DE490449C - Verfahren zur Herstellung von metallisiertem Papier oder Gewebe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von metallisiertem Papier oder Gewebe

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DE490449C
DE490449C DEM105065D DEM0105065D DE490449C DE 490449 C DE490449 C DE 490449C DE M105065 D DEM105065 D DE M105065D DE M0105065 D DEM0105065 D DE M0105065D DE 490449 C DE490449 C DE 490449C
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Germany
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paper
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Expired
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DEM105065D
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English (en)
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Dr Carl Mueller
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KARL MEY DR
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KARL MEY DR
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D1/00Electroforming
    • C25D1/20Separation of the formed objects from the electrodes with no destruction of said electrodes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von metallisiertem Papier oder Gewebe Die Herstellung von metallisiertem Papier oder Gewebe durch elektrolytische Fällung einer dünnen Metallschicht auf einer Unterlage und nachträgliches Abziehen vermittels einer auf der Rückseite der gefällten Metallschicht befestigten Papier- oder Gewebelage bietet die Schwierigkeit, daß das Abziehen von der Unterlage schlecht vonstatten geht, besonders, wenn zyankalische Bäder für die Metallfällung benutzt wurden.
  • Diese Schwierigkeit wird gemäß der Erfindung dadurch beseitigt, daß als Träger für die zu fällende Metallschicht eine glänzende Chrom-oder Tantalschicht benutzt wird. Es hat sich gezeigt, daß von einer solchen Unterlage selbst sehr dünne gefällte Metallschichten anstandslos abgezogen werden können und daß die Unterlage ohne zeitraubende Behandlung immer wieder benutzt werden kann.
  • Das Abziehen von der Unterlage kann noch erleichtert werden, wenn man als Bindemittel zwischen der gefällten Metallschicht und der Papier- oder Gewebeauflage ein solches benutzt, das mit der Badflüssigkeit unter Gasentwicklung reagiert. Die günstige Wirkung eines derartigen Bindemittels dürfte darauf zurückzuführen sein, daß dasselbe durch Poren in dem dünnen Metallniederschlag zur Unterlage durchtritt und hier die zurückgebliebenen Spuren der Badflüssigkeit zersetzt, so daß die entstehenden Gasblasen auf Abheben des Metallniederschlags wirken. Wenn die Niederschlagung des Metalls aus einem zyankalischen Bad erfolgte, dann ist der erstrebte Zweck durch Verwendung eines Bindemittels von saurer Reaktion, z. B. gewöhnlicher Handelsgelatine, erreichbar. Als ein weiteres derartiges Bindemittel kann noch der sogenannte Patentleim oder Syndetikon erwähnt werden, welche Bindemittel aus tierischer Leimlösung bestehen, der Essig zugesetzt ist, um sie bei gewöhnlicher Temperatur flüssig zu halten.
  • Eine ähnliche Wirkung wird erzielt, wenn die für das herzustellende Metallpapier gewünschte, auf dem glänzenden Chrom- oder Tantalträger niedergeschlagene Metallschicht einer Nachbehandlung mit einem sauren Verstärkungsbad, z. B. einem Kupfersulfatbad, unterworfen wird.
  • Die Herstellung von Falschgoldpapier, d. h. von Papier mit Messingüberzug, kann gemäß der Erfindung beispielsweise wie folgt geschehen.
  • Man schlägt aus einem üblichen zyankalischen Messingbad das Metall in dünner Schicht auf einer Unterlage nieder, die glänzend verchromt ist. Dann verstärkt man die Schicht durch eine aus einem sauren Kupfersulfatbad niedergeschlagene Kupferschicht. Auf der so verstärkten Metallschicht befestigt man darauf die Papierlage durch Klebstoff und zieht die Metallschicht vermittels des daransitzenden Papiers von der Unterlage ab. Das Abziehen geht besonders leicht vonstatten, da die Säure des Kupferbades durch die Poren des Messingniederschlags hindurchtritt und mit den Resten, des zyankalischen Bades unter Gasentwicklung reagiert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: x. Verfahren zur Herstellung von metallisiertem Papier oder Gewebe durch Niederschlagung eines dünnen Überzuges aus .dem jeweilig verlangten Metall auf einer glänzenden metallischen Unterlage und Abziehen desselben von der Unterlage vermittels darauf durch ein Bindemittel befestigten Papiers oder Gewebes, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage für die abzuziehende Imetallschicht von einer Chrom- oder Tantalschicht gebildet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch z, dadurch . gekennzeichnet, daß man als Bindemittel zur -Befestigung des Papiers öder "Gewebes auf der elektrolytisch niedergeschlagenen Metallschicht ein solches wählt, welches mit der elektrolytischen Badflüssigkeit unter Gasentwicklung reagiert oder welches einen in dieser Weise wirkenden Zusatz enthält.
  3. 3. Verfahren nachAnspruch=und2, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Verbindung von aus zyankalischen Bädern gefällten Metallschichten mit darauf aufgelegtem Papier oder Gewebe ein Bindemittel von saurer Reaktion benutzt. q.. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablösung des dünnen Metallniederschlags von der Chrom- oder Tantalunterlage anstatt durch eine gasentwickelnde Reaktion zwischen Bindemittel und den Resten des Niederschlagsbades durch ein weiteres Bad von saurem Charakter unterstützt wird, welches zur Erzeugung ` eines -Verstärkungsniederschlags dient.
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