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Verfahren zur hydraulischen oder pneumatischen Übertragung von Bewegungsgrößen
eines durch hydraulischen oder pneumatischen Servo-Notor gesteuerten Regel- oder
Verstellorgans auf weitere, ebenfalls durch hydraulischen oder pneumatischen Servomotor
zu steuernde Regel- oder Verstellorgane Bei Regelvorgängen der verschiedensten Art
ist es oft notwendig oder zweckmäßig, von einem Steuerwerk, beispielsvyeise einem
Differenzdruckregler oder Strahlrohrregler, aus mehrere Verstellorgane, beispielsweise
Servo-Motoren, zu betätigen, die stets untereinander gleiche Bewegungsgrößen haben
sollen. Diese Bedingung ist bei den bisher bekannten Regelvorrichtungen mit durch
Druckluft oder Drucköl betätigten Servo-Motoren durch eine einfache Parallel- oder
Hintereinanderschaltung mehrerer Zylinder nicht erfüllbar, vielmehr kann hierbei
infolge der Möglichkeit eines Druckausgleichs der Kolben i edes einzelnen Zylinders
eine beliebige Stellung einnehmen. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird nun dieser
Übelstand dadurch beseitigt, daß von dem Steuerwerk der Regelvorrichtung nur ein
Servo-Motor o. dgl. betätigt wird, durch dessen Bewegung oder Stellung beispielsweise
vermittels eines Hilfsmotors oder einer Membrandöse ein besonderer Impuls erzeugt
wird, durch den die Steuerung des zweiten oder der weiteren Servo-Motoren o. dgl.
beeinflußt wird. Zu diesem Zwecke wird der Druckraum des Hilfsmotors oder der Membrandose
zweckmäßig. mit dem Druckraum eines entsprechenden, an dem zweiten Servo-Motor angeordneten
Hilfsmotors oder einer Membrandose verbunden, die in bekannter Weise, z. B. durch
eine Schiebersteuerung mit Rückführung, die Kolbenbewegung des zweiten Servo-Motors
beeinflußt. Hierdurch wird erreicht, daß der Kolben des zweiten Servo-Motors stets
die gleiche Bewegung ausführt und die gleiche Stellung einnimmt wie der Kolben des
Hauptmotors. Wenn mehr als zwei Servo-Motore o. dgl. vorgesehen sind, können die
weiteren Motore entweder parallel zu dem zweiten Servo-Motor geschaltet werden,
oder es kann auch eine Hintereinanderschaltung in der Weise erfolgen, daB durch
die Kolbenbewegung des zweiten Servo-Motors wieder ein Impuls erzeugt wird, der
die Steuerung des dritten Servo-Motors beeinflußt usw. .
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Die Zeichnung zeigt schematisch eine beispielsweise Ausführungsform
einer gemäß der Erfindung ausgebildeten Regelvorrichtung.
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In der Zeichnung ist a eine von einer beliebigen Flüssigkeit oder
einem Gas durchströmte Leitung, in welcher die Durchflußmenge durch Verstellung
einer Drosselklappe b geregelt werden soll. Zu diesem Zwecke wird die-zur Regelung
dienende Meßgröße, beispielsweise der in der Leitung a auftretende Druck, durch
eine Rohrleitung c
auf eine Membran d übertragen, deren Ausschlag
in bekannter Weise durch eine Stange e auf ein um eine feste Achse schwenkbares
Strahlrohr f übertragen wird, auf welches anderseits der Druck einer Feder g einwirkt.
Das Strahlrohr f wird ständig von einem durch eine Leitung 1a zugeführten Druckmittel,
beispielsweise Drucköl, durchströmt. Unmittelbar unter der Ausströmöffnung des Strahlrohres
f sind die düsenartigen Mündungen zweier Rohre i und k angeordnet, die zu den Hubenden
des Zylinders m eines Servo-Motors geführt sind, dessen Kolben n durch ein Gestänge
o mit der Drosselklappe b in Verbindung steht.
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An dem Gestänge o ist erfindungsgemäß die Kolbenstange p eines in
einem Hilfszylinder q gleitenden Kolbens Y angelenkt. Der Zylinder q ist mit Drucköl
o. (dgl. gefüllt und steht durch eine Leitung s mit einem entsprechenden zweiten
Hilfszylinder q1 in Verbindung, dessen Kolben r1 mit dem einen Ende eines Hebels
t verbunden ist, dessen anderes.. Ende an der Kolbenstange eines in einem Zylinder
in. geführten Kolbens n' angelenkt ist, auf den die Bewegungsgrößen des in
dem Zylinder in gleitenden Kolbens n übertragen werden. Die Betätigung des Kolbens
n1 erfolgt ebenfalls durch Drucköl o. dgl., welches durch eine von der Leitung h
abgezweigte Leitung iz in die Schieberkammer v eines Kolbenschiebers
w einströmt, dessen Schieberstange x mit dem Hebel t in Verbindung
steht. Die Bewegung des Kolbens n' bewirkt durch ein Gestänge o1 - die Verstellung
einer in einer Rohrleitung a1 angeordneten Drosselklappe b.
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Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Das durch den bekannten
Strahlrohrregler gebildete Steuerwerk der Regelvorrichtung bewirkt bei der Regelung
eine Verschiebung des Kolbens n in der einen oder anderen Richtung. Bei der Verschiebung
des Kolbens n verschiebt sich auch. der Hilfskolben r in derselben Richtung. Die
Bewegung des Kolbens r wird durch die in den Zylindern. q und q1 und in der Verbindungsleitung
s befindliche Flüssigkeit auf den Kolben r' übertragen, -dessen Stellung 'und Bewegung
infolgedessen auch genau -der Stellung und Bewegung des Hauptkolbens n entspricht.
Durch den Kolben ri wird der zur Steuerung des Kolbens u1 dienende Kolbenschieber
w betätigt. Bewegt sich beispielsweise der Kolben r1 nach rechts, so wird auch der
Kolbenschieber u, nach rechts verschoben, so daß die durch die Leitung u in die
Schieberkammer v geleitete Druckflüssigkeit auf die rechte Seite des Kolbens ntreten
kann, der infolgedessen nach links verschaheri. wird. Bei der Verschiebung des Kolbens
n:' bewirkt der mit der Kolbenstange des Kolbens nl verbundene Gestängehebel in
bekannter Weise eine selbsttätige Rückführung des Kolbenschiebers w in die Abschlußstellung.
Da der Kolben n1 durch den Kolben r1 gesteuert wird, entspricht auch seine Stellung
und Bewegung stets der Stellung und Bewegung des durch das Steuerwerk der Regelvorrichtung
gesteuerten Hauptkolbens n, es findet also eine zwangläufige Übertragung der Bewegungsgrößen
des Kolbens n auf den Kolben n- statt.' Die beschriebene Einrichtung betrifft einen
Fall, bei welchem es sich darum handelt, eine gleichförmige Bewegung von nur zwei
V erstellorganen zu erzielen. Die Anordnung kann jedoch natürlich auch so getroffen
werden, daß eine beliebig größere Anzahl von Verstellorganen von dem durch das Steuerwerk
gesteuerten Verstellorgan aus in der beschriebenen Weise betätigt werden, und zwar
können die weiteren Verstellorgane in der Weise hintereinandergeschaltet werden,
daß die Bewegung des zweiten Kolbens n1 in entsprechender Weise wie bei dem Kolben
n zur Erzeugung eines den dritten Kolben steuernden Impulses benutzt wird, oder
es können die weiteren Verstellorgane auch parallel zu dem zweiten Ver stellor gan
geschaltet werden. Der zur Übertragung der Bewegungsgrößen der Verstellorgane dienende
Impuls kann natürlich anstatt durch die Verschiebung eines in einem flüssigkeitsgefüllten
Zylinder gleitenden- Kolbens auch auf andere Weise, beispielsweise durch Membrandosen
o. dgl., erzeugt und übertragen Urerden, des weiteren ist auch die Ausführungsform
der Verstellorgane und des das Hauptverstellorgan- steuernden Steuerwerks beliebig.