Herdplatte bestreichen zu lassen, um dadurch den Heiz- und Kochprocefs nach Belieben trennen oder combiniren. zu können.
- 3. Die Verbindung des in Anspruch 1. beschriebenen Kessels mit der durch den cylindrischen Einwurf e, die Wand I und die WechselklappejK hergestellten Theilung des unter der Herdplatte befindlichen Kastens bezw. Raumes.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37455C true DE37455C (de) |
Family
ID=313209
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37455D Expired - Lifetime DE37455C (de) | Neuerung an Heiz-Kochmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37455C (de) |
-
0
- DE DENDAT37455D patent/DE37455C/de not_active Expired - Lifetime
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